DE366336C - Mit gleichfoermiger Geschwindigkeit bewegtes UEbungsziel - Google Patents

Mit gleichfoermiger Geschwindigkeit bewegtes UEbungsziel

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DE366336C
DE366336C DEL53299D DEL0053299D DE366336C DE 366336 C DE366336 C DE 366336C DE L53299 D DEL53299 D DE L53299D DE L0053299 D DEL0053299 D DE L0053299D DE 366336 C DE366336 C DE 366336C
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DEL53299D
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WILLY LEROI DIPL ING
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WILLY LEROI DIPL ING
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41JTARGETS; TARGET RANGES; BULLET CATCHERS
    • F41J9/00Moving targets, i.e. moving when fired at
    • F41J9/02Land-based targets, e.g. inflatable targets supported by fluid pressure

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

  • Mit gleichförmiger Geschwindigkeit bewegtes Übungsziel.
    Das bewegte Übungsziel hat Iden Zweck, tden
    Schützen schon. beim Schubschießen auf idfem
    Scl-i!eB,stand an das Zielen auf Gegenstände zu
    äewöhnen, die ihre räumliche Lage rasch und
    stetig ändern-, -wie z. B. Flugzeuge, Autonio-
    hile, Eisenbahnzüge .usw.
    Die I.diee, welche ider Erfindung zugrunde
    liegt, bringt die Vorgänge auf dem Sdhieß-
    stand gegenübler den bisher g ebr4uchkcahen
    Methodten -der Wirklichkeit um ein gutes
    Stück näher. Während bisher z. B. beim
    Schulschießen nit deich 1Vrasehinemgewehr auf
    ein Flugzeu,-modelll dieses im Raume festge-
    halten. wurde und der Schütze aus ider räum-
    lichen Lage des Modells idiie Flugrichtung zu
    entnehmen hatte - die Geschwindigkeit wurde
    angenommen und`. als konstant vorawsgesietzt
    - wird bei Uer neuen, Anomdhung cin: siog.
    »Zielkörper«, z. B. ein. .Flugzeugmodell, in
    dauernder Bewegung gehalten. Hatte der
    Schütze sein Reihenfeuer abgegdben so mußte
    bisher auf der fi,inter dem Übungsziel ange-
    brachten. Scheibenwand die Lage und der A'b-
    stand des senkrechten, Trefferlbildes vom
    Scbnnttpu,nkt,der @dsierlinie mit der Scheiben-
    wand, festgestellt Lund hieraus rückschließend
    berechnet werden, ob,der Schütze,d,i" richtige
    Vorhaltung. ,,gegeben .hatte. Es gibt allerid!i,n,s
    auch Schieiben, die schon eine Einteilung in
    Tr°fferbilidikreise aufweiszn, welche den ver-
    schiedenen hauptsächlichen Lagen des Flug
    ze.u:,modell,s,i.m Raum entsprechen.
    Die Erfindung besteht hauptsächlich darin,
    daß dem eigentlichen Zielkörper .in unverän-
    d'erlichem Abstand ein ibiesonderer starr mit
    ihm verbundener Treffkörper so voraLUsge-
    führt wird, daß er in jedem Augenblick in ider
    Bewegungsrichtung des Zielkörpers liegt.
    Der einstellbare Abstand zwischen Zielkör-
    per und Treffkörper richtet :sich a) nach der
    angenommenen @eschiwi@nidügke@it und Entfer-
    nung des wirklichen Zieles, das durch. den
    Zielkörper ersetzt wird, b) Nacht der mittleren
    Geschoßgeschwindigkeit, c) nach der' mittle-
    ren Entfernung" die der Schütze vom Übungs-
    ziel einnimmt.
