DE358202C - Zaehlwerk fuer Giess- und Setzmaschinen mit Registerstreifen-Lochvorrichtung - Google Patents

Zaehlwerk fuer Giess- und Setzmaschinen mit Registerstreifen-Lochvorrichtung

Info

Publication number
DE358202C
DE358202C DEU6978D DEU0006978D DE358202C DE 358202 C DE358202 C DE 358202C DE U6978 D DEU6978 D DE U6978D DE U0006978 D DEU0006978 D DE U0006978D DE 358202 C DE358202 C DE 358202C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
counter
stop
exclusion
character
switching device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEU6978D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Union Trust Co
Original Assignee
Union Trust Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Trust Co filed Critical Union Trust Co
Application granted granted Critical
Publication of DE358202C publication Critical patent/DE358202C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B25/00Apparatus specially adapted for preparation of record carriers for controlling composing machines

Landscapes

  • Devices For Checking Fares Or Tickets At Control Points (AREA)

Description

  • Zählwerk für Gieß- und Setzmaschinen mit Registerstreifen-Lochvorrichtung. Es ist bereits vorgeschlagen worden, Schaltwerke, die durch das Niederdrücken von Tasten bedient werden, so auszubilden, daß die Schaltung z. T. beim Niederdrücken und z. T. beim Hochgehen der Taste erfolgt.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine besondere Art, diese bekannte Anordnung bei Zählwerken für Setzmaschinen mit Registerstreifen-Locheinrichtung zu verwenden, um die Kegelweiten der Typen auf das Zählwerk zu übertragen, damit die Ausschließungsquotienten bestimmt werden können.
  • Die Erfindung besteht darin, daß eine Zusatzschaltvorrichtung, welche, nachdem eine Hauptschaltvorrichtung beim Niederdrücken der Taste einen Teil des betreffenden Kegelweitenwertes auf das Zählrad übertragen hat, während des Rückhubes der Taste den anderen Teil des . Wertes überträgt. Dieses Zusatzschaltwerk besteht aus einem nach der die Hauptschaltvorrichtung bildenden Einheitenstange mit dem Einheitenrad in Verbindung tretenden Zahnsegment, das durch das Anschlagen einer Taste ausgerückt und entgegen der Bewegungsrichtung des Zählwerkes in Bereitschaftsstellung bewegt und beim Rückhub der Taste mit dem Zählwerk verkuppelt wird, bis es dessen Bewegung durch Auftreffen auf einen Anschlag hemmt, in Verbindung mit welchem es die Sperrung für das Zählwerk bildet.
  • Die Erfindung bezweckt zunächst durch Ausnutzung des Rückhubes der Taste eine Betriebsbeschleunigung der Setzmaschine, sodann durch die Hubverminderung der Hauptschaltvorrichtung eine Stoßverminderung und schließlich noch, da das Hilfsschaltwerk die Aufgabe des Gesperres für das Zählwerk übernimmt, ein besonderes Gesperre zu ersparen. Weiter ermöglicht diese Einrichtung, die erforderliche Berichtigung der Angabe des Zählwerkes sowohl bei Herstellung von gewöhnlichem Satz, wo der Ausschließungsbetrag durch eine neben der Schriftzeichenlochung auf dem Registerstreifen anzubringende Spatienlochung zugefügt wird, als auch in solchen Fällen, in denen auch die Schriftzeichen selbst zum Ausschließen der Zeile herangezogen werden oder sonst bestimmte Zuschläge zur Kegelweite erhalten (Sperrstift), durch die Hilfsschaltvorrichtung zu bewirken.
  • Die Erfindung ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigt Abb. i einen senkrechten Schnitt durch die Setzmaschine, Abb. 2 eine Vorderansicht eines Teiles der Maschine, insbesondere des Zählwerkes, Abb. 3 einen Schnitt in der Ebene der von den Tasten bewegten schwingenden Wellen mit der Einrichtung zur Einstellung der Maschine für dieHerstellungbesondererLochungen, Abb. q. einen Schnitt zur Darstellung eines Teiles dieser Einrichtung, Abb. 5 eine schaubildliche Darstellung eines Endes der Einheitenzahnstange und ihres Rahmens sowie der Sperrvorrichtung für diesen und Abb. 6 eine schaubildliche Darstellung der Hauptteile der Maschine.
