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Zeitmesser für Vorgänge, z. B. Wettspiele, welche Unterbrechungen
erleiden. Bei Wettspielen (Fußball u. dgl.), welche nach den allgemeinen Spielregeln
gewöhnlich 2mal 3/4 Stunden dauern, ist es besonders wichtig, daß der Ablauf der
Spielzeitdauer genau angegeben werden kann, wobei die Zeitdauer der jeweiligen Unterbrechungen
nicht mit zur festgesetzten Zeitdauer gerechnet wird. Eine gewöhnliche U4r mit Weckereinrichtung
ist für diese Zwecke aus dem Grunde nicht geeignet, weil diese den Ablauf dieser
festgesetzten Zeitlauer nur dann richtig angeben würde, wenn das Spiel ohne Unterbrechung
zu Ende geführt wird, was äußerst selten der Fäll zu sein pflegt. Ein jeweiliges
Nachstellen der Weckereinrichtung um den Betrag der Zeitdauer der Unterbrechung
wäre sehr umständlich. Auch die von den Schiedsrichtern bis jetzt allgemein verwendeten
Stoppuhren sind ungeeignet, weil nach jedesmaligem Stoppen der Zeiger vor einer
weiteren Benutzung der Uhr in seine alte Lage
zurückgebracht werden
muß und der Ablauf der Spielzeitdauer also erst durch umständliches Addieren der
Dauer der einzelnen Abschnitte zu ermitteln ist.
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Diesem Übelstand abzuhelfen, ist der Zweck des vorliegenden Erfindungsgegenstandes.
Er besteht aus einer Art Zeigeruhr, die so eingerichtet ist, daß sie, bei Beginn
des Spieles durch einen einfachen Handgriff in Bewegung gesetzt, jederzeit über
die Spieldauer Aufschluß gibt und den Ablauf der festgesetzten Spielzeitdauer automatisch
durch ein Signal bekannt gibt, wobei aber die Dauer jeweiliger Unterbrechungen zu
der gesamten Spieldauer nicht mitgerechnet wird, indem bei Beginn der Unterbrechung
der Zeiger durch eine einfache Schaltbewegung in seiner augenblicklichen Stellung
festgehalten wird und erst im Augenblick der Fortsetzung des Spieles durch eine
weitere Schaltbewegung von dieser Stellung aus sich weiterbewegt. Verwechslungen
in der Schaltbewegung werden dadurch vermieden, daß von ein- und demselben Schaltelement
aus, z. B. einem Druckknopf oder einer sonstigen Vorrichtung, durch ein und dieselbe
Schaltbewegung bei jeder beliebigen Zeigerstellung das Werk sowohl in Gang gesetzt
als auch zum Stillstand gebracht werden kann. Dabei kann die Einrichtung so getroffen
sein, daß der Beginn der Unterbrechung wie auch die Fortsetzung des Spiels durch
ein Signal bekanntgegeben wird. ' Ein in entsprechend großer Ausführung auf dem
Spielplatz aufgestellter derartiger Zeitmesser setzt sowohl die Spielteilnehmer
und die Schiedsrichter wie auch die Zuschauer mit einem Blick über die augenblickliche
Spieldauer in Kenntnis. Die Schiedsrichter sind nicht mehr der Gefahr ausgesetzt,
irrtümlicherweise länger spielen zu lassen, wodurch Streitigkeiten vermieden werden.
Sollte der Schiedsrichter dennoch aus irgendeinem Grunde längere Zeit spielen lassen,
so kann die Überzeit immer genau nachkontrolliert werden, indem die Uhr nach Auslösung
des Signals sofort wieder in Gang gesetzt wird.
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Eine.Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist auf der Zeichnung
dargestellt, und zwar zeigt Abb. i die Stellung der einzelnen Teile zueinander,
wenn die Uhr in Gang gesetzt ist, während die in dieser Abbildung punktiert angegebene
Stellung der einzelnen Teile einen Augenblick darstellt, in welchem der Zeiger festgestellt
ist. In Abb. 2 ist die Stellung angegeben, in welchem sich die Teile in dem Augenblick
der Signalgebung befinden.