    Die Anordnungeines Zi@el@l:örpers und eines
    Treffkörpers (bringt in doppeltenHinsicht einen
    wesentlichen Fortschritt. Einmal idadurch"
    d;aß der Schütze ,daran gewöhnt wird, auf ein
    bewegtes Ziel, ,den Zielkörper, zu halten, was
    natürlich viel ,schwieriger ist, als dia@s Visieren
    nach -einem ruhenden Ziel, von dem nur eine
    Bewegung angenommen wi:rjd, und außerdem
    dadurch daß das Schießergebnis awgenbl.ick-
    lich festliegt und in der Zerstörung .des Treff-
    körpers .durch. die Schüsse zum Ausdruck
    kommt. War .düse Vorbaltu.n" die .der .Schützt
    geggebien. :hatte, richtig, so wird die dern Treff-
    körper aeg°b'ene räumliche Anordnung ganz
    von selbst bewirken, idaß der Treffkörper -e -
    nau in dlie Seelenachse .des,Masrihiniengew ehr.s,
    also bei Jer kurzen Entfernung, auf die im aX-
    gemeinen auf dem Schießstand geschossen
    wird, praktisch @in id:e -Mitte ,des Streukegels
    der Geschoßgarbe zu liegen .kommt.
    Der besondere Wert Ader Erfindung beruht
    darin, daß auch. für den :Gebrauch auf dem
    Schießstand Bein tatsächlich bewegtes Ziel ge-
    schaffen ist unid .dadurch eine bessere Schulung
    des Schützen gewährleistet wird. Das Schießen
    auf das bewegte Übungsziel wirdden Schützen
    zu erhöhter Leistüng anspornen, .zumal er das
    Ergebnis seines Feueras sofort .in. ein.fachister
    Weise erkennt, weil bei richtigem Zielen in je-
    der beliebigen Lage der Treffkörper ,durch .diiie
    Schüsse zerstört wird-. Eine Naehprüfüing dies
    richtigen Verhaltens ist also stets, nicht wie
    bisher nur .bei ganz bestimmten »Normal-
    fällen.«, ,in denkbar einfachster Weisse möglich.
    Ohne Zweifel bninbt idie Erfindung eine Stai-
    gerung der Leistungsfähigkeit ,des Schützen
    ,mit sich un,d! führt zu immer besiseren Leistun-
    gen. Sile ist gee@ignet, ,dem Schützen bald das
    richtige Gefühl für die.in jedem Falle .nötige
    t Torhaltung zu geiblen"so,daß ,er später 4.m Ge-
    fecht ganz von selibst die richtige Vorhaltung
    gibt, ohne viel überlegen zu müssen.
    Als Beispiel für die Anwendung ,der Erfin-
    ,dung ist auf ;der Zeichnung ein Schiieß!stanid
    für das Flugabwehr--Schulschießen. mit dem
    Maschinengewehr dargestellt.
    Abb. i ist ein. Län:gsschnttt ,durch. den
    SChi@eß@stand.
    ;Abb.2 .zieiat dessen Grund,riß.
    Abb.3 stellt den Antrieb des Übungsziels
    ,in größtrem Maßstab d iar.
    @Abb.4 :dient zu dem mathematischen Be-
    weis @d:x Richtigkeit der Bewegungsivorgänge
    und der räumlichen Anordnung von Ziel- und
    Treffkörper.
    Mit Abb-.5 wi:rderläutert, wii,e der feste
    Abstand" zwischen. Zielkörper und Treffkörper
    praktisch ermittelt wird.
    Der Apparat, von dem aus Zielkörper Z und
    Treffkörper T in: ,stetiger Bewegung gehalten
    werden, ist unmittelbar vor dem Endwall E
    der 'Schießbahn aufgestellt (Abt. i und 2).
    Aus .mechanischen Gründen ist jedoch hin-
    sichtlich ,der Bewegung des Zielkörpers Z die
    Vereinfachung getroffen, @daß ,sich dieser wie
    auch der Treffkörper T nur auf eigner wage-
    rechten Kreisbahn b@ewegt. Die Erfinidüng.dies
    Treffkörpers an .sich macht .die Ein@schrän-
    kung edier Bewegurig auf eine wagerecfite
    Kreiis@bahn nicht erforderlich, sie körte viel-
    mehr gerade :so gut auf irgendeiner Raum-
    kurve erfolgen.
    Die Einrichtung ist .nun so getroffen, daß
    alle Teile des Triebwerkes vor Resehädiggung
    durch Geschosse geschützt si:nid, i.nidem der
    Apparat in eine genügen#d tiefe Grube ver-
    senkt wird, Über deren durch einen kleinen
    Wall W gobilideten Rand nur,der 7i:elikörper Z
    und der Treffkörper T oben herausragen. Für
    ,den. Schützen sind -daher nur diese beiden
    Teeile des bewegten Übungszieles sichtbar.
