DE366336C - Mit gleichfoermiger Geschwindigkeit bewegtes UEbungsziel - Google Patents
Mit gleichfoermiger Geschwindigkeit bewegtes UEbungszielInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
- Mit gleichförmiger Geschwindigkeit bewegtes Übungsziel.
Das bewegte Übungsziel hat Iden Zweck, tden Schützen schon. beim Schubschießen auf idfem Scl-i!eB,stand an das Zielen auf Gegenstände zu äewöhnen, die ihre räumliche Lage rasch und stetig ändern-, -wie z. B. Flugzeuge, Autonio- hile, Eisenbahnzüge .usw. Die I.diee, welche ider Erfindung zugrunde liegt, bringt die Vorgänge auf dem Sdhieß- stand gegenübler den bisher g ebr4uchkcahen Methodten -der Wirklichkeit um ein gutes Stück näher. Während bisher z. B. beim Schulschießen nit deich 1Vrasehinemgewehr auf ein Flugzeu,-modelll dieses im Raume festge- halten. wurde und der Schütze aus ider räum- lichen Lage des Modells idiie Flugrichtung zu entnehmen hatte - die Geschwindigkeit wurde angenommen und`. als konstant vorawsgesietzt - wird bei Uer neuen, Anomdhung cin: siog. »Zielkörper«, z. B. ein. .Flugzeugmodell, in dauernder Bewegung gehalten. Hatte der Schütze sein Reihenfeuer abgegdben so mußte bisher auf der fi,inter dem Übungsziel ange- brachten. Scheibenwand die Lage und der A'b- stand des senkrechten, Trefferlbildes vom Scbnnttpu,nkt,der @dsierlinie mit der Scheiben- wand, festgestellt Lund hieraus rückschließend berechnet werden, ob,der Schütze,d,i" richtige Vorhaltung. ,,gegeben .hatte. Es gibt allerid!i,n,s auch Schieiben, die schon eine Einteilung in Tr°fferbilidikreise aufweiszn, welche den ver- schiedenen hauptsächlichen Lagen des Flug ze.u:,modell,s,i.m Raum entsprechen. Die Erfindung besteht hauptsächlich darin, daß dem eigentlichen Zielkörper .in unverän- d'erlichem Abstand ein ibiesonderer starr mit ihm verbundener Treffkörper so voraLUsge- führt wird, daß er in jedem Augenblick in ider Bewegungsrichtung des Zielkörpers liegt. Der einstellbare Abstand zwischen Zielkör- per und Treffkörper richtet :sich a) nach der angenommenen @eschiwi@nidügke@it und Entfer- nung des wirklichen Zieles, das durch. den Zielkörper ersetzt wird, b) Nacht der mittleren Geschoßgeschwindigkeit, c) nach der' mittle- ren Entfernung" die der Schütze vom Übungs- ziel einnimmt. Die Anordnungeines Zi@el@l:örpers und eines Treffkörpers (bringt in doppeltenHinsicht einen wesentlichen Fortschritt. Einmal idadurch" d;aß der Schütze ,daran gewöhnt wird, auf ein bewegtes Ziel, ,den Zielkörper, zu halten, was natürlich viel ,schwieriger ist, als dia@s Visieren nach -einem ruhenden Ziel, von dem nur eine Bewegung angenommen wi:rjd, und außerdem dadurch daß das Schießergebnis awgenbl.ick- lich festliegt und in der Zerstörung .des Treff- körpers .durch. die Schüsse zum Ausdruck kommt. War .düse Vorbaltu.n" die .der .Schützt geggebien. :hatte, richtig, so wird die dern Treff- körper aeg°b'ene räumliche Anordnung ganz von selbst bewirken, idaß der Treffkörper -e - nau in dlie Seelenachse .des,Masrihiniengew ehr.s, also bei Jer kurzen Entfernung, auf die im aX- gemeinen auf dem