DE354552C - Signalkontrollsystem fuer elektrische Klingelanlagen - Google Patents

Signalkontrollsystem fuer elektrische Klingelanlagen

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DE354552C
DE354552C DER50691D DER0050691D DE354552C DE 354552 C DE354552 C DE 354552C DE R50691 D DER50691 D DE R50691D DE R0050691 D DER0050691 D DE R0050691D DE 354552 C DE354552 C DE 354552C
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bell
signal
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electric bell
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ERICH RAU DR
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ERICH RAU DR
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING OR CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B3/00Audible signalling systems; Audible personal calling systems
    • G08B3/10Audible signalling systems; Audible personal calling systems using electric transmission; using electromagnetic transmission

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Battery Mounting, Suspending (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 10. JUNI 1922
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74a GRUPPE
Dr. Erich Rau in Zwickau i. Sa.
Signalkontrollsystem für elektrische Klingelanlagen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Juli 1920 ab.
Die Erfindung beruht auf einem Kontrollsystem an der Handeines elektrischen akustischen Signalapparates, mittels dessen es einer Person möglich ist, von einem beliebigen Aufenthaltsorte aus eine Kontrolle auf eine ihm nicht zu Gehör kommende elektrische Alarmglocke auszuüben. Diese Einrichtung kann in gewissen Fällen z. B. für größere herrschaftliche Wohnungen, Einfamilienhäuser, Gasthäuser usw. einen großen Wert haben, da hierdurch die betreffende Person, für welche die Alarmglocke zweckdienlich ist, von dem lästigen Zwang befreit wird, sich dauernd in der Nähe dieser Alarmglocke aufzuhalten.
Die Haustelegraphie besteht bekanntlich aus einer elektrischen Stromquelle, einer elektrischen
Klingel, welche, wie meist üblich, in Küche oder Korridor angebracht ist, und einer beliebigen Anzahl von auf die einzelnen Zimmer verteilten Druckknöpfen. In größeren Wohnungen, Einfamilienhäusern usw. ist in den entfernteren Räumen das Ertönen eines einzigen Läutewerkes gar nicht oder nur schwer zu vernehmen. Z.B. würde ein Bewohner oder Diener (Mädchen), welcher sich in einem von ίο der Alarmglocke weit entferntem Zimmer zu schaffen macht, das Ertönen der Alarmglocke bei noch etwaig vorhandenem Lärm nicht vernehmen. Es wäre daher erwünscht, wenn eine Einrichtunggetroffen würde, daß indembetreffenden Zimmer selbst oder in nächster Nähe desselben eine Signalglocke zum Mittönen mit der Alarmglocke gebracht würde. Diesem Übelstande hat man bereits durch Anbringen von mehreren in die Klingelanlage eingeschalteten Läutewerken abzuhelfen versucht; es ertönen jedoch sodann beim Schließen des elektrischen Stromes mittels eines Druckknopfes sämtliche Klingeln. Doch handelt es sich hierbei um eine komplizierte und kostspielige Anlage, welche bei eventuell geschlossenen Türen und bei vorhandenem j Lärm ebenfalls versagen kann. Auch ist die Anbringung von Läutewerken in sämtlichen Wohnräumen nicht erwünscht, da bei Kontaktschluß auch die Klingel in dem Zimmer er- I tönen würde, wo der Anruf erfolgt ist. !
Um diesen Ubelständen abzuhelfen, ist es dem Urheber der vorliegenden Neuerung gelungen, durch passende Vereinigung einer Signalglocke und eines Elementes, welche Kombination in eine handliche, transportable Form gebracht ist und durch den Besitzer dieses Apparates j in jedem Zimmer in geeigneter Weise an dem darin befindlichen Druckknopf angebracht werden kann, ein Mittönen mit der Alarmglocke zu bewirken. Durch diese praktische AnwendungdiesesSignalapparates ist es z. B. jedem Dienstmädchen, welches sich zwecks seiner beruflichen Tätigkeit, oder dem Iriwohner, welcher sich aus irgendwelchen Gründen in einem ent- I fernteren Zimmer (z. B. bei Einfamilienhäusern j im I. Stockwerk oder Mansarden) aufhält, durch Anbringen des mitgenommenen Signalapparates an einem Druckknopf ermöglicht, das Ertönen i der Alarmglocke (beispielsweise Eingangstür- j klingel) wahrzunehmen, d.h. sich von der Alarm- ! glocke örtlich unabhängig zu machen. Die An- j bringung des Signalapparates kann zweckmäßig in der bereits bekannten Form der bereits im Handel vorhandenen Rufknöpfe mit Haken oder Steckkontakteinrichtung erfolgen.
