DE3640C - Riet zur Herstellung von Perlengeweben - Google Patents
Riet zur Herstellung von PerlengewebenInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D49/00—Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
- D03D49/60—Construction or operation of slay
- D03D49/62—Reeds mounted on slay
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
1877.
Klasse 86.
FRANZ MARKGRAF in BUCHHOLZ (Sachsen). Riet zur Herstellung von Perlengeweben.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. December 1877 ab.
Die beiliegende Zeichnung stellt das Perlenweberiet dar. Die Rietstäbchen sind mit α bezeichnet
und der Perldurchlafs, um zwanzig Reihen von Perlen von der Rückseite abzutheilen
und nach vorn gelangen zu lassen, ist mit b bezeichnet und dessen Perllängenhalter mit c.
Unter e befindet sich ein zweiter Perldurchlafs, der in der Zeichnung nicht sichtbar ist. Unter c
ist auch der zweite Perllängenhalter; b und der zweite Perldurchlafs sind die oberen Perldurchlasser,
ein jeder mit zehn Oeffnungen versehen. An c befindet sich ein Winkel mit Stellschraube,
um die Perllängenhalter nach der Gröfse der Perlen einzustellen; an der entgegengesetzten
Seite befindet sich eine Feder, um c nach b hinzudrücken; ebenso ist auch an e ein Winkel
mit Stellschraube und Feder angebracht. An der anderen Seite des Rietes befinden sich zehn
Durchlafsöffnungen, da wo die Perllängenhalter zurückgelegt sind.
Die unteren Durchlafsöffnungen sind mit f
und die oberen mit g bezeichnet, b und d in gleicher Ausführung, nur mit doppelt so vielen
Einlafsöffhungen, h ist der obere Perllängenhalter,
i ist der untere, beide sind mit Winkel, Schraube und Feder versehen, wie c und e.
Mit diesem von mir erfundenen Riet zur Perlenweberei lassen sich aufsergewöhnliche
Breiten sehr schnell herstellen. Indem ich durch dieses Riet zwischen jedem Stäbchen vier
•mit Perlen versehene Fäden ziehe, welche die Kette bilden, kann ich bei jedem dieser vier
Kettenfaden Perlen von verschiedener Farbe zur Anwendung bringen, somit brauche ich die
Perlen nicht anzufädeln, sondern nur schnurweise anzuschieben.
Ein solches Riet hat zwanzig Reihen zur Perlenweberei auf einer Breite von 20 mm, wobei die
Perldurchmesser ziemlich 2 mm grofs sind, somit kann man auf einmal zehn verschiedene
Farben verwenden, und man würde acht Reihen, die Reihe mit zehn Perlen und somit achtzig
Farben haben, ehe die ersten Farben wieder genommen werden müfsten. Man kann also
bei einer breiten Arbeit alle Farben und Schattirangen zugleich mittelst Jacquard-Maschinen herstellen.
Die Perlenweberei wird in der Weise avisgeführt, dafs man eine Reihe Perlen mit der hohen
Seite an einander legt; wo sich die hohen Seiten der Perlen treffen, stellen sich die Oeffnungen
der zweiten Reihe den betreffenden Lücken gegenüber, wie es aus der Fig. 2 ersichtlich
ist, wo die Perlenreihen mit 1, 2, 3 und 4 bezeichnet sind. Die Striche stellen die
Kettenfäden dar.
Die erste Reihe wird von der Perldurchlafsöffnung b d hergestellt, die zweite von /g, die
dritte von b d, die vierte Reihe von f g und so weiter.
Zur Anwendung dieses Rietes bei der Perlenweberei gehört ein besonderer Stuhl.
Bei der gewöhnlichen Perlenweberei müssen die Perlen nach dem Muster erst angefädelt,
da sie durch den Schufs eingearbeitet werden.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3640C true DE3640C (de) |
Family
ID=282594
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT3640D Active DE3640C (de) | Riet zur Herstellung von Perlengeweben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3640C (de) |
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