Schießstand geschossen wird, praktisch @in id:e -Mitte ,des Streukegels der Geschoßgarbe zu liegen .kommt. Der besondere Wert Ader Erfindung beruht darin, daß auch. für den :Gebrauch auf dem Schießstand Bein tatsächlich bewegtes Ziel ge- schaffen ist unid .dadurch eine bessere Schulung des Schützen gewährleistet wird. Das Schießen auf das bewegte Übungsziel wirdden Schützen zu erhöhter Leistüng anspornen, .zumal er das Ergebnis seines Feueras sofort .in. ein.fachister Weise erkennt, weil bei richtigem Zielen in je- der beliebigen Lage der Treffkörper ,durch .diiie Schüsse zerstört wird-. Eine Naehprüfüing dies richtigen Verhaltens ist also stets, nicht wie bisher nur .bei ganz bestimmten »Normal- fällen.«, ,in denkbar einfachster Weisse möglich. Ohne Zweifel bninbt idie Erfindung eine Stai- gerung der Leistungsfähigkeit ,des Schützen ,mit sich un,d! führt zu immer besiseren Leistun- gen. Sile ist gee@ignet, ,dem Schützen bald das richtige Gefühl für die.in jedem Falle .nötige t Torhaltung zu geiblen"so,daß ,er später 4.m Ge- fecht ganz von selibst die richtige Vorhaltung gibt, ohne viel überlegen zu müssen. Als Beispiel für die Anwendung ,der Erfin- ,dung ist auf ;der Zeichnung ein Schiieß!stanid für das Flugabwehr--Schulschießen. mit dem Maschinengewehr dargestellt. Abb. i ist ein. Län:gsschnttt ,durch. den SChi@eß@stand. ;Abb.2 .zieiat dessen Grund,riß. Abb.3 stellt den Antrieb des Übungsziels ,in größtrem Maßstab d iar. @Abb.4 :dient zu dem mathematischen Be- weis @d:x Richtigkeit der Bewegungsivorgänge und der räumlichen Anordnung von Ziel- und Treffkörper. Mit Abb-.5 wi:rderläutert, wii,e der feste Abstand" zwischen. Zielkörper und Treffkörper praktisch ermittelt wird. Der Apparat, von dem aus Zielkörper Z und Treffkörper T in: ,stetiger Bewegung gehalten werden, ist unmittelbar vor dem Endwall E der 'Schießbahn aufgestellt (Abt. i und 2). Aus .mechanischen Gründen ist jedoch hin- sichtlich ,der Bewegung des Zielkörpers Z die Vereinfachung getroffen, @daß ,sich dieser wie auch der Treffkörper T nur auf eigner wage- rechten Kreisbahn b@ewegt. Die Erfinidüng.dies Treffkörpers an .sich macht .die Ein@schrän- kung edier Bewegurig auf eine wagerecfite Kreiis@bahn nicht erforderlich, sie körte viel- mehr gerade :so gut auf irgendeiner Raum- kurve erfolgen. Die Einrichtung ist .nun so getroffen, daß alle Teile des Triebwerkes vor Resehädiggung durch Geschosse geschützt si:nid, i.nidem der Apparat in eine genügen#d tiefe Grube ver- senkt wird, Über deren durch einen kleinen Wall W gobilideten Rand nur,der 7i:elikörper Z und der Treffkörper T oben herausragen. Für ,den. Schützen sind -daher nur diese beiden Teeile des bewegten Übungszieles sichtbar. Die Einzelheiten der Einrichtung $.i,nidi aus Abb. 3 zu entnehmen. Man untersched-det den Getriiebekaste.n@A, ,i.n dem der Antrieb unid unter Umständen id'as Vorgeliege für die Über- setzung d eir Motorgeschwind-igikei.t ins Lang- same untergebracht ist, die oben aus .dem Getriebekasten heraus.ragend@e Triebwelle B, die ibei,den Ausleger CI und C=, auf .denen der