DE3580C - Verfahren und Apparat zur Bereitung von Aetzalkalien - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Bereitung von Aetzalkalien

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DE3580C
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DENDAT3580D
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Original Assignee
E. W. PARNELL in Liverpool
Publication of DE3580C publication Critical patent/DE3580C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D1/00Oxides or hydroxides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D1/04Hydroxides
    • C01D1/20Preparation by reacting oxides or hydroxides with alkali metal salts
    • C01D1/22Preparation by reacting oxides or hydroxides with alkali metal salts with carbonates or bicarbonates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

1878.
E. W. PARNELL in LIVERPOOL. Verfahren und Apparat zur Bereitung von Aetzalkalien.
Patentirt im Deutschen Reiche vom ii. Mai 1878 ab.
Vorliegende Erfindung hat zum Zweck, die Kosten der Darstellung von Aetznatron und von Aetzkali aus ihren kohlensauren Salzen zu verringern und giebt Apparate und Mittel an, welche denselben erreichen sollen. Bei der gegenwärtigen Art und Weise der Fabrikation von Aetznatron und Aetzkali aus ihren kohlensauren Salzen wird eine Lösung kohlensaurer Alkalien, deren specifisches Gewicht selten höher als 1,110 ist, erhitzt und in einem offenen Gefäfs mit kaustischem Kalk umgerührt. Wenn das specifische Gewicht solcher Lösung gröfser als oben erwähnt ist, so reagiren der Kalk und die Carbonate nur in sehr beschränktem Grade auf einander bei irgend einer unter gewöhnlichem atmosphärischen Druck zu erhaltenden Temperatur. Vorliegende Erfindung besteht nun hauptsächlich darin, Lösungen kohlensaurer Alkalien von gröfserer Dichtigkeit, wie die oben erwähnten, zu verwenden.
ι. Die mit dem kaustischen Kalk gemischten kohlensauren Alkalien werden zur Erzielung einer genügend hohen Temperatur einem Druck, welcher gröfser als der gewöhnliche atmosphärische Druck ist, ausgesetzt. So ist es möglich, unter einem Druck von 3,5 kg pro qcm die Reaction mit einer Lösung von 1,200 spec. Gew. oder darüber zu erzielen.
2. Die Mischung wird dabei umgerührt, um die Reaction zu erleichtern und zu beschleunigen.
3. Nachdem die Reaction stattgefunden, werden Druck und Temperatur beibehalten, bis das Aetznatron oder Aetzkali, oder beide von dem erzeugten kohlensauren Kalk getrennt sind, damit nicht infolge einer Herabminderung der Temperatur die Reaction zwischen Aetzkali und Calciumcarbonat im umgekehrten Sinne stattfinde.
4. Zur zweckmäfsigen Ausführung dieser Fabrikation dienen Gefäfse, in welche die Materialien gebracht werden und in welchen Temperatur und Druck durch Dampferhalten werden, welcher von einem Kessel oder Generator durch eine Rohrleitung nach dem Gefäfs geführt wird.
5. Innerhalb des Kessels befindet sich ein Rührwerk, oder das Gefäfs selbst erhält Bewegung.
6. Das Gefäfs wird mit Hähnen oder Ventilen, zweckentsprechend an verschiedenen Niveaus angebracht, versehen, zum Abziehen der Aetzalkalien und des kohlensauren Kalks.
7. Das Gefäfs wird mit einer Thür versehen, durch welche die zu behandelnden Materialien hineingefüllt werden, oder es werden zu diesem Zweck die am Gefäfs angebrachten Abziehhähne oder Ventile benutzt.
Fig. ι ist ein Seitenaufrifs des Apparates im Schnitt und Fig. 2 ein Endaufrifs im Schnitt.
α ist der Kessel oder das Gefäfs von Schmiedeisen, gestützt auf Ziegelwerk b; doch können auch andere Mittel zu letzterem Zweck angewendet werden, c ist die Thür, durch welche eine Lösung von kohlensaurem Natron oder Kali, oder von beiden und von kaustischem Kalk in den Kessel hineingebracht werden. Es kann, wenn erforderlich, mehr als eine Thür benutzt werden. Die Thür c wird in der Zeichnung durch einen Deckel oder Keil an ihrem Sitz gehalten; dies kann auch durch eine Schraube oder auf andere Weise geschehen.
d ist ein Gehäuse, in welchem die durch die Thür c eingefüllten Stücke Aetzkalkes in Suspension gehalten und, ebenso wie Steine oder andere fremde Gegenstände, verhindert werden, auf den Boden des Gefäfses zu fallen und sich mit dem während der Reaction gebildeten Niederschlag von kohlensaurem Kalk zu vermischen, e sind die Rührer, welche an die Welle / befestigt oder geschraubt sind und durch das Getriebe £■ zu rotiren veranlafst werden. h ist das Rohr und Ventil, durch welches Dampf von einem Generator zugelassen wird, um auf die Materialien innerhalb des Gefäfses zu wirken.
i ist ein Hahn, durch welchen die Lösung von Aetznatron oder von Aetzkali abgezogen wird. Derselbe ist mit einem Rohr j versehen, welches bei k scharniert und an seinem oberen Ende mit dem Schwimmer / versehen ist, um frei mit dem Steigen und Fallen der Flüssigkeit im Gefäfs α steigen und fallen zu können. m sind Hähne, durch welche der erzeugte Niederschlag von kohlensaurem Kalk abgeführt wird, η sind Reinigungsthüren und 0 ist das Vacuum -Ventil.
Die Operation geht folgendermaafsen vor sich:
Nachdem das erforderliche Quantum von Lösung kohlensaurer Alkalien und von kaustischem Kalk in das Gefäfs α gefüllt ist, wird die Thür c geschlossen und Dampf bei hoher Temperatur und hohem Druck durch das
Ventil h zugelassen, und werden die Rührer e veranlafst, sich zu drehen'. ~ Sobald eine genügend ' hohe Temperatur erreicht ist, tritt die Reaction, zwischen Aet'zkälk vind kohlensauren Alkalien ein..
Die entstandene Lösung von Aetznatron oder Aetzkali wird nun durch den Hahn i abgezogen, wobei der Dampf fortwährend so .wirkt, dafs die nothwendige Temperatur und der Druck aufrecht erhalten bleiben, um die entgegengesetzte Reaction zu verhindern, welche, wenn die Temperatur herabgemindert würde, stattfinden könnte, so lange kohlensaurer Kalk und Aetzalkalilösung in Berührung sind.
Nachdem die Lösungen der' Aetzalkalien ab-, gezogen sind, wird der Niederschlag von kohlensaurem Kalk, durch, die Hähne m entfernt und "das Gefäfs ist zur'frischen Füllung bereit.
Selbstverständlich kann das Gefäfs rotiren, ,-während' die Rührer stationär sind; überhaupt können verschiedene andere Modificationen angebracht werden, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen. ...,.,

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche: .
    ι. Die Fabrikation von Aetzalkalien unter Druck und hoher Temperatur in der Art und Weise, wie hierin oben beschrieben.
  2. 2. Der Apparat, wie derselbe oben für die angegebenen Zwecke beschrieben ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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