DE35422C - Vorrichtung an Rotationsmaschinen zur Ueberwindung des todten Punktes - Google Patents
Vorrichtung an Rotationsmaschinen zur Ueberwindung des todten PunktesInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16H—GEARING
- F16H21/00—Gearings comprising primarily only links or levers, with or without slides
- F16H21/10—Gearings comprising primarily only links or levers, with or without slides all movement being in, or parallel to, a single plane
- F16H21/16—Gearings comprising primarily only links or levers, with or without slides all movement being in, or parallel to, a single plane for interconverting rotary motion and reciprocating motion
- F16H21/18—Crank gearings; Eccentric gearings
- F16H21/38—Crank gearings; Eccentric gearings with means for temporary energy accumulation, e.g. to overcome dead-centre positions
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47: Maschinenelemente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. September 1885 ab.
Die Vorrichtung dient zur Uebertragung der Bewegung bei Kraftmaschinen mit einem Cylinder,
gleichgültig, ob Dampf-, Wasser- oder Gasmaschinen; sie bezweckt die Erleichterung
der Ueberwindung der todten Punkte und ist in den Zeichnungen in ihrer Anwendung auf
einen Flüssigkeitsmesser oder eine Wassersäulenmaschine mit einem Cylinder dargestellt.
An die Kolbenstange A, Fig. 1, ist mittelst
ihres Zapfens eine Kurbel B angeschlossen und mit dem kleinen Rad C eines La hire'sehen
Getriebes, Fig. 2, verbunden, dessen anderer Theil von dem festen, innen verzahnten Rad D
gebildet wird. Der Durchmesser des Rades D ist doppelt so grofs als der des Rades C.
Letzteres ist weiter durch die Kurbel E, deren Zapfen seine Achse bildet, mit der Hauptwelle
F verbunden. Auf diese ist ein Zahnrad H aufgekeilt, welches in das auf der
Welle J befestigte Rad I von halb so grofsem Durchmesser eingreift. Fest mit der Welle J
ist ferner ein elliptisches (oder spiralförmiges, Fig. 4, oder excentrisches) Zahnrad K aufgekeilt,
welches mit einem lose auf der Welle F sitzenden gleichartigen Rad L in Eingriff steht.
Letzteres ist mit einem durch das Gewicht Ai1
einseitig belasteten Schwungrad M zusammengegossen oder in sonstiger Weise fest verbunden.
N deutet den die Schieber bewegenden Daumen (Excenter oder dergleichen) an.
Die Bewegung des Kolbens überträgt sich durch die Kurbel B, das Rad C und die
Kurbel E auf die Maschinenwelle F. Da die Warze der Kurbel B im Theilkreise der Räder
C D liegt, so wird die Kolbenstange wegen der analytischen Eigenschaften des L a hiresehen
Getriebes senkrecht vollkommen gerade geführt. Die Welle F setzt durch das Getriebe
HI das elliptische Rad K in Bewegung,
und dieses treibt das lose auf F sitzende elliptische Rad L mit dem belasteten Schwungrad
M. Infolge des Unterschiedes zwischen den Radien der Räder H und I macht die
Welle J und ebenso das Schwungrad M zwei Umdrehungen, während die Welle F eine vollführt.
Die elliptischen Räder sind nun so angeordnet, dafs bei der höchsten Lage des Gewichtes
M1, sobald dasselbe auf die Ueberwindung der todten Punkte hinzuwirken
beginnt, das elliptische Rad L mit seinem kürzesten Radius in den längsten Radius des
Rades K eingreift, Fig. 3, so dafs eine Vergröfserung der Geschwindigkeit des Schwungrades
im Augenblick eintritt, wo der todte Punkt zu überwinden ist und die Vertheilungs-Öffnungen
im Schieber zu entblöfsen sind. Wenn alsdann das Gegengewicht M1 sich
unten befindet und wieder nach oben geführt werden mufs, kommt das elliptische Rad L
mit seinem längsten Radius in Eingriff mit dem kürzesten Radius des Rades K, so dafs der
zum Heben des Gewichtes Ai1 erforderliche
Kraftaufwand bedeutend verringert wird.
