DE64449C - Verwendung von Kork als Filtrirmaterial für zuckerhaltige Flüssigkeiten und Abwässer der Zuckerfabrikation - Google Patents

Verwendung von Kork als Filtrirmaterial für zuckerhaltige Flüssigkeiten und Abwässer der Zuckerfabrikation

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Publication number
DE64449C
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DE
Germany
Prior art keywords
cork
filter material
waste water
valves
sugar production
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT64449D
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English (en)
Original Assignee
A. wagner in Sehnde bei Lehrte
Publication of DE64449C publication Critical patent/DE64449C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D39/00Filtering material for liquid or gaseous fluids
    • B01D39/02Loose filtering material, e.g. loose fibres
    • B01D39/04Organic material, e.g. cellulose, cotton

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Reinigung schlammiger und schleimiger zuckerhaltiger Flüssigkeiten und benutzt zu diesem Zweck eine Filtereinrichtung, welche nach dem Auftriebssystem ausgebildet ist, aber auch in umgekehrter Richtung benutzt werden kann. Als Filtermittel wird sehr fein zertheilter oder gemahlener Kork angewendet, welcher die Eigenschaft besitzt, die zu reinigende Flüssigkeit nicht aufzusaugen, sondern nur ihr mechanisch beigemengte Körper an seiner Oberfläche zurückzuhalten. Dies hat die wichtigen Vortheile im Gefolge, dafs einestheils die zu reinigende Flüssigkeit vollständig, ohne theilweise von dem Filtermaterial aufgesaugt zu werden, durch den Filtrirapparat hindurchgeht, anderentheils aber auch das Filtermittel, hier also der Kork, sehr lange benutzbar bleibt und sich später zum Zwecke erneuter Benutzung aufserordentlich leicht reinigen läfst.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine Einrichtung der vorgedachten Art schematisch zur Anschauung gebracht.
Von dem hochgelegenen Gefa'fse A, in welchem sich die zu reinigende Flüssigkeit befindet, geht eine Druckrohrleitung α mit Auslafsventil 1 aus, welche ihrerseits durch Ventile 2, 3 und 4 mit jedem Ende eines Erhitzungsapparates B und mit einer Druckpumpe C in abschliefsbarer Verbindung steht. Nach dem Oeffnen der Ventile 1 und 2 und während die Ventile 3 und 4 geschlossen gelassen werden, strömt die zu reinigende Flüssigkeit durch die Leitung α von oben nach unten durch den mit Dampf oder Heizflüssigkeit gespeisten Vorwärmer B, um von diesem, nachdem sie vorgewärmt ein geöffnetes Ventil 5 passirte, von unten in den Filtrirapparat D einzutreten. Während dieser Zeit sind die Ventile 6, 7, 8, 9 und 10, welche einen für die hier zunächst zu beschreibende Wirkungsweise unrichtigen Lauf der unreinen Flüssigkeit herbeiführen würden, geschlossen und die Ventile 11 und 12 in der Abfiufsleitung b und der Rück- bezw. Ueberlaufleitung c geöffnet.
Die zu reinigende Flüssigkeit, welche, wie bereits bemerkt, von unten in den Apparat eintritt, durchströmt aufsteigend ein Sieb d, auf welchem beim Beginn der Thätigkeit der Filtrireinrichtung fein zertheilter Kork e bis zu einer gewissen Höhe ruht. Die sich mehr und mehr in dem Apparat D ansammelnde Flüssigkeit hebt den Kork so lange empor, bis er durch ein oberes Sieb/ am weiteren Steigen verhindert wird, worauf die unreine Flüssigkeit den Kork e, weiter emporsteigend, durchdringt und hierbei die ihr mechanisch beigemengten Körper in der Korkfilterschicht zurückläfst. Nachdem die nunmehr gereinigte Flüssigkeit das Sieb/ durchströmt hat, welches nur das Mitreifsen von Korktheilchen verhindern soll, gelangt sie durch das Ventil 11 und die Abflufsleitung b in die Cisterne E, von welcher sie zum Gebrauch entnommen werden kann. Das an die Ueberlaufleitung sich anschliefsende offene Rohr g dient zur Abführung der etwa mit in die Druckleitung gelangten Luftblasen.
