DE285035C - - Google Patents

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DE285035C
DE285035C DENDAT285035D DE285035DA DE285035C DE 285035 C DE285035 C DE 285035C DE NDAT285035 D DENDAT285035 D DE NDAT285035D DE 285035D A DE285035D A DE 285035DA DE 285035 C DE285035 C DE 285035C
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    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01CROTARY-PISTON OR OSCILLATING-PISTON MACHINES OR ENGINES
    • F01C1/00Rotary-piston machines or engines
    • F01C1/02Rotary-piston machines or engines of arcuate-engagement type, i.e. with circular translatory movement of co-operating members, each member having the same number of teeth or tooth-equivalents
    • F01C1/063Rotary-piston machines or engines of arcuate-engagement type, i.e. with circular translatory movement of co-operating members, each member having the same number of teeth or tooth-equivalents with coaxially-mounted members having continuously-changing circumferential spacing between them
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B53/00Internal-combustion aspects of rotary-piston or oscillating-piston engines

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es bestehen bereits Verbrennungskraftmaschinen mit ringwulstförmigen1 Arbeitszylindern, bei welchen im feststehenden Zylinder die Kolben in einer Richtung und mit verschiedenen Geschwindigkeiten kreisen, ferner auch solche, bei welchen in einem sich drehenden Zylinder die Kolben eine schwingende Bewegung ausführen, und endlich solche, bei welchen in einem sich drehenden Zylinder relativ feststehende und kreisende Kolben angeordnet sind. Die Erfindung besteht in einer Kombination dieser Anordnungen, bei welcher in einem ringwulstförmigen Zylinder in einer Richtung und mit verschiedenen Winkelgeschwindigkeiten kreisende Kolben angeordnet sind, die bei jedem Zusammentreffen ihre Geschwindigkeiten austauschen und die Ein- und Auslaßöffnungen im Zylinder steuern, wobei sich auch der Zylinder in derselben Richtung, und zwar mit einer solchen Geschwindigkeit dreht, daß für je vier Kolben nur eine Saugöffnung, eine Auspufföffnung und eine Zündkerze genügt. Durch diese Kombination werden günstigere Verhältnisse der Kolben- und Zylindergeschwindigkeiten erreicht und daher die Konstruktion der notwendigen Übersetzungen erleichtert, und ferner werden alle sich drehenden Teile der Kraftmaschine zur ständigen Wirkung als Schwungmassen verwertet.
In den Zeichnungen ist die Maschine nach der Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Fig. ι zeigt die Maschine in einem Achsialschnitt, und Fig. 2 in der Stirnansicht bei weggenommener vorderen Hälfte des Arbeitszylinders. Die Fig. 3 bis 10 erläutern schema- tisch die Wirkungsweise der Maschine bei feststehendem Zylinder. Die Fig. 11 und 12 stellen die abgewickelten Nuten der Steuerungshülse, und die Fig. 13 und 14 eine Einzelheit in zwei Schnitten dar. Die Fig. 15 und 16 zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel des Kolbenantriebes.
Auf einer hohlen Achse 5 ist ein ringwulstförmiger Arbeitszylinder 6 (Fig. 1 und 2) aufgekeilt, der eine durch einen Kanal 7 mit der Achse 5 verbundene Saugöffnung 8 und eine daneben liegende, ins Freie ausmündende Ausr puff Öffnung 9 besitzt. Diametral gegenüber diesen Öffnungen ist eine elektrische Zündkerze 10 angeordnet. Der Zylinder 6 ist gegen die Achse 5 offen und mit Flanschen 11 versehen, zwischen welchen zwei nebeneinander liegende Scheiben 12 und 13 sich gasdicht drehen. Die Scheibe 12 ist mittels einer Hülse 14 auf der Achse 5 drehbar gelagert, während die Scheibe 13 mit ihrer , Hülse 15 auf der Hülse 14 der Scheibe 12 frei drehbar ist. Jede Scheibe 12 bzw. 13 trägt je zwei diametral gegenüberliegende Kolben 1 und 2 bzw. 3 und 4. Diese Kolben 1 bis 4 bewegen sich in dem Ringraum
des Zylinders 6 immer in derselben Richtung, jedoch paarweise abwechselnd mit verschiedener Winkelgeschwindigkeit in folgender Weise. Während sich z. B. die Kolben ι und 2 der Scheibe 12 um ihre eigene Länge verschoben haben, haben die Kolben 3 und 4 der Scheibe 13 . den Weg vom einen der ersteren Kolben, z. B.