  • Die Schaltung des Registerstreifens soll wie üblich erfolgen. Ebenso soll die Einrichtung zur Herstellung der Lochungen für die Schriftzeichen die übliche sein, und zwar sowohl der Bezeichnungslochungen für die Einstellung des Maternrahmens, als der Bemessungslochungen für die Abmessung der Gießform mittels des Normalkeiles, ferner soll auch die Einrichtung zur Herstellung der Symbole für die Ausschließungsquotienten für die gesetzte Zeile wie gebräuchlich gebaut sein, weiter die Übertragung der Lochungswerte auf das Zählwerk und die erforderliche Berichtigung, sei es, wenn es sich für die Bemessungslochung für eine ausgeschlossene Spatie, sei es, wenn es sich um die eines Schriftzeichens, sei es, wenn es sich um die doppelte Lochung für Schriftzeichen und Spatie handelt (wenn z. B. eine Schriftzeichentype mit einem Ausschließungsquotienten gegossen wird).
  • Gemäß der Erfindung ergeben sich an diesen bekannten Einrichtungen die aus nachstehendem ersichtlichen Änderungen.
  • Die Welle des Einheitenrades 7 des Zählwerkes 7, 8 ist durch ein Zahngetriebe mit dem Kolben zweier Druckluftzylinder q. und q.' verbunden, von denen der erstere die Kegelweite überträgt, während der letztere das Einheitenrad wieder in seine Anfangsstellung zurückführt. Die Drehung des Einheitenrades entsprechend der Kegelweite wird mittels der Einheitenzahnstange ii und Meßstäbchen 13 (Abb. 2) begrenzt.
  • Um beim Anschlag einer Taste 18o die Einheitenzahnstange ii mit dem Einheitenrad »7 in Eingriff zu bringen, wird das linke Ende des Schwinghebels 53 nach oben bewegt, der mittels eines am Zapfen i angreifenden Lenkers 2 an dem einen Arm eines auf dem Zapfen 5 des Maschinenrahmens drehbaren Winkelhebels 3 aufgehängt ist. An dem nach unten ragenden Arm dieses Winkelhebels 3 ist mittels Zapfen 6 die Hilfsschaltvorrichtung angelenkt, die aus dem Zahnsegment 9 besteht, das im allgemeinen mit den Zähnen des Einheitenrades 7 in Eingriff steht und durch dieses an einen festen Anschlag io angelegt wird. Nachdem die Einheitenzahnstange 1i mit dem Einheitenrad in Eingriff gebracht ist, wird der Hebel 53 noch weiter gehoben. Er dreht sich dabei um denPunkt i2, bis er durch einen Anschlag 16 am Führungsrahmen der Einheitenzahnstange zum Stillstand gebracht wird. Der Winkelhebel 3 wird dadurch mittels des Lenkers 2 um seinen Zapfen 5 derart gedreht, daß das Zahnsegment 9 das Einheitenrad 7 freigibt. Hierdurch wird das Einheitenrad mittels des Druckmittelgetriebes q. gedreht und verschiebt die Einheitenzahnstange ii, bis sie auf das durch die von der angeschlagenen Taste angehobene Bemessungsstanze angehobene Meßstäbchen 13 trifft. Während die Zahnstange ii diese Bewegung ausführt, dreht sich das ausgerückte Zahnsegment 9 um seinen Zapfen 6 durch sein eigenes Gewicht sowie durch die Spannung der Feder 18, bis es auf einem einstellbaren Anschlag 2i ruht.
