Die vorliegende Erfindung betrifft eine Blechbearbeitungsvor
richtung, insbesondere Schere, mit einer Plattendruckvorrich
tung zum Festhalten eines Werkstücks unter Druck, bei der die
Plattendruckvorrichtung eine hydraulische Druckerzeugungsvor
richtung für die Zuführung eines hydraulischen Druckfluids auf
weist, und die Druckerzeugungsvorrichtung mit einem ersten Kol
benpumpenabschnitt für ein großes Austrittsvolumen mit niedri
gem Druck, und einem zweiten Kolbenpumpenabschnitt für ein
niedriges Ausgangsvolumen mit hohem Druck versehen ist, der
zweite Kolbenpumpenabschnitt im Anschluß an die Betätigung des
ersten Kolbenpumpenabschnitts betätigbar ist, ein Kolben mit
kleinem Durchmesser des zweiten Kolbenpumpenabschnittes für ein
niedriges Ausgangsvolumen unter hohem Druck an der Spitze eines
Kolbens mit großem Durchmesser des ersten Kolbenpumpenab
schnitts für ein großes Ausgangsvolumen unter niedrigem Druck
ausgebildet ist, eine Kammer mit kleiner Kapazität und hohem
Druck, in die der Kolben mit kleinem Durchmesser eintritt, im
Bodenabschnitt einer Kammer mit großem Durchmesser, niedrigem
Druck und großer Kapazität ausgebildet ist, wobei in dieser
Kammer der Kolben mit großem Durchmesser eintritt, und die
Druckerzeugungsvorrichtung durch einen auf den Kolben mit gro
ßem Durchmesser wirkenden, drehend angetriebenen Nocken betä
tigbar ist.
Bei einer Blechbearbeitungsvorrichtung, wie z. B. einer Schere,
Schermaschine oder einer Abkantpresse, ist es üblich, einen
Rückanschlag vorzusehen, um das Werkstück in einer Richtung
durch Anschlag der Hinterkante zu positionieren. Nachdem das
Ende des Werkstücks den Rückanschlag erreicht hat und das Werk
stück positioniert ist, wird vor dem Biegen und Abscheren des
Werkstücks der Rückanschlag ein geeignetes Stück von dem Werk
stück entfernt.
Entsprechend besteht bei einem herkömmlichen Rückschlag, wenn
das Ende des Werkstücks diesen erreicht, keinerlei Dämpfung des
Anschlagstoßes und, nachdem der Rückanschlag ein Stück von dem
Werkstück entfernt wurde, ist es schwierig, den Umformvorgang
schnell zu wiederholen.
Außerdem ist es in einer Einrichtung zur Blechbearbeitung, wie
z. B. einer Schermaschine notwendig, das Werkstück fest auf dem
Arbeitstisch festzuhalten, wenn der Schervorgang ausgeführt
wird.
In herkömmlicher Weise wird eine große Menge Öl unter hohem
Druck der Schereinrichtung in der Blechbearbeitungseinrichtung
zugeführt, das eine Preßvorrichtung für das Blech mit großer
Kraft schnell aktiviert.
Wenn das Werkstück durch Preßelemente der Vorrichtung festge
halten wird, schlagen daher die Preßelemente gegen das Werk
stück, und es wird in nachteiliger Weise ein erhebliches
Schlaggeräusch erzeugt.
Daneben ist eine Blechbearbeitungsvorrichtung der eingangs ge
nannten Art aus der DE-PS 10 41 766 bekannt.
In dieser Druckschrift wird erstmals eine zweifache Druckeinstel
lung bei einem hydraulischen Niederhalter einer Tafelschere ge
lehrt. Dabei findet ein zweistufiger Kolben Anwendung, der mit
einem Hochdruckzylinderraum und einem Niederdruckzylinderraum zu
sammenarbeitet. Beim Einrücken des Kolbens wird ab einem bestimm
ten Punkt der Hochdruckraum von dem Niederdruckraum abgekoppelt,
so daß zur Erzeugung der Niederhaltekraft lediglich ein kleines
Fluidvolumen komprimiert werden muß. Hierdurch sind geringere An
triebskräfte möglich. Bei Antrieb mittels einer Kurvenscheibe
soll so auch der verschleiß des Kurvengetriebes gering gehalten
werden.
Die DE-PS 10 41 766 lehrt weiterhin, das Kurvengetriebe mit einer
Kurvenscheibe unmittelbar auf den Kolben über ein Zwischenglied
einwirken zu lassen. Dieses Zwischenglied weist eine in den Kol
ben unmittelbar eingesetzte Kugelkalotte und weiterhin eine mit
der Kurvenscheibe in Eingriff stehende Rolle auf.
Sobald ein ausgebuchteter Teil der Kurvenscheibe mit der Rolle in
Eingriff kommt, treten erhebliche Seitenkräfte an dem Zwi
schenglied auf, die mangels weiterer Abstützung des Zwischenglie
des somit auch unmittelbar auf den Kolben einwirken. Diese Sei
tenkräfte belasten die Gleitbahn des Kolbens und erfordern eine
dementsprechend steif oder groß ausgebildete Führung. Diese un
gleichmäßige Belastung des Kolbens beeinträchtigt überdies dessen
Leichtgängigkeit.
Aus der DE-AS 16 27 324 ist daneben eine weitere Blechbearbei
tungsvorrichtung bekannt, die jedoch die gleichen Probleme auf
weist.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, bei einer
Blechbearbeitungsvorrichtung mit einer Plattenandruckvorrichtung
der eingangs genannten Art die Langlebigkeit und Leichtgängigkeit
der Druckerzeugungsvorrichtung weiter zu verbessern.
