AT146045B - Verfahren und Projektionsvorrichtung zum Nachsynchronisieren von akustischen Darbeitungen. - Google Patents

Verfahren und Projektionsvorrichtung zum Nachsynchronisieren von akustischen Darbeitungen.

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AT146045B
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Inventor
Berthold Dipl Ing Freund
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Tobis Tonbild Syndikat Ag
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Description


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Es sind bereits Verfahren bekannt zum   Naehsynchionisieren   von akustischen Darbietungen zu bereits   vorhandenen Bild-oder zu Bild-und Tonaufzeichnungen unter Verwendung der Bildfilmwiedergabe   sowie einer mit einer Festmarke zusammenwirkenden laufenden Leitschrift. 



   Man hat für die Zwecke der Gewinnung von nachsynchronisierten Bildtonfilmen entweder den Bildfilm oder eine laufende Leitschrift als Leitmittel für den   Nachsynchronisierenden   benutzt. Das erstere Verfahren hat aber den Nachteil, dass der Nachsynchronisierende nicht mit der nötigen Präzision 
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 zweitgenannten Verfahren haftet dagegen der Nachteil an, dass der gewonnenen Darbietung nicht jene Lebendigkeit und   Natürlichkeit   anhaftet, die bei Benutzung des Bildfilms als Leitmittel erreichbar ist. Es ist ferner auch schon die Verwendung von an einer Festmarke vorbeilaufenden   Leitschriften   nächst der   Bildprojektionsfläehe   als Leitmittel für die Erzeugung der zugehörigen Tondarbietungen bekannt.

   Diese Anordnung bietet jedoch nicht immer die   Möglichkeit,   sowohl die laufende Leitschrift als auch die Abbildung der Schallquelle im Bilde gleich gut zu sehen und zu verfolgen. Es ist zwar für stumme Vorführfilme bereits bekannt, eine oder mehrere Textschriften in das Bildfeld hinein zu verlegen, z. B. ein besonderes Sehriftband durch den Strahlenkegel des Bildprojektors zu bewegen, um innerhalb des Bildfeldes sowohl Bild als auch Text zu erhalten. Schliesslich ist es für Synchronisierungszwecke vorgeschlagen worden, das Bild der Schallquelle vergrössert auf einem gesonderten Streifen aufzunehmen und diesen allein oder zusammen mit dem   Gesamtszenenfilm   als Takt-und Leitmittel zu benutzen. 



   Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, dass bei einem Verfahren zum Nachsynchronisieren von akustischen Darbietungen zu bereits vorhandenen   Bild-oder Bild-und Tonaufzeichnungen,   bei dem sowohl die der Bildfilmwiedergabe als auch eine mit einer Festmarke zusammenwirkende laufende   textliche   Leitschrift als Leitmittel verwendet werden, die laufende   textliche   Leitschrift samt der Festmarke jeweils in   der Nähe   der im Bilde erscheinenden Schallquelle so wiedergegeben wird, dass der nachsynchronisierende Künstler beide Leitmittel (Bild und Leitschrift an der Marke) ohne Erfordernis einer wesentlichen   Änderung der Blickrichtung   mühelos gleich gut wahrnimmt. 



   Gemäss der Erfindung kann die laufende   textliche     Zeitschrift   samt Festmarke ihre Lage innerhalb der Bildfläche wechseln und den Ortsveränderungen der im Bilde erscheinenden Schallquelle nachfolgen. 



   Ebenso können in weiterer Ausgestaltung der Erfindung zu einem beispielsweise mehrere Schallquellen darstellenden Bildfilm mehrere textliche Leitschriften gehören. 



   Statt besondere Projektionseinriehtungen für die Textprojektion zu benutzen, kann man auch die   Leitschriften   auf transparente Träger aufzeichnen (bzw. transparent auf nicht transparentem Grund 
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 schrift kann man nach Bedarf innerhalb der Bildprojektion wechseln. Auch kann man den Transport der Träger für die Textschriften und des Bildfilmträgers durch gleiche oder verbundene Antriebsteile, gegebenenfalls phasenmässig verstellbar bewirken. 