  • Beim Freigeben der angeschlagenen Taste 18o vollführt der Hebel 53 umgekehrte Bewegungen. Er dreht zunächst den Winkelhebel 3 so, daß sich das Zahnsegment 9 über den Anschlag 21 in Eingriff mit dem Einheitenrade 7 schiebt, danach dreht er sich um den Zapfen i und löst die Verbindung zwischen der Einheitenzahnstange i1 mit dem Einheitenrad 7, wodurch die Einheitenzahllstange von einer Feder 23 unter Vermittlung des Hebels 25 und des Anschlages 26 an ihren Nullanschlag 22 zurückgezogen wird. Das Zahnrad 7 dreht sich weiter, bis das Zahnsegment 9 sich wieder an den festen Anschlag 1o anlegt. Eine Feder 30 zieht den Winkelhebel :3 mit seinem Ende 31 an einen verstellbaren Anschlag 32, das Zahnsegment 9 wird mit einem zweiten nach unten ragenden Arm 3' des Winkelhebels auf den Anschlag 21 gezogen. Das untere Ende desArmes 3' ragt zwischen zweiNasen 27" einer verschiebbaren Sperrschiene 27; eine am gegenüberliegenden Ende vorgesehene Nase 27' liegt im allgemeinen hinter einer nach- unten ragenden Schulter 42' am rechten Ende des Rahmens 42. Wenn das Zahnsegment 9 außer Eingriff mit dem Einheitenrad gebracht ist, gelangt die Nase 27' (Abb. 5) unter die Schulter 42', die vorher mit der Einheitenzahnstange ii nach oben bewegt war. Infolgedessen kann sich die Einheitenzahnstange von dem Einheitenrade 7 erst lösen, wenn das Zahnsegment 9 bei der Rückbewegung des Winkelhebels 3 mit dem Einheitenrade in Eingriff gelangt ist. Wenn derWinkelhebel3 zur Rückführung des Zählwerkes in die Nullstellung durch den Rückführhebe174 bewegt wird, verschließt der Schlitz 42" (Abb. 5) in der Schulter 42' die Nase 27', während der Rahmen 42 in seiner unteren Stellung verbleibt. Das rechte Ende des Hebels 74 wird nach unten gegen einen Ansatz 33 des Winkelhebels 3 gedrückt, so daß dieser entgegen der Spannung der Feder 30 gedreht wird und zusammen mit der Feder 18 das Zahnsegment 9 aus dem Einheitenrade 7 ausrückt. Da die Einheitenzahnstange ii in diesem Augenblick außer Eingriff mit dem Einheitenrade ist, wird dieses durch das Druckmittelgetriebe 4' in die Anfangslage zurückgedreht, wodurch auch die Zeilenzahnstange 14 in ihre Anfangslage geschoben wird. Sobald das Zahnsegment 9 aus dem Einheitenrade ausgerückt ist, wird der Anschlag 21 nach oben gehoben, so daß das Zahnsegment genau zwischen dem Anschlag 21 und dem Anschlag io gleitet. Wenn hernach die Taste losgelassen wird, wird das Zahnsegment 9 mittels der Feder 18 und des Winkelhebels 3 wieder an derselben Stelle wie vorher mit dem Einheitenrade in Eingriff gebracht, ohne daß dieses weitere Bewegungen ausführen könnte. Die Aufwärtsbewegung des Anschlages 21 erfolgt von demDruckzylinder 34 aus mittels eines Lenkers 35, der an einem den Anschlag 21 enthaltenden, auf einem Zapfen 36' drehbaren Hebel 36 angreift.
  • Neben der Nullanschlagschiene 22 für die Einheitenzahnstange ii liegt in der Führung 37 eine ähnliche Schiene 41', deren Nase 43 gleichfalls durch eine Feder an die Führung 37 gedrückt wird. Zwischen dem rechten Ende dieser Schiene 41' und dem Kopf der Schiene 22 ist ein geringer Spielraum. Wenn die Einheitenzahnstange zurückgedrückt wird, trifft sie auf den Anschlag 22 und drückt ihn nach hinten; der Schlag wird durch die Schiene 41' federnd aufgenommen. Durch diese doppelte Dämpfung des Stoßes werden Beschädigungen der Maschinenteile vermieden.
  • Bei gewöhnlichem Satz wird der Anschlag 21 zweckmäßig so eingestellt, daß die zusätzliche Messung des Zahnsegmentes 9 zwei Einheiten ausmacht. Das zu dem Schriftzeichen gehörige Meßstäbchen 13 erhält dann einen solchen Abstand von dem Nullanschlag 22, daß die erste Messung gleich dem gesamten Wert der Kegelweite, vermindert um diese beiden Einheiten, ist. Der Vorteil besteht darin, daß die Einheitenstange ii einen um zwei Einheiten kürzeren Hub ausführt, als wenn sie das gesamte Maß auf das Zählwerk übertragen müßte. Es kann sonach, und weil die zusätzliche Schaltung dann stattfindet, wenn die Zahnstange ii in ihre Nullstellung zurückgeht, schneller gearbeitet, die Geschwindigkeit der Maschine gesteigert werden. Gleichzeitig bildet das Zahnsegment 9 die Sperrung für das Zählwerk, indem der Anschlag 21 sich aufwärts gegen den das Zahnsegment 9 tragenden Arm bewegt, diesen gegen den Anschlag io drückt und das Zahnsegment mit dem Einheitenrad 7 in Eingriff bringt, welches dadurch festgehalten wird.
