DE2808245C2 - Vorschubsteuerung für Werkzeuge - Google Patents
Vorschubsteuerung für WerkzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorschubsteuerung für Werkzeuge, insbesondere für das Sägeblatt einer
Horizontal-Bandsägemaschine, bei der das Werkzeug in einem Werkzeugrahmen angeordnet ist der zusammen
mit dem Werkzeug durch Ablassen von Hydraulikflüssigkeit aus mindestens einem, den Werkzeugrahmen
stützenden Stützzylinder auf das Werkstück abgesenkt wird, wobei in der Abflußleitung des Stützzylinders eine
einstellbare Drosselvorrichtung für das Druckmittel angeordnet ist
Bei Bandsägemaschinen, insbesondere Horizontal-Bandsägemaschinen,
muß die Vorschubkraft zum Andrücken des Bandsägeblattes gegen das zu schneidende
Werkstück groß genug sein, um schwer schneidbare, harte und zähe Werkstoffe zersägen zu
können. Eine nicht genügend große Vorschubkraft läßt das Bandsägeblatt über das zu schneidende Werkstück
ohne Schneidwirkung hinweggleiten. Das Bandsägeblatt wird hierdurch nicht nur sinnlos abgenutzt,
sondern bewirkt sogar eine unerwünschte Härtung des Werkstückes. Aus diesem Grunde hat der Schneidkopf,
in dem das Sägeband umläuft, gewöhnlich ein so hohes Gewicht, daß das Bandsägeblatt ordnungsgemäß in
schwer schneidbare, harte und zähe Werkstoffe vorgeschoben wird.
Um die Schneidarbeit wirtschaftlich und zweckdienlich durchzuführen, ist es wünschenswert, das Bandsägeblatt
mit seiner höchstmöglichen Geschwindigkeit laufen zu lassen. Aus diesem Grunde wird das
Bandsägeblatt beim Schneiden von normalen, leicht zu schneidenden Werkstoffen, die im allgemeinen weich
und brüchig sind, mit einer höheren Geschwindigkeit angetrieben. Beim Schneiden von schwierig zu schneidenden
Werkstücken hat jedoch eine zu hohe Sägeblattgeschwindigkeit zur Folge, daß das Sägeblatt
schwimmend über das zu schneidende Material gleitet. Hierbei verschleißt das Sägeband nutzlos und bewirkt
nur eine Härtung des Materials.
Einer der größten Nachteile bei Horizontal-Bandsägemaschinen bestand darin, daß die Vorschubkraft, die
ausreicht, um schwer schneidbare Werkstoffe zu schneiden, zu groß ist, um leicht zu schneidende
Werkstücke wirtschaftlich zu zersägen, denn die zu große Vorschubkraft drückt das Bandsägeblatt zu tief in
leicht zu schneidende Werkstücke ein, so daß das Sägeband zu hart arbeitet und infolgedessen früher
verschleißt.
Aus diesen Gründen ist es einerseits erwünscht, das Bandsägeblatt in leicht zu schneidenden Werkstücken
mit einer höheren Geschwindigkeit laufen zu lassen und so in das zu schneidende Material vorzuschieben, daß
der Schnitt immer mit einem bestimmten, optimalen Schneidmaß durchgeführt werden kann, welches durch
Quadratmillinieter Schnitt pro Zeiteinheit definiert ist
Andererseits ist es jedoch beim Schneider, von schwer schneidbaren Werkstücken wünschenswert, das Bandsägeblatt
mit einer größeren Vorschübkraft und einer geringeren Durchzugsgeschwindigkeit gegen das
Werkstück zu drücken. Außerdem ist es bei Horizontal-Bandsägemaschinen
erwünscht, den Vorschub des Bandsägeblp,Hes bei seiner optimalen Durchzugsgeschwindigkeit
in Abhängigkeit von den zu schneidenden Materialien stufenlos zu regeln.
Es ist eine Vorschubsteuerung der eingangs näher erläuterten Art für das Sägeblatt einer Horizontal-Bandsägemaschine
bekannt, bei der die Drosselvorrichtung durch eine Steuerkurve in Abhängigkeit von der
Schwenklage des Schneidkopfes oder Werkzeugrahmens so eingestellt wird, daß die Drosselwirkung bei
hochgeschwenktem Werkzeugrahmen an- geringsten und bei abgesenktem Werkzeugrahmen am größten ist
Hierdurch soll erreicht werden, daß die Schwenkbewegung des Schneidkopfes oder Werkzeugrahmens
kleiner wird, je mehr sich dieser einer horizontalen Lage nähert und je länger hierbei die Schneidfläche des
Werkzeuges wird. Die Absenkgeschwindigkeit richtet sich also hier nach der Schnittlänge des Werkzeuges,
wobei Steuerkurven zum Steuern der Drosselvorrichtung verwendet werden (DE-OS 21 59 580).
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorschubsteuerung für Werkzeuge, insbesondere für das Bandsägeblatt
einer Horizontal-Bandsägemaschine der eingangs naher erläuterten Art zu schaffen, bei der die Absenkgeschwindigkeit
einmal nach einem nach Bedarf einstellbaren Stützdruck und zum anderen nach der Laufgeschwindigkeit
des Werkzeuges, bei einer Bandsägemaschine also nach der Durchzugsgeschwindigkeit des
Sägebandes, gesteuert wird, damit das Werkzeug mit einem optimabn Schneidmaß und mit einer höheren
Durchzugsgeschwindigkeit bei leicht schneidbaren Materialien und mit einer größeren Vorschubkraft und
einer geringeren Durchzugsgeschwindigkeit beim Schneiden von schwer schneidbaren Materialien vorgeschoben
werden kann. Fernet soll es mit der Vorschubsteuerung nach der Erfindung möglich sein,
den Vorschub des Werkzeuges mit seiner besten Arbeitsgeschwindigkeit in Abhängigkeit von dem zu
bearbeitenden Material stufenlos zu steuern und den optimalen Vorschub leicht einzustellen.