Ziehkörper Z und: .der Treffkörper T, von kur- zen Stängchen D <gestützt, sitzen. Die beiden Auslieger C1 und C'2 können auch .durch einen einzigen Ausleger ersetzt wendien, wobei dann Zielkörper und Treffkörper auf einem außen quer zum Ausleger angebrachten Gestänge be- festigt sind. Im Übrigen ,ist es natürlich für die Erfindung überhaupt unwesentbich, .in welcher Weise die Bewegung von Ziel- und Treffkörper iervorgebralcht und ihr idlauerrnd gleichbleiibendlerAbstand gesichert wind. Statt des obenerwäihnten. motorischen Amtriebs kann. zur Kostienerspa-rung, auch Antrieb von Hand gewählt :wenden. Bei .dem idargestellten Beiispi:el ist der Mo- tor irr Getnielbeikasten untergebracht und wirkt zunächst auf ein Vorgelege, das je nach der Drehzahl ider Motor,enwelle mit einer oder mit mehreren. Übers:etziungs,stufen ausgestattet ist. Die Kraftübertrag ung kann beliebig durch Riemen, durch Stirnräder oder Kegelräder er- folgen. .Vorm Vorgeilege w@irod schließl!i:ch eine Schnecke und von ,dieser ein Schneckenrad S angetrieben, ,das auf edier isienkrechten Trieb- welle B ;sitzt. Die Drehzahl der denkrechten Trielbwelle hängt von. ider vorgesohniieleenen Bahngeschivii#ndimkeit des Zielkörperis Z ab. Motor, Vorgeliege rund Triebwelle eind in engem Raum zuisamrnengeb@aut, :s,o daß ider aus Winkelleisen und, Bilechen zusammemgeisetzte Getriebekasten A verhältnismäßig kleine Aib- mes'sungen erhält .unid beim Transport wenig Raum beansprucht. Diie Befestigung edler Aus- leger Cl und C2 an .der. senkrechten B geschieht idurch Laschen. L, 4n welchen d'ie Auslleger feistgeklemmt werden. In einer solchen Lasche -kann der Ausdieg ersowohl in der Längsrichtumig verschoben, id!. ih. der Aus- legearm verlängerst oder verkürzt werden, als audlin seiner Nei.,wng Biegen ,die Achse der senkrechten Triebwelle B verstellt wemden. Der Treftkörper wiriä zweckmäßlig mögliichst einfach ausgeführt. Ist ider Zielkörpier, wie im v orIi:egenden Fahle angenommen, ein Flug_ zeugtmadIell, :so, wird man dle:n Treffkörper etwa als Holizkreulz ausführen. Jedenfälls aber soll der Treffkörpier idie gle@ieheni Hauptabmes- sungen aufn eisien wie der 7i:elkörp,er. Um ,dien Treffkörper für iden. Schützen isch@echt er- lrennbar .zu machen. und dadurch Verwechs- lungen mit dem Zielkörper auiszuisehalten, streicht man ihn .mit ider Farbe ides H.inter- ärundes an, idein Aelkörp.er jedoch gibt man vorteilhaft eine möglichst auffallendie Farbe. ;s ist nun: zu beweisen:, daß i&s im Vorlie- gendern beschriebenebnlingsiz,iel allen An- sprüchien genügt, idlie man: auf Grundger beim Zielen auf bewegte Gegen:stänide ,in Wirklich- keit, id. ihi. ;im -Gefechtsfad.l, zu beachtenden Schieß- und Zielregeln. zu stellen, :hat. Ue Forde@runigen, welche man an eiirr be- weg;tes Übungsziel ,stellen muß, sind: r. Größtmögliche -Anpassung id@er Bewe- guusgvorigänge auf idiem Schießstand an !diie Wirklichkeit. a. Dii.e richtige Aibgahe der Schüsse soll a@:;ge:;`bl:clcbi.ch durch: :die Schußwirkung er- kennbar sein. 3. Stetigkeit der Bewegungsrichtung ides Zielkörp,eirs .innerhalb