  • Um Lochungen für veränderliche Zuschläge zum Zweck des Ausschließens der Zeile oder feste Zuschläge zwecks Sperrschrift auszuführen, ist ein Hebel 45 vorgesehen, der nach vorn aus dem Rahmen 46 vorragt und vom Setzer bedient wird. Er ist um den Zapfen 47 drehbar und hat am hinteren Ende gegabelte Arme 48 und 49. Rechts von dem Hebel liegt eine Zwischenschiene 5o mit einer Nase 51 vor einem Zapfen der Schwingwelle z74 s, mittels welcher die Spatien- oder Bezeichnungsstanze bedient wird. An der Schiene 5o befinden sich weitere Nasen 54, die durch den Hebel 45 nach rechts hinter Zapfen der Schwingwellen 274P geschoben werden können, die mit den Stanzen für die Bemessungslochungen in Verbindung stehen. Wird eine Schriftzeichentaste niedergedrückt und dadurch die zugehörige, eine Bezeichnungslochung bewirkende Schwingwelle gedreht, so wird die Schiene 50 mittels der der Taste entsprechenden Nase 54 nach hinten verschoben, was vermöge des den Zapfen 58 umschließenden Längsschlitzes möglich ist, und das Anschlagen der Schriftzeichentaste hat mithin zur Folge, daß außer den Stanzen für die Schriftzeichenlochung die Spatien oder Ausschließungsstanze bewegt und ein zusammengesetztes Zeichen mit der gewöhnlichen Schriftzeichenlochung und der Bezeichnungslochung für die Ausschließung hergestellt wird.
  • Wird der Hebel 45 nach links umgelegt, so dreht sein linker Arm 49 einen auf einem Zapfen 56' drehbaren Winkelhebel 55' in der entgegengesetzten Richtung. Dadurch wird die Schiene 50' nach der Seite gedreht und greift mit einer Nase 51' vor einen die obere Schwingwelle 174s mit der über ihr liegenden Stange verbindenden Zapfen. Die Schwingwelle 174s bewegt eine besondere Stanze zur Erzeugung einer besonderen Zuschlagslochung. Ferner werden Nasen 54' der Schiene 5o' nach links hinter die Zapfen der die Bezeichnungslochungen erzeugenden Schwingwellen i:-74P geschoben. Die Nasen 51' und 54' liegen den Nasen 51 und 54 gegenüber. Wird eine Schriftzeichentaste angeschlagen, so wird die Schiene 5o' durch die zugehörige Schwingwelle und die entsprechende N ase 54' nach hinten geschoben und die Schwingwelle i74F mittels der Nase 51' bewegt. Es wird also eine Doppellochung erzeugt, die aus der Lochung für das Schriftzeichen und der für Vergrößerung der Kegelweite des Schriftzeichens besteht.
  • Die Benutzung der Maschine ergibt sich am besten aus dem Diagramm Abb. 6.