Diese Aufgabe wird mit der Erfindung dadurch gelöst, daß die Drosselvorrichtung ein in seiner Durchflußmenge
druckabhängig einstellbares Stromventil und ein Abflußventil aufweist, welches den Druckmittelabfluß
aus dem Stützzylinder in Abhängigkeit von der Werkzeuglaufgeschwindigkeit steuert.
Durch diese Ausgestaltung gelingt es, bei schneller laufendem Werkzeug eine größere Druckmittelmenge
aus dem Stützzylinder abzulassen und hierdurch die Vorschubgeschwindigkeit des Werkzeuges zu vergrößern.
Andererseits ist die Abflußgeschwindigkeit des Druckmittels aus dem Stützzylinder auch vom Druck im
Hydrauliksystem abhängig, der eingestellt werden kann und mit dem die Menge des Druckmittels gesteuert
werden kann, welche das Stromventil durchfließt. Hierdurch wird zum Steuern des Vorschubes des
Bandsägeblattes bzw. eines anderen Werkzeuges bei leicht zu schneidenden Werkstücken die aus dem
hydraulischen Stützzylinder austretende Hydraulikflüssigkeit für den Vorschub des Werkzeuges vornehmlich
durch das Druckventil und bei schwierig zu schneidenden Werkstücken hauptsächlich durch das Stromveniil
gesteuert
Weitere vorteilhafte und zweckmäßige Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
und den Zeichnungen und sind in den Unteransprüchen genannt In den Zeichnungen ist eine bevorzugte
Ausführungsform der Erfindung an einem Beispiel dargestellt und in der Beschreibung näher erläutert Es
ίο zeigt
F i g. 1 eine Horizontal-Bandsägemaschine mit einer Vorschubsteuerung nach der Erfindung in einer
Seitenansicht und
F i g. 2 die in F i g. 1 dargestellte Bandsägemaschine
F i g. 2 die in F i g. 1 dargestellte Bandsägemaschine
is mit dem ganzen Vorschubsteuersystem in einer schematischen Darstellung.
In F i g. 1 ist eine Horizontal- Bandsägemaschine dargestellt, die ein langgestrecktes, kastenförmiges
Maschinenbett 1 aufweist, auf dem ein Arbeitstisch 3 und eine Spannvorrichtung 5 angeordnet sind, die eine
feststehende Spannbacke 5/ und eine bewegliche Spannbacke 5m aufweist, die das zu schneidende
Werkstück M festhalten. Über dem Maschinenbett ist ein U-förmiger Werkzeugrahmen oder ein Schneidkopf
7 angeordnet, der in einem Schwenkzapfen 9 auf dem Maschinenbett 1 schwenkbar gelagert ist. Der Schneidkopf
7 trägt an seinen einander gegenüberliegenden Enden zwei Gehäuseteile 11 und 13, in denen eine
Antriebsrolle 15 und eine angetriebene Sägebandrolle 17 auf Wellen 19 bzw. 21 drehbar gelagert sind. Um die
Sägebandrollen 15 und 17 ist ein endloses Bandsägeblatt 23 geschlungen, das von der Antriebsrolle 15 in
Umdrehung versetzt wird, wenn dieses von einem nicht näher dargestellten Motor angetrieben wird. Das
Bandsägeblatt 23 wird mit seiner abwärts gerichteten, in den Schneidbereich eintauchenden Schneidkante von
zwei Führungen 25 und 27 gleitend geführt. Die Führungen 25 und 27 sind an den unteren Enden von
Tragarmen 29 und 31 befestigt, die an einer Führungsstange 33 hängen und auf dieser verstellbar geführt sind,
welche an einem Balken 35 befestigt ist, der seinerseits am Schneidkopf 7 montiert ist.
Der Schneidkopf 7 der oben näher beschriebenen Bauart kann gehoben und gesenkt oder um den
Schwenkzapfen 9 von der Kolbenstange 37 eines Hydraulikmotors oder Hydraulikzylinders 39 auf- und
niedergeschwenkt werden, der auf dem Maschinenbett 1 schwenkbar befestigt ist. Wie im folgenden noch
ausführlicher beschrieben werden wird, wird der Schneidkopf 7 von der Kolbenstange 37 angehoben,
wenn der hydraulische Stützzylinder 39 mit Hydraulikflüssigkeit versorgt wird, und er wird abgesenkt, wenn
die Hydraulikflüssigkeit aus dem Stützzylinder 39 abgelassen wird. Bei der Schneidarbeit wird der
Schneidkopf 7 zunächst angehoben und dann auf das zu schneidende Werkstück M abgesenkt, das von der
Spannvorrichtung 5 auf dem Werktisch 3 derart festgespannt ist, daß das um die Sägebandrollen 15 und
17 umlaufende Bandsägeblatt 23 in das Werkstück M vorgeschoben werden kann, um dieses zu zerschneiden.
Das Bandsägeblatt 23 läuft hierbei zum Durchführen eines wirtschaftlichen und zweckdienlichen Schnittes
mif einer höheren Geschwindigkeit um, wenn es normal weiche und zerspanende Werkstücke schneidet, die
leicht zu schneiden sind. Dagegen arbeitet das Bandsägeblatt 23 mit einer geringeren Geschwindigkeit
beim Schneiden von harten und zähen, schwierig zu schneidenden Werkstücken, so daß es nicht schwim-
mend über das zu schneidende Werkstück M gleitet, ohne in dieses einzuschneiden. Je leichter das Werkstück
zu schneiden ist, desto höher ist die Arbeitsgeschwindigkeit des Bandsägeblattes und je härter das zu
schneidende Werkstück ist, um so niedriger ist dessen Umlaufgeschwindigkeit.