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Die Vorrichtung wird von einem gewöhnlichen Uhrwerk in Bewegung gesetzt.
Auf der Achse x des sogenannten Viertelrades 2 ist ein Hebel 3 schwingend angebracht,
auf welchem ein Zahnrad 4 gelagert ist, das mit dem Viertelrad dauernd in Eingriff
steht. Das Rad 4 kann mit einem weiteren Zahnrad 5 in Eingriff gebracht werden,
auf dessen Achse 6 ein genau ausbalancierter Zeiger 7 befestigt ist, welcher auf
dem Zifferblatt 8 spielt. Eine Spiralfeder g sucht den Zeiger stets in seine Ruhelage
bis zum Anschlag io zurückzudrehen. Das Rad ,9 trägt ferner einen Stift 12. Am Gehäuse
sitzt eine Lasche 13, in deren unterem Teil eine Achse 14 gelagert ist, welche zwei
gezahnte Schalträder 15 und 16 trägt, von denen letzteres die halbe Anzahl der Zähne
des ersteren hat. Der eine Arm des Hebels.- ist entsprechend den Zähnen des Rades
16 mit einer schrägen Fläche 17 und einer Kerbung 18 versehen. In die Zähne des
Schaltrades 15 greift eine Schaltklinke ig ein, welche durch eine Schenkelfeder
2o gegen jenes gedrückt wird. Die h'linke i9 ist mit der Schaltstange 21 gelenkig
verbunden, welche bei 22 und 23 geführt wird. Eine Zugfeder 24 zieht die Klinke
ig mit der Stange 21 in ihre obere Ruhelage zurück. Die Schaltstange 2i kann durch
die Stange 25, welche in dem Führungsstück 26 geführt ist und an ihrem unteren Ende
eine Scheibe 27 trägt, entweder von Hand oder mittels einer geeigneten elektromagnetischen
oder sonstigen Vorrichtung abwärts gedrückt werden. Ein W inkelhebel a8-29, der
bei 3o gelagert ist, wird durch eine Schenkelfeder 31 in seiner inneren Ruhelage
gehalten. Der Hebelarm 28 trägt ein Winkelstück 32, welches den .Zähnen des Rades
16 eine schräge Fläche 32#z entgegenstellt. Das untere Ende dieses Hebelarmes ist
zu einer Sperrklinke 28a ausgebildet, welche in eine entsprechende Ausnehmung 28b
des
Hebels 3 einspringen kann. Auf den anderen Hebelarm 29 kann bei geeigneter Stellung
des Zeigers 7 der Stift 12 des Zahnrades 5 drücken,-außerdem aber auch die Stange
33, welche bei 34 geführt und mit dem oben zu .einem Auge ausgebildeten Ende an
dem Sperrhebel 35 angelenkt ist. Dieser ist bei 36 drehbar gelagert und kann mit
einer Nase 37 in die Verzahnung des Rades 5 eingreifen. Um die Stange25 greift eine
Öse 39 des Drahtstückes 38, und letzteres ist an dem zweiarmigen Hebel4o
angelenkt, dessen anderer Arm auf den Sperrhebel 35
drücken kann. Der längere
Arm des Hebels 3 wird durch eine Zugfeder 41 abwärts gezogen und trägt an seinem
Ende isoliert eine Klemmschraube 42 und ein Kontaktstück 43, welches bei geeigneter
Stellung des Hebels 3 mit dem federnden Kontaktstück 44 in stromleitende
Verbindung gebracht werden kann. Dieses Kontaktstück 44 ist an den einen Pol einer
Batterie oder einer anderen Stromquelle angeschlossen, während vom anderen Pol eine
Leitung durch die Signalvorrichtung zum Kontaktstück 43 gelegt ist.
