DE355417C - Verfahren zur Herstellung von Patrizen und Matrizen durch Guss - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Patrizen und Matrizen durch Guss

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DE355417C
DE355417C DEL51692D DEL0051692D DE355417C DE 355417 C DE355417 C DE 355417C DE L51692 D DEL51692 D DE L51692D DE L0051692 D DEL0051692 D DE L0051692D DE 355417 C DE355417 C DE 355417C
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THEOPHEILES DENIS LUCIER
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/06Permanent moulds for shaped castings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mounting, Exchange, And Manufacturing Of Dies (AREA)

Description

(L5i692
Die Erfindung bezieht sich lauf ein Verfahren zur Herstellung· von Gesenken (Patrize und Matrize) durch Guß, mit denen Werkstücke gepreßt werden sollen. Es ist bereits; vorgeschlagen worden, Matrizen und Patrizen aus einem. Metall' mit niedrigem Schmelzpunkt zu gießen unter Verwendung des Fertigerzaugnisses als Modell. Das Wesen der Erfindung· liegt nun darin, daß zunächst durch Guß über dem Modell ein Zwischenmodell aius leicht schmelizbatem Metall zur Bildung der endgültigen Form hergestellt wird, die aus eineim Material besteht, welches gegen hohe Hitze unempfindlich ist.
In eine derartig hergestellte Form wird dann das Metall, beispielsweise Stahl, gegossen, um die fertigen Formblöcke (MatrizeundPatrize) zu bilden.
Das Verfahren ist durch ein Auisführungsbeispiel in der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt:
Abb. ι einen Querschnitt durch das· mittels eines Preßvorganges hergestellte Modell.
Abb. 2 ist eine Aufsicht der Abb. 1.
Abb. 3 ist ein Schnitt durch eine Sandform, in welcher sich das als Modell bezeichnete Fertigerzeugnis befindet.
Abb. 4 ist die entgegengesetzte- Seite der Form*.
Abb. S und 6 veranschaulichen die Arbeits-
Β5541Ϊ
vorgänge eines aus leichtflüssigem Metall herzustellenden Zwischenmodelles.
Abb. 7 und 8 zeigen die Arbeitsvorgänge zur Bildung einer Form aus einer gegen höbe Hitzegrade widerstandsfähigen Masse unter Verwendung der Zwischenmodelle.
Abb., 9 und io zeigen die Arbeitsvorgänge beim Gießen der Stempel oder Matrizen.
Abb. Ii zeigt die beiden Stempel, Patrize und Matrize in fertigem Zustande.
Afs Aiusführangsbeispiel des Verfahrens soll das mit A bezeichnete Muster als Massenartikel durch einen Preßvorgang hergestellt werden, so dlaiß zit diesem Zweck nach dem Verfahren Guß stahl stempel gemäß Abb. 11 gebildet werden müssen. Es wird ein Formkasten B verwendet, der mit den geeigneten Vorrichtungen versehen ist. Das herzustellende Fertigfalbrikat A besteht aus Metall, ao es bann jedoch auch aus einem anderen Material hergestellt sein.
Wie in den Abb. 3 und 4 veranschaulicht, wirf eine zweiteilige Gußform- aus Sand in üblicher Weise innerhalb des Gußkastens B unter Verwendung des Modelles A angefertigt. Es entstehen so die eine Formhälfte C mit der entsprechenden Erhebung C und die andere Formhälfte Ό mit der Vertiefung D'. Diese beiden Formhälften werden, wie in den Abb. 5 und 6 dargestellt, mit einem leicht flüssigen Metall ausgegossen, so daß die Gußstücke E -und F sich bilden. Diese Gußstücke werden in die Formen gegossen, und zwar über die in den Formen befindlichen Modelle A hinweg. Auf diese Weise entstehen Zwischenmodelle E, F der fertigen Stempel, welche einen gewissen Druck bei der weiteren Verarbeitung aushalten. Diese Zwischenimodelle können auch ohne besondere Sandformen hergestellt werden und ist diese Herstellung- von der jeweiligen Formgebung des Fertigfabrikates abhängig. Das Gußstück F kann z. B. so erzeugt werden, daß das Modell A und die Hälfte eines Kastens auf ein Brett gelegt werden, um dann den Block F ziu gießen. Nfach dem Abkühlen des Gußstückes wird das Gußstück mit d!em Fertigfabrifcat darin verwendet, um den Block E unter Verwendung eines anderen Kastens, der auf den ersten Kasten gesetzt wird, zu· gießen.
