DE360345C - Vorrichtung zum Bestimmen des Abwurfmomentes von Bomben zur Nachtzeit - Google Patents

Vorrichtung zum Bestimmen des Abwurfmomentes von Bomben zur Nachtzeit

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DE360345C
DE360345C DEO10189D DEO0010189D DE360345C DE 360345 C DE360345 C DE 360345C DE O10189 D DEO10189 D DE O10189D DE O0010189 D DEO0010189 D DE O0010189D DE 360345 C DE360345 C DE 360345C
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DE
Germany
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reflector
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bombs
night
determining
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Expired
Application number
DEO10189D
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English (en)
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Optische Anstalt CP Goerz AG
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Optische Anstalt CP Goerz AG
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G3/00Aiming or laying means
    • F41G3/22Aiming or laying means for vehicle-borne armament, e.g. on aircraft
    • F41G3/24Bombsights

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Indicating Or Recording The Presence, Absence, Or Direction Of Movement (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Bestimmen des Abwurfmomentes von Bomben zur Nachtzeit. Es ist eine Methode zum Bestimmen der Vorhaltdistanz und des Abwurfmomentes von Bomben mittels Fernrohr und Aneroid bekannt, nach welcher vorerst die Eigengeschwindigkeit des Flugzeuges, aus dieser und der Angabe des Aneroids die Vorhaltdistanz und schließlich mit Hilfe der letzteren der Abwurfmoment ermittelt wird.
  • Die Eigengeschwindigkeit des Flugzeuges wird dabei aus dem mit Hilfe einer Stoppuhr festgestellten Intervalle der Zeitpunkte bestimmt, in welchem ein Punkt der Erdoberfläche durch das Fadenkreuz ödes vorerst unter einem angenommenen Winkel und sodann vertikal gestellten Fernrohres hindurchgeht.
  • Die Ermittlung des Zeitpunktes des Abwurfmomentes erfolgt gleichfalls mit Hilfe des Fernrohres, und zwar durch Beobachtung des Zeitpunktes, in welchem das auf den Angriffspunkt eingestellte und während des Fluges nachgedrehte Fernrohr gegen die Vertikale den der ' Vorhaltdistanz entsprechenden Winkel einschließt.
  • Die praktische Ausnutzung dieser Methode ist durch die bis nun bekannt gewordenen, die Verwendung eines Fernrohres bedingenden Einrichtungen auf die Tageszeit und helle Mondnächte beschränkt.
  • Um nach dieser Methode die zum Bombenwurf erforderlichen Angaben auch bei Nachtflug ermitteln zu können, wird der Erfindung gemäß das Fernrohr durch einen Scheinwerfer ersetzt, und zwar in der Weise, daß alle bei Verwendung des Fernrohres in Frage kommenden Visierwinkel durch jene Winkel ersetzt werden, welche durch die Reflektorachse bzw. die- Strahlachse gegeben werden.
  • ,Nbb. i der Zeichnung zeigt eine schematische Darstellung eines der Erfindung gemäß konstruierten Apparates; Abb. a und 3 sind Skizzen zur Erläuterung der Methode.
  • Der zur Verwendung kommende Reflektor x ist im Flugzeug kardanisch aufgehängt, und zwar in ,der Weise, @daß er in einem Horizontalringe za, vorteilhafterweise oberhalb seines Schwerpunktes, in Zapfen a -elagert ist, während der die Lagerzapfen 3, 3 des letzteren tragende Vertikalring in in einem Kugelgelenk o aufgehängt ist. Die äußere Umfläche des Scheinwerfers a trägt einen etwa 9o° umfassenden Zahnkranz 1a, in welchem ein am Horizontalringen gelagertes Zahnrad t eingreift; eine auf der Welle des Zahnrades t sitzende Schnurrolle q. ist durch ein sogenanntes Bowdenkabel mit der auf der Welle g eines Stellhebels b sitzenden Schnurrolle 5 verbunden, deren Übersetzungsverhältnis zur Rolle 4. derart gewählt wird, daß jede Verschwenkung des Armes b eine gleichwinklige Verschwenkung des Reflektors bedingt; der Arm b schleift auf einem mit Winkelteilung versehenen Sektor p und ist derart montiert, daß er auf den gemeinsamen Nullpunkt der nach beiden Schwenkrichtungen aufgetragenen Winkelteilungen des Sektors p zeigt, wenn die Reflektorachse mit der Schwenkachse 3, 3 des Horizontalringes ia einen rechten Winkel einschließt.
  • Im Stellarm b ist ein mittels Stellschraube it festklemmbarer Sektor r geführt, der an seinem Ende einen federnden Körner f trägt, der an der Innenseite des starren Sektors p schleift, woselbst an der dem Nullstriche der Teilung des letzteren entsprechenden Stelle eine Körnervertiefung i angeordnet ist. Wird der Sektor y bei der in Abb. i gezeigten Vertikalstellung des Armes b in letzterem so weit verschoben und festgeklemmt, daß die Körnerspitze f auf den Teilstrich irgendeines Winkels x zeigt, und der Arm b nunmehr im Sinne des Pfeiles l verdreht, so wird der Körner f in die Körnervertiefung i einfallen, wenn der Arm b und damit auch die Reflektorachse um denselben Winkel x v erschwenkt worden ist.