In F i g. 2 ist die hydraulische Steuervorrichtung zum
Heben und Senken des Schneidkopfes 7 nach der Erfindung dargestellt. Der Schneidkopf 7 wird gehoben,
wenn der hydraulische Stützzylinder 39 von der durch einen Motor 43 angetriebenen Pumpe 41 aus dem
Vorratsbehälter T mit Hydraulikflüssigkeit versorgt wird. Dagegen wird der Schneidkopf 7 abgesenkt, um
das Bandsägeblatt 23 gegen das zu schneidende Werkstück M vorzuschieben, wenn die Hydrauükflüssigkeit
aus dem hydraulischen Stützzylinder 39 abgelassen wird und in den Vorratsbehälter Tzurückkehrt.
Nach der Erfindung wird die Hydraulikflüssigkeit ständig von der Pumpe 41 aus dem Vorratsbehälter T
durch eine Leitung 45 und ein Elektromagnetventil 47 gefördert, wenn der Schneidkopf 7 gehoben oder
gesenkt wird. Die Leitung 45 verbindet die Pumpe 41 mit dem Elektromagnetventil 47 und ist mit einem
Entlastungsventil 49 und einem Manometer 51 ausgerüstet Das Elektromagnetventil 47 hat zwei Durchfluß-Stellungen
und leitet die Hydraulikflüssigkeit über ein Rückschlagventil 53 und eine Leitung 55 in den
Hydraulikzylinder 39, um den Schneidkopf 7 anzuheben, wenn dem Elektromagnetventil 47 Strom zugeführt
wird. Wenn der Schneidkopf 7 dagegen abgesenkt werden soll, bleibt das Elektromagnetventil 47 stromlos
und leitet die Hydraulikflüssigkeit in eine Leitung 57, die unmittelbar an das Ventil 47 angeschlossen und mit
einem Drosselventil 59 und einem Manometer 61 versehen ist.
Die Leitung 57 gabelt sich in zwei Leitungen 63 und 65, die beide an ein Stromventil 67 angeschlossen sind.
Sie führt außerdem als Hauptleitung 69 weiter zu einem Druckventil 71 von besonderer Ausbildung. Das
Strornventil 67 wird im folgenden noch im einzelnen beschrieben. Es stellt eine Art Plungerpumpe dar, die in
Abhängigigkeit von dem in den Leitungen 63 und 65 herrschenden Druck die aus dem Hydraulikzylinder 39
in sie hineinfließende Hydraulikflüssigkeit auspumpt.
Das Druckventil 71 besteht aus einem Gehäuse 73, das einen Hohlraum 75 aufweist, der zylindrisch sein
kann. Das Gehäuse 73 des Druckventiles 71 hat an seinem einen, stirnseitigen Ende zwei Einlaßöffnungen
77 und 79, die an diametral gegenüberliegenden Stellen angeordnet sind und sich nach innen in den Hohlraum 75
öffnen. An die Einlaßöffnung 77 ist die vor. der Pumpe
41 kommende Leitung 69 angeschlossen, während an die Einlaßöffnung 79 eine Leitung 81 angeschlossen ist, die
durch ein Drehschieberventil 83, das im folgenden noch näher beschrieben werden wird, mit dem hydraulischen
Stützzylinder 39 verbunden ist
Das Gehäuse 73 des Druckventils 71 ist ferner mit zwei Auslaßöffnungen 85 und 87 versehen, die im
rechten Winkel zu den Einlaßöffnungen 77 bzw. 79 angeordnet sind und mit deren inneren, offenen Enden
in Verbindung stehen. Die Auslaßöffnungen 85 und 87 sind an Abflußleitungen 89 bzw. 91 angeschlossen, durch
welche die Hydraulikflüssigkeit in einen Vorratsbehälter Γ zurückgeleitet wird. Die aus den Leitungen 69 und
81 kommende Hydraulikflüssigkeit fließt also durch die Einlaßöffnungen 77 und 79 hinein und durch die
Auslaßöffnungen 85 und 87 heraus und durch die Abflußleitungen 89 und 91 in den Vorratsbehälter T.
Um den hydraulischen Druck in den Leitungen 69 und 81 zu regeln, ist das Druckventil 71 mit zwei
Ventilkugeln 93 und 95 versehen, die in den offenen Verbindungsstellen zwischen je einer Auslaßöffnung 85
bzw. 87 und einer Einlaßöffnung 77 bzw. 79 sitzen. Diese Ventilkugeln werden an den Verbindungsstellen zwischen
den Einlaß- und Auslaßöffnungen durch Federn 97 bzw. 99 in Stellung gehalten. Die Federn 97 und 99
werden von einem Federwiderlager 101 gegen die Ventilkugeln 93 und 95 gedrückt, das in dem Hohlraum
75 des Gehäuses verstellbar ist, um die Druckkräfte der Federn 97 und 99 einstellen zu können. Zum Einstellen
ist das Federwiderlager 101 an seiner den Federn 97 und 99 gegenüberliegenden Rückseite mit einer Einstellschraube
103 versehen, die in einer Gewindebohrung im Boden des Gehäuses sitzt, aus dem Gehäuse 73
herausschaut und an ihrem äußeren Ende mit einem Einstellknopf 105 versehen ist.
Man erkennt, daß die auf die Ventilkugeln 93 und 95 einwirkenden Andruckkräfte der Federn 97 bzw. 99 in
dem Druckventil 71 gleichzeitig eingestellt werden, wenn der Einstellknopf 105 in der einen oder anderen
Richtung gedreht wird. Hierdurch kann der in den Leitungen 69 und 81 herrschende Druck der Hydraulikflüssigkeit
gleichzeitig durch Verstellen des Einstellknopfes 105 reguliert werden.