Diese Aufgabe wird bei einer Blechbearbeitungsvorrichtung der
eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß zwischen dem Kolben
und dem Nocken ein an einem Gehäuse der Druckerzeugungsvorrich
tung schwenkbar in einer Lagerung gelagerter Schwinghebel ange
ordnet ist, der mit dem Kolben und dem Nocken im Eingriff
steht, wobei die hydraulische Druckerzeugungsvorrichtung einen
Kolbenzylinderblock aufweist, der integral mit einem Öltank
gehäuse ausgeführt ist, und wobei ein Niedrigdruck-
Entlastungsventil und ein Hochdruckentlastungsventil
in das Gehäuse eingebaut sind.
Sobald dort die Ausbuchtung der Kurvenscheibe bzw. des Nockens
mit dem Schwinghebel in Eingriff kommt, treten ebenfalls erhebli
che Seitenkräfte auf, die jedoch durch die Lagerung des Schwing
hebels an der Druckerzeugungsvorrichtung abgefangen werden, so
daß durch den Schwinghebel auf den Kolben lediglich Axialkräfte
wirken. Dementsprechend kann bei der vorliegenden Erfindung der
Kolben bzw. auch dessen Lagerung erheblich kleiner ausgeführt
werden. Zudem beeinträchtigen die Querkräfte nicht die Axialbewe
gung des Kolbens, so daß auch dessen Leichtgängigkeit verbessert
ist. Insgesamt ergibt sich damit eine unter dem Gesichtspunkt der
Haltbarkeit und Leichtgängigkeit verbesserte Konstruktion.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Unteranspruch.
Weitere Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden durch die nachfolgende Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Zusammenhang
mit den zugehörigen Zeichnungen erläutert. In diesen ist:
Fig. 1 eine Vorderansicht mit einem Teilschnitt einer
Schermaschine, die ein Ausführungsbeispiel einer
Einrichtung zur Blechbearbeitung nach der vor
liegenden Erfindung zeigt,
Fig. 2 eine rechte Seitenansicht der Schermaschine nach
Fig. 1,
Fig. 3 eine Schnittdarstellung nach Schnitt III-III in
Fig. 1,
Fig. 4 eine vergrößerte Schnittdarstellung des Ab
schnittes VI nach Fig. 3,
Fig. 5 einen Hydraulikschaltkreis, der eine allgemeine
Darstellung einer Vorrichtung zur Erzeugung hy
draulischen Druckes sowie der Verteilung eines
hydraulischen Fluides zu einer Werkstück-Druck
vorrichtung zeigt. Diese Darstellung zeigt ebenso
die Verbindungen zwischen der Vorrichtung zur Er
zeugung hydraulischen Druckes und der Werkstück-
Preßvorrichtung,
Fig. 6 eine Schnittdarstellung zur Erläuterung eines
zweiten Ausführungsbeispiels der Vorrichtung zur
Erzeugung des hydraulischen Druckes.
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf eine Scherma
schine begrenzt, sondern kann ebenfalls in anderen
Einrichtungen zur Blechbearbeitung, wie z. B. Abkantpres
sen oder dergleichen eingesetzt werden. Die nachfolgenden
Ausführungsbeispiele werden jedoch anhand einer Scherma
schine als Blechbearbeitungsmaschine nach der vorliegen
den Erfindung erläutert.
Bezugnehmend zunächst auf die Fig. 1 bis 3 ist in diesen
eine Schermaschine 1 mit einer Mehrzahl von Seitenrahmen
3, 5 gezeigt, die parallel an der linken und rechten
Seite aufgerichtet sind. An der Spitze der Vorderseiten
der Seitenrahmen 3, 5 ist eine obere Frontplatte 7 vorge
sehen, die integral rechts und links mit den Seitenrahmen
3, 5 verbunden und an diesen befestigt ist. Außerdem
erhebt sich senkrecht eine untere Frontplatte 9, deren
beide Enden einstückig mit dem Boden der Vorderseite der
Seitenrahmen 3, 5 verbunden und mit diesen befestigt
sind. Außerdem sind die Rückseiten des Oberteiles der
Seitenrahmen 3, 5 integral durch einen Träger 11
verbunden, der sich in Querrichtung erstreckt.
Ein Arbeitstisch 13, der ein plattenförmiges Werkstück W
trägt, ist horizontal auf dem oberen Abschnitt der
unteren Frontplatte 9 vorgesehen. Ein langes unteres
Schermesser 15 ist in Querrichtung lösbar an der
Rückseite des Arbeitstisches 13 montiert. Ein obere s
Schermesser 17, das mit dem unteren Schermesser 15
zusammenwirkt, um das Werkstück W abzuscheren, ist mit
einer geeigneten Neigung an einem Stempel 19 befestigt,
der frei anhebbar hinter der oberen Frontplatte 7 ange
ordnet ist.
