DE369358C - Verfahren zum Herstellen mit Notenbegleitung versehener kinematographischer Musikfilme - Google Patents

Verfahren zum Herstellen mit Notenbegleitung versehener kinematographischer Musikfilme

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DE369358C
DE369358C DEJ19891D DEJ0019891D DE369358C DE 369358 C DE369358 C DE 369358C DE J19891 D DEJ19891 D DE J19891D DE J0019891 D DEJ0019891 D DE J0019891D DE 369358 C DE369358 C DE 369358C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B31/00Associated working of cameras or projectors with sound-recording or sound-reproducing means
    • G03B31/02Associated working of cameras or projectors with sound-recording or sound-reproducing means in which sound track is on a moving-picture film

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen mit Notenbegleitung versehener kinematographischer 1Vlusikfilme. Beim Vorführen kinematographischer Filme mit Musikbegleitung, beispielsweise sogenannter Operettenfilme, besteht eine große Schwierigkeit darin, die Musikbegleitung ständig in genauem Takt mit der Handlung des Films zu halten.
  • Um dieser Schwierigkeit zu begegnen, ist es bereits vorgeschlagen worden, während der zur Aufnahme des Films benutzten Originalaufführung der Operette o. dgl. das Bild des dirigierenden Kapellmeisters durch eine Spiegeleinrichtung in die Gegend des Souffleurkastens zu spiegeln, so daß das Bild des Kapellmeisters gleichzeitig mit dem Bühnenbild auf den Film aufgenommen wird. Bei der Vorführung eines solchen Films können sich die Musiker dann an die Bewegungen des im Bilde miterscheinenden Kapellmeisters halten.
  • Diese Einrichtung bedingt den Nachteil, daß sie die vorerwähnte relativ komplizierte Spiegeleinrichtung erfordert, und daß die mehr oder minder heftigen Bewegungen "des Kapellmeisters das Bühnenbild bei der Vorführung stören.
  • Zwecks Vermeidung dieser Übelstände ist es auch bereits vorgeschlagen worden, Filme mit Notenbegleitung zu schaffen. Hierfür rnuß man während der Aufnahme des Films ein Notenband, das die Noten in einer größeren Darstellung enthält, vor dem Objektiy des Aufnahmeapparates im Takte mit der sich abspielenden Handlung vorbeilaufen lassen, so daß der Film unter jedem Bild die zugehörigen Noten aufweist. Die Noten müssen hierbei sehr groß und die Notenbänder entsprechend breit sein, weil dag Notenband sich zwecks Erzielung einer scharfen Aufnahme der Noten mittels des auf die Bühne eingestellten Apparates in unmittelbarer Nähe der Bühne befinden muß.
  • Vor allem aber ist dieses ältere Verfahren deshalb unvollkommen, weil es den nachträglichen Änderungen des Films nicht genügend Rechnung trägt. Fast jeder Film muß nach der Aufnahme durch Herausschneiden einer mehr oder minder großen Anzahl von Bildern gekürzt werden, wobei auch die entsprechenden Noten in Fortfall kommen. Bei der Vorführung eines derart gekürzten Films ergeben sich zwar für das Auge aus dem Fehlen von einzelnen Bildern bei richtiger Vornahme der Kürzung keinerlei Schwierigkeiten, wohl aber ergeben sich durch das Fehlen der zugehörigen Noten bei der musikalischen Begleitung der Vorführung unerträgliche Störungen.
  • Dieser Übelstand wird noch dadurch vergrößert, daß fast keine Aufführung zu Aufnahmezwecken glatt verläuft, vielmehr müssen verunglückte Stellen der Aufführung oder der Musik durch Wiederholung verbessert werden, wodurch sich weitere erhebliche Differenzen zwischen Bühnenbild und Notenbild ergeben.
  • Es ist ferner bereits ein Verfahren bekannt, bei dem zunächst der Bildfilm hergestellt, dann das Bild einem Musiker vorgeführt wird" der hiernach in richtiger zeitlicher Folge die Musik auf einem selbstaufzeichnenden Musikinstrument ausführt, worauf die Notenschrift gelocht und mechanisch kopiert wird. Auch ist es l:ereits vorgeschlagen worden, fertige Kinofilme mit galvanisch kopierten Tonschriften zu vereinigen. Diese beiden Verfahren bedingen aber irii Gegensatz zu dem neuen Verfahren zwei verschiedene Kopierprozesse sowie Kopierapparate, und das zweite'erfabren dürfte bei Kürzungen des Films große Schwierigkeiten bieten, da Tonschrift sich nach Zerschneiden kaum wieder tadellos zusammenfügen läßt. Schließlich ist es auch bereits tekannt, Kinoapparate und Tonschriftenapparate gleichläufig zu kuppeln. Demgegenüber kommt es bei Ausführung der Erfindung, soweit eine derartige Kupplung in Frage kommt, nur aui die Kupplung eines Kinoaufnahineapparares mit einem Kinovorführungsapparat an.
  • Durch die Erfindung sollen alle diese Übelstände des zweiterwähnten Verfahrens ohne Preisgabe von dessen Vorteilen beseitigt werden.
