DE268645C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22D—PREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
- F22D11/00—Feed-water supply not provided for in other main groups
- F22D11/006—Arrangements of feedwater cleaning with a boiler
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Thermal Sciences (AREA)
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 268645 KLASSE 13 δ. GRUPPE
Zusatz zum Patent 222181.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Februar 1912 ab. Längste Dauer: 26.November 1923.
Den Gegenstand des Hauptpatentes 222181
bildet ein Verfahren zur Verhinderung der Kesselsteinbildung, das darin besteht, daß das
Speisewasser ohne Zusatz von Chemikalien in einem nach allen Seiten abgeschlossenen und
nicht unter dem Druck der Speisepumpe oder dem Druck des Kessels stehenden, nicht ganz
gefüllten Behälter μηίβΓ gleichzeitiger kräftiger
Durchrührung durchgekocht wird, um einen Teil der Härtebildner in Form einer feinen,
im Wasser schwimmenden Trübung auszufällen, worauf das Speisewasser samt dieser
Trübung oder die gewonnene Ausfällung allein in den Kessel eingeführt wird. Die erforderliehe
energische Bewegung des Wassers während der Durchkochung kann entweder durch den Heizdampf selbst oder mit Hilfe mechanischer
Rührwerke erzielt werden. Die vorliegende Erfindung hat eine weitere Ausbildung dieses Verfahrens sowie Vorrichtungen .
zu seiner Ausführung zum Gegenstande und zielt darauf ab, die Durchkochung des Wassers
unter-kräftiger Bewegung mit möglichst einfachen Mitteln im ununterbrochenen Betrieb
durchzuführen. Ein solcher Betrieb fordert gegenüber der Behandlung des Wassers in getrennten
Zeitabschnitten, wie dies beim Verfahren nach Patent 222181 vorgesehen ist,
nicht nur eine erhebliche Abkürzung der Behandlungsdauer, sondern gleichzeitig auch den
Verzicht auf eine kräftige Einleitung des Arbeitsvorganges, die sich beim unterbrochenen
Verfahren zu Beginn jeder Einzelarbeit abspielt. Um nun bei der Behandlung im ununterbrochenen
Arbeitsgange die Ausfällung des Niederschlages in der erforderlichen feinen Verteilung zu gewährleisten, soll gemäß der
Erfindung der Eintritt des Dampfes in den Wasserbehälter oder der Wassereintritt oder
beides stoßweise erfolgen. Der stoßweise erfolgende Dampf eintritt hat im Vergleich zu
dem stetigen Dampfeintritt eine verstärkte Durchwirbelung des Wassers zur Folge. Der
stoßweise Wassereintritt bewirkt, daß die Druckschwankungen im Behälter im Vergleich
zum stetigen Eintritt des Wassers innerhalb weiterer Grenzen erfolgen, wodurch das Stoßen
des Dampfstromes wesentlich verstärkt wird. Zur Durchführung des Verfahrens wird das
zu behandelnde Wasser einem geschlossenen, nicht ganz gefüllten Behälter ununterbrochen
oder mit Unterbrechung in kleinen Zeitabständen zugeführt und aus dem Behälter in
der gleichen Weise abgeführt.
Der stoßweise Dampf- bzw. Wassereintritt kann entweder mit Hilfe mechanischer Mittel
bewirkt werden, oder er wird von den im Behälter auftretenden Druckschwankungen her-
vorgerufen. Das stoßweise Eintreten des Dampfes in den Behälter kann aber auch
durch die Strömungsbewegung des in den Behälter eingeleiteten oder aus dem Behälter
abgeleiteten Wassers bewirkt Werden, wie beispielsweise dadurch, daß in die Zu- oder Ableitung
ein Flügelrad o. dgl. eingebaut wird, dessen Bewegung auf ein in die Dampfleitung
eingeschaltetes Absperr- bzw. Regelungsorgan
ίο übertragen wird. Um die Durchrührung des
Wassers noch wirksamer zu machen, ist gegebenenfalls das im Behälter angeordnete
Dampfrohr mit Rührflügeln' versehen und als Rührwerkswelle ausgebildet.
Auf der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der zur Durchführung des Verfahrens
dienenden Vorrichtung veranschaulicht. Bei den in Fig. 1 und 2 im Höhenschnitt
dargestellten Ausführungsformen wird das Durchkochen des Wassers unter kräftiger
Durchrührung durch unmittelbares Einleiten des Dampfes in das Wasser erzielt. Zu diesem
Behufe tritt in den Behälter α eine Dampfleitung c, d ein, die mit einer Anzahl
Ausströmstellen e versehen ist. Durch Zwischenwände b wird das durch die Leitung g
über das Ventil f oben in den Behälter a einströmende Rohwasser gezwungen, eine Anzahl
von Kammern hintereinander zu durchfließen, wodurch verhindert wird, daß ein Teil des Wassers den Behälter mit einem
ungenügenden Grad der Durchkochung verläßt.
Um den Eintritt des Dampfes stoßweise
erfolgen zu lassen, wird das Rohwasser in einen Raum h eingeführt, der von dem übrigen
Raum des Behälters α unter Belassung einer Verbindungsöffnung durch eine Wand i
getrennt ist. An diesen Raum h schließt ein Gehäuse / an, das einen Kolben k enthält,
der einerseits unter dem im Raum h herrschenden Druck steht, andererseits von einer
Feder I belastet ist. Von diesem Kolben führt eine Stange m zum Absperrorgan η der Dampfzuleitung
d. Hat sich über dem Wasser so viel Dampf angesammelt, daß die herrschende
Dampfspannung ein entsprechendes Maß erreicht hat, dann wirkt der Druck auf den Kolben k so stark, daß derselbe entgegen der
Wirkung der Feder I bewegt wird, so daß sich das Absperrorgan η schließt. Wird durch
das einströmende Rohwasser im Raum h Dampf niedergeschlagen, also der Dampfdruck
verringert, so überwiegt die Wirkung der Feder I, und das Absperrorgan η wird geöffnet.
