DE86636C - - Google Patents

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DE86636C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B17/00Reciprocating-piston machines or engines characterised by use of uniflow principle
    • F01B17/02Engines
    • F01B17/04Steam engines
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01BMACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
    • F01B2170/00Steam engines, e.g. for locomotives or ships
    • F01B2170/04To-be-deleted with administrative transfer to parent group
    • F01B2170/0405To-be-deleted with administrative transfer to parent group
    • F01B2170/0423Single acting steam engines with 1, 2 or 3 cylinders

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
in PARIS.
Kraftmaschine zum Betriebe von Wagen u. dgl.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. Januar 1895 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Kraftmaschine, die insbesondere zum Betriebe von Wagen und sonstigen Fahrzeugen dienen soll. Diese Maschine ist in beiliegender Zeichnung dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι eine Ansicht derselben, theilweise im Schnitt,
Fig. 2 ist eine Oberansicht derselben und
Fig. 3 stellt einen Schnitt durch den Schieberkasten nach Linie α-β der Fig. 2 dar.
Fig. 4 veranschaulicht einen Schnitt nach Linie π-λ der Fig. 2 und
Fig. 5 ist eine schematische Darstellung der Vertheilungscurve.
Die hohle Treibachse A trägt vier cylinderförmig gestaltete Daumenscheiben A1 A1 und A'2 Ä1. Im Innern der hohlen Treibachse A drehen sich die beiden Achsen al und α'2, auf welche die Wagenräder aufgekeilt sind. Diese Achsen erhalten ihre Bewegung durch ein Differentialgetriebe bekannter Art, welches in ein durch die beiden mittleren Daumenscheiben ^1 und Ä2 gebildetes Gehäuse eingeschlossen ist. Auf diesen Daumenscheiben gleiten auf verticale Achsen bl b'2 aufgeschobene Gleitrollen, welche von je einem Winkelhebel B1 und B'2 getragen werden. Letztere sind durch die Stangen c1 und c2 und die Balanciere C1 und C2 mit den einfach wirkenden Kolben D D1 verbunden. Die Kolben DD1 bewegen sich in den Cylindern E und der Dampf wirkt nur auf die äufsere Kolbenfläche. Der hinter dem Kolben gelegene Raum bildet ein Luftkissen, welches die Rückwärtsbewegung des Kolbens bei den ersten Hüben gleichzeitig mit den Daumenscheiben bewirkt. Die Balanciers C1 und C'2 haben den Zweck, den Druck gleichmäfsig auf die beiden Winkelhebel und Daumenscheiben einer jeden Gruppe zu vertheilen, um so jeden seitlichen Druck auf die Achse zu vermeiden.
Wie aus der Zeichnung, Fig. 1, am besten zu ersehen ist, besitzt jede Daumenscheibe mehrere Wellenberge und Wellenthäler (in der Zeichnung sind für jede Daumenscheibe -vier angenommen). Um eine Umdrehung der Achse zu bewirken, sind also ebenso viel Kolbenhübe nöthig, als Wellenberge bezw. Wellenthäler vorhanden sind. Hierdurch werden die Dimensionen der Dampfcylinder und der Daumenscheiben auf das möglichst geringste Mafs beschränkt und alle Zwischenmechanismen überflüssig gemacht.
Die Gestaltung der Daumenscheiben und der Kreisbogen, welche die Gleitrolle eines jeden Winkelhebels beschreibt, sind derart bemessen, dafs der Leergang des Kolbens sehr rasch vor sich geht, während der Arbeitshub eine verhältnifsmäfsig längere Zeit erfordert. Der Leergang sowohl wie der Auspuff erfolgt während der kürzeren Periode.
Die beiden Daumenscheibengruppen sind gegen einander um einen halben Wellenberg bezw. ein halbes Wellenthal versetzt, so dafs also stets ein Kolben während des ersten Theiles seines Arbeitshubes voll in Wirkung
tritt. Wenn die treibende Kraft sich verlangsamt, arbeiten beide Kolben gleichzeitig, so dafs also eine äufserst gleichmäfsige Rotation und ein äufserst ruhiges Angehen der Maschine bei vollem Dampfzutritt erzielt wird.
Die Fig. 5 veranschaulicht schematisch diese Bewegung für eine Welle der Daumenscheiben. Bei dem Punkte 0 hat die Gleitrolle b1 ihren äufsersten Punkt erreicht, während die Gleitrolle b2 den in diesem Momente mit ihr in Berührung stehenden Wellenberg noch bis ungefähr zur Stellung 2 vordrückt. Bei dem Punkte 2 wird die Gleitrolle b1 entlastet. Man sieht also, dafs von dem Punkte ο bis zu dem Punkte 2 beide Rollen gleichzeitig arbeiten. Von dem Punkte 2 bis zu dem Punkte 6 wirkt die Rolle b1 allein, während die Rolle b2 vollständig entlastet wird. Von dem Punkte 6 bis zu dem Punkte 8 wirken beide Rollen zusammen. Von dem Punkte 8 bis zu dem Punkte 0 wirkt die Rolle b2 allein, das heifst also, jeder der beiden Kolben wirkt■ während 2/3 und geht leer während Y3 der ganzen Periode.