    Die Einzelheiten der Einrichtung $.i,nidi aus
    Abb. 3 zu entnehmen. Man untersched-det den
    Getriiebekaste.n@A, ,i.n dem der Antrieb unid
    unter Umständen id'as Vorgeliege für die Über-
    setzung d eir Motorgeschwind-igikei.t ins Lang-
    same untergebracht ist, die oben aus .dem
    Getriebekasten heraus.ragend@e Triebwelle B,
    die ibei,den Ausleger CI und C=, auf .denen der
    Ziehkörper Z und: .der Treffkörper T, von kur-
    zen Stängchen D <gestützt, sitzen. Die beiden
    Auslieger C1 und C'2 können auch .durch einen
    einzigen Ausleger ersetzt wendien, wobei dann
    Zielkörper und Treffkörper auf einem außen
    quer zum Ausleger angebrachten Gestänge be-
    festigt sind. Im Übrigen ,ist es natürlich für
    die Erfindung überhaupt unwesentbich, .in
    welcher Weise die Bewegung von Ziel- und
    Treffkörper iervorgebralcht und ihr idlauerrnd
    gleichbleiibendlerAbstand gesichert wind. Statt
    des obenerwäihnten. motorischen Amtriebs
    kann. zur Kostienerspa-rung, auch Antrieb von
    Hand gewählt :wenden.
    Bei .dem idargestellten Beiispi:el ist der Mo-
    tor irr Getnielbeikasten untergebracht und wirkt
    zunächst auf ein Vorgelege, das je nach der
    Drehzahl ider Motor,enwelle mit einer oder mit
    mehreren. Übers:etziungs,stufen ausgestattet ist.
    Die Kraftübertrag ung kann beliebig durch
    Riemen, durch Stirnräder oder Kegelräder er-
    folgen. .Vorm Vorgeilege w@irod schließl!i:ch eine
    Schnecke und von ,dieser ein Schneckenrad S
    angetrieben, ,das auf edier isienkrechten Trieb-
    welle B ;sitzt. Die Drehzahl der denkrechten
    Trielbwelle hängt von. ider vorgesohniieleenen
    Bahngeschivii#ndimkeit des Zielkörperis Z ab.
    Motor, Vorgeliege rund Triebwelle eind in
    engem Raum zuisamrnengeb@aut, :s,o daß ider aus
    Winkelleisen und, Bilechen zusammemgeisetzte
    Getriebekasten A verhältnismäßig kleine Aib-
    mes'sungen erhält .unid beim Transport wenig
    Raum beansprucht. Diie Befestigung edler Aus-
    leger Cl und C2 an .der. senkrechten
    B geschieht idurch Laschen. L, 4n welchen
    d'ie Auslleger feistgeklemmt werden. In einer
    solchen Lasche -kann der Ausdieg ersowohl in
    der Längsrichtumig verschoben, id!. ih. der Aus-
    legearm verlängerst oder verkürzt werden, als
    audlin seiner Nei.,wng Biegen ,die Achse der
    senkrechten Triebwelle B verstellt wemden.
    Der Treftkörper wiriä zweckmäßlig mögliichst
    einfach ausgeführt. Ist ider Zielkörpier, wie im
    v orIi:egenden Fahle angenommen, ein Flug_
    zeugtmadIell, :so, wird man dle:n Treffkörper
    etwa als Holizkreulz ausführen. Jedenfälls aber
    soll der Treffkörpier idie gle@ieheni Hauptabmes-
    sungen aufn eisien wie der 7i:elkörp,er. Um
    ,dien Treffkörper für iden. Schützen isch@echt er-
    lrennbar .zu machen. und dadurch Verwechs-
    lungen mit dem Zielkörper auiszuisehalten,
    streicht man ihn .mit ider Farbe ides H.inter-
    ärundes an, idein Aelkörp.er jedoch gibt man
    vorteilhaft eine möglichst auffallendie Farbe.
