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Selbsttätiger Ausdrucksregler für Klavierspielapparate u. dgl. Gegenstand
der Erfindung ist ein selbsttätiger Ausdrucksregler für Klavierspielapparate u.
dgl., in welchen Ausdrucksregelöffnungen im Notenblatt wahlweise ein oder mehrere
Ventile öffnen, um eine Mehrzahl von Luftöffnungen im Windwege freizugeben und so
durch Veränderung der Saugwirkung die Tonstärke zu beeinflussen.
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Gemäß der Erfindung sind die Luftöffnungen treppenförmig gegeneinander
versetzt und ein gemeinsames Absperrorgan, das als Flachschieber ausgebildet ist,
schließt die. Öffnungen nach Zurücklegung eines mehr oder weniger großen Weges ab.
Abb. z ist ein Aufriß der Ausdrucksregelvorrichtung.
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Abb. 2 ist ein senkrechter Teilschnitt nach Linie 2-2 der Abb. r,
4 und 6.
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Abb. 3 ist ein senkrechter Querschnitt nach Linie 3-3 der Abb. r,
4 und 6.-Abb. 4 ist ein -Aufriß der Regelvorrichtung nach Entfernung der Luftanlässe,
Ventile o. dgl.
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Abb. 5 dst eine Ansicht ähnlich der Abb. 4, mit auf dem Ventilkasten
befindlichen Membranen.
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Abb. 6 ist ein wagerechter Querschnitt nach Linie 6-6 der Abb. 2.
Abb.
7 ist eine Einzeldarstellung eines Teiles des Werkes nach Abb. i in vergrößertem
Maßstabe. Einzelne Teile sind im Schnitt nach Linie 7-7 der Abb. 2 und andere im
Schnitt nach Linie 7a-7a der Abb. 2 gezeigt.
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Abb.8 ist ein wagerechter Schnitt nach Linie 8-8 der Abb. 3 und 7.
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Es ist bekannt, daß die Tonstärke und damit die Ausdrucksmöglichkeit
mit Zunahme des Luftflusses durch den Apparat wächst; je stärker die Ansaugung oder
je geringer der Druck ist, um so schärfer und heftiger ist die Anschlagstärke durch
das Werk und uni so lauter der entstehende Ton. Der Luftfluß geht von dem Windkasten
des Windwerkes durch das Rohr 70, von dort in den Querkanal 25 nach der Kammer 22,
dann nach der Kaminer 30' und durch die Öffnung a nach unten zu dem Querkanal -to,
von da durch die Öffnungen 28 zum Querkanal 26 im Ventilkasten 2o und schließlich
durch die Kammer 21 und die Öffnungen 23a, 24 zum Saugbalg C. In dem Ventilkasten
30 sind außer der Öffnung a Öffnungen b, c, d vorgesehen, die treppenförinig
gegeneinander versetzt sind. Diese Öffnungen können durch einen Flachschieber 37
der Reihe nach abgedeckt werden, je nach dem Unterdruck, der in dein Z"entilkasten
vorhanden ist. Der Flachschieber 37 ist durch eine Stange 38 mit der beweglichen
Wand 33 des Hauptausdruckreglers 32 verbunden. Bei entstehendem Unterdruck. in dem
Ventilkasten 3o wird die Wand 33 nach innen gezogen, wobei der Flachschieber 37
die Öffnungen je nach der Größe der Verschiebung und des Unterdruckes im Ventilkasten
mehr oder weniger abdeckt. Eine Feder 6o, die an der Wand 33 befestigt ist, setzt
deren Bewegung Widerstand entgegen. Die Spannung der Feder 6o kann von Hand aus
durch die Stange E und die Verbindungsstange 61 verändert werden, uni so die Tonstärke
zu verändern. Die Öffnung a ist stets mit dem Querkanal 40 verbunden. Die Öffnungen
b, c, d sind durch Kanäle (Abt. 7) mit dein Querkanal 40 verbunden. In diesen
Kanälen befinden sich Ventile .I2. Eine fünfte Öffnung e ist vorgesehen, die nicht
durch den Flachschieber 37 abgedeckt wird, welche jedoch ebenfalls durch ein Ventil
.42 von dein Querkanal q.o abgeschlossen ist. Wenn nur die Öffnung a offen ist,
ist die Saugwirkung gering und der Ton schwach, während jede der nächsten Öffnungen
eine stärkere Saugwirkung und daher auch einen stärkeren Ton hervorbringt. Bei größer
werdendem Unterdruck wird die öffnung, welche das Windwerk mit dem Saugbalg C verbindet,
durch den Flachschieber teilweise abgedeckt, so daß trotz des größeren Unterdruckes
infolge der kleineren Öffnung die Tonstärke dieselbe bleibt. Der stärkste Ton wird
durch Öffnen des Ventils erreicht, das in dem Kanal e liegt, da die Öffnung e nicht
durch den Flachschieber 37 verkleinert werden kann.
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Wenn die Öffnungen des Notenblattes über die Öffnungen io, 1i, 12,
13 des Gleitblokkes <1 (Abt. i) laufen, wird durch die Röhren ioa,
I, ", 12a, 13a Luft von atmospärischein Druck unter die Membranen
5o geleitet, wodurch die Ventilscheiben d.g gehoben und die Membranen d.5 unter
atmosphärischem Druck gesetzt werden. Da in dem Querkanal d.o stets ein gewisser.
Unterdruck herrscht, wird das Ventil q.2 gehoben und damit einer der Kanäle geöffnet.
In dein Raum ol:erhall> der Membranen 50 befindet sich auch stets Unterdruck,
da er durch eine Bohrung 55 mit den Querkanälen ,4o in Verbindung steht. Durch Öffnen
eines der Ventile ¢2 wird eine stärkere Saugwirkung erzeugt, der Balg 32 fällt zusammen
und verkleinert die Öffnungen a und z. B. b derart, daß trotz des wechselnden Unterdruckes
im Ventilkasten die Tonstärke dieselbe bleibt. Je weiter die Öffnungen von dem Rand
des Flachschiebers 37 entfernt sind, desto größer wird die Saugwirkung sein, da
erst bei beträchtlichem Unterdruck in der Kammer 30a ein Abdecken der weiter entfernten
Öffnungen durch den Flachschieber 37 stattfindet und desto lauter wird der erzeugte
Ton.
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Durch gleichzeitigen Vorbeigang von zwei oder mehr Öffnungen über
die Glaitblocklöcher 10, 11, 12, 13 können Kombinationen der Luftdurchlässe
eingestellt werden und die sich ergebenden Tonstärken liefern weitere Abstufungen
und gestatten eine feinere Abmessung in der Ausdrucksregelung.