vom Kolben 1, bis zum anderen, z. B. bis zum Kolben 2, zurückgelegt, wonach sich die, KoI-ben 3 und 4 mit der geringeren und die Kolben 1 und 2 mit der größeren Geschwindigkeit weiter bewegen. Dabei findet zwischen den sich nähernden Kolben Kompression und Auspuff und zwischen den sich entfernenden Kolben Expansion und Ansaugung statt. Dieser Vorgang ist in den Fig. 3 bis 5 der Zeichnung dar-. gestellt. Bei der in Fig. 3 dargestellten Lage der Kolben befindet sich zwischen den Kolben 2 und 4 komprimiertes Gasluftgemisch, durch dessen Explosion die Kolben 3, 4 ihren Antrieb erhalten, wobei zwischen den Kolben 2 und 4 Expansion (Fig. 4), zwischen den Kolben 4 und 1 Auspuff, zwischen den Kolben 1 und 3 Füllung und zwischen den Kolben 3 und 2 Kompression stattfindet. Dabei verschieben sich die Kolben 1 und 2 in dem Zylinder 6 nur um ihre eigene Länge, während sich der Kolben 3 vom Kolben 1 bis zum Kolben 2 und der Kolben 4 vom Kolben 2 bis zum Kolben 1 bewegt (Fig. 5). Sodann findet die Explosion des zwischen den Kolben 2 und 3 komprimierten Gasluftgemisches statt, wonach das Kolbenpaar 2, 1 angetrieben wird und sich nunmehr mit größerer Geschwindigkeit bewegt, während sich das andere Kolbenpaar 3 und 4 bloß um die Kolbenlänge verschiebt. Auf diese Weise bewegen sich die Kolbenpaare abwechselnd mit ungleichen Geschwindigkeiten, so daß immer das eine Kolbenpaar das andere und umgekehrt einholt. Dabei werden die Auspufföffnung 9, die Saugöffnung 8 und die Zündkerze 10 durch die Kolben selbst in geeigneten Augenblicken geschlossen und geöffnet (Fig. 3 bis 5).
Die Fig. 6 bis 10 zeigen schematisch eine vollständige Arbeitsperiode zwischen zwei benach- - harten Kolben, z. B. 1 und 3, bei feststehendem Zylinder. Bei der Bewegung der Kolben aus der Lage nach Fig. 6 in die Lage nach Fig. 7 wird zwischen den Kolben 1 und 3 frisches Gasluftgemisch angesaugt. Sodann findet zwischen diesen Kolben 1 und 3 eine Kompression (Fig. 7 und 8), dann die Explosion und Expansion (Fig! 8 und 9) und zuletzt der Auspuff statt (Fig. 9 und 10), nach dessen Beendigung die Kolben in ihre Anfangsstellung gelangen. Bei der Anordnung von zwei oder 2 m Kolbenpaaren finden in der Maschine gleichzeitig alle vier Takte eines Viertaktmotors statt.
Der Zylinder 6 rotiert mit dem Kolben in derselben Richtung, so daß sich die Kolben um die Drehgeschwindigkeit des Zylinders schneller bewegen. Während beim nicht feststehenden Zylinder, das Verhältnis der Kolbengeschwindigkeiten bei verschiedener Anzahl von Zündungen dasselbe bleibt und nur vom Durchmesser des Zylinders und von der Kolbenlänge abhängt, hängt beim rotierenden Zylinder das Verhältnis der Geschwindigkeiten auch von der Anzahl der Explosionen während einer Umdrehung des Zylinders ab.
Ist ι die Kolbenlänge, η die Anzahl der Explosionen, D der Durchmesser des mittleren Kreises im Gehäuse, so ist die relative Geschwindigkeit des Gehäuses
■D
die Geschwindigkeit des eben langsamer gehenden Kolbens
π-D
L. j
und die Geschwindigkeit des eben schneller gehenden Kolbens
π-D π-D
— 1 ■ i·
Die Geschwindigkeiten stehen also zueinan-
2n
-+i
■ D
Die Kolbenlänge wird zweckmäßig als ein Teil von π-D gewählt. Für verschiedene Werte von 1 und η erhält man folgende Tabelle: ,
π- D π-D 5 II -D 6 π-D 8
Λ~ 8 IO 5 8: 12 3 ΐ6 4
2 7:5:4 9:6: 2 37: = 7 = 12 15:9: ΐ6
4 5:3:2 13:7: 5 13 4: 3 11:5: 2.