  • Die Reflektorachse wird aber nach dieser Verschwenkung tatsächlich nur dann den Winkel x mit der Vertikalen einschließen, wenn sie bei Beginn der Verdrehung vertikal gestanden; dieser Bedingung wird aber durch die Pendelaufhängung des Kardansystems und die zwangläufige Verbindung der Schwingachse 2, 2 des Reflektors mit dem Stellarm b nur unter der Voraussetzung Rechnung getragen, daß das Flugzeug ohne Änderung seiner Stellung gegen den Horizont sich mit gleicher Geschwindigkeit fortbewegt; alle Änderungen der Lage und der Geschwindigkeit des Flugzeuges werden aber in Form positiver oder negativer Beschleunigungen auf das Kardansystem einwirken und bestrebt sein, es aus jener Lage zu bringen, in welcher die Schwenkachsen 3, 3 horizontal liegen.
  • Um diese Fehler während des Manövers korrigieren zu können, wird an geeigneter Stelle des Vertikalringes m bzw. an einem an demselben angeordneten, mit Griff versehenen Ausleger k eine parallel zu den Schwenkachsen 3, 3 liegende Libelle j angebracht, mittels deren der Vertikalring von Hand aus in jene Lage gedrückt. oder gezogen werden kann, in welcher die Achse 3, 3 horizontal liegt.
  • Mit iHilfe dieser Vorrichtung erfolgt die Bestimmung der Eigengeschwindigkeit, der Vorhaltdistanz und des Abwurfmomentes in folgender Weise: Der Reflektor a wird vorerst mittels der Stellvorrichtung auf einen bestimmten Winkel ß gegen die Vertikale eingestellt, durch welchen eine rechnerisch einfache Beziehung zwischen der jeweiligen Höhe H des Beobachters und der horizontalen Distanz D dies Schnittpunktes des Strahles mit dem Gelände gegeben ist. Ein solcher Winkel ist z. B. jener, dessen Tangente-2 ist, so daß D dem Werte 2 H gleicht. Man wartet nun, bis ein charakteristischer Punkt X des Geländes (s. Abb. 2) das Lichtfeld des Reflektors passiert und hält den Zeitpunkt durch eine Stoppuhr fest; während des weiteren Fluges wird nunmehr derselbe Punkt X durch Nachdrehen des Reflektors a im Lichtfelde festgehalten, und zwar behufs Erzielung einer größtmöglichen Genauigkeit in der Weise, daß der betreffende Punkt hart an der vorderen oder rückwärts liegenden Grenze des Lichtfeldes verbleibt. In dem Augenblicke, in welchem der anvisierte Punkt X sich senkrecht unter halb des Flugzeuges befindet und die Achse des Reflektors (Stellung ä) senkrecht steht, was unter Voraussetzung der durch Libellenbeobachtung erfolgenden ständigen Korrektur der Lage des Kardansystems, durch Überfahren des Nullpunktes der Teilung des Sektors p durch den Arm b gekennzeichnet ist, wird die Stoppuhr abermals betätigt und nunmehr das Zeitintervall abgelesen, welches zwischen der ersten, unter dem angenommenen Winkel ß erfolgten Visur und der senkrechten Visur verstrichen ist.
  • Aus der vom Aneroid abgelesenen Höhe H wird nunmehr,die Wegstrecke D- 2 H und aus dieser und dem von der Stoppuhr abgelesenen Zeitintervalle z die Eigengeschwindigkeit des Flugzeuges v = D : z ermittelt. Aus dieser Angabe und der Höhe H über dem Horizont ergibt sich die Vorhaltdistanz V und aus der Tabelle der ihr entsprechende Visierwinkel v., auf welchen (s. Abb. 3) der an dem Stellarm b angeordnete Sektor r eingestellt wird.
  • Das zu bewerfende, noch sehr entfernte Objekt Y wird nunmehr durch Aufwärtsschwenken des Reflektors a in das Lichtfeld gebracht und idurch idauerndes, vom. Stellzeug erfolgendes Niederschwenken des Reflektors im Lichtfelde gehalten. In dem Augenblicke, in welchem der am Ende des festgestellten Sektors r angeordnete, federnde Körner f in die am Nullpunkte des Winkelsektors p angeordnete Körnervertiefung i einfällt, hat die Reflektorachse abermals unter Voraussetzung der Horizontallage der Schwenkachse 3, 3 jene Neigung, welche dem früher ermittelten Vorhaltwinkel a entspricht, so daß die in diesem Momente abgeworfene Bombe in das anvisierte Ziel Y einschlägt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Visiervorrichtung für Luftfahrzeuge zum Bombenabwurf, dadurch gekennzeichnet, daß das Visierinstrument von einem Scheinwerfer gebildet wird.
  2. 2. Visiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Scheinwerfer universal 'vierschwenkbar gelagert und mit einem Ferneinstellorgan gekuppelt ist, dessen Stellung die jeweilige Neigung des Scheinwerfers anzeigt.
  3. 3. Visiervorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der universal vierschwenkbare Scheinwerfer mit einem Griff zum Verschwenken von Hand und mit einer Libelle ausgerüstet ist.
DEO10189D Vorrichtung zum Bestimmen des Abwurfmomentes von Bomben zur Nachtzeit Expired DE360345C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20040079124A1 (en) * 1999-11-24 2004-04-29 Klaus Molzer Handle and lock

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US20040079124A1 (en) * 1999-11-24 2004-04-29 Klaus Molzer Handle and lock

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