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Zusammenlegbares Windrad für Fahrräder. Die Erfindung betrifft ein
zusaininenlegbares Windrad für Fahrräder, bei welchem die Flügel auf einen Bolzen
drehbar angeordnet und in Gebrauchsstellung ,e-eneinander in einem Rin, festgestellt
werden können, während sie außer Gebrauch übereinander-,elegt «-erden können.
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Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art wird zur Feststellung der
Flugel in Gebrauclisstellung einmal ein aus einzelnen Teilen zusannnen,esetzter
Ring verwendet, der den Umfang des Flügelrades bildet .und in dein die einzelnen
Flügel festgestellt «erden, so daß die Flügel selbst die Verbindung des Ringes -
mit der Propellerachse bilden. Das Anbringen des Ringes unrf das Feststellen der
Flii-el in dein Rin, ist aber außerordentlich zeitraubend, und ferner hat diese
Bauart den \achteil, rlaß durch den Ring die ani Umfan, des Propellers liegenden,
bewegten 'Massen erhöht und dadurch die Gefahr der Verbiegung der Propellerflügel
gegen die Achse erhöht wird.
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Es sind auch schon zusanmncillegbare Fliigelräder vorgeschlagen worden,
bei denen ein Flügel fest auf der Propellerwelle angeordnet ist, während die übrigen
Flügel gegen diesen festen Flügel auf der Welle drehbar sind und jeder Flügelarm
einen hakenförmigen Anschlag für den dahinterliegenrlen Flügelaren besitzt, der
bei dein fächerartigen Auseinanderbreiten des Flügelrades den Winkel begrenzt, den
die einzelnen Fliizelarine -e-eneinander einnehmen müssen. Bei diesen 1rinrichtungei
ist es einmal nicht ni@"licli, nach Belieben zwei, vier oder sechs Flügel in Wirkun-
treten zu lassen, sondern entweder liegen die Flügel hintereinander oder gleichmäßig
über die ganze Fläche des Windrades verteilt. und ferner äußern sich die Antriebskräfte
der einzelnen Propellerflügel nicht mehr direkt auf lie Propellerwelle, sondern
jeder Propellerflügel gibt zunächst die Kraft an den Arni des davorliegenden Propellers
ab. so daß schließlich sämtliche Kräfte an dein vor,lersten mit der Propellerwelle
fest verbundenen -rin an-;;reifen, der seinerseits erst die Kraft auf die Propellerwelle
überträgt. Infol,erlessen mü#-sen hier die Propellerarme unnötig stark gemacht werden,
und schon aus liesein Grunrlc sind solche Vorrichtungen, beispielsweise für Fahrräder,
ungeeignet.
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Von den bekannten Einrichtungen unterscheidet sich die vorlie-ende
Erfinrluil, dadurch, daß an der Propellerachse eine Kapsel angebracht ist, deren
Durchmesser nur wenig größer ist als der der Propellerachse, und daß der Kapselrand
Einschnitte für die Propellerflügel aufweist, während die einzelnen Propellerflügel
auf einem Führungsbolzen in gier Län ,srichtun, der Propellerachse verschiebbar
sind und unter dein Einfluß einer Feder stehen, durch welche .die Propellerflügel
in rlie Einschnitte des Kapselrandes eingedrückt gehalten werden. Hier erfolgt durch
die Kapsel selbst eine durchaus zuverlässige Verbindung zwischen den Propellerflügeln
und (leg Propellerachse, und das Zusammenlegen und Auseinanderfalten der Flügel
kann mit einem einzigen Handgriff ohne jeden "Zeitverlust jederzeit vorgenoinnien
werden.
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Die Zeichnung zeigt in Abb. r das Fahrrad mit der neuen Winlradanordnung,
Abb. 2 das Windrad in größerem Maßstabe zusammengelegt, aber noch in Verbindung
mit der Windradachse: Abb.3 zeigt das Windrad von vorn gesehen, wobei die punktierten
Linien die Windflügel in Gebrauchsstellung darstellen, während
Abb.
4 schaubildlich einen Längsschnitt durch die Windradachse und :die Befestigungsvorrichtung
der Achse am Fahrrad zur Darstellung bringt.
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Das Windrad i ist .mit einer Welle 2 derart verbunden, daß diese Welle
die Drehbewegung des Windrades mitmachen muß. Die Welle ist in Lagern 3, 4 drehbar
gelagert, die ihrerseits durch Schellen 5, 6 an dem' Gestellrohr 7 des Fahrrades
befestigest sind. Auf der Welle 2 ist ein Zahnrad oder ein Kettenrad 8 angeordnet.
