DE36553C - Neuerungen in der Anordnung für Relais bei synchronen Telegraphen - Google Patents

Neuerungen in der Anordnung für Relais bei synchronen Telegraphen

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DE36553C
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DENDAT36553D
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P. B. DELANY in New-York, V. St. A
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L19/00Apparatus or local circuits for step-by-step systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Relay Circuits (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Juli 1885 ab.
Vorliegende Erfindung hat Neuerungen in der Anordnung und Einrichtung von Relais für synchrone Telegraphen nach dem bekannten System des Erfinders zum Gegenstande.
In Fig. i, 2 und 3 ist eine verbesserte Anordnung des Relais dargestellt, die in Verbindung mit synchronen Telegraphen zu verwenden ist. Bei einem gewöhnlichen Relais würden die Unterbrechungen des Stromes wahrscheinlich ein Summen oder Klappern des Relais und des Klopfers herbeiführen. Deshalb verwendete der Erfinder früher polarisirte Relais. Bei der gegenwärtigen Anordnung verwendet man einen Condensator in Verbindung mit dem Relais, wie sogleich beschrieben werden soll.
In Fig. ι sind zwei Stationen X Y dargestellt. In jeder Station ist ein Theil der Contactscheibe A und eine Schleiffeder B dargestellt. Die Zweiglinie Z jeder Station (es ist blos eine solche Zweiglinie in jeder Station dargestellt) ist mit den Contacten 7 verbunden. Natürlich ist jede derartige Zweiglinie mit einer Anzahl von Contacten verbunden, wie dies beim Multiplexapparat des Erfinders der Fall ist.
In jeder Station ist die Zweigleitung mit dem Anker c eines gebenden Magneten C verbunden, der in eine Localschliefsung mit dem gebenden Taster K eingeschaltet ist. Wenn der Taster niedergedrückt wird, um den gebenden Strom zu schliefsen, wird der Anker c angezogen und die Hauptbatterie MB wird in die Linie eingeschaltet. Für gewöhnlich jedoch liegt der Ankerhebel auf seinem Rückencontact c2, so dafs die Linie durch den Anker c, Contact c2 und die Relaisspule R direct mit der Erde verbunden ist. Wenn ein Beamter von einer Station zur anderen telegraphirt, so wird, sobald der Taster der gebenden Station niedergedrückt ist, die Hauptbatterie in die Linie eingeschaltet; wenn dagegen dieser Taster gehoben ist, so wird die Leitung Z des gebenden Beamten durch das Relais R mit der Erde verbunden; der empfangende Beamte an der entfernten Station kann daher jederzeit den gebenden Beamten unterbrechen, indem er seinen Taster niederdrückt.
Die Details des verbesserten Relais sind in Fig. 2 dargestellt. Es kann das Relais zwei Pole oder zwei Spulen enthalten, obgleich dies nicht vortheilhaft ist. Bei dem in Fig. 2 dargestellten zweispuligen Relais bestehen die Spulen aus zwei neben einander gewickelten Drähten, von denen der eine direct mit der Zweigleitung Z verbunden ist, während der andere durch einen Draht w mit den Polen eines Condensators C d in Verbindung steht. Wenn ein Strom vom negativen Pol der gebenden Batterie in der entfernten Station durch die mit »—« bezeichnete Leitung in das Relais eintritt, so werden die Pole desselben die aus der Bezeichnung derselben ersichtliche Polarität aufweisen und werden mit den Polen des permanenten Magneten V gleiche Polarität besitzen. Der permanente Magnet wird am besten entweder oberhalb oder unterhalb der Spulen des Relaismagneten angebracht und direct mit demselben verbunden. Die Pole desselben sind nahe an den Enden der Spulen angebracht, und sind die gleichen Pole des Relaismagneten und des permanenten Magneten einander zunächst gelegen. Der Zweck dieser
Anordnung ist der, die Intensität des magnetischen Feldes des Relaismagneten zu verstärken und die rasche Entmagnetisirung zu verhindern, mit anderen Worten, zu bewirken, dafs das Abreifsen des Ankers des Relais verspätet erfolgt. Bei einem derartig construirten Relais wird bewirkt, dafs eine Anzahl auf einander folgender elektrischer Impulse, die durch die Linie gesendet werden, während der Beamte der gebenden Station den Taster niederhält, um ein bestimmtes Zeichen zu geben, auf der empfangenden Station nicht bemerkbar werden, wenn die Ankerfeder passend eingestellt ist. Jeder einzelne Impuls, der bei der Erzeugung eines Zeichens empfangen wird, inducirt einen Strom im Draht w, und dieser Strom ladet den Condensator; während des kurzen Intervalles zwischen zwei auf einander folgenden Impulsen geht kein Strom durch die Hauptlinie; der Condensator wird durch den Draht w entladen, und der Anker des Relais wird an seinem Vorderanschlag festgehalten.
Die Klopfer werden deshalb kein Geräusch machen, so lange der Relaisanker nicht von oder gegen seinen Rückenanschlag fällt. Das Relais R kann den Localklopfer direct in der gewöhnlichen Weise in Thätigkeit setzen. Es kann jedoch ein Zwischenrelais T zwischen das Hauptrelais R und den Klopfer eingeschaltet werden. Man kann in Verbindung mit dem eben beschriebenen Relais irgend ein Zwischenrelais und irgend einen Klopfer benutzen.
In Fig. 3 ist das Relais nicht mit zwei Drähten bewickelt, sondern der Condensator ist in einen Nebenschlufs Z1 eingeschaltet. Die Wirkungsweise ist dieselbe, wie die mit Bezug auf Fig. 2 beschriebene.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei synchronen Telegraphen mit Contactscheiben A und rotirenden Stromschliefsern B die Verbindung des den Strom der Hauptlinie aufnehmenden Relais R mit einem nach Fig. 2 oder 3 angeordneten Condensator C d oder einem neben dem Relaismagneten so aufgestellten permanenten Magneten V, dafs die gleichen Pole beim Relais und diesem Magnet sich gegenüberstehen, zum Zwecke, die Entmagnetisirung des Relaismagneten zu verlangsamen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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