DE359367C - Verfahren und Ofen zur Erzeugung von Leuchtgas in schichtenweise betriebenen stehenden Retorten oder Kammern - Google Patents

Verfahren und Ofen zur Erzeugung von Leuchtgas in schichtenweise betriebenen stehenden Retorten oder Kammern

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DE359367C
DE359367C DEC29600D DEC0029600D DE359367C DE 359367 C DE359367 C DE 359367C DE C29600 D DEC29600 D DE C29600D DE C0029600 D DEC0029600 D DE C0029600D DE 359367 C DE359367 C DE 359367C
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Germany
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retort
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retorts
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DEC29600D
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CHAMOTTEFABRIK THONBERG AKT GE
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CHAMOTTEFABRIK THONBERG AKT GE
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B3/00Coke ovens with vertical chambers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

  • Verfahren und Ofen zur Erzeugung von Leuchtgas in schichtenweise betriebenen stehenden Retorten oder Kammern. Durch das Hauptpatent ist ein Ofen zur Erzeugung von Leuchtgas in stehenden Retorten oder Kammern bekannt geworden, bei dem der im Feuer stehende Retortenteil mit einer sich unten anschließenden, in das Ofenmauerwerk eingebauten Verlängerung versehen ist, welche nach Entgasung des im oberen Teil befindlichen Brennstoffes letzteren behufs Abkühlung aufnimmt, 'um dann mittels einer Koksentnahmetrommel aus dein Abkühlschacht entnommen und in einen Sammelbehälter entleert zu werden.
  • Bei mittleren und kleineren Gaswerken, für welche dieser Ofen bestimmt ist, hat es sich als äußerst vorteilhaft erwiesen., den Betrieb, entgegen den Vorschlägen im Hauptpatent, so zu leiten, @d'aß nicht der gesamte Inhalt des im oberen, im Feuer stehenden Retortenteiles in die sich anschließende Verlängerung, den sogenannten Abkühlschacht c, entleert wird, sondern nur ein Teil desselben, etwa ein Drittel oder ein Viertel, und dementsprechend auch eine Nachfüllung frischen Brennstoffes in den Entgasungsraum erfolgt. - Diese Arbeitsweise läßt sich ohne weiteres mit den bereits vorhandenen Öfen ausführen; bei neu zu errichtenden Ofen wird man vorteilhaft darauf Rücksicht nehmen und die im Hauptpatent beschriebene und dargestellte Verlängerung so bemessen, daß sie nur der Größe entspricht, um die jeweilige Schicht des in der oberen Retorte entgasten Brennstoffes aufzunehmen.
  • In der Zeichnung sind; zwei Ausführungsbeispiele dargestellt, und zwar zeigen: Abb. z und a zwei Längsschnitte durch einen Ofen, bei welchem die Größe des Abkühlschachtes so gewählt ist, daß sie nur ein Drittel des im Feuer stehenden Kammerinhafts beträgt, während Abb. 3 und q. die gleichen Längsschnitte durch einen Ofen zeigen, bei welchem der Abkühlschacht in Wegfall kommt. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i und 2 ist i der Entgasungsrauin der Kammern, 2 der sich an letzteren anschließende Abkühlschacht, 3 der die Käksentnahmevorrichtung 4 enthaltende luftdicht abgeschlossene Koksaufnahrnebehälter, 5 der Vorratsbehälter für den frischen Brennstoff und 6 der Heizgasgenerator.
  • Entgegen der im Hauptpatente beschriebenen Arbeitsweise wird mit der beschriebenen ein stets qualitativ gleichmäßiges Gas erzielt, da die Entgasung in kleineren Schichten vorgenommen wird und dem Entgasungsraum i nur restlos entgaster Brennstoff entnommen und, in den <4bkühlschacht 2 übergeführt wird. Nach der im Hauptpatent beschriebenen Arbeitsweise wird. sich dies nicht ermöglichen lassen, wenn z. B. der ganze obere Teil entgast wird, nach unten. rutscht und wieder nachgefüllt wird; denn es wird stets anfangs ein Starkgas entstehen und gegen Ende der Entgasung ein Schwachgas erzeugt werden. Diese Nachteile werden vermieden, wenn die Entgasung in kleinen Schichten erfolgt, da sich das Gas dann in der Kammer i mischt, d. h. das im unteren Kammerteil erzeugte Schwachgas mischt sich mit dem im oberen Teil erzeugten Starkgas. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß, wenn der Kokskuchen nach unten nachsackt und infolge der Konzität der Kammern freie Spalfen zwischen Kammerwand und Kokskuchen entstehen, diese immer wieder durch die nachstürzenden frischen Kohlen zugeschüttet werden, so daß bei evtl. Dampfzuführung von unten in die Kammer, letztere nie an den Kammerwänden entlang einen bequemen offenen Weg findet, sondern immer durch die wohlgefüllten Kammern durch den Koks hindurch seinen Weg suchen muß, und so eine Wassergasbildung garantiert wird.