    ;s ist nun: zu beweisen:, daß i&s im Vorlie-
    gendern beschriebenebnlingsiz,iel allen An-
    sprüchien genügt, idlie man: auf Grundger beim
    Zielen auf bewegte Gegen:stänide ,in Wirklich-
    keit, id. ihi. ;im -Gefechtsfad.l, zu beachtenden
    Schieß- und Zielregeln. zu stellen, :hat.
    Ue Forde@runigen, welche man an eiirr be-
    weg;tes Übungsziel ,stellen muß, sind:
    r. Größtmögliche -Anpassung id@er Bewe-
    guusgvorigänge auf idiem Schießstand an !diie
    Wirklichkeit.
    a. Dii.e richtige Aibgahe der Schüsse soll
    a@:;ge:;`bl:clcbi.ch durch: :die Schußwirkung er-
    kennbar sein.
    3. Stetigkeit der Bewegungsrichtung ides
    Zielkörp,eirs .innerhalb einer .gewissen Zeit.
    D!:.e größtmögliche Anpassung der Vor-
    gänge auf ,dem Schießstand an :die Wirkli:ch-
    k.ei.t wird idurch folgende Maßnahme erreicht:
    Die Ausmaße ,des als Zielkörper dienenden
    Modells, z. B. .eines Flugzeuges oder eines
    Autom@obiils, :sinid iso gewählt, daß edier Zielkör-
    per für ,den Schützen ebenso :groß, ldi. h. unter
    dem gleichen Gesichtswinkel wie das wirk-
    liche Ziel erscheint. D@iiesem Verlangen wird
    dadurch genügt, daß die Abmessungen des
    Modells .im Vergleich zu dien Abmessungen
    des wirklichen Zieles im Verhältdis ides Ab-
    st2n,deis idies Übungszieles :zur Entfernung ides
    wirklichen Zieles verkürzt werden. Modell
    und' wimkliehes Ziel: erscheinen: ,dann !dem
    Schützen unter idem glieiahen Ge,siichts.wiinkeü.
    Dieselben Verkürzungen sind natürlich: auch
    bezüglich ider iBrentie und ider Höhle id'es alls
    Zielkörpers dienenden Flugzeugmoidell!s ent-
    sprechend vorzunehmen.
    Unter idie: F omdlerung
    An@
    p:assung an. idlie Wimklichlkelit fällt ferner auch
    die Bedingung, diaß die Geschrwündigkeiit idies
    Flugzeugmodells sich idem Schützen so daT-
    stelft, wie die eines wlirklichen Zieles in
    rooo,@m.Entfernung. Dies wird idadurch ,er-
    reicht, daß war di,e ,B;ahnge,s,ehwiindi;00,lkeit ides
    Zielkörpers iebenfalls ii:m Verhältnis. edler cAb-
    stänidie verkürzt.
    Dlie zweite @Fordierung .dessofortigen . Er-
    kein.nens des Schi,eß°rf#dliges wind! idurehi &e
    Einfilhrung edles Treffkörpers erfüllt. Der
    Treffkörper .macht gleichzeitig mit dem Ziel-
    körper :eiirre solche Bewegung, daß ex ,bei nich-
    tigem 7iielen -in jedem Augenblick -in ider Vier-
    dängerung der See.lienaehse ides Maschi,nen-
    g ew ehr,., idl. h. in, Anibetracht der. ,kurzen. Schieß-
    entfernung von .nur 25 m .in der -Mitte !des
    Streukegels iderG'eac@hoßa r(be liegt. VVde dies
    zu ,erreichen ist, wirdl' 'im folgenden ibiesdhrile=
    ben:
    Bei ider Beweisführung wind der Einfach-
    heit halber auf idhs oben gewählte Bleispiel': Be-
    zug genommen, bei welchem isich Zielkörper
    und Treffkörper auf wagerechten @me'i@sbah-
    nen bewegen und :in einer Ebene mit der Vi-
    sierli:nie liegen,. Ist der Beweis. für diesen
    Sonderfall lerbraeht sio hat er, wie leicht ein-
    zusehen ist, allgemeinte Gültigkeit für jede
    Bewegu.nigsrichtung idias Ziehkörpers im Raum.
    Da -der Treffkörper T (Albb..4) ein der j,eNveii@li-
    .gen Bewiegung,srichtung dies Zielkörpers Z,
    also auf der an, -diereisbaihn ides Zielkörpers
    in jedem -Augenblick gelegten Tangente liegen
    muß, beschreibt er !einen Kreis mit etwas
    größerem Halbmesser als edier Zielkörper Z.