  • Nach dem neuen Verfahren wird in folgender Weise vorgegangen: Zunächst wird das Filmnegativ ohne Noten in der üblichen Art mit Musikbegleitung, aber unter Abdeckung des für die Notenschrift bestimmten Streifens des Bildfeldes aufgenommen und in bekannter Art entwickelt und fixiert, wobei der abgedeckt gewesene Teil des Bildfeldes naturgemäß schließlich völlig durchsichtig wird, da er ja dank der Abdeckung kein Licht erhielt. Von diesem Negativ wird ;tann ein Positivfilm kopiert und nach Fixierung gegebenenfalls beliebig verkürzt und ausgebessert, was keinerlei Schwierigkeiten macht, da ja der Film noch nicht mit den Noten versehen ist. Dieser Positivfilm wird darauf einem oder mehreren Musikern vorgeführt, die ihre Musik der Vorführung anpassen. Der Musikleiter bringt bei Unstimmigkeiten Musik und Film durch Zuruf sofort zum Anhalten und nimmt geeignete Kürzungen und Änderungen der Partitur vor. Nach dieser schreibt nun ein Musiksachverständiger einen Notenstreifen, bei welchem ein guter Zusammenhang der ganzen Musik bei völliger Übereinstimmung mit dem gekürzten Film gewährleistet ist. Alsdann wird der Positivfilm nochmals mit der gekürzten, gut zusammenhängenden i\-Iusikbegleitung vorgeführt. Gleichzeitig wird durch einen Musiker der obenerwähnte dieser gekürzten Musik entsprechende --\Totenstreifen im Takt mit der Musik an einem kinematographischen Aufnahmeapparat vorbeibewegt und aufgenommen, wobei das Bildfeld nur die Größe des beim obigen ersten N egativfilm abgedeckt gewesenen Feldes hat. Der Rest des Bildfeldes kann abgedeckt werden, so daß er nach dem Entwickeln und Fixieren .durchseichtig bleibt, andernfalls er abgeschnitten «<erden müßte.
  • Auch bei nur landläufiger Schulung des Personals bietet es keine Schwierigkeiten, den zu belichtenden Notenfilm mit gleicher Geschwindigkeit ablaufen zu lassen, mit der der Bildfilm abläuft, so daß der Notenfilm hinsichtlich der Bildfelderzahl in Einklang mit dem erwähnten gekürzten positiven Bildfilm steht. Gegebenenfalls kann die Antriebsvorrichtung des Vorführungsapparates mit der des Aufnahmeapparates für den Notenfilm gekuppelt werden.
  • Inzwischen ist auch der erste Negativbildfilin entsprechend dem Positivfilm gekürzt worden und wird nun vereint mit dem Notenfilm auf ein und denselben Film kopiert, der also jetzt Bild und Notenschrift in einwandfreier Übereinstimmung im Positiv enthält und verkaufs- bzw. vorführungsfertig ist.
  • Da bei diesem neuen Verfahren die Notenaufnahme sich auf die völlig fertige Bühnenaufnahme stützt und sich an sie anschließt, so kommt hier der störende Einfluß der Wiederholungen, Verbesserungen und Kürzungen vollständig in Fortfall. Ferner findet bei dem neuen Verfahren keine gleichzeitige Aufnahme des Bühnenvorganges und der wandernden Notenschrift statt, der Notenstreifen kann also beliebig nahe am Aufnahmeapparat angebracht werden und dementsprechend beliebig schmal und handlich sein. Auch kann man- dabei leicht die Notenschrift an beliebige Stelle des Bildfeldes bringen.
  • Der für das neue Verfahren benutzte Aufnahmeapparat unterscheidet sich von den bekannten Aufnahmeapparaten nur dadurch, daß bei ihm in der bei Kombinationsphotographien bekannten Weise ein Streifen des Bildfeldes in der Größe des gewünschten Notenfeldes lichtdicht abgedeckt ist.
  • In geeigneten Fällen wird man den besonderen, den aufzunehmenden Notenstreifen vor dem Aufnahmeapparat vorbeibewegenden Mann dadurch ersparen bzw. eines besonderen musik- und sachkundigen Mannes für diesen Zweck dadurch entraten können, daß man das Schaltwerk des die Vorführung des ersterwähnten positiven Bildfilms bewirkenden Apparates mit einem Schaltwerk für den Notenstreifen kuppelt.
  • Um bei der Aufnahme der Noten gleich die erste Note unter das richtige Bild zu bringen, kann erfindungsgemäß ein laufendes Vorzeichen gegeben werden, das der das Notenband fortschaltenden Person den richtigen Moment für den Einsatz angibt. Beispielsweise kann man auf den ersten Feldern des ersten (negativen) Bühnenfilms einen wandernden Zeiger oder einen, den Takt angebenden Kapellmeister aufnehmen, der den Einsatz angibt. Dieses Vorzeichen ist nur für den Vorgang der Aufnahme des Notenstreifens erwünscht. Sobald dieser Vorgang beendet ist, können die erwähnten ersten Felder des Bühnenfilms mit dem Vorzeichen ohne weiteres abgeschnitten werden, damit sie nicht zwecklos immer wieder in die laufend hergestellten Positivfilmes einkopiert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen mit Notenbegleitungversehener kinematographischer Musikfilme, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst das Filmnegativ ohne Noten in der üblichen Art, aber unter Abdeckung des für die Notenschrift bestimmten Streifens des Bildfeldes aufgenommen und auf Grund des danach kopierten Positivfilms gegebenenfalls beliebig verkürzt und ausgebessert wird, worauf der entsprechend gekürzte Positivfilm einem oder mehreren Musikern vorgeführt wird, .die ihre Musik der Vorführung anpassen, während gleichzeitig ein dem erwähnten fertigen Film angepaßter Notenstreifen entsprechend der Musik beliebig nahe an einem kinematographischen Aufnahmeapparat vorbeibewegt und aufgenommen wird, worauf der so hergestellte Notenfilm gemeinsam mit dem negativen Bildfilm kopiert wird.
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