Wie im folgenden noch näher berschrieben werden wird, wird der Druck durch Einschrauben des
Einstellknopfes 105 erhöht, wenn das Bandsägeblatt 23 leicht zu schneidendes Material schneiden soll, das im
allgemeinen weich und brüchig ist. Dagegen wird der Einstellknopf 105 zurückgedreht oder gelockert, um den
Druck zu reduzieren, wenn das Bandsägeblatt 23 schwierig zu schneidendes Material schneidet, das im
allgemeinen hart und zäh ist.
Wie man aus der folgenden Beschreibung sehen wird, ist der Druck der Hydraulikflüssigkeit in der Leitung 81
ebenso groß wie der Druck in dem Hydraulikzylinder 39, da die Leitung 81 mit dem Hydraulikzylinder 39
verbunden ist. Der Druck im Hydraulikzylinder 39 wird deshalb verändert, wenn der Knopf 105 im Druckventil
71 verstellt wird.
Das Strom- oder Durchflußmengenventil 67, an welches die Zweigleitungen 63 und 65 angeschlossen
sind, besteht aus einem langgestreckten Gehäuse 107, das eine zylindrische Form haben kann. Das Innere des
Gehäuses 107 ist wie ein Eisenbahnzug durch Zwischenwände 115 und 117 in drei langgestreckte Kammern
109,111 und 113 unterteilt Die äußeren Kammern 109
und 113 des Stromventiles 67, die symmetrisch zueinander auf beiden Seiten der mittleren Kammer 111
angeordnet sind, haben die gleiche Ausbildung und sind mit je einer Einlaßöffnung 119 bzw. 121 versehen, an die
die von der Leitung 57 kommenden Zweigleitungen 63 bzw. 65 angeschlossen sind. In jeder der äußeren
Kammern 109 und 113 ist ein Kolben 123 bzw. 125 angeordnet, die mit Kolbenstangen 127 bzw. 129
versehen sind. Diese Kolbenstangen 127 und 129 durchdringen mit Gleitsitz in den Zwischenwänden 115
und 117 angeordnete Bohrungen und ragen in die mittlere Kammer 111 hinein. Die Kolben 123 und 125
werden von Federn 131 und 133, die in den äußeren Kammern 109 und 113 angeordnet sind, in Richtung auf
die mittlere Kammer 111 gedrückt, so daß sie die Kolbenstangen 127 und 129 unter Federdruck in die
mittlere Kammer 111 pressen. Wenn die aus den Leitungen 63 und 65 in die äußeren Kammern 109 und
113 strömende Hydraulikflüssigkeit unter Druck gerät
werden die Kolben 123 und 125 entgegen der Wirkung der Federn 131 und 133 durch die Hydraulikflüssigkeit
verschoben, so daß ihre Kolbenstangen 127 und 129 aus der mittleren Kammer 111 zurückgezogen werden. Man
erkennt hieraus, daß die Kolbenstangen 127 und 129 in Abhängigkeit von dem durch das Druckventil 71
gesteuerten Druck der Hydraulikflüssigkeit aus der mittleren Kammer 111 zurückgezogen und in diese
vorgeschoben werden.
In der mittleren Kammer 111 des Stromventiles 67
gleitet ein Plungerkolben 135, der seinerseits die mittlere Kammer in zwei Kammern lila und 111b
unterteilt. Die Kammern lila und 1116 sind mit
öffnungen 137 bzw. 139 versehen, die durch Leitungen 141 bzw. 143 mit dem Drehschieberventil 83 verbunden
sind. Wenn in eine der beiden Kammern 11 la oder 1116
vom Drehschieberventil 83 aus Druckflüssigkeit eingeleitet wird, wird der Plungerkolben 135 der mittleren
Kammer 111 um eine von den vorspringenden Kolbenstangen 127 und 129 der Kolben 123 und 125
begrenzte Strecke verschoben.
Das Drehschieberventil 83 besteht aus einem zylindrischen oder scheibenförmigen Gehäuse 145 und
ist an seinem Umfang mit einer Einlaßöffnung 147 und einer Auslaßöffnung 153 sowie weiteren öffnungen 149
und 151 versehen, die als Zweiwegöffnungen bezeichnet werden können. Alle diese öffnungen sind in Umfangsrichtung
von den ihnen benachbarten öffnungen inr gleichen Abstand angeordnet. Die Einlaßöffnung 147 ist
mit dem hydraulischen Stützzylinder 39 durch eine Leitung 155 verbunden, die unmittelbar zu dem
Hydraulikzylinder 39 führen oder an diesen durch eine oberhalb des Rückschlagventil 53 angeordnete
Leitung 55 angeschlossen sein kann. Die Zweiwegöffnungen 149 und 151 sind mit den öffnungen 137 bzw.
139 des Stromventiles 67 durch Leitungen 141 bzw. 143 verbunden, während die Auslaßöffnung 153 durch die
Leitung 81 mit der Einlaßöffnung 79 des Druckventil« 71 verbunden ist.