Die Blöcke oder Gußstücke E und F bestehen aus Metall, welches einen niedrigen Schmelzpunkt hat, so daß sie ohne Beschädigung des Fertigfabrikates über dieses, hinweggegossen werden können; wie es in den Abb. 7 und 8 dargestellt ist, werden die aus Weichmetall bestehenden Blöcke B1 F als Modelle verwendet, um die Gußformen G und H in geeigneten Kästen über ihnen zu formen. Diese Blöcke G und H bestehen aus einem Material, welches einen sehr hohen Schmelzpunkt hat und hitzebeständig ist, beispielsweise aus formbarem Graphit oder einer geeigneten Mischung aus Graphit mit einem Bindematerial. Die Bildung dieser neuen Formen erfolgt unter hohem Druck. Diese Gnaphitblöoke werden dann in geeigneter Weise weiter behandelt, beispielsweise gebrannt, um eine gewisse Härte und Wider- 7<> Standsfähigkeit zu bekommen. Darauf werden die Blöcke G und H in die Lage gebracht, wie es in den Abb. 9 und 10 dargestellt ist, wo sie ate Gußfonmen zur Bildung der Stahlgußwerkzeuge gemäß Abb. 11 dienen. 7S Diese Stahlgußwerkzeuge werden also in einfacher Weise durch einen Gießvorgang mit den Graphitblöcken als Form gegossen, so daß die fertigen Stempel / und 7 entstehen, welche keiner weiteren Nacharbeitung bedürfen, sondem unmittelbar für einen Preßvorgang verwendet werden können.
Wenn irgend möglich, werden die Formkästen als Ringe von gleichem Durchmesser alusgebildet, wobei diese Ringe eine entsprechende Tiefe haben müssen, die zur Bildung der einzelnen Formen und Zwischentruoidelle notwendig ist. Diese Form der Kästen eignet sich im besonderen bei der Herstellung von Gegenständen unregelmäßiger Umriß-Mnien, wo es wünschenswert ist, eine Bewegung oder Drehung der Formen während - des Gießvorganges vornehmen zu; können.
Die Arbeitsflächen der gegossenen Stahlgußblöcke können in üblicher Weise weiter behandelt, z. B. gehärtet werden, um beim Pressen von vorgewärmten Blechen nicht angegriffen zu werden. Eine mechanische Bearbeitung der Gesenke ist nicht notwendig, so daß eine bedeutende Ersparnis an Zeit und Arbeit im Gegensatz zu den bekannten Arbeitsverfahren erfolgt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Patrizen und Matrizen durch Guß unter Verwendung des Fertigfabrikatesi als Modell, dadurch gekennzeichnet, daß über dem Fertigerzeulgnis (A) zunächst ein Zwischenmodell (E1 F) aus einem leicht schmelzbaren Metall abgegossen wird, über dem alsdann die endgültige Gußform (G1 H) für Matrize und Patrize hergestellt wird, welche aus einer hochfeuer- festen Masse, z. B. Graphit, besteht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEL51692D 1919-11-13 1920-11-07 Verfahren zur Herstellung von Patrizen und Matrizen durch Guss Expired DE355417C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1147715B (de) * 1956-02-28 1963-04-25 Renault Verfahren zur Herstellung einer Giessform fuer das Vergiessen von Gusseisen mit fein-verteiltem Graphit im Druckgiessverfahren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1147715B (de) * 1956-02-28 1963-04-25 Renault Verfahren zur Herstellung einer Giessform fuer das Vergiessen von Gusseisen mit fein-verteiltem Graphit im Druckgiessverfahren

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