Um den Stempel 19 in vertikaler Richtung zu führen und
seine Vorwärts- und Rückwärtsbewegung genau zu steuern,
ist eine Mehrzahl von langen, vertikalen Rippen 21 inte
gral an der Rückseite der linken und rechten
Seitenabschnitte des Stempels 19 befestigt. Eine Mehr
zahl von rückseitigen, oberen Führungsteilen 23 und eine
Mehrzahl von rückseitigen, unteren Führungsteilen 25 sind
am hinteren oberen Abschnitt und am hinteren unteren Ab
schnitt der Rippen 21 befestigt. Die linken und rechten
rückseitigen oberen Führungsteile 23 berühren jeweils
eine Mehrzahl von oberen Führungsrollen 27 und jede der
oberen Führungsrollen 27 ist so gelagert, daß sie sich
frei um eine Lagerungswelle 29 dreht, die horizontal am
oberen Abschnitt der linken und rechten Seitenrahmen 3, 5
gelagert ist. Die linken und rechten rückseitigen unteren
Führungsteile 25 berühren jeweils eine Mehrzahl von
unteren Führungsrollen 31, wobei jede der unteren Füh
rungsrollen 31 so gelagert ist, daß sie sich frei um
einen exzentrischen Abschnitt 33e drehen kann, der an
jeder einer Mehrzahl von Exzenterwellen 33 vorgesehen
ist, die so gelagert sind, daß sie sich frei am unteren
Abschnitt der linken und rechten Seitenrahmen 3, 5 drehen
können. Ein Basisabschnitt jedes Armes einer Mehrzahl von
Armen 35 ist auf jeder der Exzenterwellen 33 befestigt,
um die Exzenterwellen 33 anzutreiben. An der Spitze jedes
Armes 35 greifen jeweils die Spitzen einer Mehrzahl von
Verbindungsstangen 39 jeweils drehgelenkig durch einen
Bolzen 37 an. Das gegenüberliegende Ende jeder Verbin
dungsstange 39 greift jeweils drehgelenkig durch einen
Bolzen 43 an einem zugehörigen Antriebsarm 41 einer Mehr
zahl von Antriebsarmen 41 an. Die Basis jedes Antriebs
armes 41 ist jeweils einstückig an einer einzelnen Dreh
welle 45 befestigt, die so gelangert ist, daß sie in der
Nähe der beiden Enden am oberen Abschnitt des linken und
rechten Seitenrahmens 3, 5 drehbar ist.
Ein Schwingarm 47 ist an einem Endabschnitt der Drehwelle
45 befestigt. Eine Gewindestange 51 erstreckt sich quer
zu einer zylinderförmigen Bewegungsmutter 49, die auf die
Gewindestange 51 aufgeschraubt ist und frei drehbar an
der Spitze des Schwingarmes 47 gelagert ist. Ein Ende der
Gewindestange 51 ist mit der Abtriebswelle einer
Antriebsvorrichtung 55 durch ein Universalgelenk 53 ver
bunden. Die Antriebsvorrichtung 55 kann ein geeigneter
Steuermotor, wie z. B. ein Servomotor, der sowohl im
Links- wie auch im Rechtslauf arbeiten kann, oder ein
Schrittmotor sein und ist an dem Seitenrahmen 3 befe
stigt. Eine geeignet geformte Klaue 57 ist am anderen
Ende der Drehwelle 245 befestigt. Eine Mehrzahl von
Anzeigevorrichtungen 61a, 61b und 61c sind an einer
Klammer 59 gelagert, die an dem Seitenrahmen 5 befe
stigt ist, wobei die Anzeigevorrichtungen 61a, 61b und
61c in einer Lage angeordnet sind, die derjenige der
Klaue 57 zugeordnet ist. Die Anzeigevorrichtungen 61a,
61b und 61c, die z. B. Grenz- oder Annäherungsschalter
sein können, zeigen den Drehwinkel der Drehwelle 145 in
Stufen (z. B. in acht Stufen) durch gleichzeitige Betäti
gung, einzeln oder in geeigneter Weise kombiniert, mit
tels der Klaue 57 an. Wie im Folgenden noch näher er
läutert wird, zeigen die Anzeigevorrichtungen 61a, 61b
und 61c den Abstand zwischen dem oberen Schermesser 17
und dem unteren Schermesser 15 an.
Wie aus der vorangegangenen Erläuterung mit Hilfe des
vorerwähnten Aufbaues deutlich wird, wird, wenn die Ge
windestange 51 durch die Antriebsvorrichtung 55 in ge
eigneter Richtung in Drehung versetzt wird, die Dreh
welle 45 in geeigneter Richtung durch den Schwingarm 147
gedreht. Entsprechend wird die querverlaufende Exzenter
welle 33 in geeigneter Richtung durch den Antriebsarm 1,
die Verbindungsstange 39 und den Arm 35 gedreht, so daß
die unteren Führungsrollen 31, die auf dem exzentrischen
Abschnitt 33e der Exzenterwelle 33 gelagert sind, genau
in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung eingestellt werden
können. Daher kann der untere Abschnitt des Stempels 19
in Längsrichtung genau justiert werden und der Scher
spalt zwischen dem oberen Schermesser 17 und dem unteren
Schermesser 15 auf die Dicke des Bleches des Werkstückes
W abgestimmt werden. Die Anzeigevorrichtungen 61a, 61b
und 61c zeigen den Abstand zwischen dem oberen Schermes
ser 17 und dem unteren Schermesser 15 an und werden durch
die Klaue 57 aktiviert.
Durch diesen Aufbau kann insbesondere der Abstand
zwischen dem oberen Schermesser 17 und dem unteren Scher
messer 15 leicht automatisch in mehreren Sehritten, z. B.
kleiner, mittel oder groß, eingestellt werden, entspre
chend den Anzeigevorrichtungen 61a, 61b und 61c durch
entsprechende Steuerung der Antriebsvorrichtung 55.
Um sicherzustellen, daß die oberen und unteren Führungs
rollen 27, 31 stets in Kontakt mit dem Stempel 19 sind,
ist eine Mehrzahl von Führungsvorrichtungen 63
vorgesehen, die ständig den Stempel 19 in rückwärtige
Richtung unter Druck setzen, wobei die Führungsvorrich
tungen 63 in der Nähe der linken und rechten Seite der
oberen Frontplatte 7 angeordnet sind. Außerdem sind die
Führungsvorrichtungen 63 sowohl am linken wie auch am
rechten Seitenrahmen 3, 5 vorgesehen, um die linke und
rechte Seite des Stempels 19 zu führen.