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Soll die Drehung des Propellers zur elektrischen Beleuchtung nutzbar
gemacht werden, so wird an dem Fahrradgestell ein Kasten io zwischen den Rahmenrohren
7 und i i angeordnet, und es kann .dann der Antrieb des auf der Welle 2 befestigten.
Zahnrades 8 =mittel-.bar auf ein Zahnrad 9 erfolgen, das @beispielsweise eineu in
dein Kasten ro untergebrachten Dynamo in Umdrehung versetzt. Es kann aber auch die
Bewegung des Windrades i von dem Rade 8 auf ein Kettenrad 12 zur Unterstützung der
Vorwärtsbewegung des Fahrrades übertragen.werden.
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Das Windrad weist eine Kapsel 2o auf. die mittels eines Bolzens 30
lose in das hohle Ende der Windradwelle z einggeschaben werden kann. Damit die Welle
von dein Windrade mitgenommen wird, ist der Bolzen 30 finit einem Schlitz 31 versehen,
der sich über einen Bolze11 32 der Welle 2 schiebt, sobald man -das Windrad au die
Welle 2 ansetzt. In der Kapsel 2o sind Einschnitte 21, 22, 23 angebracht, und es
besitzt die Kapsel 20 einen mittleren Bolzen i9, auf welchen die einzelnen Doppelflügel
16, 17, 18 des Windrades lose drehbar aufgeschoben sind. Auf den Bolzen i9 ist eine
Feder 28 aufgesetzt und eine Mutter 29 aufgeschraubt, gegen welche sich die Feder
28 anlegt.
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Bei der in Abb. 2 'und 3 gezeichneten Ausführung :des Propellers sind
drei Doppelflügel 16, 17, 18 in Anwendung gebracht. Liegen die Stege 25, 26, 27
der Flügel 16, 17, 18 übereinander in denselben Ausschnitten 21, 24 der Kapsel 2o,
so nimmt das Windrad-nur wenig Platz ein und kann in diesem Zustande leicht in der
Satteltasche oder an anderer geeigneter Stelle untergebracht werden.
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Wird die Vorrichtung in Gebrauch genoininen, so setzt man die Kapsel
2o mit ihren Bolzen 30 in das vordere hohle Ende der Welle 2 ein, liebt unter
Überwindung des Drucks der Feder 28 die einzelnen Flügel 17 und 18 aus den Einschnitten
21 und 24 heraus und legt sie in die Einschnitte 23 bzw. 22 ein, in welche sie durch
die Feiler 28 eingedrückt gehalten,werden, so daß sie dann über die Kapsel2o gleichmäßig
verteilt sind. Diese Anordnung ermöglicht auch in einfachster 'A.'eise eine Regulierung
:des Windrades, indem man bei zu starkem Winde einzelne der Doppelflügel dadurch
ausschalten kann, daß man sie über einen anderen Flügel in die entsprechenden Aussparungen
des Kapselrandes einlegt. Es läßt sich dadurch die von dem Winde getroffene Fläche
des Windrades bis auf die Fläche eines Flügelpaares vermindern.
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Die Windradwelle ist- vorteilhaft, wie es in Abb. 4 dargestellt ist,
dadurch in ihrer Länge verstellbar eingerichtet, :daß .man die Welle --
hohl
ausbildet und in ihr verschiebbar eine volle Welle 34 anordnet, die gegen Drehung
durch eine Nase 35 gesichert ist, -die sich in der Längsrichtung der hohlen Welle
2 in einem Schlitz 36 verschieben. läßt. Die Welle :2 ist in dem Kugellager 3 und
die Welle 34. in dem Kugellager 4 drehbar, und es sind die Kugellager 3 und 4 mit
Schellen 5, 6 versehen, mittels welchen sie an einen der Gestellrohre des Fahrrades
befestigt werden können. Das freie Ende der vollen Welle 34 weist das Zahnrad 8
auf. Durch diese Anordnung läßt sich die Vorrichtung für jedes Fahrradgestell ohne
weiteres richtig zu den angetriebenen Rädern einstellen, indem inan zunächst die
Schellen 6 an dein Rohre 7 so befestigt, daß das Zahnrad 8 mit dem Zahnrade 9 richtig
zusammenarbeitet und ;dann die Schelle 5 mit dem I-tigellager 3 so weit nach vorn
an dein Rahmenrohr verschiebt, daß das in die Welle 2 eingesetzte Windrad Bewegungsfr
eifheit erhält.