  • Beim Anschlagen einer Schriftzeichentaste i8oc werden die der Bezeichnungs- und Bemessungslochung entsprechenden Ventile des betreffenden Schriftzeichens geöffnet, und die Stanzen stellen die Schriftzeichenlochung her. Durch Vermittelung der Universalschiene r9, der Stange 51" und des Hebels 52 wird zunächst die Einheitenzahnstange ii mit dem Einheitenrad 7 in Eingriff gebracht und danach das Zahnsegment 9 ausgerückt. Die Zahnstange wird durch das Einheitenrad verschoben, bis sie auf dasjenige Meßstäbchen 13 trifft, welches beim Anschlagen der betreffenden Taste durch seine zugehörige Bemessungsstanze =5 vorher mittels eines Hebels 2o, einer senkrechten Schubstange 4o uud eines Hebels 41 in die Bahn der Einheitenzahnstange ii gehoben war. Wird die Schriftzeichentaste losgelassen, so nimmt sie, ebenso die Ventile, die Ventilstangen, die Schwingwellen und die Tastenschubstange, in bekannter Weise die Ruhestellung wieder ein, auch die Stanzenstangen und die Universalschiene gehen in die Anfangsstellung zurück. Durch die Stange 51", die Hebel 52 und 53 und die weiteren Getriebeteile wird das auf dem Anschlag 21 ruhende Zahnsegment 9 mit dem Einheitenrade in Eingriff gebracht, und danach wird die Einheitenzahnstange ii aus dem Einheitenrade ausgerückt. Während die Einheitenzahnstange in ihre Ruhelage zurückkehrt, wird das Zahnsegment durch das Einheitenrad gedreht, bis es auf den festen Anschlag io trifft. Durch diese zusätzliche Messung wird das Einheitenrad in dem angenommenen Falle um zwei Einheiten weiter gedreht.
  • Um die Teile der Maschine in die Anfangsstellung zurückzuführen, wird, wenn sich das von Hand bediente Ventil ioi in der in Abb. 6 gezeichneten Stellung befindet, eine Taste i8oR angeschlagen. Dadurch gelangt Druckluft in den das Einheitenrad zurückdrehenden Druckzylinder 4', den Druckzylinder io8, der den Spatienzähler in die Nulllage zurückführt, den Zylinder 79 für die Ausrückvorrichtung und den Druckzylinder 96, mittels dessen der Handstellhebel 45 freigegeben wird. Vom Zylinder 79 aus wird vermittels der Schwingwelle 77 des Armes 76 und des Lenkers 75 der Rückführhebel 74 bewegt und dadurch das Zahnsegment 9 von dem Einheitenrad zurückgezogen, so daß dieses durch den Zylinder 4' in die Nullage gedreht werden kann.
  • Infolge der Aufwärtsbewegung des Kolbens im Druckzylinder 5a erhält über die Rohre zog, iio, lii der mit dem Anschlaghebel 36 verbundene Zylinder 34 Druckluft, so daß der Anschlag 21 an das Zahnsegment 9 angelegt wird. Wenn die Rückführstange freigegeben wird, sinkt der Kolben des Zylinders 5a wieder nach unten, das angeschlossene Ventil kehrt in die gewöhnliche Stellung zurück, die Luft aus den Zylindern 4', io8, 96, 79 strömt ohne weiteres aus, die aus dem Zylinder 34 jedoch nur langsam, und das Zahnsegment 9 gelangt wieder in Eingriff mit dem Einheitenzahnrade, ohne dem Anschlag 21 freigegeben zu sein. Erst wenn das Zahnsegment wieder mit dem Einheitenrade in Eingriff gelangt ist, gibt der Anschlag das Zahnsegment frei.