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In der Ruhestellung steht das Werk in der in Abb. 1 punktiert gezeichneten
Lage (Hebel 40 steht dabei horizontal). Soll zu Beginn des
Spieles
das Werk in Tätigkeit gesetzt werden, so wird Stange 25 entweder von Hand oder durch
irgendeine Fernschaltvorrichtung abwärts gedrückt. Diese Bewegung überträgt sich
auf Stange 21 und Schalthebel ig, durch welchen das Zahnrad 15 um einen Zahn weitergeschaltet
wird. Der untere Zahn des Schaltrades 16 gleitet dabei von der Stellung a1 über
die schräge Fläche 17 des Hebels 3 und kommt in die Stellung a. Hebel 3 wird dadurch
mit seinem rechten Arm abwärts, mit seinem linken Arm aufwärts gedreht, wodurch
das Zahnrad 4. mit Rad 5 in Eingriff kommt und der Zeiger 7 infolge der Bewegung
des Viertelrades 2 in entsprechende Drehung versetzt wird. Um den Hebel 3 und damit
Zahnrad q. in dieser Stellung festzuhalten, ist die Sperrklinke 28a des Hebelarmes
28 in die Ausnehmung 28b des Hebels 3 geklinkt. Um die Bewegung des Zeigers
7 durch den Eingriff des Sperrhebels 35 in die Verzahnung des Rades 5 nicht zu hindern,
wird Hebel 35 bei der Einwärtsbewegung des Winkelhebels 28-2g durch den Arm
29 und die auf diesen Hebelarm sich stützende Stange 33 gehoben und somit Zahnrad
5 freigegeben.
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Der Stift 12 des Rades 5 hat eine derartige Stellung, daß er nach
Ablauf der festgesetzten Zeit auf den Hebelarm 29 diückt, diesen abwärts
und damit den Arm 28 auswärts bewegt. Dadurch gleitet der durch die Klinke 28a bis
jetzt festgehaltene Hebel 3 von letzterer ab; durch die Wirkung der Feder 41 schließen
nunmehr die beiden Kontaktstücke 43 und 44 den Stromkreis (Abb. 2) und lösen die
Signalvorrichtung aus (in der Abbildung durch eine elektrische Klingel angedeutet).
Der Stift i2 drückt dabei den Hebelarm 29 nur so weit abwärts, daß der andere Hebelarm
28a den Hebel. 3 freigibt, ohne daß dabei der- Sperrhebel, 35 in die Verzahnung
des Rades 5 eingreifen kann (Abb: 2). Durch die Vorwärtsdrehung des Zeigers 7 hatte
sich die Feder g gespannt. Da nun in der neuen Stellung des Hebels 3 das Zahnrad
5 weder mit Rad q. in Eingriff steht, noch durch den Sperrhebel 35 gehalten wird,
dreht sich das Rad 5 mit dem Zeiger 7 durch die Wirkung der Feder g in die Anfangsstellung
zurück, wobei ein Anschlag ro die Rückwärts= bewegung entsprechend -begrenzt.
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Die Signalgebung wird so lange andauern, als zwischen 43-und qq. Stromschluß
besteht. Zur Unterbrechung desselben genügt die gleiche Bewegung, wie sie zum Einschalten
des Werkes notwendig ist. Wird nämlich jetzt die Stange 25 und damit Stange 21 abwärts
bewegt, so schaltet die Schaltklinke ig das Rad 15 wieder um einen Zahn weiter,
dadurch gleitet Zahn b des Rades 16 in die Einkerbung 18 des Hebels 3, so daß dieser
aus der in Abb. 2 gezeichneten 'Stellung in die in Abb. i punktierte Stellung kommt,
wodurch der Strom unterbrochen wird. Soll das- Spiel von neuem beginnen, so genügt
die bekannte Einschaltbewegung, und der oben geschilderte Vorgang wiederholt sich.