   Da für das Zeitmass bei der Synchronisierung vielfach nur ein kleiner Ausschnitt des jeweiligen Filmbildes wichtig ist, kann man die Einrichtung treffen, dass jeweils nur dieser Teil. gegebenenfalls in vergrössertem Massstabe, auf den Bildschirm projiziert wird, um die Aufmerksamkeit der Künstler auf 

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 diesen Teil zu lenken. Hiebei kann man sich auswechselbarer Projektionsobjektive, optischer Zusatzeinrichtungen zu einem bleibenden Objektiv usw. nach bekannter Art bedienen. 



   Die Erfindung ist in der Zeichnung an Hand einiger Ausführungsbeispiele schematisch dargestellt.
In Fig. 1 ist ein Bildfilm dargestellt, der textliehe   Leitschliften   einkopiert enthält. Auch ein Leitstrich (als Ersatz der Marke auf dem Bildschirm) ist einkopiert, u. zw. so, dass er die Bewegung der sprechenden Personen mitmacht bzw. sich immer in nächster Nähe der sprechenden Personen befindet. Auch   bei der Lage der Textschriftist der gleiche Gesicl1tspunkt berücksichtigt. So z.   B. ist in Fig. 1 angenommen, dass der Film den Besuch des Bewohners eines kleinen Hauses durch eine Anzahl Freunde darstellt, die sich dem Hause nähern, wobei der vorderste spricht oder singt. Die oberen vier Einzelbilder des Filmabschnittes entsprechen dieser Szene.

   Die Textschrift ist zu Füssen der gehenden Personen gelegt ; der Leitstrich in die Nähe der vordersten Person und mit dieser mitgehend. Die unteren drei Einzelbilder stellen schon den nächsten Szenenteil dar ; der Hausbewohner ist unter die Türe getreten und antwortet. 



  Dementsprechend sind Textschrift und Leitstrich über seinen Kopf gelegt. Es ist angenommen, dass es nun nur auf die Bewegungen und Mienen des Hausbewohners ankommt, und darum ist nur der Ausschnitt um die Haustüre herum vergrössert     wiedergegeben.   



   In den Fig. 2 und 3 sind Aufriss und Grundriss einer Projektionsvorrichtung 16 dargestellt, die 
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 dass die Textschrift im Projektionsbild verschiedene Lagen einnehmen kann. 



   Zum Antrieb des Projektors 16 dient der Motor 21. Von ihm führt nebenher ein   Sehnurtrieb   22 zur Welle   23,   die sich hinter dem Phasenregler 24 (z. B. Differentialgetriebe ähnlich Fig. 6) in Welle   23'   fortsetzt, von der aus mittels Kegelradgetrieben usw. die Ab-und Aufwickelrolle für die Textsehrift angetrieben werden. Bezüglich des Leitstriches kann die Anordnung getroffen sein, dass dieser durch einen Draht am Bildfenster des Bildprojektors hervorgebracht wird, wodurch gleichsam die Marke am Bildschirm durch einen   schattengebenden   Körper im Projektionskegel des Kinobildes ersetzt ist. Der Draht kann verstellbar sein, so dass hiedurch die gleiche Wirkung entsteht wie durch eine Verlegung einer Marke am Bildschirm selbst. 



   In Fig. 3 wird das die textliche Leitschrift enthaltende Band vor dem Objektiv des Bildprojektors vorbeigezogen. Dies kann aber auch hinter dem Objektiv geschehen, u. zw. dann vor, hinter oder im Bildfenter. Die sich in letzterem Falle ergebende Kreuzung von Bildfilm und Textfilm bei ganz geringem Abstand oder unmittelbarer Berührung ist in Fig. 4 dargestellt. Diese Figur zeigt die oberen Partien eines Kinobildfensters, das aus dem festen Teil 25 und dem aufklappbaren Teil 26 besteht. An der nach dem Projektorinneren schauenden Seite des festen Bildfensterteiles sind mittels umgreifender Zungen 27 die Führungen 28 für die textliche   L9itschrift   so gehalten, dass sie zu Einstellzwecken etwas auf und ab bewegt werden können.