einer .gewissen Zeit. D!:.e größtmögliche Anpassung der Vor- gänge auf ,dem Schießstand an :die Wirkli:ch- k.ei.t wird idurch folgende Maßnahme erreicht: Die Ausmaße ,des als Zielkörper dienenden Modells, z. B. .eines Flugzeuges oder eines Autom@obiils, :sinid iso gewählt, daß edier Zielkör- per für ,den Schützen ebenso :groß, ldi. h. unter dem gleichen Gesichtswinkel wie das wirk- liche Ziel erscheint. D@iiesem Verlangen wird dadurch genügt, daß die Abmessungen des Modells .im Vergleich zu dien Abmessungen des wirklichen Zieles im Verhältdis ides Ab- st2n,deis idies Übungszieles :zur Entfernung ides wirklichen Zieles verkürzt werden. Modell und' wimkliehes Ziel: erscheinen: ,dann !dem Schützen unter idem glieiahen Ge,siichts.wiinkeü. Dieselben Verkürzungen sind natürlich: auch bezüglich ider iBrentie und ider Höhle id'es alls Zielkörpers dienenden Flugzeugmoidell!s ent- sprechend vorzunehmen. Unter idie: F omdlerung An@ p:assung an. idlie Wimklichlkelit fällt ferner auch die Bedingung, diaß die Geschrwündigkeiit idies Flugzeugmodells sich idem Schützen so daT- stelft, wie die eines wlirklichen Zieles in rooo,@m.Entfernung. Dies wird idadurch ,er- reicht, daß war di,e ,B;ahnge,s,ehwiindi;00,lkeit ides Zielkörpers iebenfalls ii:m Verhältnis. edler cAb- stänidie verkürzt. Dlie zweite @Fordierung .dessofortigen . Er- kein.nens des Schi,eß°rf#dliges wind! idurehi &e Einfilhrung edles Treffkörpers erfüllt. Der Treffkörper .macht gleichzeitig mit dem Ziel- körper :eiirre solche Bewegung, daß ex ,bei nich- tigem 7iielen -in jedem Augenblick -in ider Vier- dängerung der See.lienaehse ides Maschi,nen- g ew ehr,., idl. h. in, Anibetracht der. ,kurzen. Schieß- entfernung von .nur 25 m .in der -Mitte !des Streukegels iderG'eac@hoßa r(be liegt. VVde dies zu ,erreichen ist, wirdl' 'im folgenden ibiesdhrile= ben: Bei ider Beweisführung wind der Einfach- heit halber auf idhs oben gewählte Bleispiel': Be- zug genommen, bei welchem isich Zielkörper und Treffkörper auf wagerechten @me'i@sbah- nen bewegen und :in einer Ebene mit der Vi- sierli:nie liegen,. Ist der Beweis. für diesen Sonderfall lerbraeht sio hat er, wie leicht ein- zusehen ist, allgemeinte Gültigkeit für jede Bewegu.nigsrichtung idias Ziehkörpers im Raum. Da -der Treffkörper T (Albb..4) ein der j,eNveii@li- .gen Bewiegung,srichtung dies Zielkörpers Z, also auf der an, -diereisbaihn ides Zielkörpers in jedem -Augenblick gelegten Tangente liegen muß, beschreibt er !einen Kreis mit etwas größerem Halbmesser als edier Zielkörper Z. Da -es s:ch ibei,rn Schießen auf das ib:e@v2gte Übungsziel stets um eine verhältnismäßig kurze Strecke (im vorkegenden Beispiel' 25 m) handelt, kann man die Gesehoßbahn als eine geradlinige ansehen und idie Wirkung, ödes freien: Falls auf das Geschloß ibei dler Beweis- führung vernachlässigen. ,Die Schußlinie kann also ebenfalls in :der obenerw ä'hnten, gemein- samen Ebene liegendi gedacht werden. Der allgemeine Bewegungsvongang im Raum ist, wie gesagt, bei dem: gewählten, Beispiel für das Schießen mit idem -Maschinerngeweihr auf