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Tritt während des Spieles eine Unterbrechung ein, wobei, wie es nach
den gewöhnlichen Spielregeln der Fall ist, die Zeit der Unterbrechung nicht mit
zur gesamten Spielzeit gerechnet wird, so muß bei Beginn der Unterbrechung der Zeiger
7 zum Stillstand gebracht werden, was wiederum durch eine Abwärtsbewegung der Stangen
25 und 21 erreicht wird. Da eine Unterbrechung nur während der Spielzeit stattfinden
kann, befindet sich zu-diesem Zeitpunkt das Werk in der in Abb. z ausgezogen gezeichneten
Stellung. Wird in dieser Stellung die Schaltklinke ig abwärts und damit Schaltrad
15 um einen Zahn vorwärts bewegt, so gleitet ein entsprechender Zahn c des Schaltrades
16 an der schrägen Fläche 32b des Winkels 32 vorbei, diesen und damit Hebelarm 28
auswärts bewegend. Die Klinke 28a gleitet dadurch aus der Ausnehmung 28b -des Hebels
3, wodurch letzterer durch die Wirkung der Feder .41 wieder in die in Abb. i punktiert
gezeichnete Stellung gezogen wird, ohne daß dabei ein Kontakt zwischen 43 und 44
hergestellt wird, weil sich durch die Schaltung ein Zahn b des Zahnrades 16 in die
Stellung a1 gedreht hat, gegen welchen sich der Hebel 3 mit seiner Einkerbung 18
legt. Obwohl nun Rad 5 nicht mehr mit Rad 4 in Eingriff steht, wird trotzdem der
Zeiger 7 durch die Feder g nicht in die Ruhestellung zurückbewegt werden können,
weil bei der Schaltung durch den Zahn c der Winkelhebel 28 und 29 so weit gedreht
wurde, daß die Stange 33 ein Einfallen des Sperrhebels 35 in die Verzahnung des
Rades 5 nicht mehr hindern kann, wodurch das Rad 5 und damit der Zeiger 7 in der
augenblicklichen Stellung festgehalten werden.
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Soll nach der Unterbrechung das Spiel wieder fortgesetzt werden, so
genügt wiederum eine Abwärtsbewegung der Stangen 25 und 21, um den Mechanismus wieder
in Gang zu setzen. Klinke ig schaltet Rad 15 wieder um einen Zahn vorwärts. Zahn
a des Rades 16, der sich nun in Stellung a1 befindet, gleitet über die schiefe Fläche
des Hebels 3 und bringt dadurch, wie bereits oben angeführt, das Rad q. wieder mit
5 in Eingriff (Abb. i). Durch die Schenkelfeder 31 wird Hebelarm 28 einwärts bewegt
und stützt sich mit Klinke 28a gegen Hebel 3, wodurch ein dauernder Eingriff
der beiden Räder q. und 5 hergestellt ist. Gleichzeitig wird Hebel 29 durch die
Stange 33 den Sperrhebel 35 von der Verzahnung des Rades 5 abheben, so daß sich
nunmehr der Zeiger wieder weiterbewegen kann.
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Muß das Spiel vor Ablauf der festgesetzten Zeit durch irgendeinen
Zwischenfall ganz abgebrochen werden, so kann dies durch einfaches Hochheben der
Stange 25 durch ein Signal. bekanntgegeben
werden, wobei gleichzeitig
der Zeiger 7 in seine Anfangsstellung zurückgeht. Beim Hochheben der Stange 25 zieht
nämlich die Scheibe 27 das Drahtstück 38 mit aufwärts. Dadurch wird der Hebel .1o
so weit gedreht, daß der Sperrhebel 35 in die in Abb. 2 gezeichnete Stellung gebracht
wird, wobei durch die Stange 33 der Winkelhebel 28-29 auswärts geschwenkt und dadurch
wiederum Hebel 3 durch die Feder .11 zur Kontaktgebung veranlaßt, gleichzeitig der
Eingriff der beiden Räder .l und 5 unterbrochen wird und Zeiger 7 in seine Ruhelage
zurückschwingen kann. Eine weitere Abwärtsbewegung der Stange 25 stellt die Anfangsstellung
wieder her, wodurch das Werk für ein neues Spiel betriebsbereit ist.
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Um auch den Beginn der Unterbrechung und die Fortsetzung des Spiels
bekanntzugeben, kann an dem Führungsstück 23 und der Scheibe 27 oder an sonst einer
geeigneten Stelle je ein Kontaktstück 4.5 und .16 angebracht sein, welche bei der
Schaltbewegung einen Stromkreis schließen und dadurch eine Signalvorrichtung in
Tätigkeit setzen.