Erneut bezugnehmend auf die Fig. 1 bis 3 ist eine Hubvor
richtung 97 am unteren Abschnitt des Stempels 19 ange
ordnet, um den Stempel 19 anzuheben. Die Hubvorrichtung
97 ist in diesem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung in Form einer Exzenterwelle ausgeführt.
Genauer ist eine Antriebswelle 99 mit einem kleinen Ver
satz von einer Position direkt unterhalb des Stempels 19
unter diesem Stempel 19 angeordnet. Beide Ende der An
triebswelle 99 sind in frei drehbarer Weise durch eine
Mehrzahl von Lagern 101 abgestützt, die an den Seiten
rahmen 3, 5 befestigt sind und die Antriebswelle 99 ist
auf geeignete Weise mit einem Antriebsmotor 103 verbun
den, der an dem Seitenrahmen 3 befestigt ist.
Nahe der beiden Enden der Antriebswelle 99 ist jeweils
eine Exzenterscheibe 105 integral durch je einen Keil 107
auf der Antriebswelle 99 befestigt. Die Basis einer Ver
bindungsstange 109 ist jeweils mit einer Exzenterscheibe
105 im Eingriff. Das Ende jeder Verbindungsstange 109 ist
drehbar durch einen Verbindungsbolzen 111 mit einem
unteren Abschnitt der Rippe 21 verbunden.
Der Verbindungsbolzen 111 ist stets oberhalb eines
Punktes C angeordnet, in dem die untere Führungsrolle 31
und das untere rückseitige Führungsteil 25 miteinander in
Berührung sind.
Außerdem ist eine Ausgleichsfeder oder ein Ausgleichszy
linder 113 am hinteren Abschnitt des Stempels 19 vorge
sehen, um den Stempel 19 glatt anzuheben. Genauer dient
der Ausgleichszylinder 113 dem Gewichtsausgleich des
Stempels 19 und ist so angeordnet, daß er sich schräg
nach hinten oben erstreckt. Seine Basis ist durch einen
Bolzen 115 an einer Klammer 117 abgestützt, die an dem
Träger 11 befestigt ist. Die Spitze der Kolbenstange 119,
die frei hin- und herbeweglich in dem Ausgleichszylinder
113 angeordnet ist, ist mit einer Klammer 121 verbunden,
die an der Rückseite des Stempels 19 angreift.
Durch den vorbeschriebenen Aufbau wird der Stempel 19
durch die Exzenterscheibe 105 und die Verbindungsstange
109 angehoben, wenn die Antriebswelle 99 sich bei Betä
tigung des Antriebsmotors 103 dreht. Das Werkstück W wird
anschließend durch das obere Schermesser 17 und das
untere Schermesser 15 abgeschert. Zu diesem Zeitpunkt,
wenn sich der Stempel 19 absenkt, wirkt auf den Verbin
dungsbolzen 111 eine horizontale Komponente H in rück
wärtige Richtung und hierzu senkrecht eine rechtwinklige
Komponente V. Unter der Wirkung der horizontalen Kompo
nente H hat der Stempel 19 die Neigung zu schwenken mit
den Kontaktpunkten der oberen Führungsrolle 27 und dem
rückseitigen oberen Führungsteil 23 sowie dem
Kontaktpunkt C der unteren Führungsrolle 31 und dem
rückseitigen unteren Führungsteil 25 als jeweiliges
Schwenkzentrum. Da jedoch der Verbindungsbolzen 111 stets
oberhalb des Kontaktpunktes C liegt, löst sich der Stem
pel 19 weder von der oberen Führungsrolle 27 noch von der
unteren Führungsrolle 31.
Bezugnehmend nunmehr auf Fig. 3 ist in dieser eine Rück
anschlagsvorrichtung 123 am rückseitigen Abschnitt des
Stempels 19 vorgesehen, um die Abschermaße des Werk
stückes W festzulegen, wenn das Werkstück W durch das
obere Schermesser 17 und das untere Schermesser 15 abge
schert wird. Im einzelnen ist eine Mehrzahl von Lager
körpern 125 vorgesehen, die sich nach hinten erstrecken
10d die nahe der linken und rechten Seite an der Rücksei
te des Stempels 19 angeordnet sind. Eine Mehrzahl von
Kanalteilen 129, die an beiden Seiten der Unterkante mit
einer Führungsschiene versehen sind, ist horizontal auf
dem unteren Abschnitt jedes Lagerkörpers 125 befestigt.
Im Inneren jedes Kanalteiles 129 ist eine Leitspindel 131
in frei drehbarer Weise gelagert. Jede Leitspindel 131
wird synchron durch eine Verbindungswelle 135 angetrie
ben, die in Querrichtung zur Verbindung einer Mehrzahl
von Getriebegehäusen 133 vorgesehen ist, die an der
Basisseite jedes Kanalteiles 129 vorgesehen sind und ein
Regelrad u. dgl. innerhalb jedes Getriebegehäuses 133 auf
weisen.
