DE356353C - Beim UEberfahren des Haltsignals selbsttaetig zur Wirkung kommende Alarmvorrichtung - Google Patents

Beim UEberfahren des Haltsignals selbsttaetig zur Wirkung kommende Alarmvorrichtung

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DE356353C DEW57356D DEW0057356D DE356353C DE 356353 C DE356353 C DE 356353C DE W57356 D DEW57356 D DE W57356D DE W0057356 D DEW0057356 D DE W0057356D DE 356353 C DE356353 C DE 356353C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L3/00Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
    • B61L3/02Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control
    • B61L3/04Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal at selected places along the route, e.g. intermittent control simultaneous mechanical and electrical control controlling mechanically

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

Es sind bereits beim Überfahren eines Haltesignals selbsttätig zur Wirkung kommende Alarmvorrichtungen für Lokomotiven und Triebwagen bekannt, welche durch ein am Bahnkörper angeordnetes, mit dem Signalarm in Verbindung stehendes, umlegbares Messer betätigt werden, das beim Überfahren des auf »Halt« stehenden Signals einen an der Lokomotive angebrachten Spann>draht zerreißt, so daß ein elektrischer Kontakt zur Wirkung kommt. Diese bekannten Einrichtungen haben den Nachteil, daß die richtige Wirkung des Kontaktes sehr unsicher ist, weil der zur Kontaktherstellung verwendete einzige Schwinghebel schon ibei ganz geringfügigen Störungen die für die Kontaktgebung vorgesehenen, kleinen, empfindlichen Flächen nicht mehr in stromschließende Berührung zu bringen vermag.
ao Schon an sich unbedeutende Verbiegungen der ,kontaktgebenden Teile, oder das unvermeidliche Eindringen von Flugasche, Staub und anderen Fremdkörpern, ferner die bei dem außerordentlich seltenen Zurwirkungkommen der Einrichtung oft jahrelang nicht gestörte Bildung· von Rost oder einer Kruste aus Schmierstoff und Flugstaub können bei den bekannten Einrichtungen das Ausschwingen des Kontakthebels oder wenigstens seine genügende Bewegung hindern.
Die Erfindung bezweckt, durch die besondere Ausgestaltung der kontaktgebenden Teile solche unvermeidliche Einflüsse und Störungen unschädlich zu machen und die ordnungsgemäße Herstellung des Strom-Schlusses unter allen Umständen zu gewährleisten. Dies geschieht nach der Erfindung dadurch, daß der vom Spanndraht in Bereitschaft gehaltene Kontakt aus zwei durch eine kräftige Feder verbundenen doppelarmigen Hebeln besteht, deren freie Enden isoliert befestigte, entgegengesetzt gewölbte schalenförmige Kontaktflächen tragen.
Ein Ausführiungsbeispiel des Erfindungs-
356B53
gegenstandes ist auf der Zeichnung veranschaulicht.
Abb. ι zeigt die durch den Spanndraht außer Eingriff gehaltenen Kontakthebel, in der .Fahrrichtung gesehen,
1 Abb. 2 einen Querschnitt nach Linie A-B der Abb. i,
Abb. 3 ist eine teilweise im Schnitt dargestellte Ansicht des Abreißers, gleichfalls in ίο der Fahrrichtung ,gesehen,
Abb. 4 läßt die Wirkungsweise der ganzen Einrichtung erkennen.
An einem mit dem Lokomotiv- oder Triebwagengestell verbundenen Rahmen ι sind ungefähr in der Höhe der Radachsen zwei Bolzen 2 befestigt, um welche die Kontakthebel 3 schwingbar sind. Zur Verminderung der Reibung kann in das den Bolzen 2 umfassende Auge 4 des Kontakthebels 3 ein Kugellager eingebaut sein, ebenso können zwischen 'dem Hebelauge 4 und den Rahmenteilen ι Druckkugellager 5 vorgesehen werden. Die rückwärtigen Verlängerungen 6 der Kontakthebel sind an ihren Enden haken- oder ösenförmig ausgebildet und nehmen einen Spanndraht 7 auf, welcher die Kontakthebel 3 für gewöhnlich in der aus