    Da -es s:ch ibei,rn Schießen auf das ib:e@v2gte
    Übungsziel stets um eine verhältnismäßig
    kurze Strecke (im vorkegenden Beispiel' 25 m)
    handelt, kann man die Gesehoßbahn als eine
    geradlinige ansehen und idie Wirkung, ödes
    freien: Falls auf das Geschloß ibei dler Beweis-
    führung vernachlässigen. ,Die Schußlinie kann
    also ebenfalls in :der obenerw ä'hnten, gemein-
    samen Ebene liegendi gedacht werden. Der
    allgemeine Bewegungsvongang im Raum ist,
    wie gesagt, bei dem: gewählten, Beispiel für
    das Schießen mit idem -Maschinerngeweihr auf
    ein in wagerechter Kreisbahn, sich
    Flugzeugmodiell auf einen Sonderfall redu-
    ziert, bei dem: der ganze B@ewegunigs- und
    Schieß,vorgan:g sieh ?:n eirner wagerechtenEbene
    abspielt.
    In Abb.4 .sind drei Stellungen der Zitl--or-
    richtung (I, II, III) festgehalten, idie zeitlich
    in umgekehrter Reihenfolge ,sich abspielen.
    In der ersten (I) Trimmt der Ziehkörper Z,
    eine Lage ein, wielche einer Flugrichtung ent-
    spricht die um _ = 9o° gegen. idie Visie rli.nie
    geneigt ist. Der .Zielkörper bewegt :sich in :diie-
    sem Augenblick .in gleichibleibend@er Entfer-
    nu.ng vom Schützern 0, und beim Zielen mit
    dem Kroiskorn wäre in idiesem Falle die
    größte Vorhaltung zu :gelben, id,. ih. Ader Zielkör-
    per müßte im Schnii.tt mit dem äußeren Kureis
    erscheinen.
    Der Fall II zeigt Iden Zielkörper ZZ unter
    einem Anflug von e = 45' gegen die Vismer-
    linie. Das. Flugzeugmodell erscheint dem
    Schützen verkürzt, und wenn er sichbeim Vi-
    sieren z. B. ,des Kreiskorns bedient, so wird er
    die Visierlinie durch: idiein. @mittleren, Kreis des
    Kreiskorns lagen.
    Der dritte Fall (III) zeigt Idas Flugzeug Z3
    von. vorne, d. !h. in direktem Anflug g gen den
    Schützen. Flugrichtung und' Visierlinie fahlen
    in eine Linie 0 Z3 zusaimmen. = ist in diiesem
    Fall igleich 0. Bezeichnet man ,den Vorh alte-
    wink .el den ,die Geschoßbah;n mit ider Visi#er-
    linie bildiet, mit a, so ergibt sich hi.erauis für
    Dreieck Z1 0 T,
    (weil El - 9o ° und damit sin E1 = r),
    für den zweiten Fall;
    für den,dritten Fall:
    Da in diesem Fäll E3 = 0 ist, wird sin :3
    - 0 und damit a3 - 0. Praktisch kann nun
    gesetzt werden, da der Abstand ides Schützen
    im Vergleich zum Halbmesser idas Bahnkrei-
    ses, der mit 4 m angenommen ist, groß ist,
    O Ti - O T.-0 T,-s.
    Daraus ergibt sich, wenn man rden umverän-
    derliidhen Abstand Z T zvnisehen Zielkörper
    und Treffkörper mit a .bezeichnet,
    sin a = const # sin s.
    Es. zeigt sich diaß ider Sinus,dieis Vorhaltewin-
    kels a praktisch proportional idem Sinus des
    Auflu;g<vinkels : ist. Da ;die Strecke a im Ver-
    h:ältnis zur Strecke s sehr klein ist, wird si:n a
    immer ein kleiner Bruchteil, :im vorliegenden
    Beispiel etwa '/", des Betrages von sin u, sein.
    Damit .ist bewiesen, daß der unveränderliche
    Abstand a des Treffkörpers vom Zielkörper
    nach idemselben Sinu@sgesetz scheinbar ver-
    kürzt wird, nach welchem die Vorhaltung a
    .beim Schießen mit Hilfe des Richtmittels,
    z. B. K:rei-skorns, zu geben ist.