Das Vorderende jeder Leitspindel 131 (nicht dargestellt)
ist mit dem Kegelrad in dem Getriebegehäuse 133 durch
eine Paßfeder verbunden und, wie nachfolgend noch genauer
erläutert wird, jede Leitspindel 131 ist so angeordnet,
daß sie sich in Längsrichtung bewegen kann. Ein Bewe
gungsmutternteil 137 ist rechtwinklig auf jede Leitspin
del 131 aufgeschraubt und an jedem Bewegungsmutternteil
ist durch einen Bolzen 141 ein Rückanschlagschlitten 139
befestigt. Das untere Schermesser 15 und beide Endab
schnitte eines Rückanschlages 145 erstrecken sich hori
zontal in Querrichtung und sind mit jedem Rückanschlag
schlitten 139 verbunden. Da jede Leitspindel synchron in
gleicher Drehrichtung angetrieben wird, bewegt sich
entsprechend der Rückanschlag 145 in geeigneter Weise in
Längsrichtung und die Abschermaße des Werkstückes W
können eingestellt werden.
Um die Leitspindeln 131 anzutreiben, ist ein geeigneter
Steuermotor 147 an einem einzelnen, geeigneten Lagerkör
per 125 befestigt, dies kann z. B. ein Servomotor oder ein
Schrittmotor sein. Eine Abtriebswelle 149 dieses Steuer
motors 147 ist in geeigneter Weise mit den Leitspindeln
131 verbunden. Wie genauer in Fig. 4 gezeigt ist, ist im
einzelnen ein Getriebegehäuse 151 am hinteren Ende der
Kanalteile 129 angebracht. Eine Welle 155 eines Antriebs
zahnrades 153, die in frei drehbarer Weise in den Getrie
begehäuse 151 gelagert ist, ist mit der Abtriebswelle 149
des Steuermotors 147 durch ein Universalgelenk 157 ver
bunden.
Ein angetriebenes Zahnrad 149, das mit dem Antriebszahn
rad 153 kämmt, ist integral auf einer Hohlwelle 161 be
festigt. Der hintere Endabschnitt der Leitspindel 131,
die gleitbar in die Hohlwelle 161 eingesetzt ist und die
Hohlwelle 161 selbst sind durch einen Keil 163 mitein
ander verbunden, so daß sie sich gemeinsam drehen. Dem
zufolge kann die Leitspindel 131 durch den Steuermotor
147 in Drehung versetzt werden.
Ein Gewindeabschnitt 161t ist am hinteren Ende der Hohl
welle 161 ausgebildet. Ein Kalibrierteil 165 mit einer
geeigneten Skalenteilung ist auf diesen Gewindeabschnitt
161t aufgeschraubt und eine Hutmutter 167 ist in frei
einstellbarer Weise aufgeschraubt. Entsprechend kann die
Leitspindel 131 leicht in Längsrichtung relativ zu der
Hohlwelle 161 durch Anziehen der Befestigungsschraube 169
eingestellt werden, durch die die Drehlage der Hutmutter
167 im Verhältnis zur Hohlwelle 161 fixiert wird.
Die Hohlwelle 161 ist in frei drehbarer Weise durch eine
Mehrzahl von Lagern 171 innerhalb einer hohlen Kolben
stange 173 gelagert. Ein erster Kolben 175 und zweiter
Kolben 177 sind integral an der äußeren Umfangsfläche der
Kolbenstange 173 unter Belassung eines geeigneten gegen
seitigen Abstandes befestigt. Der erste Kolben 175 ist
auf der Kolbenstange 173 durch eine Mutter 179 festge
legt. Der erste Kolben 175 ist in frei gleitbarer Weise
in eine Luftdruckkammer 183 eingesetzt, die in einem am
hinteren Endabschnitt des Kanalteiles 129 befestigten
Zylinder 181 ausgebildet ist. Wenn unter Druck stehende
Luft in die Luftdruckkammer 183 eingeführt wird, wird die
Kolbenstange 173 nach links und die Leitspindel 131 in
Fig. 4 nach vorne gedrückt. Der zweite Kolben 177 ist
einstückig mit der Kolbenstange 173 ausgebildet und in
frei gleitbarer Weise in eine Hydraulikkammer 185 einge
setzt, die in dem Zylinder 181 ausgebildet ist. Wenn in
die Hydraulikkammer 185 Hydraulikfluid eingeführt wird,
widersteht die Kolbenstange 173 dem Druck in der Luft
druckkammer 183 und bewegt sich nach rechts, so daß in
Fig. 4 die Leitspindel 131 nach hinten bewegt wird.
Außerdem bewegt sich der Hub der Kolbenstange 173 in
einem Bereich, in dem das Antriebszahnrad 153 und das
angetriebene Zahnrad 159 in kämmendem Eingriff mitein
ander bleiben. Der Lagerungsaufbau am anderen Endab
schnitt der Leitspindel 131 besitzt kein Getriebe zur
Leistungsübertragung, im übrigen ist jedoch der gleiche
Aufbau vorgesehen, wie hier voranstehend beschrieben, so
daß diese Einzelheiten an dieser Stelle nicht noch einmal
erläutert werden müssen.
Durch den vorerwähnten Aufbau wird dann, wenn unter Druck
stehende Luft in die Luftdruckkammer 183 des Zylinders
181 eingebracht wird, die Leitspindel 131 angetrieben und
nach vorne gedrückt. Dies gleicht den Anschlagdruck gegen
den Rückanschlag 145 aus, wenn die hintere Kante des
Werkstückes W gegen diesen anschlägt. Wenn außerdem
Hydraulikfluid, wie z. B. unter Druck stehendes Öl in die
Hydraulikkammer 185 des Zylinders 181 eingeführt wird,
wird die Leitspindel 131 nach hinten bewegt und der Rück
anschlag 145 dadurch von der hinteren Kante des Werk
stückes W getrennt. Entsprechend wird während des Ab
schervorganges der Rückanschlag 145 schnell nach hinten
entfernt und kehrt nach dem Abschervorgang schnell Wieder
in seine Grundstellung zurück, die wieder sehr genau ein
genommen wird.
