DE359764C - Lenkbares Luftschiff - Google Patents

Lenkbares Luftschiff

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DE359764C
DE359764C DEL35717D DEL0035717D DE359764C DE 359764 C DE359764 C DE 359764C DE L35717 D DEL35717 D DE L35717D DE L0035717 D DEL0035717 D DE L0035717D DE 359764 C DE359764 C DE 359764C
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gondola
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DEL35717D
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OTTO LEBACH
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64BLIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
    • B64B1/00Lighter-than-air aircraft
    • B64B1/58Arrangements or construction of gas-bags; Filling arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

Die bisherigen lenkbaren Luftschiffe, bei denen die gasgefüllten Tragkörper von einer gemeinsamen Hülle umgeben sind, haben den Mängel, daß sie nicht nur eine geringe Sicherheit für einen zuverlässigen Betrieb und das Leben der Besatzung bieten, sondern geradezu gefährlich sind, wie . die unverhältnismäßig große Zahl der bereits vorgekommenen, eine gänzliche Zerstörung des Luftschiffes bewirkenden Unfälle zur Genüge gezeigt hat.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, diesen Mangel zu beseitigen und ein Luftschiff zu schaffen, das einerseits weit weniger einer Gefahr der völligen Zerstörung durch Sturm oder Feuer ausgesetzt ist und anderseits im Falle eines Unglücks wenigstens den Insassen eine leichtere Rettung ermöglicht.
Die Erfindung besteht darin, daß" das gemeinsame mit einer Lenk- und Antriebsvorrichtung versehene, starre Gerüst von mehreren Einzeüballönen getragen wird, die je mit einer besonderen Gondel versehen und leicht lösbar mit dem gemeinsamen Gerüst verbunden sind, so daß sie im Falle der Gefahr einzeln als Freiballone zur Rettung benutzt werden können. Abgesehen von der dadurch erzielten größeren Betriebssicherheit, die für den Wert eines Luftschiffes in erster Linie maßgebend ist, 'hat diese Anordnung noch den weiteren Vorteil, daß beim Landen des Luftschiffes die Ballone einzeln losgekuppelt und je für sich in Scheunen, Ställen o. dgl. geborgen werden können. Dadurch werden zugleich die großen, kostspieligen und selbst häufig zu Unfällen Anlaß gebenden besonderen Luftschiffhallen vermieden, außerdem kann sich infolge der getrennten Ballonanordnung die Entzündung durch Blitzschlag oder andere Ursachen auf einenBallon beschränken, während die übrigen unter Umständen unversehrt bleiben können, so daß die Brauchbarkeit des Luftschiffes dadurch nicht verlorengeht. Sollte sich bei
einem solchen oder ähnlichen Unfälle die Tragfähigkeit der noch übrigen Ballone nicht mehr als hinreichend erweisen, so kann die Besatzung die Hilfsgondeln besteigen und durch Benutzung des Ballons als Freiballon die Fahrt trotzdem fortsetzen, wie es insbesondere im Kriegsfall von höchster Bedeutung sein kann.
Um jederzeit schnell von der Hauptgondel ίο aus zu den Hilfsgondeln gelangen zu können, ist dabei die als Motorboot ausgebildete Hauptgondel derart heb- und senkbar angeordnet, daß sie aus ihrer Lage unterhalb des Gerüstes durch dieses hindurch bis in die Höhe der Hilfsgondeln angehoben und in deren unmittelbare Nähe gebracht werden kann. Diese Anordnung hat zugleich den weiteren λ^οΓίεϋ, daß bei einem Seeunfall des Luftschiffes, wenn dieses zu einem Niedergang auf die Meeresfläche gezwungen würde, die schwimmfähige Gondel frei nach oben durch das Gerüst hindurchtreten und als Motorboot zur Rettung benutzt werden kann. Während also bei einem Unfälle auf See oder bei Feuergefahr die bisherigen Luftschiffe, wie auch die Praxis bestätigt hat, meistenteils verloren sind, bietet das neue Luftschiff sogar zwei voneinander unabhängige, getrennte Rettungsmöglichkeiten. Es bietet deshalb in gewöhnlichen Fällen nicht nur eine wesentlich höhere Sicherheit für das Leben der Besatzung, sondern zeichnet sich auch im Kriegsfalle durch eine weit höhere Brauchbarkeit und Gefechtstüchtigkeit aus. Auf der Zeichnung ist die Erfindung in . einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt, und zwar zeigen:
Abb. ι das Luftschiff mit der Hauptgoridel in ihrer normalen Lage unter dem Gerüst und Abb. 2 das Luftschiff mit der angehobenen Gondel.
In dem gezeichneten Beispiel ist α das gemeinsame starre Gerüst mit der Hauptgondel b. Das Gerüst wird getragen von den aufrecht hintereinander angeordneten Ballonen c, die im Ausführungsbeispiel längliche Gestalt zeigen, gegebenenfalls jedoch auch eine kuppeiförmige oder andere geeignete Gestalt erhalten können. Diese Einzelballone sind an den erhöhten Stützen d des Gerüstes durch eine leicht lösbare Kupplung gehalten und je mit einer besonderen Hilfsgondel f versehen, so daß sie bei Bedarf gelöst und einzeln als Freiballon weiterbenutzt werden können. Die Hauptgondel b ist derart heb- und senkbar angeordnet, daß sie aus ihrer normalen, in Abb. 1 dargestellten Lage unterhalb des Gerüstes durch einen geeigneten Mechanismus durch das Traggerüst hindurch bis in die Höhe der Hilfsgondeln f angehoben werden kann, so daß die Hauptgondel, wie aus Abb. 2 der Zeichnung ersichtlich ist, in die unmittelbare Nähe der beiden mittleren Hilfsgondeln gebracht und die Insassen des Luftschiffes im Falle der Gefahr entweder ohne weiteres in die benachbarten Hilfsgondeln übertreten und diese mit den zugehörigen Ballonen zur Rettung benutzen können, oder aber zu demselben Zweck durch den auf dem Gerüst angebrachten Laufsteg leicht auch die äußeren Hilfsgondeln erreichen können.
Der in oder auf dem Gerüst vorgesehene Laufsteg kann in seinem über der heb- und senkbaren Hauptgondel befindlichen Teil aufklappbar angeordnet sein, z. B. in der Weise, 7i daß er bei der Aufwärtsbewegung der Gondel von dieser zur Seite geklappt wird und sich bei Abwärtsbewegung der Gondel selbsttätig wieder über dieser zuschließt, so daß keine gefahrbringende Lücke im Laufsteg eintreten 8( kann.
Die Hauptgondel h ist gleichzeitig als Boot ausgebildet, so daß sie auf dem Wasser schwimmen kann, und sie ist mit dem Gerüst a so verbunden, daß sie bei Bedarf vom Luft- 8j schiff losgekuppelt werden kann, um gegebenenfalls beim Niedergehen des Ballons auf eine Wasserfläche als Rettungsboot verwendet werden zu können, und zwar kann dabei die Gondel je nach den obwaltenden Um- gc ständen (Wasserhöhe) nach unten vom Gerüst gelöst weiden oder auch durch dieses nach oben hindurchtreten und oberhalb desselben auf der Wasserfläche entweichen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Lenkbares Luftschiff, dadurch gekennzeichnet, daß das gemeinsame starre, mit einer (Haupt-) Gondel versehene Gerüst von mehreren hintereinander an- io( geordneten Einzelballonen getragen wird1, die je mit einer besonderen Hilfsgondel versehen und durch eine leicht lösbare Kupplung mit dem Gerüst verbunden sind, um einzeln als Freiballone zur Rettung 10; benutzt werden zu können.
2. Lenkbares Luftschiff nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die schwimmfähige, lösbare Hauptgondel derart heb- und senkbar angeofdnet ist, daß nc sie aus der üblichen Lage unterhalb des Gerüstes durch dieses hindurch bis in die Nähe der Hilfsgondeln angehoben werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEL35717D 1912-12-25 1912-12-25 Lenkbares Luftschiff Expired DE359764C (de)

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