    Darauis zu ziehende Folgerung:
    l legt ,der Zielkörper Z in Richtung der Vi-
    sierdinie 0 Z, so führt bei vorschriftsmäßiger
    Auw.enid@ung (des. Richtmittels idie Schuß-
    linie 0 T unfehlbar durch den Treffkörper T.
    Dabei ist es gleidhgültig, an welchem Punkt
    der Kreisbahn das System sich im Augenblick
    dies Abschuisses befindet, oder allgemein, gie-
    faßt: -wo :im Raum vor idiem Enid;wal!1 das
    System sich befindet uni in welcher Richtung
    im Raume der Zielkörper sich bewegt.
    Um auf dem Schii@eßs.tanid Iden unveränder-
    lichen Abstand a von Zielkörper und Treffkör-
    per in einfacher Weise zu ermitteln, geht man
    wie folgt vor (Abb. 5)
    Man richtet das. Mas.dhinengewiehir so aus,
    daß der Zielkörper Z, den man nach Punkt A
    gebracht hat, in die Seelenachse des Gewehrs
    fällt. Punkt A eist ein Bahnpunkt -dies. 7anedkör-
    pers Z, ian welchiem dessen Bewegung senk-
    recht zur Visierknie 0 Z gerichtet ,ist. Im
    vorliegenden Sonderfahl liegt Punkt A auf der
    Verbindungslinde, vom Standpunkt 0 ides
    Schützen nach idem Mittelpunkt M der Kreis-
    hahn unid stellt ,damit zugleich denjenigen
    Bahnpunkt idm, an welchem der Zielkörper Z
    sich idem Schützen am meisten genähert hat.
    Hat man auf -diese Weise den Zielkörper Z
    eingestellt so wird @miit dem Richtmittel nach
    dem Zi,elikörp,er visiert und ,sodann der idem
    Zielkörper in. der Bewegungsrichtung vor-
    eilende Treffkörper T so iv eit gegen Punkt A
    herangerückt, bis er ,im Punkt B in die Seelen-
    a.ch:se :des Maschinengewehrs fällt. Das Richt-
    mittel wurde zuvor so eingestellt, idäß es diie
    Vothaltung anzeigte, idie @senkrechtem Anflug
    zur Visierlinie .bei ,der angenommenen Entfer-
    nung rund GeschwIrndiigkent (dies wirklichen Ziiels
    entspricht. Beim Kreiskorn beideutet dies, idaß
    nach Z über (dien äußeren Kreis viisiert wird
    un,d T iim Mittelpunkt erscheint. Der Winkel
    A M B (der Abib. 5 (bedarf abier noch einer
    Korrektur. Eis .ist nämlich noch -eine Meine
    Abweichung, .zu ,berücksichtigen, die dadurch
    entsteht, idaß ictas iGeschoß zur Zurücklegunig
    des Weges 0 T - s - 25 m die Zeit
    Sek. (braucht, während welcher
    der Zielkörper Z die kleine Strecke A A' -
    0,04 # i = 0,o¢ m = q. cm zurückl:ebt. Dabei
    ist angenommen, idaß idie Anfangsgeschwin-
    d iigkeit des Geschosses h - iooo m in, :der Se-
    kunde beträgt. Diesem Umstand wind dadurch
    Rechnung getragen, daß man Iden. Treff--kör-
    per T um ,dien geringen. Betrag von q. cm vorn B
    in Richtung A Ibis zu Punkt- B' zurückschiebt.
    Die Streckei A B' ,stellt nun ,den unverändier=
    liehen. Abstands d dar, um welchen edier Treff-
    körper ,denn Zielkörper vorauseiil:en, muß. .
    ,Die ,d`ti:tte Forderung, daß; idi@e :Biew%rung
    dies Zieles stetig sein sohl, ivirdi durch: die Tat-
    sache (begründet, idaß jedes Zielen unter An-
    Wendung eines Richtmittels selbstverständlich
    nur möglich ist, wenn. -de Bahn ide& ,Zielgis (dem
    Schützen besannt ,ist. Der Wieg, (dien das Ziel,
    z. B. ,ein; Flugzeug, -im (Raum beseihneiibt, muß
    dem Schützen ,bekannt, wenigstens für einige
    Siekunidien im Voraus bestimmbar sein. Im _all-
    gemeinen behält ,ein, (Flugzeug feine einmal ein-
    genommene Richtung für längere Zeit bei.