5 23:13:8 6:3: 17: 5ΐ:2ΐ:
8 4: 2: ι 2ΐ: 9: :5: 9:3:
Es stehen daher beim mitrotierenden Arbeitszylinder ζ. B. bei vier Zündungen und einer
Kolbenlänge = die Kolben- und Zylinder-
geschwindigkeiten im Verhältnis 8:4:3, während beim feststehenden Zylinder das Verhältnis der Kolbengeschwindigkeiten für jede, Anzahl von Explosionen 5:1 beträgt. Es ergibt sich daher für die Kolbengeschwindigkeiten ein Verhältnis 2:1, welches für die konstruktive Ausführung der Maschine weit günstiger ist, als das Verhältnis 5:1 beim feststehenden Arbeitszylinder.
Bei diesem Verhältnis der Geschwindigkeiten beider Kolbengruppen und des Zylinders ist bei einer Viertaktmaschine für je vier Kolben bloß eine einzige Zündkerze sowie eine Saugöffnung und eine Auspufföffnung erforderlich. Um ein solches Verhältnis zwischen den Geschwindigkeiten zu erreichen, muß zwischen den die Kolben tragenden Hülsen 14 und 15 und der Achse 5 des Zylinders eine entsprechende Übersetzung vorgesehen werden. Dabei wählt man für eine bestimmte Anzahl von Explosionen eine solche Kolbenlänge, bei welcher eine möglichst einfache Übersetzung vorkommt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel stehen bei vier Explosionen die Geschwindigkeiten zueinander in dem Verhältnis 8:4:3. Daher müssen sich die Geschwindigkeiten der Kolbenpaare 1, 2 und 3, 4 im Verhältnis 8: 4 ablösen. Um die erforderliche Übersetzung zu erreichen, wird eine mit der Achse 5 (Fig. 1) parallele Welle 16 angeordnet, die mit der Achse 5 durch eine Zahnräderübersetzung 17, 18 (1:4) verbunden ist. Auf der Hülse 14 sind zwei Zahnräder 19 und 20 nebeneinander befestigt, die mit den auf der Welle 16 sitzenden Zahnrädern 21 und 22 eingreifen, und zwar stehen die Zahnräder 19 und 21 im Verhältnis 3 :2 und die Zahnräder 20 und
22 im Verhältnis 3:1 zueinander.; Auf der anderen Hülse 15 sind ebenfalls zwei Zahnräder
23 und 24 nebeneinander befestigt, welche mit auf der Welle 16 sitzenden Zahnrädern 25 und 26 eingreifen. Die Übersetzung zwischen diesen Zahnrädern ist wieder 3 :1 und 3:2. Die Zahnräder auf der Welle 16 sind so angeordnet, daß, wenn z. B. das Zähnrad 21 mit der Welle 16 gekuppelt ist, das andere Zahnrad 22 von der Welle 16 entkuppelt ist und außerdem das Zahnrad 26 mit der Welle 16 gekuppelt und das Zahnrad 25 entkuppelt ist. Dabei muß die Anordnung so getroffen werden, daß am Ende eines jeden Taktes der Maschine die gekuppelten Zahnräder von der Welle selbsttätig gelöst und die losen Zahnräder mit der Welle gekuppelt werden. Diese Aufgabe kann auf verschiedene Art gelöst werden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist zu diesem Zwecke eine auf der Welle 16 mitrotierende, achsial verschiebbare Lagerbüchse 27 (Fig. 1) angeordnet, auf der die Zahnräder 21, 22, 25 und 26 sitzen. Unter dem Zahnrad 21 ist die Büchse 27 mit einer Nut versehen, die aus zwei zur Wellenachse symmetrisch geführten schraubenförmigen Halbgangen 28 (Fig. 11,12) und zwei diese zu einer in sich geschlossenen Nut verbindenden achsialen Teilen 29 besteht. Unter dem Rad 22 besitzt die Büchse'16 eine schraubenförmige Nut 30, die um