  • Endlich wird durch die neue Einrichtung die bisher erforderliche Berichtigung der Angaben des Zählwerkes vermieden, und zwar durch die Verbindung der Vorrichtung zur Herstellung der Schriftzeichen- und Ausschließungslochungen, wodurch zwecks einsprechender Verkleinerung der auf das Zählwerk übertragenen Werte der Schalthub der Hilfszählvorrichtung in geeigneter Weise verkleinert wird. Um eine Spatie mit Ausschließungswert herzustellen, wird die Spatientaste i8os angeschlagen. Es erfolgt durch Vermittelung der Tastenschubstange 177s der Schwingwelle 174D eine Bemessungslochung. Außerdem wird durch dieSchwingwelle i74sund die Ventilstange 173s das Ventil i7os geöffnet, so daß Druckluft durch das Rohr ii2s und ein Relais 113 in die Rohre 114 strömen kann, durch die der Druckzylinder29s für die Bezeichnungslochung und die Stanzenstange 15s mit ihrer Stange die Bezeichnungslochung des Spatiensymbols herstellen. Außerdem strömt durch ein Rohr dieser Gruppe Luft dem Druckzylinder go des Spatienzählers zu, mittels dessen eine mit Ausschließungswert versehene Spatie in üblicher Weise gezählt wird. Ferner strömt Druckluft durch eine Nute des in seiner gewöhnlichen Stellung befindlichen Kolbens des Zylinders 5a der Rohrgruppen ilo zu, so daß der Zylinder 34 Druckluft erhält. Wenn danach eine mit Ausschließungswert versehene Spatie gemessen wird, wird der Hebel 36 derart gedreht, daß der Anschlag 21 sich unmittelbar an das Zahnsegment 9 legt, was verhindert, daß dieses weitere Einheiten auf das Zählwerk überträgt. Da die Ausschließungsspatie um zwei Einheiten schwächer gemacht wird, als ihrer Bemessungslochung entspricht, werden hierbei zwei Einheiten durch die Spatie weniger übertragen als durch ein Schriftzeichen, dessen Bemessungslochung gleich der Bemessungslochung der Spatie ist. Wenn also beispielsweise die BemessungE-lochung eines Spatiensymbols der Bemessungslochung eines Schriftzeichens von sechs Einheiten Kegelweite entspricht, so werden durch die Spatienlochung zwei Einheiten weniger auf das Zählwerk übertragen als für die Schriftzeichenlochung, da die Hilfsschaltvorrichtung g des Zählwerkes, die bei der Schriftzeichenlochung eingeschaltet ist, dann ausgeschaltet wird, wenn es sich um Spatienlochung handelt. Infolgedessen wird, da eine Ausschließungsspatie um zwei Einheiten schwächer gegossen wird, als der Bemessungslochung entspricht, die Übertragung der - Kegelweite der Spatie auf das Zählwerk dem fertigen Guß, entsprechen, und die Anzeige der Ausschließung mittels der Trommel 8 ist richtig und fordert keine Berichtigung mehr. Voraussetzung ist natürlich, daß die Stange für die Bezeichnungslochung der Ausschließungsspatie nicht mit einem Meßstäbchen verbunden und daß die Einheitenzahnstange ix durch dasjenige Meßstäbchen angehalten wird, welches mit der Stange der Bernessungslochung der Spatie verbunden ist.
  • Wird der Hebel 45 zwecks Ausführung von besonderen Lochungen derart umgelegt, daß Schriftzeichenlochungen mit Ausschließung hergestellt werden, so befinden sich die Nasen 54 der Schiene 5o in der Bahn der Zapfen der Schwingwellen 174, und die Nase 51 befindet sich in der Stellung, in der sie die Schwingwelle 274S bewegen und das Ventil i7os öffnen kann. Beim Anschlagen einer Schriftzeichentaste wird sonach eine' Doppellochung hergestellt, die aus den Lochungen für das Schriftzeichen und der Bezeichnungslochung der ausgeschlossenen Spatie besteht. Die Teile werden wie vor bedient und der eingestellte Wert des Schriftzeichens wird um zwei Einheiten vermindert auf das Zählwerk übertragen, da mit der Bezeichnungslochung der Anschlag 21 bewegt wird, um das Zahnsegment g auszuschalten.