ein in wagerechter Kreisbahn, sich Flugzeugmodiell auf einen Sonderfall redu- ziert, bei dem: der ganze B@ewegunigs- und Schieß,vorgan:g sieh ?:n eirner wagerechtenEbene abspielt. In Abb.4 .sind drei Stellungen der Zitl--or- richtung (I, II, III) festgehalten, idie zeitlich in umgekehrter Reihenfolge ,sich abspielen. In der ersten (I) Trimmt der Ziehkörper Z, eine Lage ein, wielche einer Flugrichtung ent- spricht die um _ = 9o° gegen. idie Visie rli.nie geneigt ist. Der .Zielkörper bewegt :sich in :diie- sem Augenblick .in gleichibleibend@er Entfer- nu.ng vom Schützern 0, und beim Zielen mit dem Kroiskorn wäre in idiesem Falle die größte Vorhaltung zu :gelben, id,. ih. Ader Zielkör- per müßte im Schnii.tt mit dem äußeren Kureis erscheinen. Der Fall II zeigt Iden Zielkörper ZZ unter einem Anflug von e = 45' gegen die Vismer- linie. Das. Flugzeugmodell erscheint dem Schützen verkürzt, und wenn er sichbeim Vi- sieren z. B. ,des Kreiskorns bedient, so wird er die Visierlinie durch: idiein. @mittleren, Kreis des Kreiskorns lagen. Der dritte Fall (III) zeigt Idas Flugzeug Z3 von. vorne, d. !h. in direktem Anflug g gen den Schützen. Flugrichtung und' Visierlinie fahlen in eine Linie 0 Z3 zusaimmen. = ist in diiesem Fall igleich 0. Bezeichnet man ,den Vorh alte- wink .el den ,die Geschoßbah;n mit ider Visi#er- linie bildiet, mit a, so ergibt sich hi.erauis für Dreieck Z1 0 T, (weil El - 9o ° und damit sin E1 = r), für den zweiten Fall; für den,dritten Fall: Da in diesem Fäll E3 = 0 ist, wird sin :3 - 0 und damit a3 - 0. Praktisch kann nun gesetzt werden, da der Abstand ides Schützen im Vergleich zum Halbmesser idas Bahnkrei- ses, der mit 4 m angenommen ist, groß ist, O Ti - O T.-0 T,-s. Daraus ergibt sich, wenn man rden umverän- derliidhen Abstand Z T zvnisehen Zielkörper und Treffkörper mit a .bezeichnet, sin a = const # sin s. Es. zeigt sich diaß ider Sinus,dieis Vorhaltewin- kels a praktisch proportional idem Sinus des Auflu;g<vinkels : ist. Da ;die Strecke a im Ver- h:ältnis zur Strecke s sehr klein ist, wird si:n a immer ein kleiner Bruchteil, :im vorliegenden Beispiel etwa '/", des Betrages von sin u, sein. Damit .ist bewiesen, daß der unveränderliche Abstand a des Treffkörpers vom Zielkörper nach idemselben Sinu@sgesetz scheinbar ver- kürzt wird, nach welchem die Vorhaltung a .beim Schießen mit Hilfe des Richtmittels, z. B. K:rei-skorns, zu geben ist. Darauis zu ziehende Folgerung: l legt ,der Zielkörper Z in Richtung der Vi- sierdinie 0 Z, so führt bei vorschriftsmäßiger Auw.enid@ung (des. Richtmittels idie Schuß- linie 0 T unfehlbar durch den Treffkörper T. Dabei ist es gleidhgültig, an welchem Punkt der Kreisbahn das System sich im Augenblick dies Abschuisses befindet, oder allgemein, gie- faßt: -wo :im Raum vor idiem Enid;wal!1 das System sich befindet uni in welcher Richtung im Raume der Zielkörper sich bewegt. Um auf dem Schii@eßs.tanid Iden unveränder- lichen Abstand a von Zielkörper und Treffkör- per in einfacher Weise zu ermitteln, geht man wie folgt vor (Abb. 5) Man richtet das. Mas.dhinengewiehir