Elektrische Läutewerke, bei welchen ein EIe- ! ment mit Signalglocke zu einem handlichen Apparat vereinigt ist, sind bereits bekannt. Diese Läutewerke eignen sich jedoch nicht für das vorliegende Kontrollsystem. Es ist vielmehr die nachstehend näher erläuterte Aus-I führungsform für diese Zwecke besonders geeignet. Auch ist bei dem vorliegenden Signalapparat aus Billigkeits- und Einfachheitsrücksichten eine Ausführungsform gewählt worden, welche den Gebrauch der bekannten, im Handel befindlichen Batterien für elektrische Taschenlampen ermöglicht; somit besteht gegenüber : den bekannten Anordnungen ein wesentlicher . Unterschied und Neuerung.
t Auch ist bereits ein geräuschloser elektrischer ι Dienerschaftsanruf insbesondere für Gasthäuser usw. bekannt. Dieser unterscheidet sich von der vorliegenden Neuerung dadurch, daß bei dem Dienerschaftsruf nicht der Wert auf den jeweiligen Aufenthaltsraum des Dieners gelegt wird, sondern darauf, daß eine Kontrolle ausgeübt wird, von welchem Zimmer aus der Ruf erfolgt ist, also der Diener trotzdem immer in der Nähe des Signalzeichens sich befinden muß, um dasselbe wahrnehmen zu können.
Auch erfüllt die in einer amerikanischen Patentschrift (825488) beschriebene Haustelephonanlage nicht den Zweck und die Vorteile des vorliegenden Kontrollsystems.
In der Zeichnung sind beispielsweise zwei Ausführungsformen der Erfindung veranschaulicht. Es zeigt:
Abb. ι eine zur Anbringung des Signalapparates vorbereitete Klingelanlage, go
Abb. 2 den Querschnitt durch einen dazu erforderlichen Druckknopf,
Abb. 3 obigen Druckknopf in geöffneter Form,
Abb. 4 und 5 beispielsweise Ausführungsformen des Signalapparates (mit besonderer Berücksichtigung einer verschiedenartigen Anpassungsmöglichkeit an den Druckknopf),
Abb. 6 den Signalapparat unter Weglassung der vorderen Schutzwand und
Abb. 7 den Längsschnitt durch den Batteriebehälter.
Abb. ι veranschaulicht eine elektrische Klingelanlage, bestehend aus einer Batterie a, einem Läutewerk b und vier Druckknöpfen C1, C2, c3, C4, mit der Annahme, daß diese vier Druckknöpfe sich je einer in vier verschiedenen, von dem Läutewerk weit entfernten Räumen befinden, sowie aus einem stöpselbaren, aus Signalglocke r und Element bestehenden Signalkontrollapparat. Die Abb. 2 und 3 stellen beispielsweise bereits für Telephonanlagen im Gebrauch befindliche Druckknöpfe dar, welche zur Verwertung der vorliegenden Erfindung benutzt werden können. Dieselben enthalten bekanntlich z.weiim Holz eingelassenemetallische Zylinder dx, dz, welche mit den Kontaktfedern des Druckknopfes in fester Verbindung stehen. Wird der Druckknopf, z. B. C1, in Tätigkeit gesetzt, so ist es fraglich, ob die bei C2 oder c3 befindliche Person das entfernte Läutewerk b hört. Um nun auch in diesen beiden ent-
femten Räumen das Läuten zu hören, wird nach der Erfindung, am Druckknopf c2 oder cs von der dort anwesenden Person der Signalapparat angebracht, welcher beim Kontakt schluß an C1 gleichzeitig mit dem Läutewerk b ertönt.