die Büchse einen ganzen Schraubengang bildet und deren Enden durch eine achsiale Nut 31 verbunden sind. Unter dem Zahnrad 25 ist die Nut 32, 33 und unter dem Rad 26 ist die Nut 34, 35 angeordnet, die ein Spiegelbild der Nuten 28, 29 und-30, 31 darstellen, wie aus den Fig. 11 und 12 zu ersehen ist. In den Naben der Zahnräder ist je ein Kuppelstift 36 bzw. 37, 38 und 39 angeordnet, der in die entsprechende Nut eingreift. Die Stifte 36 bis 39 sind in den Nuten so gestellt, daß sie abwechselnd immer ein Zahnrad, z. B. Zahnrad 21 und das ungleiche Zahnrad 26, mit der Büchse 27 kuppeln, während sie die anderen zwei Zahnräder 22 und 25 frei lassen oder umgekehrt. Nimmt man z. B. an, daß der mit der Hülse 14 verbundene Kolben 1 durch die Expansion getrieben wird und daher sich das Kolbenpaar 1, 2 schneller und das mit der Hülse 15 verbundene Kolbenpaar 3, 4 langsamer bewegt, so muß das Zahnrad 21 mit der Büchse 27 gekuppelt werden, während sich das andere Zahnrad 22 auf derselben lose, und zwar mit doppelter Geschwindigkeit dreht. Dieses Zahnrad 22 bewegt sich mit seinem Stift 37 in dem schraubenförmigen Teil 30 der Nut 30, 31, und da es sich nicht seitlich verschieben kann, verschiebt es die Hülse 27 achsial nach rechts. Dabei gleitet das Zahnrad 21 mit seinem Stift 36 in den achsialen Teil 29 der Nut 28,29, wodurch es mit der Büchse 27 gekuppelt wird. Das Zahnrad 26 greift mit seinem Stift 38 in den achsialen Teil35 der Nut 34,35 und treibt mittels Zahnrades 24 die Hülse 15 mit halber Geschwindigkeit der Hülse 14 an, während das Zahnrad 25 mit seinem Stift 39 in den schraubenförmigen Teil 32 der Nut 32, 33 eingreift und in der Rotation um eine halbe Tourenzahl der Welle 16 zurückbleibt. Es müssen daher die Schraubennuten 28 und 32 nur halb so lang sein als die Nuten 30, 34 und eine doppelt so große Ganghöhe wie die letzteren haben, und die achsialen Nuten 29, 31, 33 und 35 müssen ein und dieselbe Länge haben. Nach jedem beendigten Takt kommen die bisher in den schraubenförmigen Nuten gehenden Stifte der Zahnräder gegen die achsialen Nuten und umgekehrt zu liegen, so daß nunmehr die bisher freilaufenden Zahnräder mit der Büchse 27 gekuppelt werden und die bisher gekuppelten Zahnräder freilaufen.
Um die Stifte.mit dem achsialen Teil der Nuten sicher in Eingriff zu bringen, sind dieselben in. den Zahnrädern radial verschiebbar angeordnet (Fig. 13 und 14) und gegen die Büchse 27 durch
eine Feder 40 gedrückt. An den Übergangsstellen der schraubenförmigen Nuten 28, 30, 32, 34 in die achsialen Nuten 29, 31, 33, 35 ist eine
, Vertiefung, 41 (Fig. 11 bis 14) angeordnet, in die' der an der Wendestelle der Nut kommende Stift einspringt, so daß er beim nächsten Takt in die schraubenförmige Nut nicht zurückkehren kann, sondern in der achsialen Nut sicher ' zugeführt wird. Die Anzahl der achsialen Teile in den Nuten hängt von dem Verhältnis der relativen Kolbengeschwindigkeiten ab. Von der Welle 16 wird durch eine Übersetzung 42, 43 die Magnetmaschine 44 angetrieben. An die Achse 5 des Zylinders 6 schließt sich das Zuführungsrohr 45 für das Gasluftgemisch an.