Abb. 1 ersichtlichen Bereitschaftsstellung, also außer Eingriff hält. Die freien Enden der Kontakthebel 3 tragen Kappen 8 aus Isoliermasse, auf denen die an eine Stromleitung angeschlossenen, einander entgegengesetzt gewölbten, schalenförmigen, ziemlich großen Kontaktflächen 9 befestigt sind. Eine die beiden Arme 3 verbindende kräftige Zugfeder 10 sucht die beiden Kontakte 9 gegeneinanderzuziehen, was jedoch nur dann wirklich eintreten kann, wenn der Spaniidraht 7 durch das Messer 11 zerrissen ist. Letzteres wird beim Ausführungsbeispiel von einer Stange 12 getragen, deren unteres Ende 13 kugel- oder rollenförmig ausgebildet und in ■einem oben schalenartigen Lagerfuß 14 gelagert ist. Eine Feder 15, die sich mit ihrem unteren Ende gegen den Lagerfuß 14 und mit ihrem oberen Ende gegen einen Bund 16 des Messers 11 stützt, hält den Abreißer in seiner aufrechten I^age, in welcher er sich in Bereitschaftsstellung befindet (Abb. 3). Durch mehr oder weniger tiefes Einschrauben des mit dem Bund 16 versehenen Messers 11 auf das Ende der Stange 12 kann die Spannung der Feder 15 nachgestellt werden.
An der Stange 12 greift ein Zugorgan 17 j an, das, wie Abb. 4 erkennen läßt, durch ein Führungsrohr 18 und über Rollen 19 zu dem Signalarm 20 geht und mit letzterem verbunden ist. Die Länge des Zugorgans ist so gewählt, daß das Messer in seiner senkrechten Bereitschaftsstellung sich befindet, wenn der Signalarm 20 auf »Halt«, also wag. recht, steht. Durch das Aufziehen des Signalarmes 20 auf »Fahrt«, also schräg nach oben (vgl. die punktiert gezeichnete Stellung in Abb. 4) wird das Zugorgan 17 mit nach oben bewegt und legt das Messer 11 seitwärts nach rechts um, wobei sich die Messerstange 12 in einen Schlitz 21 des Lagerfußes 14 legt.
Steht der Signalarm 20 auf »Fahrt«, so bleibt der Spanndraht 7 von dem umgelegten Messer 11 unbeeinflußt, überfährt jedoch der Führer das auf »Halt« stehende Signal 20, so wird der Draht 7 zerrissen, die Kontaktarme 3 werden von der Feder 10 gegeneinandergezogen und die Kontakte 9 schließen die Stromleitung 22, 'welche ein oder mehrere auf dem Führerstand angeordnete Alarmsignale, z. B. rote Glühlampen 23, elektrisch entzündete Knallpatronen o. dgl., betätigt. Die Stromquelle 24 kann z. B. eine Sammlerbatterie sein, die auch für die gewöhnliche Beleuchtung des Führerstandes verwendet wird.
Infolge der Ausbildung der Kontakte 9 als ziemlich große, schalenförmige, gegeneinander gewölbte Flächen ist die Herstellung des Stromschlusses auch dann gesichert, wenn der eine der beiden Hebel ganz fest- , gerostet oder wenn 'beide Hebel verbogen oder infolge starker Verschmutzung der Drehbolzen in ihrer Drehbarkeit beschränkt sein sollten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Beim Überfahren des Haltsignals selbsttätig zur Wirkung kommende Alarmvorrichtung, bei welcher ein am Bahnkörper angeordnetes, mit dem Signalarm in Verbindung stehendes uanlegbares Messer einen am Fahrzeug angebrachten, einen elektrischen Kontakt außer Eingriff haltenden Spanndraht zerreißt, so daß der Kontakt betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Spanndraht (7) in Bereitschaft gehaltene Kontakt aus zwei durch eine kräftige Feder (10) verbundenen doppelarmigen Hebeln (3, 6) besteht, deren freie Enden isoliert befestigte, entgegengesetzt gewölbte, schalenförmige Kontaktflächen (9) tragen, so daß der Stromschluß auch bei unvorhergesehenen Störungen gesichert ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEW57356D 1921-01-29 1921-01-29 Beim UEberfahren des Haltsignals selbsttaetig zur Wirkung kommende Alarmvorrichtung Expired DE356353C (de)

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