so aus, daß der Zielkörper Z, den man nach Punkt A gebracht hat, in die Seelenachse des Gewehrs fällt. Punkt A eist ein Bahnpunkt -dies. 7anedkör- pers Z, ian welchiem dessen Bewegung senk- recht zur Visierknie 0 Z gerichtet ,ist. Im vorliegenden Sonderfahl liegt Punkt A auf der Verbindungslinde, vom Standpunkt 0 ides Schützen nach idem Mittelpunkt M der Kreis- hahn unid stellt ,damit zugleich denjenigen Bahnpunkt idm, an welchem der Zielkörper Z sich idem Schützen am meisten genähert hat. Hat man auf -diese Weise den Zielkörper Z eingestellt so wird @miit dem Richtmittel nach dem Zi,elikörp,er visiert und ,sodann der idem Zielkörper in. der Bewegungsrichtung vor- eilende Treffkörper T so iv eit gegen Punkt A herangerückt, bis er ,im Punkt B in die Seelen- a.ch:se :des Maschinengewehrs fällt. Das Richt- mittel wurde zuvor so eingestellt, idäß es diie Vothaltung anzeigte, idie @senkrechtem Anflug zur Visierlinie .bei ,der angenommenen Entfer- nung rund GeschwIrndiigkent (dies wirklichen Ziiels entspricht. Beim Kreiskorn beideutet dies, idaß nach Z über (dien äußeren Kreis viisiert wird un,d T iim Mittelpunkt erscheint. Der Winkel A M B (der Abib. 5 (bedarf abier noch einer Korrektur. Eis .ist nämlich noch -eine Meine Abweichung, .zu ,berücksichtigen, die dadurch entsteht, idaß ictas iGeschoß zur Zurücklegunig des Weges 0 T - s - 25 m die Zeit Sek. (braucht, während welcher der Zielkörper Z die kleine Strecke A A' - 0,04 # i = 0,o¢ m = q. cm zurückl:ebt. Dabei ist angenommen, idaß idie Anfangsgeschwin- d iigkeit des Geschosses h - iooo m in, :der Se- kunde beträgt. Diesem Umstand wind dadurch Rechnung getragen, daß man Iden. Treff--kör- per T um ,dien geringen. Betrag von q. cm vorn B in Richtung A Ibis zu Punkt- B' zurückschiebt. Die Streckei A B' ,stellt nun ,den unverändier= liehen. Abstands d dar, um welchen edier Treff- körper ,denn Zielkörper vorauseiil:en, muß. . ,Die ,d`ti:tte Forderung, daß; idi@e :Biew%rung dies Zieles stetig sein sohl, ivirdi durch: die Tat- sache (begründet, idaß jedes Zielen unter An- Wendung eines Richtmittels selbstverständlich nur möglich ist, wenn. -de Bahn ide& ,Zielgis (dem Schützen besannt ,ist. Der Wieg, (dien das Ziel, z. B. ,ein; Flugzeug, -im (Raum beseihneiibt, muß dem Schützen ,bekannt, wenigstens für einige Siekunidien im Voraus bestimmbar sein. Im _all- gemeinen behält ,ein, (Flugzeug feine einmal ein- genommene Richtung für längere Zeit bei. Von dem Augenblick an aber, wo @es beschos- sen wind, wund' edler F,ithreir !sofort die Bewie- gunigs;richtung rasch und häufig ändern um eben ,dadurch: ,eine planmäßige Beschiehumig unmöglich zu machen. Blei ,dem vorliegend beschriebenen Übungs- ziel, Idas für Idas. Schubschießen unter Visieren auf Elugzeugmodelle usw. bestimmt ist, Ist die Forderung der Stetigkeit praktisch aus- reichend erfüllt. Der Zi@elkörpier ,beschireiibt zwar nicht feine gerade Linie, wie es die Theovie edier Richtmittel erfordert, jedoch ist die Zeit ,des hier anzuwend@en;den Reihenfeuers von i bis 2 Sekunden so g errang, daß edier in dieser