Die Wirkungsweise der Verbrennungskraftmaschine ist folgende : Nimmt man die Kolbenstellung nach Fig. 6 an, so wird nach erfolgter -"· Explosion des zwischen den Kolben 2 und 4 komprimierten Gasluftgemisches das Kolbenpaar 3, 4 durch die expandierenden Verbrennungsgase angetrieben, wobei seine Hülse 15 durch die Zahnräderübersetzung 23, 25 (3:2) die Welle 16 antreibt, von der der Antrieb einerseits durch die Zahnräder 22, 20 (1:3) auf die Hülse 14 und ihr Kolbenpaar 1, 2 und anderseits durch die Zahnräder 17, 18 (1:4) auf die Achse 5 und den Zylinder 6 übertragen wird, so
■·· daß sich alle drei Teile, nämlich die Kolbenpaare und der Zylinder, in dem Geschwindigkeitsverhältnis 8:4:3 bewegen. Dabei dreht sich das Zahnrad 26 mit doppelter Geschwindigkeit und das Zahnrad 21 mit halber Geschwindigkeit frei auf der Welle 16. Nach beendigtem Takt (Fig. 7) werden infolge der achsialen Verschiebung der Büchse 27 die Zahnräder 25 und 22 auf der Welle 16 freigegeben und die Zahnräder V2i und 26 mit derselben gekuppelt. Nach erfolgter Explosion zwischen den Kolben 2 und 3 wird das bisher langsamer laufende Kolbenpaar i, 2 durch die expandierenden Gase angetrieben und schneller laufen. Von diesem Kolbenpaar i, 2 wird durch die Zahnräderübersetzung 19, 21 (3:2) die Welle 16 und von dieser einerseits durch die Zahnräder 26, 24 (1:3) das andere Kolbenpaar 3, 4 und anderseits die Achse 5 angetrieben. Die Zahnräder 22 und 25 drehen sich lose auf der Welle, und zwar eilt das Zahnrad 22 vor, während das Zahnrad 25 zurückbleibt. Auf diese Weise wird nach jedem Takt des Motors die Übersetzung von den Hülsen 14 und 15 auf die Welle 16 selbsttätig geändert, wobei jedes Kolbenpaar abwechselnd schneller läuft und die Welle 16 antreibt und sodann wieder langsamer läuft und von der Welle angetrieben wird. Die Welle 16 kann zugleich als Transmissionswelle dienen, falls man es nicht vorzieht, die Zylinderwelle als Transmissionswelle zu benutzen.
Die Verbrennungskraftmaschine kann eine beliebige Anzahl Kolbenpaare besitzen. Durch die Wahl der Verhältnisse zwischen der relativen Geschwindigkeit des Zylinders, der Kolbenlänge und der Anzahl der Zündungen kann man das Verhältnis der drei Geschwindigkeiten (des Zylinders und der Kolben) in weiten Grenzen ändern. Im allgemeinen ist die relative Geschwindigkeit des -langsamer gehenden Kolbens im Zylinder eine geringe, so daß immer nur die Hälfte von den Kolben sich in dem Zylinder schnell verschiebt und daher die Kraftmaschine eine geringe Abnutzung aufweist.
Um Stöße bei der Steuerung eier Übersetzungen zu vermeiden, ist es vorteilhaft, die Maschine für das Verhältnis der relativen Kolbengeschwindigkeiten 2:1 zu konstruieren. In diesem Falle hat der schneller rotierende Kolben die Geschwindigkeit 2 ν und der langsamer rotierende Kolben die Geschwindigkeit v. Nach der nachfolgenden Explosion erteilen die expandierenden Gase dem letzteren Kolben eine positive und dem ersteren Kolben eine negative Beschleunigung von v, so daß nunmehr, der erstere Kolben die Geschwindigkeit von 211—'«= » und der letztere Kolben die Geschwindigkeit von υ + ν = 2 ν erhält. Es wird daher die Kolbengeschwindigkeit durch die expandierenden Gase selbst geändert, so daß in den Übersetzungszahnrädern bei der Umsteuerung theoretisch keine Stöße stattfinden.