Anstatt der elliptischen Räder könnte man auch spiralförmige Räder, wie in Fig. 4, oder
excentrische Räder anwenden.
Das dargestellte Getriebe bezweckt also nicht nur das Ueberwinden der Todtpunkte durch
Einwirkung der Schwere des Gewichtes M1,
wie in der Patentschrift No. 9362, sondern es soll auch durch die vergröfserte lebendige
Kraft des Schwungrades M den Todtpunkt
selbst möglichst schwächen. In der Verbindung dieser beiden Zwecke besteht, wie der
Erfinder angiebt, das Wesen und der Werth der Erfindung. Das Lahire'sche Getriebe soll
dabei die mit dem gewöhnlichen Schubkurbelgetriebe verbundenen Uebelstände vermeiden
und die Wirkungen des Todtpunktes beträchtlich verringern, so dafs, wenn die vorliegende
Anordnung des Lahire'schen Getriebes beraubt und statt seiner mit Schubstange und
Kurbel versehen würde, der vom Erfinder angestrebte und auch verwirklichte Zweck nicht
erreicht werden könnte.
Infolge der Anwendung des mit elliptischen oder spiralförmigen Rädern gebildeten Getriebes
wird dem einseitig belasteten Schwungrad statt einer gleichförmigen eine periodisch veränderliche
Winkelgeschwindigkeit mitgetheilt, so dafs seine Geschwindigkeit den kleinsten Werth in
der Mitte des Kolbenhubes erlangt, während das Gewicht Af1 steigt, und den gröfsten Werth
gerade in dem Augenblick, wo es den Todtpunkt zu überwinden hat. Diese Beschleunigung
der Geschwindigkeit des Schwungrades vermehrt nun die Wirkung seiner Belastung bedeutend in dem Augenblick, wo es seine
nützliche Wirkung auszuüben hat, indem dessen lebendige Kraft vermehrt wird. Hieraus
folgt, dafs man unter Anwendung von aus elliptischen oder spiralförmigen Rädern gebildeten
Getrieben mit einer schwächeren Belastung des Schwungrades dieselben Wirkungen erhält wie mit einem schwerer belasteten
Schwungrade bei Abwesenheit solcher Getriebe. Das Uebersetzungsverhältnifs von 2 : 1 der
Räder H und / bewirkt dabei, dafs das Schwungrad zwei Umdrehungen macht, während
die Welle F nur eine vollführt.
Die Verbindung der beiden Einrichtungen: einseitig belastetes Schwungrad mit doppelter
Umlaufzahl und Herbeiführung einer gröfseren Geschwindigkeit desselben in den Todtpunkten,
trägt also wirksamst dazu bei, die schädlichen Einflüsse des Todtpunktes zu überwinden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An einfach- oder doppeltwirkenden Wasserzählern, Dampf-, Gas-, Luft- oder Wassermaschinen eine Anordnung zur gleichmäfsigen Bewegungsübertragung, bestehend aus der Bewegungsübersetzung der Kolbenstange auf die Maschinenwelle durch ein Lahire'sches Getriebe in Verbindung mit einem aus kreisrunden und einem aus elliptischen oder spiralförmigen Rädern zusammengesetzten Getriebe HIKL, dessen letztes Rad mit einem einseitig belasteten Schwungrad M fest verbunden ist, Fig. ι bis 4.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE35422C true DE35422C (de) |
Family
ID=311280
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT35422D Expired - Lifetime DE35422C (de) | Vorrichtung an Rotationsmaschinen zur Ueberwindung des todten Punktes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE35422C (de) |
-
0
- DE DENDAT35422D patent/DE35422C/de not_active Expired - Lifetime
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