  • Wird endlich der Hebel 45 auf Herstellung bestimmter Zuschläge zur Kegelweite eingestellt, so wird eine zusammengesetzte Lochung hergestellt, bestehend aus der üblichen Schriftzeichenlochung und der zusätzlichen Lochung vermittels der Stanzenstange 15F. Die eingestellte Kegelweite wird zum Teil mittels der Hauptschaltvorrichtung auf das Zählwerk übertragen, und zwar vermindert um die Kegelweite des angeschlagenen Schriftzeichens, und zweitens mittels der Hilfsschaltvorrichtung, welche die üblichen zwei Einheiten und die zusätzlichen Einheiten überträgt, auf die der Anschlag 8o eingestellt ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Zählwerk für Gieß- und Setzmaschinen mit Registerstreifen-Lochvorrichtung, bei welchem die Schaltung z. T. beim Niederdrücken und z. T. beim Hochgehen von Tasten erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zusatzschaltvorrichtung, die aus einem Zahnsegment (g) besteht, das durch das Anschlagen einer Taste ausgerückt und entgegen der Bewegungsrichtung des Zählwerkes in Bereitschaftstellung bewegt, sodann beim Rückhub der Taste mit dem Zählwerk verkuppelt wird und so den noch fehlenden Betrag auf dieses überträgt, bis es dessen Bewegung durch Auftreffen auf einen Anschlag (io) hemmt, in Verbindung mit dem es auch die Sperrung für das Zählwerk bildet. z. Zählwerk nach Anspruch =, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalthub der Hauptschaltvorrichtung durch verstellbare Meßstäbchen (i3) und der Schalthub der Hilfsschaltvorrichtung durch einen verstellbaren Anschlag (2i), welcher von den Lochstanzen (i5) entsprechend deren Werten eingestellt wird, begrenzt wird. 3. Zählwerk nach Anspruch i mit Einrichtungzur Herstellung von Ausschließungslochungen neben den Schriftzeichenlochungen und entsprechender Verkleinerung der auf das Zählwerk übertragenen Werte, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Verkleinerung dieses Wertes der Schalthub der Hilfsschaltvorrichtung durch ein Getriebe (45, 174s. 34) verkleinert wird, welches die Vorrichtung zur Herstellung der Schriftzeichen und Ausschließungslochungen miteinander verbindet. 4. Zählwerk nach Anspruch i, mit Einrichtung zur Herstellung von Lochungen für bestimmte Zuschläge zu den Kegelweiten der Schriftzeichen (z. B. Sperrschrift), dadurch gekennzeichnet, daß durch das die beiden Lochvorrichtungen miteinander kuppelnde Getriebe (45, 55', 50') der Schalthub der Hilfsschaltvorrichtung entsprechend den Zuschlägen verändert wird. 5. Zählwerk nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Auschließungslochvorrichtungen, als die für besondere Zuschläge mit den Schriftzeichenlochvorrichtungen verkuppelt und mit ein und derselben Kupplungsvorrichtung (45) eingeschaltet werden können.
DEU6978D 1917-12-04 1920-03-10 Zaehlwerk fuer Giess- und Setzmaschinen mit Registerstreifen-Lochvorrichtung Expired DE358202C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US358202XA 1917-12-04 1917-12-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE358202C true DE358202C (de) 1922-09-07

Family

ID=21884957

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEU6978D Expired DE358202C (de) 1917-12-04 1920-03-10 Zaehlwerk fuer Giess- und Setzmaschinen mit Registerstreifen-Lochvorrichtung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE358202C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE358202C (de) Zaehlwerk fuer Giess- und Setzmaschinen mit Registerstreifen-Lochvorrichtung
DE1288096B (de) Einrichtung an kraftangetriebenen Schreib- und ähnlichen Maschinen zum tastensteuerbaren, selbsttätigen Abdruck von Zeichenfolgen
CH624047A5 (de)
DE215900C (de)
AT30433B (de) Lochmaschine für die Herstellung von Registerstreifen zur Steuerung typographischer Maschinen.
AT98719B (de) Zählwerk insbesondere für durch Registerstreifen betriebene Typensetz- und -gießmaschinen.
DE222921C (de)
DE85208C (de)
DE130156C (de)
DE266826C (de)
DE218095C (de)
DE544696C (de) Ausloesevorrichtung fuer Matrizensetz- und Zeilengiessmaschinen
DE487529C (de) Registerstreifen-Lochmaschine mit einer Zeilenmessvorrichtung und Zeichengebungs-elementen fuer Typen und Spatien sowie einem besonderen Zeichengebungselement fuer den Ausschluss
AT99758B (de) Schalterfahrkartendrucker.
DE304662C (de)
DE467723C (de) Vorrichtung zum Drucken von Zwischensummen an Tabelliermaschinen
AT82512B (de) Registerstreifenlochmaschine.
AT141607B (de) Registrierkasse für Scheck- und Quittungsdruck.
AT68233B (de) Schreibmaschine mit Vorrichtung zur Erzeugung von Lochzeichen oder dgl.
DE584450C (de) Vorrichtung zum Herstellen eines Lochstreifens zum Antreiben von Matrizensetz- und Zeilengiessmaschinen
DE245181C (de)
AT67396B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einstanzen von Lochsymbolen in Registerstreifen.
DE626413C (de) Maschine zum Herstellen ausgeschlossener Zeilen aus einzelnen Typen
DE234701C (de)
DE416043C (de) Maschine zum Freimachen von Briefen u. dgl.