   Auf diese Weise kann die Durchzugslage des die textliche Leitschrift (hier in Form zweier Schriftzeilen) enthaltenden Bandes 29 gegenüber dem Bildfensterausschnitt 30 nach Bedarf verändert werden. Die Einrichtung nach Fig. 4 ermöglicht eine genau so scharfe Textschriftwiedergabe wie bei Verwendung eines zweiten Projektors. 



   Fig. 5 zeigt einen durch Motor 31 angetriebenen Bildprojektor   32,   der das   Projektionsbild 33   auf eine   gegenüberbafindliche   Projektionsfläche wirft. Nächst dem Bildprojektor 32 ist eine zweite Projektionsvorrichtung 34 angeordnet, die kofferähnliche Gestalt hat und zur kinematographischen Wiedergabe eines liegend abzurollenden Filmbandes eingerichtet ist. Durch die Projektionsvorrichtung   34   wird eine textliche Leitschrift zur Wahrnehmung gebracht, u. zw. in Form eines wanderschriftartigen Projektionsbildes   35,   beispielsweise etwas unter dem Kinobild ; beide Bildprojektionen liegen auf dem gleichen Bildschirm. Ein   Leitstrich   36 (Ablesemarke) ist z. B. farbig direkt auf der Projektionsfläehe aufgemalt.

   Es ist angenommen, dass die Bildprojektion mittels des Stativs vom Projektor 32 so eingestellt wird, dass die im Filmbild gerade singende oder sprechend Person über oder wenigstens annähernd über 
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 mitangetrieben, u. zw. mittels Verbindungsteilen, die in Fig. 6 herausgezeichnet sind. Die Hohlwelle 37 ist noch am Bildprojektor gelagert und wird vom Motor irgendwie in Umlauf gesetzt. Bei ihrer Drehung nimmt sie den Wellenstumpf 38 mit, u. zw. mittels an diesem befestigten Zapfen 39, die in einen Einschnitt der Hohlwelle wie Federn in eine Nut hineinragen. Der Wellenstumpf 38 geht am rechten Ende in ein Kreuzgelenk 40 über, von welchem eine Welle   41   zu Antriebseinrichtungen der   Projektionsvorrichtung     34   hinübergeht.

   Die Welle 41 ist mit dem Rad 43 eines Differentialgetriebes 42 fest verbunden, das in einem auf den Wellen   41   und 41'lose drehbaren Gehäuse 44 vorgesehen ist, welches durch den an ihm befestigten Handgriff 46 verschieden eingestellt werden kann und so in bekannter Weise zu Phasenverschiebungen 

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 der beiden zum Getriebe führenden Wellen 41 und 41'dient. Zwischen den Kegelrädern der Wellenteile 41 und   41'ist   das Differentialrad 43 angeordnet, seine Achse im Gehäuse 44 gelagert.

   Die in Fig. 6 dar- gestellte Verbindung der beiden Projektionsvorrichtungen in Fig. 5 gestattet also nicht nur eine Neigbar- keit und Verstellbarkeit der beiden Projektionsachsen unbeschadet des verbindenden Antriebes, sondern auch eine gegenseitige Phasenverschiebung der   ablaufenden Aufzeichnungsträger   während des Betriebes. 