Die Konstruktion der Verbrennungskraftmaschine kann in folgender Weise wesentlich vereinfacht werden. Auf der Welle 5 (Fig. 15 und 16) ist ein mit dem Arbeitszylinder 6 zusammenhängendes Zahnrad 50 angeordnet, und jedes Kolbenpaar 1, 2 und 3, 4 trägt an seiner Scheibe 12 bzw. 13 ein in dieses Zahnrad 50 eingreifendes Triebrad 51 bzw. 52. Bei der Rotation der Kolbenpaare würden sich die Triebräder 51 und '52 am Zahnrad 50 frei abrollen; wenn dagegen die Triebräder 51, 52 am Drehen gehindert würden, dann würde jedes von ihnen das Zahnrad 50 mitzunehmen suchen, und zwar mit der Winkelgeschwindigkeit seines Kolbenpaares. .■ Durch eine teilweise Hemmung des; Drehens der Triebräder 51, 52 kann nun erreicht werden, daß sie sich am Zahnrad 50 teilweise abrollen und teilweise dasselbe mitnehmen, und zwar im Verhältnis zur relativen Winkelgeschwindigkeit der Kolbenpaare. Um dies zu erreichen, ist an jedem Triebrad 51 bzw. 52 ein seitlicher Stift 53 angebracht, der in eine Nut 54 des Gehäuses 6 eingreift. Bei einer epizykloidischen Form 55 dieser Nut würden sich die Triebräder 51, 52 am Zahnrad 50 frei abrollen; wenn aber die Form der Nut geändert und z. B. eine kürzere Kurve gewählt wird, ist ein freies Abrollen der Triebräder 51 und 52 am Zahnrad 50 nicht mehr möglich, sondern es wird das Abrollen durch die Kurvennut ununterbrochen verzögert. Da sich dann die Triebräder 51 und 52 am Zahn-
rad 50 nicht mehr mit der Geschwindigkeit ihrer Kolbenpaare, sondern nur langsamer abrollen können, nehmen sie bei ihrer Bewegung das Zahnrad 50 samt der Kurvennut 54 in einem der Form der letzteren entsprechenden Maße mit. Die Entstehung der Form der Kurvennut 54 kann man sich in folgender Weise vorstellen : Hält man das Zahnrad 50 mit dem mit ihm zusammenhängenden Gehäuse 6 fest und läßt das eine der Kolbenpaare rotieren, so rollt sich das mit diesem verbundene Triebrad 51 bzw. 52 am Zahnrad 50, ab und es würde ein am Umfange des Triebrades 51 bzw. 52 angebrachter Stift auf der Wand des Gehäuses 6 eine Epizykloide 55 beschreiben. Läßt man aber gleichzeitig auch das Zahnrad 50 samt dem Gehäuse 6 in derselben Richtung wie das Kolbenpaar rotieren-, und zwar mit einer Winkelgeschwindigkeit, die geringer ist als die Winkelgeschwindigkeit des Kolbenpaares und zu derselben in einem beliebigen, wählbaren Verhältnis steht, so wird durch das Mitrotieren des Gehäuses die vom Stifte beschriebene Kurve eine andere, dem Geschwindigkeitenverhältnis entsprechend gekürzte bzw. zusammengedrängte Form erhalten. Nach dieser so erhaltenen Kurve wird dann die Nut 54 ausgeschnitten. Für das als Beispiel gewählte Geschwindigkeitenverhältnis 8:4:3 wird der Teil α der Kurvennut 54 der Geschwindigkeit 8 und der Teil b der Geschwindigkeit 4 der Kolbenpaare entsprechen. Durch eine geeignete Form der Kurvennut 54 kann jede gewünschte Kolbengeschwindigkeit erreicht und gleichzeitig können plötzliche Geschwindigkeitsänderungen vermieden werden.
Die dem einen Kolbenpaar 1, 2 entsprechende Kurvennut 54 ist zweckmäßig in der einen Gehäusehälfte und die dem anderen Kolbenpaar 3, 4 entsprechende Kurvennut 54 in der anderen Gehäusehälfte angeordnet. Auch kann jedes Triebrad 51 bzw. 52 mit zwei oder mehreren Stiften 53 versehen werden, denen dann in jeder Gehäusewand mehrere Kurvennuten 54 entsprechen, oder es kann jedes Kolbenpaar mit mehreren Triebrädern ausgestattet werden.
Große Maschinen können für mehrere gleichzeitige Explosionen konstruiert werden. Sollen z. B. m-Explosionen gleichzeitig stattfinden, so müssen in dem Gehäuse m Zündkerzen und 4 m Kolben angeordnet werden, die abwechselnd mit je einer von den Scheiben 12 und 13 verbunden sind. Sollen ferner zwischen je zwei Kolben während einer Umdrehung des Zylinders η Explosionen erfolgen, so kann man die relativen Geschwindigkeiten des langsamer gehenden Kolbens, des schneller gehenden Kolbens und des Zylinders und aus diesen Werten für eine bestimmte Tourenzahl, Zündkerzenzahl und Kolbenlänge die Übersetzungsverhältnisse der Zahnräder ermitteln. Die langsamer gehenden Kolben können jedoch auch mit einer so großen Geschwindigkeit rotieren, daß sie nicht bloß an der unmittelbar vor ihnen liegenden Zündkerze vorübergehen, sondern über diese bis hinter eine von den weiter vorn liegenden Zündkerzen gelangen. Dementsprechend wird sich auch die relative Geschwindigkeit der schneller gehenden Kolben gegenüber dem Zylinder vergrößern.