Durch Schaffung des vom übrigen Behälter teilweise getrennten kleinen Raumes h wird
eine raschere Einwirkung des Rohwassers auf den Dampf hervorgerufen, um einen schnellen
Druckwechsel und somit auch ein ziemlich rasches Stoßen des Dampfeintrittes herbeizuführen.
Das durchgekochte Wasser verläßt den Behälter α am unteren Ende durch die mit
einer Absperrvorrichtung 0 versehene Leitung/), in welche Filter r o. dgl. eingeschaltet sein
können, um die ausgefällten Trübungen zurückzuhalten. Auch empfiehlt es sich, ein Abschlammrohr
s'(Fig. 1) vorzusehen. Zum Ausblasen der in dem oberen Teile des Behälters
sich ansammelnden Gase dient eine Leitung t mit Absperrorgan υ. Am Behälter ist schließlich
ein Wasserstandglas w (Fig. 1) angeordnet.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ist nicht nur der Dampfeintritt, sondern
auch der Wassereintritt zu einem stoßweisen gestaltet. Die vorbeschriebene, aus Kolben k
und Feder I bestehende Einrichtung ist hier sowohl für das Dampfabsperrorgan η als auch
für das Wasserabsperrorgan f vorgesehen, so daß durch den in der Kammer h jeweilig
herrschenden Druck sowohl das Dampfventil η als auch das Wasserventil f gesteuert werden.
Diese Steuerung erfolgt in der Weise, daß bei sinkendem Druck in der Kammer h das ·
Dampfventil η und bei steigendem Druck das Wasserventil f geöffnet wird, und umgekehrt.
Durch den stoßweisen Eintritt nicht nur des Dampfes, sondern auch des Wassers wird,
wie bereits erwähnt, eine besonders kräftige Durch wirbelung des Wassers erzielt.
In Fig. 3 und 4 sind Ausführungsformen im Höhenschnitt dargestellt, bei welchen die
Rührwirkung des in das Wasser ausströmenden Dampfes durch ein mechanisches Rührwerk
unterstützt wird. Das Dampfrohr c mit den Ausströmstellen e bildet zugleich die
Rührwerkswelle, indem es in Lagern χ und y drehbar gelagert und mit Rührflügeln ζ versehen
ist. Die Verbindung des drehbaren Dampfrohres c mit der feststehenden Dampfzuleitung
d erfolgt durch eine Stopfbüchse 2, während der Antrieb des Dampfrohres c von
irgendeiner Welle, z. B. durch ein Kegelrädergetriebe 3, erfolgt. Bei dieser Ausführungsform ist eine Einrichtung vorgesehen, welche
die Zuleitung des Wassers von dem im Innern des Behälters herrschenden Wasserstand abhängig
macht und aus einem Schwimmer 4 besteht, der durch ein Gestänge 5 mit einer im Wasserzuleitungsrohr g vorgesehenen Drosselklappe
6 verbunden ist. Diese Drosselklappe wird bei steigendem Wasserspiegel mehr geschlossen
und bei sinkendem Wasserspiegel mehr geöffnet.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform wird eine mittelbare Heizung mittels
Dampfes im Verein mit einem mechanischen Rührwerk angewendet. Die Dampfzuleitung d
ist durch eine Stopfbüchse 2 mit dem bei χ und y im Behälter drehbar gelagerten Dampfrohr
c verbunden, das von irgendeiner Welle, z. B. durch ein Kegelrädergetriebe 3, in
Claims (4)
1. Verfahren zur Verhinderung des Ansetzens von Kesselstein, an den Wandungen
von Dampfkesseln nach Patent 222181, dadurch gekennzeichnet, daß der Eintritt
des Heizdampfes oder des zu kochenden Wassers oder beider in das Kochgefäß in Stößen erfolgt, wobei dieser stoßweise
Dampf- bzw. Wassereintritt entweder durch mechanische Mittel bewirkt oder von den
im Behälter auftretenden Druckschwankungen hervorgerufen wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,
daß das Absperrorgan (η bzw. f) der Heizdampf- bzw. Speisewasserleitung
mit einem Kolben (k) o. dgl. verbunden ist, der einerseits unter dem Druck des
Behälters (a) steht, andererseits von einer Feder (I) o. dgl. belastet ist (Fig. 1 und 2).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das den Kolben
(k) 0. dgl. aufnehmende Gehäuse (j) in eine vom Kochbehälterraum teilweise
abgetrennte Kammer (h) mündet, in die die Wasserzuleitung erfolgt.
4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Absperrorgan (η bzw. f) der. Heizdampf- bzw. Speisewasserleitung
zu einem sich stetig drehenden Hahn ausgebildet ist, durch dessen Bewegung die Zuleitung abwechselnd geöffnet und geschlossen
wird (Fig. 5).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE268645C true DE268645C (de) |
Family
ID=525596
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT268645D Active DE268645C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE268645C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20030066776A1 (en) * | 2001-05-01 | 2003-04-10 | Schiltz David C. | Compartment plates having themes and method for manufacturing and packaging the same |
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- DE DENDAT268645D patent/DE268645C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20030066776A1 (en) * | 2001-05-01 | 2003-04-10 | Schiltz David C. | Compartment plates having themes and method for manufacturing and packaging the same |
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