Zeitspannie auf der mit $ .m Duvchmes- ser beschrnebernen Kreisbahn zuirücl%eliegte Weg als geradlinig angesehen werden. kann.. Tatsächlich; :ist ;auch idive Veridrehuing, die das Flu@gzeugmadsetl infolged@erKrei,sbewegung um seine senkrechte Achse ,gegenüber (dem :Schüt- ven in (dieser .kurzen Zeitspanne alusiführt, so gering, idaß isie (dem .Schützen kaum auffällt, jedenfalls aber (die praktisch -zu foridernde Ge- nauigkeit des. Verfahrens nicht ibeeinträchtigt. Noch viel weniger tritt die Kr@eiisibewea,oung störend; .in. Erscheinung, wenn man dien Ein, fluß .der Abiweiohung en auf die Treffsidienheit anter,suJch:t. Die Zeit, welche ,ein: Geschoß braucht, vom Verlassen dies Gewehrkaufs bis zum Eintreffen beim Treffkörper, -ist so kurz (0,0q. Sek.), idäß idiiie -inzwischen,.erfoalgte B'e- web ng (des Treffkörpers als vollkommen ge- radtinig anoeseihen -,verden (darf. .Die in (dieser Zeit zurückgelegte Strecke (dies Treffkörpens ist, wie weiter oben schon berechnet, q. cm.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE:
i. Mit gleichförmiger Gesahiwindiigkeit bewegfies Übungsziel, ,dadurch gekenn- zeichnet, .daß dem eigentlichen Zielkörper in unveränderlichem Abstand lein besonde- rer starr m:it ihm verhundener Treffkörper so vorausgeführt wiir(d, ,daß er in jedem Augenblick rin, (der Bewegungsrichtung,des Zielkörpers Fliegt. 2. Übungsziel nach Anspruch i, @dadurch gekennzeichnet, idlaß (der Treffkörper Ausmaße wie edier Ziielkörper hat, je- ,doch zweckmäßiig wesentlich einfacher aufgebaut und; wegen (häufiger Zerstörung leicht auswechselbar und ersetzbar (ist. 3. Übunigseiiel ,nach Anspruch i, dadurch gekennzeirhnet, ieß die Far(bie (dies Treff- körpie@rs so gehalten ist, -daß d ier Schütze (ihn nur .schwer, womöglich: gar nicht er- kennt und! ii,m Zielen iduz-oh sehn nicht ge- stört wind, während diie Farbe (des Zielkör- pers zweckmäßig imöglichst auffallend ist und sich gegen ,dien Hintergrund deutlich abhebt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL53299D DE366336C (de) | 1921-06-09 | 1921-06-09 | Mit gleichfoermiger Geschwindigkeit bewegtes UEbungsziel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL53299D DE366336C (de) | 1921-06-09 | 1921-06-09 | Mit gleichfoermiger Geschwindigkeit bewegtes UEbungsziel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE366336C true DE366336C (de) | 1923-01-15 |
Family
ID=7275291
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DEL53299D Expired DE366336C (de) | 1921-06-09 | 1921-06-09 | Mit gleichfoermiger Geschwindigkeit bewegtes UEbungsziel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE366336C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2934500A1 (de) * | 1979-08-25 | 1981-03-26 | Wolfgang Dipl.-Ing. 22880 Wedel Kleibömer | Schiessscheibenanordnung |
-
1921
- 1921-06-09 DE DEL53299D patent/DE366336C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2934500A1 (de) * | 1979-08-25 | 1981-03-26 | Wolfgang Dipl.-Ing. 22880 Wedel Kleibömer | Schiessscheibenanordnung |
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