DE35752C - Verfahren zum Konserviren von Hefe - Google Patents

Verfahren zum Konserviren von Hefe

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DE35752C
DE35752C DENDAT35752D DE35752DA DE35752C DE 35752 C DE35752 C DE 35752C DE NDAT35752 D DENDAT35752 D DE NDAT35752D DE 35752D A DE35752D A DE 35752DA DE 35752 C DE35752 C DE 35752C
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DENDAT35752D
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H. BÖHM in Tornow b. Bottschow
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N1/00Microorganisms, e.g. protozoa; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
    • C12N1/14Fungi; Culture media therefor
    • C12N1/16Yeasts; Culture media therefor

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe.
HEINRICH BÖHM in TORNOW bei BOTTSCHOW. Verfahren zum Conserviren von Hefe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. November 1885 ab.
Die trockene Hefe, welche nach diesem Verfahren hergestellt wird, ist durchaus nicht mit dem bekannten Hefenpulver zu verwechseln, welches stets kraftlos ist, da durch Austrocknen der Hefepilz getödtet wird. Dieselbe hält sich ein volles Jahr; erst dann verliert sie an Triebkraft und Gährfähigkeit und wird vollständig unbrauchbar als Hefe erst mit 1 '/2 Jahren.
Die Verpackung erfolgt in Blechbüchsen bis zu 5 kg Inhalt.
Die neue Hefe wird aus möglichst stärkefreier Brennerei-Prefshefe bester Qualität hergestellt. Die zu verwendende Prefshefe mufs nach dem Säuremesser von Dr. Lüdersdorff i° Milchsäure und Phosphorsäure enthalten (die Ammoniaklösung, welche bei Lüdersdorff s Säuremesser als Probeflüssigkeit verwendet wird, soll genau 6° Tralles wiegen). Eine Hefe, die diesen Säuregrad nicht hat, hat schon als Prefshefe nicht die gehörige Triebkraft; sie hat bei der Abwässerung zu viel Säure verloren. Die neue Trockenhefe mufs also mindestens diesen i° Säure haben, um die Prote'instoffe bei der Gä'hrung löslich zu machen und die Triebkraft zu erhalten.
Die fertige Prefshefe wird vermittelst eines Blechsiebes mit 3 mm Lochweite derart gleichmäfsig zerkleinert, dafs die durchfallende Hefe Klümpchen von etwa ι χ/2 mm Gröfse bildet, auf mit Leinwand überspannten Horden bei einer Temperatur von 280 R. unter öfterem Durcharbeiten und Umwenden getrocknet, wobei der Feuchtigkeitsgrad nach dem Normalgewicht der feuchten Prefshefe und durch Hydrometer bis auf 10 bis 12 pCt. Feuchtigkeit festgestellt wird.'
Diese Feuchtigkeit der getrockneten Hefe ist zum weiteren "Fortbestehen erforderlich, da ohne diesen Feuchtigkeitsgrad der Hefepilz eingeht und die Milch- und Phosphorsäure unwirksam werden.
Die soweit getrocknete Prefshefe wird 'mit etwa 7,5 pCt. Traubenzucker (Fruchtzucker) und etwa 3 pCt. Natriumbicarbonat (doppelkohlensaurem Natron) vermischt. Die Menge des Zusatzes von Fruchtzucker sowie von doppelkohlensaurem Natron richtet sich nach dem Ausfall der Säureprobe und kann dann erst festgestellt werden. Der Zusatz des Fruchtzuckers erfolgt aus dem Grunde, weil in NährstorFverbindungen die Hefe auch ohne Zutritt von Sauerstoff wächst und sich regenerirt, sobald die gehörige Nahrung vorhanden ist; diese bietet der Fruchtzucker. Der Zusatz von doppelkohlensaurem Natron bezweckt, die Hefe gegen eine Uebersäuerung zu schützen.
Das Vereinigen oder Mischen der Hefe mit Fruchtzucker und Natron darf nur bei einem Feuchtigkeitsgrad von 10 bis 12 pCt. vorgenommen werden, da andererseits ein sofortiges

Claims (1)

  1. Zusammenlaufen in eine wässerige Masse stattfindet und diese Hefe nie in eine trockene Hefe verwandelt werden kann. Es ist demnach die richtige Trocknung der Hefe mit der wichtigste Punkt für die Fabrikation dieser Hefe. Eine trockene Wärme ist zum Trocknen nicht anzurathen, dieselbe ist vielmehr sehr nachtheilig.
    Patεnt-Aνspruch:
    Das Verfahren, Hefe zu conserviren durch folgende Manipulationen: Sieben zur Zertheilung der Hefe in kleinere Partikel, Trocknen bei 2 8° R. bis auf einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa ι ο bis 12 pCt. und Vermischen mit etwa 7,5 pCt. Traubenzucker und 3 pCt. Natriumbicarbonat (doppelkohlensaurem Natron).
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