    Von dem Augenblick an aber, wo @es beschos-
    sen wind, wund' edler F,ithreir !sofort die Bewie-
    gunigs;richtung rasch und häufig ändern um
    eben ,dadurch: ,eine planmäßige Beschiehumig
    unmöglich zu machen.
    Blei ,dem vorliegend beschriebenen Übungs-
    ziel, Idas für Idas. Schubschießen unter Visieren
    auf Elugzeugmodelle usw. bestimmt ist, Ist die
    Forderung der Stetigkeit praktisch aus-
    reichend erfüllt. Der Zi@elkörpier ,beschireiibt
    zwar nicht feine gerade Linie, wie es die
    Theovie edier Richtmittel erfordert, jedoch ist
    die Zeit ,des hier anzuwend@en;den Reihenfeuers
    von i bis 2 Sekunden so g errang, daß edier in
    dieser Zeitspannie auf der mit $ .m Duvchmes-
    ser beschrnebernen Kreisbahn zuirücl%eliegte
    Weg als geradlinig angesehen werden. kann..
    Tatsächlich; :ist ;auch idive Veridrehuing, die das
    Flu@gzeugmadsetl infolged@erKrei,sbewegung um
    seine senkrechte Achse ,gegenüber (dem :Schüt-
    ven in (dieser .kurzen Zeitspanne alusiführt, so
    gering, idaß isie (dem .Schützen kaum auffällt,
    jedenfalls aber (die praktisch -zu foridernde Ge-
    nauigkeit des. Verfahrens nicht ibeeinträchtigt.
    Noch viel weniger tritt die Kr@eiisibewea,oung
    störend; .in. Erscheinung, wenn man dien Ein,
    fluß .der Abiweiohung en auf die Treffsidienheit
    anter,suJch:t. Die Zeit, welche ,ein: Geschoß
    braucht, vom Verlassen dies Gewehrkaufs bis
    zum Eintreffen beim Treffkörper, -ist so kurz
    (0,0q. Sek.), idäß idiiie -inzwischen,.erfoalgte B'e-
    web ng (des Treffkörpers als vollkommen ge-
    radtinig anoeseihen -,verden (darf. .Die in (dieser
    Zeit zurückgelegte Strecke (dies Treffkörpens
    ist, wie weiter oben schon berechnet, q. cm.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Mit gleichförmiger Gesahiwindiigkeit bewegfies Übungsziel, ,dadurch gekenn- zeichnet, .daß dem eigentlichen Zielkörper in unveränderlichem Abstand lein besonde- rer starr m:it ihm verhundener Treffkörper so vorausgeführt wiir(d, ,daß er in jedem Augenblick rin, (der Bewegungsrichtung,des Zielkörpers Fliegt. 2. Übungsziel nach Anspruch i, @dadurch gekennzeichnet, idlaß (der Treffkörper Ausmaße wie edier Ziielkörper hat, je- ,doch zweckmäßiig wesentlich einfacher aufgebaut und; wegen (häufiger Zerstörung leicht auswechselbar und ersetzbar (ist. 3. Übunigseiiel ,nach Anspruch i, dadurch gekennzeirhnet, ieß die Far(bie (dies Treff- körpie@rs so gehalten ist, -daß d ier Schütze (ihn nur .schwer, womöglich: gar nicht er- kennt und! ii,m Zielen iduz-oh sehn nicht ge- stört wind, während diie Farbe (des Zielkör- pers zweckmäßig imöglichst auffallend ist und sich gegen ,dien Hintergrund deutlich abhebt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2934500A1 (de) * 1979-08-25 1981-03-26 Wolfgang Dipl.-Ing. 22880 Wedel Kleibömer Schiessscheibenanordnung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2934500A1 (de) * 1979-08-25 1981-03-26 Wolfgang Dipl.-Ing. 22880 Wedel Kleibömer Schiessscheibenanordnung

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