Im Gehäuse 145 des Drehschieberventiles 83 ist ein zylindrischer oder scheibenförmiger Drehschieber 157
drehbar gelagert, der mit einer Welle 159 versehen ist, die in geeigneter Weise mit der angetriebenen
Sägebandrolle verbunden ist, so daß sie sich zusammen mit dieser dreht. Der Drehschieber 157 hat an seinem
Umfang zwei langgestreckte Nuten oder Ausnehmungen 161 und 163, die symmetrisch einander diametral
gegenüberliegen. Jede Nute 161 und 163 des Drehschiebers 157 ist so lang und derart ausgebildet, daß sie zwei
in Umfangsrichtung benachbarte öffnungen 147, 149, 151 und 153 miteinander verbindet Wenn sich dann der
Drehschieber 157 im Gehäuse 145 in der in F i g. 2 in
ausgezogenen Linien dargestellten Stellung befindet, verbindet die Nute 161 die Einlaßöffnung 147 mit der
Zweiwegöffnung 149 und die andere Nute 163 die Zweiwegöffnung 151 mit der Auslaßöffnung 153. Wenn
sich der Drehschieber 157 in der in F i g. 2 in strichierten Linien dargestellten Stellung befindet, ist die Einlaßöffnung
147 mit der Zweiwegöffnung 151 und die Zweiwegöffnung 149 mit der Auslaßöffnung 153
verbunden. Wenn sich der Drehschieber 157 im Gehäuse 145 dreht, werden hierdurch die Einlaßöffnung
147 und die Auslaßöffnung 153 abwechselnd mit den beiden Zweiwegöffnungen 149 und 151 verbunden, die
an die Mittelkammern 11 la bzw. 1116 des Stromventiles 67 durch die Leitungen 141 bzw. 143 angeschlossen sind.
Man erkennt, daß der Drehschieber 157 des
Drehschieberventiles 83 in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Bandsägeblattes 23 gedreht wird,
das mit der Umfangsgeschwindigkeit der Antriebsrolle 15 für das Bandsägeblatt 23 umläuft. Der Drehschieber
157 wird deshalb beim Schneiden von leicht zu schneidenden Materialien mit einer höheren Geschwindigkeit
und beim Schneiden von schwierig zu schneidenden Werkstücken mit einer niedrigeren Geschwindigkeit
gedreht.
Die Hydraulikflüssigkeit, die zum Heben des Schneidkopfes 7 in den Hydraulikzylinder 39 gedrückt wurde, wird aus diesem durch die Leitung 155 in das Drehschieberventil 83 abgelassen, wenn der Schneidkopf 7 abgesenkt werden soll, um das Bandsägeblatt 23 in das zu schneidende Werkstück M vorzuschieben. Da der Drehschieber 157 zusammen mit dem Antriebsrad 15 für das Bandsägeblatt 23 gedreht wird, während der Schneidkopf 7 abgesenkt wird, wird die aus dem Hydraulikzylinder 39 kommende Hydraulikflüssigkeit von der Einlaßöffnung 147 aus abwechselnd zu den beiden Zweiwegöffnungen 149 und 151 geleitet. Hierdurch wird die Hydraulikflüssigkeit aus dem Zylinder 39 durch den Drehschieber 157 des Ventiles 83 abwechselnd durch die Leitungen 141 und 143 in die beiden Mittelkammern lila und 1116 des Durchflußmengenventiles 67 geleitet.
Die Hydraulikflüssigkeit, die zum Heben des Schneidkopfes 7 in den Hydraulikzylinder 39 gedrückt wurde, wird aus diesem durch die Leitung 155 in das Drehschieberventil 83 abgelassen, wenn der Schneidkopf 7 abgesenkt werden soll, um das Bandsägeblatt 23 in das zu schneidende Werkstück M vorzuschieben. Da der Drehschieber 157 zusammen mit dem Antriebsrad 15 für das Bandsägeblatt 23 gedreht wird, während der Schneidkopf 7 abgesenkt wird, wird die aus dem Hydraulikzylinder 39 kommende Hydraulikflüssigkeit von der Einlaßöffnung 147 aus abwechselnd zu den beiden Zweiwegöffnungen 149 und 151 geleitet. Hierdurch wird die Hydraulikflüssigkeit aus dem Zylinder 39 durch den Drehschieber 157 des Ventiles 83 abwechselnd durch die Leitungen 141 und 143 in die beiden Mittelkammern lila und 1116 des Durchflußmengenventiles 67 geleitet.
Die aus dem Hydraulikzylinder 39 durch das Drehschieberventil 83 kommende Flüssigkeit steht
unter dem Druck der Schwerkraft oder des Gewichtes des Schneidkopfes 7 und verschiebt deshalb den
Plungerkolben 135 des Stromventiles 67, wenn sie in eine der beiden Mittelkammern lila und 1116 eintritt.
Hierbei wird die in der anderen Mittelkammer 1116 bzw. lila vorhandene Hydraulikflüssigkeit von dem
Plungerkolben 135 herausgedrückt und kehrt über die jeweilige Leitung 143 bzw. 141 zu dem Drehschieberventil
83 zurück. Hier tritt sie durch eine der beiden Zweiwegöffnungen 151 bzw. 149 ein, läuft durch eine
der beiden Nuten 163 bzw. 161 und tritt aus der Auslaßöffnung 153 aus. Von hier aus fließt sie durch die
Leitung 81 zu dem Druckventil 71. Die aus dem Stromventil 67 herausgedrückte Hydraulikflüssigkeit
wird also durch das Druckventil 71 und die Abflußleitung 91 in den Vorratsbehälter T abgeleitet, wenn ihr
Druck den Druck der Feder 99 im Druckventil 71 übersteigt. .
