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Verfahren zur Herstellung von Sicherheitsmuttern. Für diese Anmeldung
ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2, Juni igii die Priorität tut' Grund der Anmeldung
in den Vereinigten Staaten von Amerika vom B. September igi6 beansprucht. Bei der
Herstellung voni Sicherheitsmuttern ist schon vorgeschlagen worden, nach Anbringung,
&s Gewindes eine Nut in eine Stirnseite der Mutter einzupressen und hierauf
die zu beiden Seiten der Nut verbleibenden Teile in Richtung des Bodens der Nut
niederzudrülcken. Es wird dadurch eine Verzerrung des Gewindes hervorgerufen, so
daß durch die Unregelmäßigkeiten des Gewindes eine Sicherungswirkung desselben bei
der Aufschraubuug erzielt wind.
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Das Verfahren nach der vorliegenden Erfindang
zeichnet
sich dem bekannten Verfahren gegenüber dadurch aus, daß die Abbiegung der Mutter,
die bei dein Niederpressen der Teile zu beiden Seiten der Nut erzielt werden soll,
vermieden wird. Soll diese Abbiegung wieder aufgehoben werden, so muß bei dem älteren
Verfahren eine Rückbiegung der Mutter stattfinden. Durch diese doppelseitige Abbiegung
der Mutter tritt die Verzerrung des Gewindes in der ganzen. Höhe der Mutter ein.
Nach dein vorliegenden Verfahren tritt die Verzerrung des Gewindes nicht auf der
ganzen Tiefe ein, sondern sie macht sich nur auf einzelnen Gängen geltend. Um dies
zu erreichen, wird das Rohstück, aus dein die Mutter hergestellt ist, auf einer
Seite mit einer Leiste versehen, und nach Einschneiden des Gewindes wird diese Leiste
niedergepreßt. Dadurch wird das Gewinde an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen
etwas verzerrt. Die Verzerrung geht jedoch nur bis zu einer geringen Tiefe in die
Mutter hinein.
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Durch eine Maschine wird von dem Stab i (Abb. i) ein Rohstück 2 (Abb.
2) abgeschnitten und mit einem Gewindeloch 3 versehen. Die Maschine, welche die
Mutter :2 vom Stab i abschneidet, stellt gleichzeitig auf der einen. Stirnseite
des Rohstückes 2 die Leiste 4 her, deren Breite etwas geringer ist als der Durchmesser
des Gewindeloches 3, so d'aß zu beiden Seiten der Leiste die etwas zurücktretenden:
Stirnflächen 5 verbleiben.
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Nach Abb. 3 ist eine derartige Mutter aus einem sechseckigen Stab
hergestellt, und die Stirnfläche ist dort mit einer Leiste 8 versehen, die ebenfalls
diametral ziun Gewindeloch 7 angeordnet ist.
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Nach Einschneiden des Gewindes, wie dies in Abb.4 angedeutet ist,
wird nun auf die Leiste 8 ein Druck ausgeübt. Dieser Druck zu beiden Seiten des
Gewindeloches hat den Erfolg, daß das Metall unmittelbar unterhalb der Leiste zusammengedrückt
wird, und zwar macht sich dieser Druck in der Ebene der Stirnseite 6 über die ganze
Länge der Leiste 8 geltend und nimmt allmählich gegen .die Mitte des Gewindeloches
hin ab (vgl. Abb. 5). Während also eine Verzerrung des Gewindes in der Stirnseite
6 über die ganze Länge der Leiste 8 bemerkbar ist, ist die Länge der Verzerrung
auf den weiter innen liegenden Gewindegängen eine verhältnismäßig kürzere und verschwindet
schließlich ungefähr in der Mitte der Mutter. Diese nach innen zu verschwindende
Verzerrung des Gewindes hat den Vorteil, daß sich eine solche Sicherheitsmutter
wiederholt verwenden läßt, daß aber bei jedesmaligem Aufschrauben eine zufällige
Lösung durch Erschütterung der Befestigung ebenso ausgeschlossen ist,wiebei einerMutter,
die in bekannter Weise mit dem Bolzen selbst verkeilt ist.
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Nach Abb. 7 ist die Wirkung einer solchen Mutter etwas übertrieben
dargestellt. Die Schraubengänge i i nahe der Leiste 8 sind in festem Eingriff mit
den Schraubengängen des Bolzens io und haben dadurch das Bestreben, auch die anderen
Schraubengänge der Mutter (beispielsweise die inneren Gänge bei 12) in festem Eingriff
mit dem Gewinde des Bolzens zu bringen: Durch diesen Eingriff wird eine zufällige
Drehung oder Lösung der Mutter unmöglich gemacht.
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Bei einer Leiste 8, die ungefähr 85 Prozent des Durchmessers des Bolzens
breit und die nur ungefähr i Prozent der Höhe der Mutter hoch ist, werden gute Erfolge
erzielt. Auch bei der in Abb. 6 dargestellten Form der Leiste, in welcher die Oberfläche
der Leiste durch Druck ausgehöhlt wurde, werden brauchbare Muttern hergestellt.