   Ist ein nachzusynchronisierender Bildfilm bereits mit einer anderweitigen Tonschrift synchronisiert (auf gemeinsamem Träger oder auf gesondertem Träger), so kann der Inhalt dieser bereits bestehenden
Tonschrift bei der erfindungsgemässen Nachsynehronisierung zur Vervollständigung bei Orientierung der mitwirkenden Künstler mit zur Wahrnehmung gebracht werden. Es kann hiebei auch der Fall eintreten, dass die bereits bestehende Tonschrift inhaltsgleich mit der nachzusynchronisierenden ist ; z. B. wenn die bestehende Tonschrift   missglückt   oder künstlerisch nicht genügend ist. 



   Es ist bisher bei den Nachsynchronisierungsvorgängen nur von Erzeugern der nachzusynchronisierenden, akustischen Darbietungen bzw. von Künstlern die Rede gewesen. Im Sinne der Erfindung ist hierunter aber auch ein Regelnder zu verstehen, der eine bereits irgendwie in   Tonschriftform   festgelegte Tondarbietung unter Benutzung der Leitmittel für die Nachsynehronisierung ablaufen lässt und die so im Zeitmass geregelt zur Wiedergabe gebrachten Töne frisch aufzeichnet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Nachsynchronisieren von akustischen Darbietungen zu bereits vorhandenen Bild-oder zu Bild-und Tonaufzeichnungen unter Verwendung der Bildfilmwiedergabe sowie einer mit einer Festmarke zusammenwirkenden laufenden textlichen Leitsehrift, dadurch gekennzeichnet, dass die textliche Leitsehrift samt der Festmarke jeweils in der Nähe der im Bilde erscheinenden Schallquelle so wiedergegeben wird, dass der nachsynehronisierende Künstler beide Leitmittel ohne Erfordernis einer wesentlichen Änderung der Blickrichtung mühelos gleich gut wahrnimmt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die laufende textliche Leitschrift samt Festmarke ihre Lage innerhalb der Bildfläche wechselt und den Ortsveränderungen der im Bilde erscheinenden Schallquelle nachfolgt.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass textliche Leitsehriften enthaltende, entweder selbst transparente oder mit transparenter Schrift versehene Aufzeichnungsträger in wechselnder, dem Inhalt der Bildreihe ständig angepasster Lage durch den Strahlenkegel der Bildprojektion durchgezogen werden.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mit der laufenden Leitsehrift ständig oder gelegentlich ein mit ihr in Beziehung stehender, von dem Bildfilm nur die Schallquelle enthaltender Bildausschnitt, z. B. die Mundpartie einer dargestellten Person od. dgl., zur Projektion gelangt.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zu einem Bildfilm mehrere textliche Leitsehriften gehören.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Zeichenzeilen neben-oder untereinander angeordnet sind und beispielsweise mit einer gemeinsamen Zeigermarke oder mit mehreren Zeigermarken, die in einer Geraden senkrecht zur Zeichenzeile liegen, zusammenwirken.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Bildfilm synchron übereinstimmende Tonaufzeichnungen bei der Nachsynchronisierung zur Wahrnehmung gebracht werden.
    8. Projektionsvorrichtung zur Durchführung der Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7 mit mehr als einer Projektionsstelle, gekennzeiehnetdurch eine derartige Verbindung der Antriebseinrichtungen für den Transport des Bildfilmträgers und der Träger für die textlichen Leitsehriften, dass Phasenverschiebungen zwischen dem Ablauf der einzelnen Träger während des Projizierens vornehmbar sind.
    9. Projektionsvorrichtung zur Durchführung der Verfahren nach den Ansprüchen l bis 7, gekenn- EMI3.1
    10. Projektionsvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kinobildprojektor mit Einrichtungen versehen oder gekuppelt ist, die das an sich bekannte Durchziehen eines Trägers mit textlichen Laitschriften durch den Strahlenkegelprojektor in veränderlicher Höhe ermöglichen.
AT146045D 1932-10-24 1932-10-24 Verfahren und Projektionsvorrichtung zum Nachsynchronisieren von akustischen Darbeitungen. AT146045B (de)

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