Wie oben erläutert, wird das Werkstück W durch das obere
Schermesser 17 und das untere Schermesser 15 abgetrennt,
während eine Plattendruckvorrichtung 187 vorgesehen ist,
um das Werkstück W auf dem Arbeitstisch 13 unter Druck
festzuhalten und diese Plattendruckvorrichtung am unteren
Abschnitt der oberen Frontplatte 7 angeordnet ist. Die
Plattendruckvorrichtung 187 ist mit einem Druckstück ver
sehen, um das Werkstück W durch Druck festzulegen und,
wie im einzelnen in Fig. 5 gezeigt, in gleicher Weise,
wie bei einer herkömmlichen Plattenpreßvorrichtung, ist
ein Kolben 187p in Einzelzylinderausführung vorgesehen
und mit einer Rückstellfeder 189 ausgerüstet. Die
Plattendruckvorrichtung 187 ist von herkömmlicher Kon
struktion, so daß weitere Einzelheiten hier nicht erläu
tert werden müssen. Die Plattendruckvorrichtung 187 ist
jedoch so aufgebaut, daß ihre Betätigung auf diejenige
des Zylinders 181 für die Bewegung der Leitspindel 131 in
axialer Richtung abgestimmt ist.
Im einzelnen ist dies in Fig. 5 verdeutlicht, in der die
Plattendruckvorrichtung 187 und die Hydraulikkammer 185
des Zylinders 181 mit einem gemeinsamen hydraulischen
Druckerzeuger 191 verbunden sind. Der hydraulische Druck
erzeuger 191 weist eine Art einer Kolbenpumpe auf. Ein
Zylinderblock 193 des hydraulischen Druckerzeugers 191
besitzt eine Kammer 195 mit großem Durchmesser, in der
ein geringer Druck herrscht und die ein großes Volumen
aufweist sowie eine Kammer 197, die einen kleinen Durch
messer besitzt, in der ein hoher Druck herrscht und die
ein geringes Volumen aufweist. Die Kammern 195 und 197
kommunizieren miteinander durch eine Verbindungsöffnung
199. Ein Kolben 203 mit großem Durchmesser, der an seinem
äußeren Ende mit einem Nockenstößel 201 versehen ist, ist
der Kammer 195 mit niedrigem Druck und hoher Kapazität in
frei gleitbarer Weise zugeordnet. Der Kolben 203 wird
durch eine Feder 205 stets in eine Richtung vorgespannt,
in der er nach außen aus dem Zylinderblock 193 hervor
springt, wobei die Feder eine Schraubenfeder sein kann,
die in der Kammer 195, in der niedriger Druck herrscht
und die eine hohe Kapazität besitzt, aufgenommen ist.
Außerdem ist ein Kolben 209 mit kleinem Durchmesser, der
an seinem äußeren Ende einen Nockenstößel 207 besitzt, in
frei gleitbarer Weise der Kammer 197 zugeordnet, in der
ein hoher Druck herrscht und die eine niedrige Kapazität
besitzt. Der Kolben 209 wird ständig in der Richtung
durch eine Feder 211 vorgespannt, in der er aus dem Zy
linderblock 193 hervorspringt.
Die Nockenstößel 201, 207, die an dem Kolben 203 mit
großem Durchmesser und dem Kolben 209 mit kleinem Durch
messer vorgesehen sind, stehen jeweils in Kontakt mit
einem ersten Nocken 215 und einem zweiten Nocken 217, die
auf einer Mehrzahl von Nockenwellen 213 befestigt sind.
Weitere Einzelheiten sind dazu nicht gezeigt. Die Nocken
welle 213 ist jedoch in geeigneter Weise mit der An
triebswelle 99 gekuppelt und rotiert synchron mit der An
triebswelle 99 der Hubvorrichtung 97, durch die der
Stempel 19 angehoben wird. Der erste Nocken 215 betätigt
durch die Drehung der Antriebswelle 99 schnell den Kolben
203 mit großem Durchmesser und gleichzeitig, wenn der
Stempel 19 beginnt, sich vom oberen Totpunkt abwärts zu
bewegen. Vor dem Beginn des Abschervorganges des Werk
stückes W im Ergebnis der Absenkung des Stempels 19 wird
ein großes Volumen an Hydraulikfluid aus der Kammer 195
mit niedrigem Druck und großem Volumen verdrängt. Zu
sätzlich veranlaßt der zweite Nocken das Eindringen des
Kolbens 209 mit kleinem Durchmesser in die Kammer 197 mit
hohem Druck und niedrigem Volumen, wobei der Kolben 209
zur Erzeugung eines hohen Hydraulikdruckes unmittelbar
vor dem Beginn des Abschervorganges am Werkstück W betä
tigt wird. Eine Saugöffnung 219 der Kammer 195 mit nied
rigem Druck und hohem Volumen ist mit einem Öltank T
durch eine Saugleitung 223 verbunden, die ein Rückschlag
ventil 221 enthält. In der Saugleitung 223 ist ein
Sicherheits-Überdruckventil im Nebenschluß angeordnet.
Eine Ausgabeöffnung 227 der Kammer 195 mit niedrigem
Druck und hoher Kapazität ist mit einer Hauptleitung 233
durch eine Verbindungsleitung 231 verbunden, in der ein
Rückschlagventil 229 angeordnet ist. Außerdem kommuni
ziert eine Ausgabeöffnung 235 der Kammer 197, in der bei
niedriger Kapazität ein hoher Druck herrscht, direkt mit
der Hauptleitung 233.