Die aus dem Stützzylinder 39 ausfließende Hydraulikflüssigkeit wird also abwechselnd in die mittleren
Kammern lila und 1116 des Stromventiles 67 geleitet
und aus diesen von dem Plungerkolben 135 ausgestoßen,
so um durch das Druckventil 71 in den Vorratsbehälter T für die Hydraulikflüssigkeit zurückzukehren. Infolgedessen
kann die Menge der aus dem Hydraulikzylinder 39 ausfließenden Hydraulikflüssigkeit durch Einstellen der
Hublänge des Plungerkolbens 135 soweit geregelt werden, wie das Druckventil 71 der Hydraulikflüssigkeit
den Durchfluß gestattet Wie weiter oben erläutert wurde, wird die Hublänge des Plungerkolbens 135 durch
den Abstand zwischen den Enden der Kolbenstangen 127 und 129 der Kolben 123 und 125 bestimmt Ferner
wird der Abstand zwischen den Kolbenstangen 127 und 129 durch den Druck der Hydraulikflüssigkeit festgelegt,
der in den Leitungen 63,65 und 69 herrscht und auf die
Kolben 123 und 125 wirkt und von dem Druckventil 71 gesteuert wird. Wenn das Druckventil 71 durch Lösen
oder Zurückdrehen des Einstellknopfes 105 so eingestellt wird, daß der Druck der Hydraulikflüssigkeit in
den Leitungen 63, 65 und' 69 sinkt, kommen die Kolbenstangen 127 und 129 näher zusammen, so daß der
Plungerkolben 135 einen kleineren Hub ausführen und eine geringere Hydraulikflüssigkeitsmenge herauspumpen
kann. Wenn das Druckventil 71 durch Anziehen des Einstellknopfes 105 dagegen auf eine Druckerhöhung in
den Leitungen 63, 65 und 69 eingestellt wird, entfernen sich die Kolbenstangen 127 und 129 voneinander, so daß
der Plungerkolben 135 einen größeren Hub ausführen und eine größere Menge an Hydraulikflüssigkeit
fördern kann.
Das Druckventil 71 ist so ausgebildet, daß es sowohl den Druck der aus dem Hydraulikzylinder 39 in die
Leitung 81 strömenden Hydraulikflüssigkeit als auch den Druck in den Leitungen 63, 65 und 69 reguliert.
Infolgedessen kann die Hydraulikflüssigkeit aus dem Stützzylinder 39 in den Vorratsbehälter T durch das
Druckventil 71 derart abgelassen werden, daß diese Hydraulikflüssigkeit immer auf einem von dem Druckventil
71 eingestellten Druck gehalten wird. Wenn deshalb das Druckventil 71 so eingestellt wird, daß es die
Hydraulikflüssigkeit auf einem höheren Druck hält, wird in geringerem Maße Hydraulikflüssigkeit in den
Vorratsbehälter T zurückgeführt, auch wenn der Plungerkolben 135 im Strom ventil 67 einen großen Hub
ausführen kann, um eine größere Flüssigkeitsmenge herauszupressen. Wenn jedoch das Druckventil 71 so
eingestellt wird, daß es die Hydraulikflüssigkeit auf einem geringeren Druck hält, wird diese durch das
Druckventil 71 in einer Menge in den Vorratsbehälter T ausgepreßt, die den Hüben oder Arbeitswegen des
Plungerkolbens entspricht.
Hieraus erkennt man, daß die Hydraulikflüssigkeit aus dem Hydraulikzylinder 39 sowohl unter der Druckkontrolle
des Druckventiles 71 als auch unter der Durchflußmengenkontrolle des Stromventiles 67 in den
Vorratsbehälter T abgelassen wird. Wenn das Druckventil durch Anziehen des Einstellknopfes 105 auf einen
höheren Druck eingestellt wird, wird die Hydraulikflüssigkeit aus dem Stützzylinder 39 vielmehr unter der
Drucksteuerung abgelassen.
Wenn dagegen das Druckventil 71 durch Lösen des Einstellknopfes 105 auf einen niedrigeren Druck
eingestellt wird, wird die Hydraulikflüssigkeit aus dem Zylinder 39 vielmehr unter der Durchflußmengenregelung
des Stromventiles 67 abgelassen.
Wie weiter oben dargelegt wurden, wird der Einstellknopf 105 beim Schneiden von normalen, ieicht
zu schneidenden Werkstücken fest angezogen und beim Schneiden von harten und zähen, schwierig zu
schneidenden Werkstücken gelockert Hierdurch wird bei leicht zu schneidenden Materialien die Hydraulikflüssigkeit
für den Vorschub des Bandsägeblattes 23 unter Druckkontrol'e aus dem hydraulischen Stützzylinder
39 abgelassen. Die Hydraulikflüssigkeit wird aus dem Hydraulikzylinder 39 auch hauptsächlich unter der
Mengenkontrolle des Durchflußmengenregelventiles 67 abgelassen.
Beim Schneiden mit der in Fig.2 dargestellten Horizontal-Bandsägemaschine nach der Erfindung wird
zunächst das Elektromagnetventil 47 mit Strom versorgt, damit die Pumpe 41 aus dem Vorratsbehälter
T Hydraulikflüssigkeit in den hydraulischen Stützzylinder 39 fördern kann. Hierbei wird der Schneidkopf 7 von
der Kolbenstange 37 des Hydraulikzylinders 39 um den Schwenkzapfen 9 hochgeschwenkt Das Elektromagnetventil
47 wird dann stromlos gemacht so daß die Hydraulikflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter T durch
die Leitung 57, das Drosselventil 59 und die Leitung 69 zu dem Druckventil 71 fließen kann. Hierdurch wirkt
der am Druckventil 71 eingestellte hydraulische Druck von den Zweigleitungen 63 und 65 auf die Kolben 123
und 125 des Stromventiles 67, damit die Kolbenstangen 127 und 129 den Hub des Plungerkolbens 135 festlegen.
Der Schneidkopf 7 senkt sich dann ab, um das Bandsägeblatt 23 in das zu schneidende Werkstück
vorzuschieben, wenn Hydraulikflüssigkeit aus dem Hydraulikzylinder 39 durch das Drehschieberventil 83,
das Stromventil 67 und wiederum durch das Drehschieberventil 83 und dann durch das Druckventil 71 in den
Vorratsbehälter rausfließt.