Die in der Abb. 4 und 6 angegebene Ausführungsform des Signalapparates besteht aus einem Behälter, hergestellt aus einem beliebigen Material, welcher zweckmäßig durch eine Zwischenwand S2 in zwei Räume geteilt wird, in deren einem ein Läutewerk r und in deren anderem eine elektrische Stromquelle t sich befindet. Das Läutewerk ist zweckmäßig auf der Zwischenwand s2 befestigt. Die vordere Wand S1 enthält ein Schalloch g. Der Signalapparat ist an einer Kopfseite mit einem abnehmbaren Deckel versehen zum Auswechseln der Stromquelle t. An der dem abnehmbaren
ao Deckel I entgegengesetzten Wand befinden sich zwei metallische Zapfen A1, A2, welche in die am Druckknopf befindlichen metallischen zylinderförmigen Hohlräume dv d% hineinpassen und dadurch einen Kontakt herstellen. Die Schaltung ergibt sich aus Abb. 6 und 7, wobei der eine Pol des Läutewerkes r mit dem einen Zapfen A1, der andere Pol mit einem im Batteriebehälter befestigten Metallstreifen m fest verbunden ist. Dieser Metallstreifen m bildet einen Kontakt mit dem einen Pol 0 der Stromquelle t, deren anderer Pol η mit dem zweiten Zapfen A2 einen Kontakt bildet, so daß beim Gebrauch zwischen den beiden Zapfen A1, A2 ein elektrischer Stromkreis besteht. Es sind noch andere Ausführungsarten möglich. Das Wesen der Erfindung besteht jedoch darin, daß das Läutewerk r mit der Stromquelle t in geeigneter, zweckmäßiger Form aneinandergepaßt ist und diese Kombination als Ganzes an einer beliebigen zur betreffenden Klingelanlage gehörigen Kontaktstelle (z. B. Druckknopf) angebracht wird und dadurch ein Mittönen mit der Alarmglocke der Klingelanlage bewirkt wird.
Eine zweite mögliche Ausführungsform zeigt beispielsweise Abb. 5, wo der Signalapparat nicht mittels feststehender Zapfen A1, A2 am Druckknopf dv d2 befestigt wird, sondern eine Hängevorrichtung s, i und eine Drahtlitze, an deren freiem Ende sich ein Steckkontakt k befindet, am Signalapparat angebracht ist.
Auch kann die Anbringung der Stromquelle beliebig gewählt werden; es ist hier beispielsweise die Form gewählt, welche bei elektrischen Taschenlampen üblich ist.
Der Grundgedanke für die Anbringung des Signalapparates rr t in der elektrischen Leitung besteht darin, daß die im Signalapparat befindliche Batterie t immer mit der Hauptbatterie α gegeneinandergeschaltet sein muß. Eine Hintereinanderschaltung würde andauerndes Läuten beider Läutewerke r und b bewirken, unabhängig vom Drücken eines der übrigen Druckknöpfe. In der Abb. 1 ist die Gegeneinanderschaltung der Signalapparate δ und r dargestellt. Die beiden Batterien a und t verbrauchen sich also nicht gegenseitig, und die beiden zwischengeschalteten Läutewerke b und r können nicht läuten. Erst beim Drücken eines Druckknopfes C3 oder C1, C2, C4 wird der Stromkreis zwischen +- und —Pol geschlossen, und es entstehen dadurch zwei für sich geschlossene Stromkreise: 1. C1, a, b und 2. C1, r, t, welche jedes in ihrem Stromkreis befindliche Läutewerk zum Ertönen bringen. Natürlich mussendiebeidenBatterien« und t gleich groß sein, und damit beim Stöpseln stets eine Gegeneinanderschaltung der beiden Batterien erfolgt, müssen die Kontaktstellen der Stöpsel und Dosen derartig ausgebildet sein, daß stets nur der +-Stöpsel in die +-Anschlußdose eingeführt werden kann und nicht ein+-Stöpsel in einen—Anschlußdosenkontakt.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    1, Signalkontrollsystem für elektrische Klingelanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß ein in handlicher Form gebauter, mit Stöpselkontakt (A1, A2), Signal (r) und Stromquelle (t) versehener Apparat in die in den verschiedenen Räumen befindlichen, mit Anschlußkontakt versehenen Druckknöpfe (cx bis C4) der elektrischen Klingelanlage unter Gegenschaltung der Handbatterie (t) zur Hauptbatterie (a) gestöpselt werden kann, so daß beim Drücken irgendeines Druckknopfes (C1, C4) gleichzeitig mit dem Einschalten der Hauptglocke (δ) auch am Handapparate das Signal gegeben wird.
  2. 2. Transportabler Signalapparat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, diß an der Längsseite (s2) des das Element (t) enthaltenden Behälters (S1, S2, S3) die Signalglocke (r) befestigt ist, welche durch einen mit Schalloch (g) versehenen Behälter (s, S1) geschützt ist, und somit als Ganzes ein geschlossener Behälter besteht, welcher mit abnehmbarem Deckel (I) versehen ist, um ein Auswechseln des Elementes zu ermöglichen, und zweckmäßig an der Kopfseite mit festsitzenden Zapfen (A1A2) oder mit einer in zwei Zapfen (k) endigenden Drahtlitze zum Stöpseln der Druckknöpfe versehen ist.
    . Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DER50691D 1920-07-14 1920-07-14 Signalkontrollsystem fuer elektrische Klingelanlagen Expired DE354552C (de)

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