Die die Erfindung bildende Explosionskraftmaschine bietet noch den weiteren Vorteil, daß bei ihr alle sich drehenden Teile als Schwungmassen wirken, so daß die Maschine einen sehr gleichmäßigen Gang aufweist. Die Maschine kann bei Verwendung von sechs Kolben auch als Sechstaktmotor konstruiert werden.
Nach demselben Prinzip wie die beschriebene Explosionskraftmaschine kann auch eine Pumpe bzw. ein Gebläse konstruiert werden, wobei an Stelle der Zündkerzen 10 je eine weitere Saug- und eine Drucköffnung angeordnet wird. Gegebenenfalls kann eine solche Pumpe durch diese Explosionskraftmaschine unter Verwendung einer gemeinschaftlichen Vorrichtung angetrieben werden. ·

Claims (5)

Patent-An Sprüche:
1. Verbrennungskraftmaschine oder Pumpe mit in einem ringwulstförmigen Gehäuse in einer Richtung und mit verschiedenen Winkelgeschwindigkeiten kreisenden Kolben, die bei jedem Zusammentreffen ihre Geschwindigkeiten austauschen und die Ein- und Auslaßöffnungen im Zylinder steuern, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse in derselben Richtung wie die Kolben gleichförmig, und zwar mit einer solchen Geschwindigkeit sich dreht, daß für je vier Kolben nur eine Saugöffnung, eine Auspufföffnung und eine Zündkerze erforderlich ist.
2. Verbrennungskraftmaschine oder Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben mit einer Vorgelegewelle (16) durch je zwei Zahnradübersetzungen (ig, 21; 20, 22 und 23, 25; 24, 26) verbunden sind, welche nach jedem Takt der Maschine derart abwechselnd mit der Vorgelegewelle gekuppelt und von ihr gelöst werden, daß bei gleichbleibender Drehgeschwindigkeit der Vorgelegewelle die Änderung der Kolbengeschwindigkeiten erreicht wird und gleichzeitig der Antrieb des Gehäuses von der Vorgelegewelle aus. er folgt.
3. Verbrennungskraftmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine auf der Vorgelegewelle (16) achsial verschiebbare und sich mit ihr drehende Lagerbüchse (27) mit schraubenförmigen, durch achsial verlaufende Teile (29, 31, 33, 35) in sich geschlossenen Nuten (28, 29 bzw. 30, 31 usw.) versehen ist, in die in den Übersetzungs-
rädern (21,22,25 und 26) angeordnete Kuppelstifte (36 bis 39) so eingreifen, daß in dem schraubenförmigen Teil der Nuten die Stifte der gerade freilaufenden Räder laufen und die Lagerbüchse (27) verschieben, während die anderen Räder mit ihren Stiften in den achsialen Teilen (29 bzw. 31 usw.) der Nuten greifen und dadurch mit der Welle (16) gekuppelt sind, und daß nach jedem Takt der Maschine die Stifte der bisher freilaufenden Zahnräder in den achsialen Nuten und der bisher gekuppelten Zahnräder in den schraubenförmigen Teilen der Nuten weitergeführt werden, welch letztere durch die Verschiebung der Büchse (27) die Umsteuerung der Übersetzungen bewirken.
4. Verbrennungskraftmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (28, 29 usw.) an den Wendestellen von ihrem schraubenförmigen zum achsialen Teil eine Vertiefung (41) besitzen, in die der im Übersetzungsrad radial federnde Kuppelstift (36 bzw. 37 bis 39) am Ende seiner Bewegung im schraubenförmigen Teil der Nut einspringt und das Zahnrad durch den achsialen Teil der Nut mit der Büchse (27) rasch und sicher kuppelt.
5. Verbrennungskraftmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der rotierende Zylinder (6) mit einem mit ihm konachsialen Zahnrad (50) verbunden ist, und daß die von den Kolbenpaaren getragenen Triebräder (51, 52) nicht nur in das Zahnrad (50), sondern auch mittels seitlicher Stifte (53) in Leitkurven (54) des rotierenden Gehäuses (6) greifen, welche Kurven (54) die Triebräder (51, 52) im Verhältnis zu den Kolbengeschwindigkeiten im freien Abrollen am Gehäusezahnrad (50) mehr oder weniger hindern.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT285035D 1912-12-13 Active DE285035C (de)

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