DE35857C - Kasten zur Aufnahme des Goldüberschusses beim Vergolden von Einbanddecken - Google Patents
Kasten zur Aufnahme des Goldüberschusses beim Vergolden von EinbanddeckenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B42—BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
- B42C—BOOKBINDING
- B42C7/00—Manufacturing bookbinding cases or covers of books or loose-leaf binders
- B42C7/009—Decorating book covers
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 11: Buchbinderei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. September 1885 ab.
Bei der Prefsvergoldung von Einbanddecken
entfernt man bisher den Ueberschufs des auf das Bindemittel auf dem sogenannten Blinddruck
aufgelegten Goldes in einem offenen Kasten von Hand mittelst eines Baumwollbäuschchens.
Dabei geht durchschnittlich.etwa 3/5 der aufgewendeten
Menge Goldes verloren.
Um diesem Uebelstande abzuhelfen, kommt nach vorliegender Erfindung ein geschlossener
Kasten in Anwendung, in dem man die Entfernung des Goldüberschusses entweder von
Hand oder mechanisch vornehmen kann.
Geschieht diese Entfernung von Hand, so kann man durch eine obere Glasscheibe des
Kastens die Arbeit verfolgen und kann dabei Gold nur durch die Oeffnung verloren gehen,
welche zum Durchstecken der Hand in die betreffende Kastenabtheilung dient. Die mechanische
Entfernung des Ueberschusses erfolgt mittelst -einer in einer unteren Kastenabtheilung
rotirenden Bürste. Die Einbanddecke wird dann durch einen Schlitz von veränderlicher
Weite unter die Bürste geschoben, so dafs aus dem allseits geschlossenen Kasten keine
Spur von Gold verloren gehen kann. Diese Abtheilung kann ,ebenfalls mit Glas überdeckt
sein, um die Operation verfolgen zu können.
In der oberen Abtheilung A des Kastens wird die Entfernung des Goldüberschusses von
Hand bewirkt. Eine vordere Oeffnung α2 ist zum
Durchstecken der Hand bestimmt, und durch die obere Glasscheibe w kann man die gewöhnlich
mittelst Baumwollbäuschchens bewirkte Beseitigung des Ueberschusses mit den Augen verfolgen.
An dem Boden λ3 dieser oberen Abtheilung
, auf welchen die mit einer Goldlage versehene Einbanddecke geschoben wird, ist ein Behälter χ angebracht,' der mit Drahtgewebe
w^ überdeckt ist' und zur Aufnahme
des zu beseitigenden Goldüberschusses dient. Beim Zurückschlagen des ebenfalls aus Drahtgewebe
bestehenden und durch die Feder ^4 in geschlossener Lage erhaltenen Bodens ws
dieses Behälters fällt das darin aufgesammelte Gold in die unter der zweiten Abtheilung a
angeordnete Schublade b. Das Oeffnen des Behälters χ erfolgt mit Hülfe eines aufsen
am Kasten sitzenden Knopfes. Um die in der unteren Abtheilung α stattfindende mechanische
Beseitigung des Goldüberschusses ebenfalls verfolgen zu können, kann man den Boden a3 aus
durchsichtigem Material herstellen.
Der Boden dieser zweiten Abtheilung α ist nach Art eines Rostes aus Stäben c und Querträgern d und e gebildet. Ueber demselben
wird durch den vorderen Schlitz j die Einbanddecke unter die rotirende Bürste f vorgeschoben
, durch welche die Beseitigung des Ueberschusses des aufgetragenen Goldes bewirkt
wird. Durch in die Kastenseiten eingesetzte excentrische Tragzapfen g, Fig. 2 und 4,
kann man den Boden in einen der Dicke der Einbanddecke entsprechenden Abstand von
der Unterseite der Bürste bringen und somit aufs genaueste die Wirkung der Bürste, die
mit über die Einbanddecke streifenden Gummieinlagen versehen sein kann, reguliren. Die
Zapfen g sitzen excentrisch an mit Knöpfen h versehenen Bolzen, die in Hülsen P drehbar
und mittelst Schrauben i einstellbar sind. Natürlich könnte man die Zapfen g auch durch
eine einzige quer unter dem Boden fortführende Tragstange ersetzen; dann hätte man
nur einen Drehbolzen und nur eine Stellschraube i nöthig.
■Entsprechend der geänderten Höheneinstellung des Bodens mufs nun auch der
Schlitz j, durch welchen die Einbanddecke eingeschoben wird, höher oder tiefer gelegt
werden können. Zu diesem Zweck wird der Schlitz j durch zwei Schieber k gebildet, die
mittelst Verticalschlitze an Stellschrauben / höher oder tiefer einstellbar sind. Zum Auffangen
des von der rotirenden Bürste fortgeschleuderten Goldes dient eine Rinne η auf
der Innenseite des oberen Schiebers k; auch befindet sich eine Rinne ρ aufsen am unteren
Schieber k, um etwa duixh den Schlitz gelangendes Gold aufzufangen.
Die rotirende Bürste ist von einem gebogenen Schilde ^ überdeckt, wodurch ein weiteres
Aufwärtsfliegen des Goldes verhindert wird, während ein hinterer gerader Schild r, der mit
dem ersteren fest verbunden ist, das Fortschleudern von Gold gegen die vordere Kastenseite
verhüten soll. Der Schild erstreckt sich quer durch den Kasten und wird von einer Abstreichstange
s getragen, die mittelst der Arme t durch eine von aufsen stellbare Achse u gegen
die Bürste verschoben werden kann, um von dieser das Gold abzustreifen.
Der Antrieb der Bürste/ erfolgt durch eine Riemscheibe ν aufserhalb des Kastens; das abgestreifte
Gold wird in der Schublade b aufgesammelt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Kasten zur Aufnahme des Goldüberschusses beim Vergolden von Einbanddecken mit zwei vorwiegend geschlossenen , aber mit Einstecköffnungen versehenen Abtheilungen, bei welchem in der oberen Abtheilung A mit Einstecköffnung α2, Glasscheibe n>, Boden λ3 nebst Behälter χ die Beseitigung des Goldüberschusses von Hand und in der unteren Abtheilung a mittelst rotirender Bürste f unter Anwendung stellbarer Schieber zur Veränderung der zum Einstecken der Einbanddecke nöthigen Weite der Einstecköffnungen j und eines gegen die Bürste f stellbaren, zweckmäfsig durchbrochenen Bodens geschieht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE35857C true DE35857C (de) |
Family
ID=311694
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT35857D Expired - Lifetime DE35857C (de) | Kasten zur Aufnahme des Goldüberschusses beim Vergolden von Einbanddecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE35857C (de) |
-
0
- DE DENDAT35857D patent/DE35857C/de not_active Expired - Lifetime
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