  • Bei dem durch Abb. 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist i der nahezu vollständig im Feuer stehende Entgasungsraum, der die Koksentnahmevorrichtung 3 enthaltende luftdicht abgeschlossene Aufnahmebehälter für den abgescherten KOkS, 4 der Vorratsbehälter für den frischen Brennstoff und 5 der Heizgasgenerator.
  • Diese Bauart eignet sich besonders für mittlere und größere Gaswerke, bei welchen es darauf ankommt, möglichst große Schichten zu vergasen, um mit den Öfen einen zwölf- und mehrstündigen Betrieb zu ermöglichen, so daß für die Bedienung nur zwei Arbeitskolonnen, eine für den Tagbetrieb und eine für den Nachtbetrieb, erforderlich sind. Da sich die Anlagekosten ganz erheblich verteuern würden, wenn Abkü'hlzone und Erstickungszone mit dem Ofen verbunden würden, so erfolgt die Betriebsführung derart, daß im unteren Kammerteil nur eine kleine Schicht stehen bleibt, die noch von außen beheizt werden kann, und in welcher dauernd Wassergas durch Zuführung von Wasserdampf erzeugt wird, während darüber die Kohle entgast. Beide Gase mischen sich in der Kammer, wodurch der Vorteil erzielt wird, daß sich das Wassergas im Gasbehälter nicht vom Steinkohlengas trennt.
  • Um die Wasserdampfentwicklung beim Ablöschen des entnommenen Kokses zu vermeiden, kann letzterer in Stickgefäßen Aufnahme finden, die nach Entnahme jeder Koksschicht verschlossen werden.
  • Bei beiden Ausführungsbeispielen besitzen die einzelnen Kammern an ihren unteren Enden eine der bekannten Koksabnahmevorrichtungen 3 bzw. 4, auf welchen die Kokskuchen aufruhen und vermittels welcher der entgaste Koks in beliebiger Menge entnommen und in den gasdichten Behälter 3 (Abb. 1 und 2) und 2 (Abb. 3 und 4) übergeführt werden kann. Die letzteren werden dann zweckmäßig mit einem die Wärmestrahlungen verhindernden Material ausgekleidet, oder sie können gänzlich in Wegfall kommen.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Betriebe von Öfen nach Patent 307267, dadurch gekennzeichnet, daß nicht der ganze im oberen Retortenteil befind'l'iche Brennstoff, sondern nur ein Teil desselben schichtenweise in die Retortenverlängerung 2 enleert wird und dementsprechend, die Zuführung frischen Brennstoffes in den oberen Entgasungsraum erfolgt.
  2. 2. Abänderung des Ofens nach Patent 307267, dadurch gekennzeichnet, d'aß die Größe der den entgasten Brennstoff aufnehmenden Retortenverlängerung 2 so bemessen ist, daß sie beim Betrieb nach Anspruch i nur die einen Teil des Retorten-oder Kammerinhaltes ausmachende Koksmenge aufzunehmen "vermag.
  3. 3. Ofen zur Erzeugung, von Leuchtgas in schichtenweise betriebenen stehenden Retorten oder Kammern nach Patent 307267, dadurch gekennzeichnet, daß die Entnahme des entgasten Brennstoffes schichtenweise unter Wegfall des Abkühlschachtes direkt an der Retortenbasis erfolgt.
DEC29600D 1920-09-03 1920-09-03 Verfahren und Ofen zur Erzeugung von Leuchtgas in schichtenweise betriebenen stehenden Retorten oder Kammern Expired DE359367C (de)

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DE (1) DE359367C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767912C (de) * 1940-06-16 1954-11-15 Walter Dr-Ing Schroth Verfahren zum Gewinnen von Schwelteer bei der Erzeugung von Stadtgas durch Entgasen von Kohle in aussenbeheizten, stetig betriebenen, senkrechten Entgasungsraeumen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767912C (de) * 1940-06-16 1954-11-15 Walter Dr-Ing Schroth Verfahren zum Gewinnen von Schwelteer bei der Erzeugung von Stadtgas durch Entgasen von Kohle in aussenbeheizten, stetig betriebenen, senkrechten Entgasungsraeumen

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