Aus Vorstehendem ist gleichzeitig zu ersehen, dafs die Achse jeder Gleitrolle während ihrer Bewegung vertical ist und bleibt und dafs die Stellung der Achse der Daumenscheiben ebenfalls nicht geändert wird, derart, dafs das ganze System unempfindlich für vertical zur Achse wirkende Einflüsse ist.
Hinter den beiden Cylindergruppen befindet sich der Schieberkasten F, der durch Kanäle F1 und i72 (s. Fig. 4) mit den Cylindern E in Verbindung steht.
In diesem Schieberkasten bewegt sich der Schieber G auf einer ringförmigen Basis, bleibt jedoch mit seinen geraden Kanten stets gleich gerichtet.
Der Schieber wird durch eine Kurbel g1 der Steuerwelle g bethätigt. Ueberdies findet er bei seiner Bewegung Führung durch zwei andere Kurbeln hl und h2 von derselben Radienlänge wie die Kurbel g1 derart, dafs, wie bereits eben erwähnt, die geraden Schieberkanten g3 und g-4 während der Drehung der Steuerwelle g sich stets parallel gerichtet bleiben, weil die beiden Kurbeln /21 und h2, welche den Schieber H führen, genau dieselben Kreise beschreiben wie die Kurbel g1. Die Steuerwelle g wird vermittelst kleiner Rollen der Balanciers C1 C2 bethätigt. Diese Rollen laufen in einer doppelt schraubenförmig gewundenen Rinne einer Curvenscheibe g5, welche auf die Welle g aufgekeilt ist. Die Gestaltung der eben erwähnten Laufrinne entspricht der Bewegung der Hauptdaumenscheiben und hat zur Folge, dafs die Steuerwelle während jeder vollständigen Kolbenwirkung eine Umdrehung macht.
In Fig. 4 ist der Schieber für den Punkt ο eingestellt. Der eine Kolben D1 beginnt seinen Arbeitshub. Wenn sich nun der Schieber G in der in Fig. 4 eingezeichneten Pfeilrichtung bewegt, wird die Kante g3 die Oeffnung F1 und damit den Einlafs freigeben, und zwar so lange, bis der Punkt 6 erreicht ist. Da nun die äufsere Kante der Oeffnung F1 einen um den Punkt 6 beschriebenen Kreisbogen darstellt, so ist es klar, dafs, wenn man den Schieber G um seinen Mittelpunkt dreht, wodurch die Richtung der Kante g3 geändert wird, diese Kante stets tangential zur Kante der Oeffnung F1 gerichtet und stets bereit ist, den Zutritt freizugeben. Nimmt die Kante g3 des Schiebers G die Richtung \ ^ ein, so wird der Zutritt im Punkte χ unterbrochen, wenn die Linie 0 - χ parallel der Linie \ - % gerichtet ist, das heifst also, eine Stellung einnimmt, die etwas vor der punktirt eingezeichneten Linie liegt. Man kann also den Einlafs später oder früher verschliefsen, je nachdem, welche Richtung man dem Schieber G und damit seiner Kante g3 gegeben hat. Man kann sogar den Einlafs offen halten bis zum Punkte 8, das ' heifst also, während 2/3 der ganzen Umdrehung, das heifst derjenigen Zeit, die der Kolben für seinen Arbeitshub gebraucht.
Die Richtungsänderung des Schiebers G kann sogar während des Getriebes des Motors vorgenommen werden, denn der Drehpunkt der kleinen Führungskurbeln h1 und h2 wird von einer Scheibe H getragen, die sich um ihren Mittelpunkt drehen kann. Die Drehung dieser Scheibe H kann, wie in Fig. 3 dargestellt, von aufsen vermittelst einer Schraube ohne Ende oder auf irgend welche sonstige beliebige Art bewirkt werden.
Die innere Kante des Schiebers ist vollkommen kreisförmig. Behufs Bewirkurig des Auspuffes giebt er mit seiner Kante g4 die Oeffnung F2 frei, wenn er die durch die Linie 0-8 angedeutete Stellung einnimmt.
Die äufsere Kante der Oeffnung F2 bildet eine Kreislinie mit dem Punkte 6 als Mittelpunkt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine zum Betriebe von Wagen u. dergl. bestimmte Kraftmaschine mit zwei einfach wirkenden Cylindern, die sich in ihren Bewegungen abwechseln, dadurch gekennzeichnet, dafs deren Kolben durch Winkelhebel B1 B2 mit senkrechten Gleitrollen auf cylindrische Schubcurven A1A2 der Achse A einwirken, welche Schubcurven so gestaltet sind, dafs die Kolben langsamen Arbeits- und schnellen Leerhub erhalten.
    Eine Zwillingsmaschine mit schnellem Leerhub der Kolben nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Dampfvertheilungsvorrichtung, bei der ein Muschelschieber (G), der mittelst zweier Kurbeln auf einer Scheibe (H) aufgehängt ist, dadurch für jede gewünschte Einströmung eingestellt werden kann, dafs man die Scheibe (H) entsprechend um ihren Drehpunkt dreht, wobei der Muschelschieber (G) durch eine dritte Kurbel bewegt wird, die den gleichen Radius wie die beiden vorgenannten Kurbeln hat.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT86636D Active DE86636C (de)

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