Durch die Hähne 7 und 9 können Flüssigkeiten in den eigentlichen Filtrirapparat eintreten, um das unrein gewordene Filtrirmaterial auf chemischem Wege auszulaugen und auszuwaschen. Die Wahl der hierbei zur Verwendung kommenden Flüssigkeiten hängt von der Natur der Verunreinigung ab, und für die hier in Frage kommenden Zuckerlösungen genügt es in den meisten Fällen, warmes mit wenig Salzsäure oder Essigsäure versetztes Wasser zu benutzen, welches die zum Theil aus Calciumcarbonat bestehenden Verunreinigungen auflöst. Vor der weiteren Benutzung des Filters mufs alsdann jede Spur von Saure durch Auswaschen mit Wasser entfernt werden.
Wenn während des Betriebes die in der Druckleitung α und der Abfiufsleitung b angeordneten , bei dem beschriebenen Arbeitsvorgange geschlossen gehaltenen Ventile 3, 6 und 8 nicht mehr dicht halten oder auch wenn andere Gründe es wünschen lassen, kann man, nachdem die vorher offenen Ventile 2, 5 und 11 geschlossen wurden, nach Oeffnen der Ventile 3, 6 und 8 auch die unreine Flüssigkeit von unten nach oben durch den Vorwärmer und darauf von oben nach unten durch den Filtrirapparat D bezw. durch die Korkschicht e strömen lassen, um sie gereinigt durch das Ventil 8 nach dem Sammelbehälter E zu leiten.
Lassen Betriebsverhältnisse es wünschen, ohne den Hochbehälter A zu arbeiten, so wird das Ventil 1 ganz geschlossen, das Ventil 10 ganz, das Ventil 12 ganz oder theilweise geöffnet. Je nachdem man den Filterapparat D von oben oder von unten durchströmen lassen will, werden entweder die Ventile 2, 5 und 11 geöffnet und die Ventile 3, 6 und 8 geschlossen, oder aber die erstgenannten Ventile bleiben geschlossen und die zweitgenannten werden geöffnet. Hierauf wird das Ventil 4 der Pumpe C geöffnet und diese in Gang gesetzt. Die in der Cisterne F enthaltene unreine Flüssigkeit wird mittelst der Saugleitung h durch die Pumpe C in die Druckleitung a befördert, um von dieser in der beschriebenen Weise weitergeleitet zu werden. Das entsprechend weit geöffnete Ventil 12 dient hierbei in Gemeinschaft mit einem Windkessel G als Druckregulator, während das in die Leitung c eingeschaltete jetzt offene Ueberlaufventil 10 die vom Ventil 12 durchgelassene eventuell zu hoch steigende Flüssigkeit in die Saugecisterne F zurückleitet.
Soll ohne Vorwärmer B gearbeitet werden, so werden entweder beide Ventile 2 und 6 geöffnet und die Ventile 3 und 5 geschlossen, oder aber umgekehrt die ersteren geschlossen und die letzteren geöffnet. Am Vorwärmer B stellen i und k die Zuflufs- bezw. Ableitungsrohre für das Heizmittel dar. Anstatt eines Filters D und eines Heizapparates B können auch mehrere derselben neben einander aufgestellt werden, wobei alle gleich unreine Flüssigkeit zugeführt erhalten, oder aber die Filter können derart verbunden werden, dafs jedes folgende Filter das Filtrat vom voraufgehenden zugeführt erhält, wobei man durch Einschaltung eines Erhitzungsapparates zwischen je zwei nach einander durchströmten Filtern für erneute Erwärmung des Filtrates sorgen kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verwendung von Kork als Filtrirmaterial für zuckerhaltige Flüssigkeiten und Abwässer der Zuckerfabrikation.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT64449D Verwendung von Kork als Filtrirmaterial für zuckerhaltige Flüssigkeiten und Abwässer der Zuckerfabrikation Expired - Lifetime DE64449C (de)

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DE (1) DE64449C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1039495B (de) * 1956-09-06 1958-09-25 Koppers Gmbh Heinrich Vorrichtung zum Trennen von Fluessigkeit und Feststoffen
DE1041923B (de) * 1955-08-25 1958-10-30 Philipp Hilge Fa Horizontalfilter zur Behandlung, insbesondere Klaerung und Entkeimung von Fluessigkeiten der Nahrungs- und Genussmittel-Industrie

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DE1041923B (de) * 1955-08-25 1958-10-30 Philipp Hilge Fa Horizontalfilter zur Behandlung, insbesondere Klaerung und Entkeimung von Fluessigkeiten der Nahrungs- und Genussmittel-Industrie
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