Die Haupthydraulikleitung 233 ist mit der Plattendruck
vorrichtung 187 und ebenso mit der Hydraulikkammer 185
des Zylinders 181 verbunden. Ein Überdruckventil 237 ist
im Nebenschluß der Hauptdruckleitung 233 angeordnet.
Wie klar aus Fig. 5 ersichtlich ist, ist die Luftdruck
kammer 183 des Zylinders 181 mit einer Luftkammer 241
durch eine Druckleitung 239, die Druckluft führt, ver
bunden. Die Luftkammer 241 ist in geeigneter Weise mit
einer Druckluftquelle 243 verbunden und mit der Druck
kammer 241 ist ein Druckschalter 245 zur Druckanzeige
vorgesehen.
Durch den voranstehend erläuterten Aufbau wird dann, wenn
die Antriebswelle 99 zum Anheben des Stempels 19 in Dre
hung versetzt wird und hierdurch die Nockenwellen 213
dreht, der erste und zweite Nocken 215, 217 in Drehung
versetzt. Durch die Drehung des ersten und zweiten
Nockens 215, 217, wird zuerst der Kolben 203 mit großem
Durchmesser schnell betätigt und ein Arbeitsfluid wird
mit niedrigem Druck der Plattendruckvorrichtung 187 sowie
der Hydraulikkammer 185 des Zylinders 181 zugeführt.
Durch die Zuführung des Arbeitsfluids zu der Platten
preßvorrichtung 187 wird der Kolben 187p zum Festhal
ten des Werkstückes W auf dem Arbeitstisch 13 betätigt
und das Werkstück W durch diesen Druck leicht auf dem
Arbeitstisch 13 festgelegt. Zu diesem Zeitpunkt berührt
das Druckstück der Plattendruckvorrichtung 187 leicht das
Werkstück W, so daß kein lautes Berührungsgeräusch er
zeugt wird und das Werkstück W durch diesen Druck ver
gleichsweise leise festgelegt wird. Andererseits wird das
Arbeitsfluid mit niedrigem Druck auch in die Hydraulik
kammer 185 des Zylinders 181 eingeführt und der Druck der
Druckluft in der Druckluftkammer 183 führt dazu, daß der
Kolben 175 (177) unbeweglich gehalten wird. Wenn die
Nockenwelle 213 sich weiterdreht, wird unter dem Druck
des zweiten Nockens 217 und der Verschiebung des zuge
hörigen Kolbens 209 in der Kammer 197 mit niedrigem
Volumen ein hoher Druck erzeugt und das Arbeitsfluid wird
unter hohem Druck in die Hauptleitung 233 eingespeist, so
daß die Plattendruckvorrichtung 187 das Werkstück W stark
und mit hohem Druck auf dem Arbeitstisch 13 festspannt.
Anschließend steigt der Druck in der Hauptleitung 230
nach dem Maß des Eindringens des Kolbens 209 in die
Kammer 197 in Abhängigkeit von der Rotation des zweiten
Nockens 217 weiter an. Wenn der Druck in der Hauptleitung
233 auf diese Weise erhöht worden ist, wird das Druck
gleichgewicht zwischen der Hydraulikkammer 185 im
Zylinder 181 und der Druckluftkammer 183 gestört und der
Kolben 175 (177), wirkt über die Leitspindel 131 auf den
Rückanschlag 145, um diesen zurückzudrücken, wie dies
bereits erläutert wurde.
Daher wird durch diesen Hydraulikkreislauf der Rückan
schlag 145 nach hinten verstellt, nachdem das Werkstück W
durch den Druck der Plattendruckvorrichtung 187 fest auf
den Arbeitstisch 13 aufgespannt wurde. Anschließend wird
das Werkstück W durch das obere Schermesser 17 und das
untere Schermesser 15 abgeschert.
Fig. 6 zeigt ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel einer
Druckerzeugungsvorrichtung. Eine Druckerzeugungsvorrich
tung 247 weist einen Zylinderblock 251 einer Kolbenpumpe
249 und ein Gehäuse 253 eines Öltanks auf, die durch
Schrauben od. dgl. miteinander verbunden sind. In das Ge
häuse 253 wird eine adäquate Menge Öl 255 eingefüllt,
wobei das Gehäuse 253 auch ein Niedrigdruck-Entlastungs
ventil 257 und ein Hochdruck-Entlastungsventil 259 ent
hält.
Im einzelnen ist eine Kammer 261 mit großem Durchmesser,
in der ein niedriger Druck herrscht und die mit einer
Auslaßöffnung 261P versehen ist, in dem Zylinderblock 251
der Kolbenpumpe 249 ausgebildet. Eine Kammer 263 mit
kleinem Durchmesser, in der ein hoher Druck herrscht und
die ein kleines Volumen aufweist sowie eine Ausgabeöff
nung 263P besitzt, ist koaxial mit dem unteren Abschnitt
der Kammer 261, die bei niedrigem Druck eine große Kapa
zität aufweist, vorgesehen. Ein Kolben 265 mit großem
Durchmesser dringt in frei gleitbarer Weise in die Kammer
261 ein, die bei niedrigem Druck ein großes Volumen be
sitzt. Ein Kolben 267 mit kleinem Durchmesser ist am
inneren Ende des Kolbens 265 so ausgebildet, daß er in
frei unterbrechender Weise in die Kammer 263, die bei
hohem Druck ein kleines Volumen aufweist, eindringt.