Unter der Voraussetzung, daß das zu schneidende Werkstück M leicht schneidbar ist, wird das Druckventil
71 durch Einschrauben des Stellknopfes 105 so eingestellt, daß die Hydraulikflüssigkeit auf einem
höheren Druck gehalten wird und das Bandsägeblatt 23 wird für einen wirtschaftlichen und zweckdienlichen
Schnitt auf einer höheren Umlaufgeschwindigkeit gehalten. Die aus dem Stützzylinder 39 ausfließende
Hydraulikflüssigkeit wird hierdurch nur auf dem vom Druckventil 71 eingestellten Druck gehalten, obgleich
sich der Drehschieber 157 des Drehschieberventiles 83 mit dem Antriebsrad 15 für das Sägeband schneller
dreht und der Plungerkolben 135 des Stromventiles 67 die Neigung hat, einen langen Hub auszuführen. Mit
anderen Worten heißt dies, daß die Hydraulikflüssigkeit in dem Stützzylinder 39 immer auf dem vom
Druckventil 71 eingestellten Druck gehalten wird und den Schneidkopf 7 mit dem vom Druckventil 71
eingestellten Druck stützt, während sie aus dem hydraulischen Zylinder 39 ausfließt Das bedeutet, daß
die Menge der aus dem Stützzylinder 39 in den Vorratsbehälter T ausfließenden Hydraulikflüssigkeit
von dem in dem Stützzylinder 39 jeweils herrschenden Druck bestimmt wird. Wenn der Druck im Hydraulikzylinder
39 hoch ansteigt, wird eine größere Flüssigkeitsmenge aus dem Hydraulikzylinder 39 in den Vorratsbehälter
Γ abgelassen. Wenn dagegen der Druck im hydraulischen Stützzylinder 39 abfällt, verringert sich
auch die aus dem Hydraulikzylinder 39 in den Vorratsbehälter T ausfließende Flüssigkeitsmenge entsprechend.
Es ist leicht zu verstehen, daß der hydraulische Druck im Hydraulikzylinder 39 durch die Schwerkraft oder das
Gewicht des Schneidkopfes 7 erzeugt wird, welches die Kolbenstange 37 des Zylinders 39 nach unten drückt
Das jeweils auf die Kolbenstange 38 einwirkende Gewicht des Schneidkopfes 7 ändert sich jedoch in dem
Maße, wie sich die auf das Bandsägeblatt 23
so einwirkende, nach oben gerichtete Schneidreaktionskraft ändert Die gegen das Bandsägeblatt 23 gerichtete
Schneidreaktionskraft vergrößert sich in dem Maße, wie sich der Querschnitt des zu schneidenden Werkstückes
Mvergrößert Wenn sich deshalb der Querschnitt des zu schneidenden Werkstückes Mvergrößert und hierdurch
die auf das Bandsägeblatt 23 wirkende, aufwärts gerichtete Schneidreaktionskraft vergrößert wird, verringert
sich das auf die Kolbenstange 37 nach unten einwirkende jeweilige Gewicht und der Druck der
Hydraulikflüssigkeit im Hydraulikzylinder 39 wird ebenfalls kleinen Gemgemäß verringert sich die aus
dem Hydraulikzylinder 39 zum Vorratsbehälter T ausfließende Hydraulikflüssigkeit entsprechend, wenn
und soweit sich der Querschnitt des zu schneidenden Materials vergrößert Als Folge hiervon wird der
Schneidkopf 7 entsprechend langsamer abgesenkt Dies bedeutet, daß das Schneidmaß, das durch die geschnittenen
Quadratmillimeter pro Zeiteinheit definiert ist
gleichbleibt, wenn die Hydraulikflüssigkeit aus dem hydraulischen Stützzylinder 39 unter der Druckkontrolle
des Druckventiles 71 ausfließt. Das Bandsägeblatt 23 wird dann mit gleichbleibendem Schneidmaß in das
Werkstück gedrückt, ohne zu rauh zu arbeiten, wenn es leicht zu schneidende Werkstücke mit einer höheren
Durchzugsgeschwindigkeit schneidet.
Andererseits wird der Einstellknopf 105 des Druckventiles 71 gelockert, um den hydraulischen Druck zu
verringern, wenn das zu schneidende Werkstück M hart uiid zäh und deshalb schwer zu schneiden ist. Die
Antriebsrolle für den Antrieb des Bandsägeblattes 23 dreht sich dann mit einer geringeren Geschwindigkeit,
damit das Bandsägeblatt 23 gut in das harte und zähe Material ohne Überlastung einschneidet. Wenn der
Einstellknopf 105 herausgedreht wird, hält das Druckventil die Hydraulikflüssigkeit im Zylinder 39 nicht
länger auf einem höheren Druck und läßt die Hydraulikflüssigkeit weitgehend frei durch das Ventil
hindurch in den Auffangbehälter Tausfließen. Infolgedessen wirkt das Gewicht des Schneidkopfes 7 voll auf
das Bandsägeblatt 23, so daß dieses in das harte und zähe Werkstück M einschneiden kann. Die Hydraulikflüssigkeit
wird aus dem hydraulischen Stützzylinder 39 auch voll in einer Menge abgelassen, die der
Plungerkolben 135 in dem Stromventil 67 herausdrückt, während sich der Drehschieber 157 im Drehschieberventil
83 dreht. Wenn das Werkstück M schwer zu schneiden ist, senkt sich der Schneidkopf 7 mit seinem
vollen Gewicht ab und drückt das Bandsägeblatt 23 in das Werkstück M, wobei die aus dem Hydraulikzylinder
39 ausfließende Flüssigkeitsmenge von dem Stromventil 67 gesteuert wird.
Hieraus ergibt sich, daß die aus dem hydraulischen Stützzylinder 39 ausfließende Menge an Hydraulikflüssigkeit
bei schwer zu schneidenden Werkstoffen durch Einstellen der Hublänge des Plungerkolbens 135
gesteuert wird, die durch die vorstehenden Kolbenstangen 127 und 129 in dem Stromventil 67 begrenzt wird.
