DE367161C - Verfahren zum Gerben von Walfisch- und Fischhaeuten - Google Patents
Verfahren zum Gerben von Walfisch- und FischhaeutenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
- C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
- C14C13/00—Manufacture of special kinds or leather, e.g. vellum
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Description
- Verfahren zum Gerben von Walfisch- und Fischhäuten. Die Erfindung :betrifft ein Verfahren zum Gerben von Walfisch- und Fischhäuten, durch welches diese schneller als sonst zu Leder verwandelt werden können, :das dem in der Industrie aus Tierhäuten hergestellten Leder annähernd gleichartig ist.
- Bei früheren Versuchen zum Gerben von Walfisch- und anderen Fischhäuten ging man derart vor, @daß man die gewöhnlichen Verfahren zum Gerben von Tierhäuten auf jene ü'-:ertrug, indem man die nötigen Änderungen in Ader Stärke :und Temperatur oder Chemikalien bei .der Herstellung brauchbaren Leders durch Arsenik-, Kalk- und Düngerbehandlung vornahm.
- Vorliegende Erfindung bezweckt, das Gerten von Walfisch- und Fischhäuten dadurch schneller und billiger, also wirtschaftlicher auszugestalten, @daß man die Häute zunächst mit einem alkalischen, milden Entf:ettungsmittel behandelt, um sie wenigstens teilweise von Fettstoffen und Tran zu befreien, worauf die Weiterbehandlung mit Gerbstoffen in der gewöhnlichen Weise erfolgt. Die Vor'behandlung der Häute mit dem milden Entfettungsmittel trägt gleichzeitig dazu bei, :die Poren des Hautgewebes zu öffnen und sie dadurch für die spätere Behandlung .mit Gerbstoffen außerordentlich empfänglich zu machen.
- Man hat -bereits vorgeschlagen, Leder aus Fischhäuten in der Weise herzustellen, daß man diese erst durch Behandlung mit lauwarmem Wasser weich machte und sie dann in die Gerbflüssigkeit einbrachte. Wenn die Häute sehr .fettreich waren, so wurden sie mit Benzin, Naphtha oder Petroleumäther entfettet. Diese Behandlung ist jedoch für die Häute sehr schädlich, weil die sehr kräftig wirkenden Entfettungsmittel die Haut brüchig machen. Im Gegensatz hierzu schädigen die gemäß der vorliegenden Erfindung benutzten milden alkalischen und in der Kälte einwirkenden Entfettungsmittel dme Häute in keiner Weise, weil ihnen nur diejenige Menge Fett entzogen wird, die mit Rücksicht auf die nachfolgende Herstellung von Leder entfernt werden soll.
- Bei dem neuen Verfahren wird die .beim gewöhnlichen Gerbverfahren vor dem eigentlichen Gerben vorgenommene Arsenik-, Kaik-und Düngerbehandlung erspart.
- Zweckmäßig werden die Fisch- oder Wallhäute nach ihrer Behandlung mit -dem Entfettungsmittel einer Auswässerung unterworfen und gegebenenfalls toi Anwendung einer üterschüssigen Menge des alkalischen Entfettungsmittels der Überschuß .durch verdünnte Säure neutralisiert.
- Als Entfettungsmittel verwendet man z. B. eine dünne Lösung von Soda oder kaustischem Natron, deren Stärke der Art der Haut angepaßt sein wird. Die Neutralisierung der überschüssigen Lauge wird zweckmäßig durch irgendeine schwache Säurelösung, z. B. eine Salzsäurelösung vorgenommen. Das Auswässern, das nach d er Lauge- oder nach der Lauge- und -Säure-Behandlung stattfindet, kann je nach den Umständen mit kaltem oder lauwarmem Wasser erfolgen.
- Nach dieser einfachen Vorbehandiung ist die Fisch- oder Walhaut für das Gerben in der gewöhnlichen Weise mittels Gerbstoffen geeignet; die Haut kann nach Belieben in Leder oder Waschleder verwandelt werden.
- Bei der Herstellung von Waschleder aus Walhäuten kann man, statt all den Tran zu entfernen, und um nicht darauf beim Gerben wieder Tran zuführen zu müssen, nur einen Teil des in der Walhaut befindlichen Trans entfernen.
- Die sehr tran- und fetthaltigen Fischhäute liefern bei der Durchführung des angegebenen Verfahrens als Nebenprodukt eine große Menge Degras (Gerberfett), welcher Stoff sonst nur als Nebenprodukt bei der Herstellung von Waschleder aus .gewöhnlichen Tierhäuten gewonnen wird.
- Man hat bereits vorgeschlagen, fetthaltige Häute mit ganz verdünntem Alkali zu behandeln (J .e t t ma, r , Ledererzeugung i go i S. 99), um durch die angeschärfte Weiche das Fett ganz oder teilweise zu verseifen. Diese Maßnahme ist nicht allgemein für fetthaltige Häute, sondern für Blößen von Säugetieren bestimmt, welche zweckmäßig ziemlich vollständig entfettet werden, was bei Fischhäuten vermieden werden muß. Im übrigen enthält aber d:e Literaturstelle im J e t t m a r einen ungeklärten Widerspruch, denn es ist mit der dort erwähnten sehr verdünnten Alkalilauge von i : iooo ganz unmöglich eine Verseifung herbeizuführen, vielmehr kann das Alkali hier nur eine Neutralisation der freien Fettsäuren 1:-ewirken. Seife ist in Wasser löslich und sie müßte daher durch Waschen :entfernt werden. Im J e t t m a r heißt es jedoch, daß das verseifte Fett aus der Haut durch Strecken entfernt werden soll, @es kann also gar keine Verseifung des Fetts bzw. teilweise Entfernung der Fettstoffe :durch Verseifung eingetreten sein.
- Beispiel. Die zu behandelnden Wal- und Fischhäute werden in eine Sodalauge eingetaucht, indem man etwa i kg Soda in 5o 1 Wasser auflöst. Die Lau:genhehandlung dauert gewöhnlich i Stunde, wenn man Walfischhäute entfettet, aber man soll, falls nach einer einstündigen Behandlung die Häute nicht genügend aLgefettet sind, noch weitere Mengen Soda zusetzen und die Behandlung einige Zeit fortführen. Nach genügender Entfettung der Häute werden dieselben wiederholt mit Wasser abgespült und schließlich die noch anhaftende Lauge mittels verdünnter Salzsäure, etwa o,5 1 konzentrierter Salzsäure auf ioo 1 Wasser, abgestumpft.
- Nach dieser Vorbehandlung werden die Häute auf die übliche Weise mit Gerbstoffen zur Herstellung von gewöhnlichem Leder behandelt oder die -bekannte Waschlederoperation vorgenommen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Gerben von Walfisch-und Fischhäuten, dadurch gekennzeichnet, daß diese in der beim Gerben von Tierfellen bekannten Weise erst einer Laugenbehandlung mit Soda- oder Natronlösung unterworfen werden, um den Gehalt der Häute an Fettstoffen und Tran ganz oder teilweise unter .gleichzeitiger Gewinnung von Degras als Nebenprodukt zu entfernen, worauf man die Häute bei vollständ.,ger Entfettung in der üblichen Weise mit Gerbstoffen zur Herstellung von gewöhnlichem Leder behandelt und bei nur teilweiser Entfettung die bekannte Waschlederherstellungsmethode benutzt. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Häute nach dein Entfetten wässert und die überflüssige Lauge mittels einer verdünnten Säure neutralisiert.
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