Eine Rückstellfeder 269 ist zwischen dem Kolben 265 mit
großem Durchmesser und dem unteren Abschnitt der Kammer
261, die bei niedrigem Druck ein großes Volumen aufweist,
eingesetzt. Der Kolben 265 ist stets nach außen hin vor
gespannt.
Um den Kolben 265 zu betätigen, ist ein Schwinghebel 273
vorgesehen, der eine Rolle 271 trägt, die am äußeren Ende
des Kolbens 265 anliegt. Im einzelnen ist der Basisab
schnitt des Schwinghebels 273 durch ein Drehlager 277
schwenkbar an einem Lagerbock 275 gelagert, der an dem
Gehäuse 253 vorgesehen ist. Die Rolle 271 ist in der Nähe
der Spitze des Schwinghebels 273 angebracht. Ein Nocken
stößel 279 ist in frei drehbarer Weise an der Spitze des
Schwinghebels 273 aufgenommen. Der Nockenstößel 279 be
rührt in frei drehbarer Weise die Umfangslinie eines ge
eignet geformten Hockens 283, der integral auf einer
Nockenwelle 281 befestigt ist.
Durch diesen Aufbau wird der Kolben 265 veranlaßt, bei
geeigneter Drehung der Nockenwelle 281 zu gleiten. Unter
Distanzierung des Kolbens 265 durch den Widerstand der
Rückstellfeder 269 wird eine geeignete Menge Arbeitsfluid
aus der Kammer 261 mit niedrigem Druck und hohem Volumen
ausgegeben. Anschließend wird der Kolben 267 mit kleinem
Durchmesser veranlaßt, in die Kammer 263, in der bei ge
ringem Volumen ein hoher Druck erzeugbar ist, einzutreten
und Arbeitsfluid wird unter hohem Druck aus der Kammer
263 ausgegeben.
Das Niedrigdruck-Entlastungsventil 257 und das Hochdruck-
Entlastungsventil 259 sind durch eine Mehrzahl von
Schrauben an einem Abstützblock 285, der in dem Gehäuse
253 ausgebildet ist, befestigt. Eine Verbindungskammer
289 ist in dem Niedrigdruck-Entlastungsventil 257 ausge
bildet und durch eine in dem Abstützblock 285 ausgebilde
te Verbindungsöffnung 287 mit der Ausgabeöffnung 261P der
Kammer 261 mit großem Volumen und niedrigem Druck ver
bunden. In der Verbindungskammer 289 ist ein Rückschlag
ventil 295 vorgesehen, das eine Kugel 291, eine Feder 293
enthält und lediglich ein Ansaugen von Öl 255 aus dem
Inneren des Gehäuses 253 gestattet. Außerdem enthält das
Entlastungsventil 257 eine Kugel 297 und eine Feder 299,
um es dem Arbeitsfluid zu gestatten, aus der Verbindungs
kammer 289 auszutreten, wenn der Druck darin ein vorbe
stimmtes Niveau übersteigt. Die Federkraft der Feder 299
ist durch eine Einstellschraube 301, die in das Gehäuse
253 eingeschraubt ist, frei einstellbar. Im übrigen ist
das Entlastungsventil 257 in Übereinstimmung mit üblichen
Auslegungsregeln für ein Entlastungsventil gestaltet, so
daß eine genauere Erläuterung hier nicht erforderlich
ist.
Das Hochdruck-Entlastungsventil 259 ist mit der Ausgabe
öffnung 263P der Kammer 263 für hohen Druck und niedriges
Volumen durch eine Verbindungsöffnung 303 verbunden und
kommuniziert ebenfalls mit der Plattendruckvorrichtung
187. Im übrigen entspricht der Aufbau des Hochdruck-Ent
lastungsventils 259 im wesentlichen demjenigen des
Niedrigdruck-Entlastungsventiles 257 mit Ausnahme des
Rückschlagventiles 295, so daß funktional gleiche Bau
teile für beide Ventile die gleichen Bezugszeichen
tragen. Auf eine genauere Beschreibung ist daher verzich
tet worden.
In der Druckerzeugungsvorrichtung 247 nach dem geschil
derten Aufbau sind die Kolbenpumpe 249 und das Öltankge
häuse 253 integral aufbebaut und die Entlastungsventile
257, 259 sind in das Gehäuse 253 eingesetzt, so daß ein
sehr kompakter Gesamtaufbau erzielt wird. Die gesamte
Einrichtung kann als einzelnes Gerät gehandhabt werden
und sowohl die Montage als auch die weitere Handhabung
dieses Gerätes sind einfach. Außerdem ist der Kolben 265
mit großem Durchmesser und der Kolben 267 mit kleinem
Durchmesser der Kolbenpumpe 249 einstückig ausgeführt, so
daß sowohl die Herstellung als auch die Montage einfach
sind.
Wie aus der Erläuterung des obigen Ausführungsbeispiels
entnommen werden kann, kann die Trennung des Rückanschlages
von der hinteren Kante des Werkstückes bechleunigt aus
geführt werden und der Rückanschlag kann schnell und sehr
genau in seine Ausgangslage geführt werden.
Schließlich spannt eine Plattendruckvorrichtung das nicht
abzuscherende Material fest unter Druckeinwirkung auf
einem Arbeitstisch auf. Anfänglich berührt ein Druck
stück das Werkstück mit niedrigem Druck unter hohem
Arbeitsmitteldurchsatz und anschließend hält das Druck
stück das Werkstück auf dem Arbeitstisch mit hohem Druck
unter niedrigem Arbeitsfluiddurchsatz fest, so daß im
wesentlichen kein Spanngeräusch erzeugt wird. Außerdem
wird das Blechmaterial genau festgelegt.