Wie weiter oben dargelegt, wird die Hublänge des Plungerkolbens 135 entsprechend dem auf die Kolben
123 und 125 des Stromventiles 67 wirkenden hydraulischen Druck vergrößert oder verkleinert. Wenn es
deshalb erwünscht ist, viel mehr Hydraulikflüssigkeit
ίο aus dem Stützzylinder 39 abzulassen, um den Schneidkopf
7 rascher zu senken, wird der Einstellknopf 105 des Druckventiles 71 weiter gelockert, um den hydraulischen
Druck zu verringern.
Folglich kann die Vorschubgeschwindigkeit des Bandsägeblattes 23 beim Schneiden von schwer
schneidbaren Stoffen durch Einstellen des Einstellknopfes 105 der Druckvorrichtung 71 eingestellt werden.
Wie man aus der vorgehenden Beschreibung leicht erkennt, kann der Vorschub des Bandsägeblattes 23
nach der Erfindung entsprechend dem zu schneidenden Material lediglich durch Verstellen des Einstellknopfes
105 des Druckventiles 71 leicht stufenlos geregelt werden. Wenn der Einstellknopf 105 eingeschraubt
wird, wird das Bandsägeblatt 23 unter Druckkontrolle gegen das Werkstück M vorgeschoben, was sich bei
leicht schneidbaren Stoffen empfiehlt. Wenn der Einstellknopf 105 dagegen gelockert wird, wird das
Bandsägeblatt 23 unter der Durchflußmengenkontrolle gegen das Werkstück M vorgeschoben, was bei
schwierig zu schneidenden Materialien zu empfehlen ist. Darüber hinaus erkennt man, daß das Bandsägeblatt 23
auch sowohl unter Druckkontrolle als auch unter Durchflußmengenkontrolle gegen das Werkstück vorgeschoben
werden kann, wenn der Einstellknopf 105 auf eine mittlere Stellung eingestellt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Vorschubsteuerung für Werkzeuge, insbesondere für das Sägeblatt einer Horizontal-Bandsägemaschine,
bei der das Werkzeug in einem Werkzeugrahmen angeordnet ist, der zusammen mit dem
Werkzeug durch Ablassen von Hydraulikflüssigkeit aus mindestens einem, den Werkzeugrahmen stützenden
Stützzylinder auf das Werkstück abgesenkt wird, wobei in der Abflußleitung des Stützzylinders
eine einstellbare Drosselvorrichtung für das Druckmittel angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drosselvorrichtung ein in seiner Durchflußmenge druckabhängig einstellbares
Stromventil (67) und ein Abflußventil (83) aufweist welches den Druckmittelabfluß aus dem Stützzylinder
in Abhängigkeit von der Werkzeuglaufgeschwindigkeit steuert
2. Vorschubsteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß das Abflußventil (83) ein
Schiebeventil ist, dessen Schieber (157) mit dem Werkzeugantrieb verbunden ist und welches zwei
Kammern (lila und \\\b) des Stromventiles (67)
abwechselnd mit dem an den Stützzylinder (39) angeschlossenen Teil (155) der Abflußleitung und
mit dem zu einem Druckventil (71) führenden Teil (81) der Abflußleitung verbindet.
3. Vorschubsteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß das Abflußventil (83) einen
Drehschieber (157) aufweist, der auf seiner Umfangsfläche zwei diametral gegenüberliegende, sich
in Umfangsrichtung erstreckende Kanäle (161 und 163) aufweist welche abwechselnd je eine im
Schiebergehäuse (145) angeordnete, mit den Kammern (lila bzw. XXXb) des Stromventiles (67)
verbundene Zweiwegöffnung (149 bzw. 151) mit der an den Hydraulikzylinder (39) angeschlossenen
Einlaßöffnung (147) bzw. mit der mit dem Druckventil (71) verbundenen Auslaßöffnung (153) verbinden.
4. Vorschubsteuerung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckventil (71)
mindestens einen Ventilkörper (93 bzw. 95) aufweist, der mit einem einstellbaren Druck auf seinen Sitz
gepreßt wird und die Durchströmöffnung (79,87) für die vom Stützzylinder (39) kommende Hydraulikflüssigkeit
verschließt.
5. Vorschubsteuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Stromventil (67) einen hin- und herverschieblichen Plungerkolben (135) aufweist, der die beiden
Kammern (lila und XXXb) voneinander trennt und gegen in Abhängigkeit vom Druck verstellbare
Anschläge (127,129) stößt, die in die Kammern (lila
und llltyhineinragen.
6. Vorschubsteuerung nach einem der Ansprüehe 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anschläge (127, 129) von durch die Stirnwände (115 bzw. 117) der Kammern (IUa bzw. XXXb) hindurchragenden
Kolbenstangen von Kolben (123 bzw. 125) gebildet werden, die in seitlichen Kammern (109 e>o
bzw. 113) des Stromventiles angeordnet sind und entgegen der Wirkung von Federn (131 bzw. 133)
durch Druckflüssigkeit zurückgeschoben werden, deren Druck durch das einstellbare Druckventil (71)
eingestellt werden kann.
7. Vorschubsteuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Einstellen der druckmittelbetätigten Anschläge (127,
129) im Stromventil (67) und zum Einstellen des im Stützzylinder (39) wirkenden Druckes ein gemeinsames
Druckventil (71) verwendet wird.
8. Vorschubsteuerung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet daß dar
Druckventil (71) zwei Ventilkörper (93 und 95) aufweist die von gemeinsam einstellbaren Ventilfedern
(97,99) belastet werden und von denen der eine die vom Stützzylinder (39) zum Vorratsbehälter (Ti)
führende Abflußleitung (81, 91) und von denen der andere die von den Seitenkammern (113, 119) des
Stromventiles (67) zum Vorratsbehälter (T\) führende Leitung (69,89) verschließt
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