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Vorrichtung zum Wiederholen einzelner Schriftzeichensymbole. Die Erfindung
betrifft Maschinen zum Lochen der Registerstreifen, die zum Steuern von Einzelletterngießmaschinen
dienen, und löst insbesondere die Aufgabe, irgendein Schriftzeichensymbol beliebig
oft selbsttätig zu wiederholen, solange die dem betreffenden Schriftzeichensymbol
zugeordnete Taste niedergedrückt gehalten wird. Die Erfindung besteht darin, daß
ein besonderes Wieder= holungstreilbwerk vorgesehen wird, welches
durch
eine besondere Wiederholungstaste in Gang gesetzt wird und so eingerichtet ist,
daß es alsdann diejenigen Stanzen antreibt, die durch Niederdrücken einer Schriftzeichentaste
bezeichnet werden.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der Erfindung in Verbindung
mit einer an sich bekannten Registerstreifenlochmaschine dargestellt. Es ist Abb.
i ein senkrechter Schnitt durch die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen
Teile der Maschine.
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Abb.2 ist eine zum Teil senkrecht geschnittene Rückansicht des Wiederholungstreiblverks.
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Abb. 3 ist eine, schaubildliche Ansicht des Wiederholungstreibwerks.
Abb. 4 ist eine schaubildliche Ansicht einer Ventilstange zum Steuern des normalen
Stanzentrenbwerks.
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Abb. 5 ist eine schaubildliche Ansicht der Vorrichtung zum Steuern
des Wiederholungstreibwerks.
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Unverändert beibehalten sind die folgenden Teile der bekannten Maschine:
die Bügel 175, die auf den Wellen 174 sitzen und die die durch: den Tastenanschlag
verursachten Längsverschiebungen der Tastenstäbe 16 auf die Ventilstäbe 173 durch
Vermittlung der Nasen 176 übertragen, und die Stiele 17o der Steuerventile, welche
die Längsverschiebungen der Ventilstäbe aufnehmen und die Druckluft dem Tastenanschlag
entsprechend an die Zylinder des Stanzentreibwerks verteilen, um die Stanzen 172
anzutreiben. Das Papiersclialtwerk wird durch ein Ventil 146 gesteuert, welches
dem einen oder dem anderen von zwei Zylindern 137, 138 Druckluft zuführt, um den
Rahmen 139 zu schwenken. Wird: einer der Ventilstäbe 173 durch Niederdrücken der
entsprechenden Taste längs verschoben, so wird der zugehörige Stanzenstab 17z angehoben
und dadurch gleichzeitig das Ventil 146 derart umgesteuert, daß dem- Zylinder 138
Druckluft zufließt. Dieser Zylinder führt alsdann die in der Zeichnung nicht angegebenen
Teile des Papierschaltwerks in ihre Ausgangsstellung zurück, um einen folgenden
Schaltschritt vorzubereiten, und spannt die Feder der Papieraufnah.mespule. Wird
dann die Stanze zurückgezogen, so wird das Ventil 146 wieder in seine AnfangssteI-lüng
zurückgeführt, leitet Druckluft in den Zylinder 137 und bewirkt dadurch. die Ausführung
eines. Schalthubes des Papierschaltwerks, und dieser Arbeitsgang wiederholt sich,
so oft wie eine Taste niedergedrückt und wieder losgelassen wird.
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Dieser Vorgang soll nach der Erfindung durch eine selbsttätig wirkende
Vorrichtung erfolgen, wenn statt dessen die Taste dauernd niedergedrückt gehalten
und gleichzeitig eine besondere »Wiederholungstaste« 15 niedergedrückt wird.
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Nach der Erfindung sind die Vertilstangen in zwei nebeneinanderliegen.den
Teilen 173 und 1732 (Abb, 4) ausgeführt, von denen der eine 173 die Nasen 176 trägt.
Beide Teile sind durch eine Feder io miteinander kraftschlüssig gekuppelt, die an
Nasen i i und 12 beider angredft, so daß sie gleichzeitig vorgeschoben werden, wenn
durch den Anschlag einer zugehörigen Taste auf die Nasen 176 ein entsprechender
Druck ausgeübt wird. Nur das vordere Ende der Stange 173' ist in Berührung
mit dem Stiel 17o des Steuer-. ventils. Die gegenseitige Stellung der beiden Stäbe
173 und 173d wird durch zwei Nasen 13 und 14 bestimmt, die einander überschneiden
und eine gegenseitige Verschiebung der beiden Ställe nur in einem Sinne gestatten.
Diese Einrichtung gestattet also, däß der Teil 1732 in seine Ruhestellung zurückgezogen
wird und demnach; dem Ventilstiel erlaubt, in seine Ruhestellung zurückzukehren,
obgleich die dem Stabe 173 zugeordnete Taste dauernd niedergedrückt gehalten wird.
Um also das durch die betreffende Taste bezeichnete Schriftzeichen zu wiederholen,
ist es nötig, daß der Ventilstab 1732 in dem vorn Papierschaltwerk geforderten Takte
hin und, her bewegt wird.
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Um diese Vorrichtung zu steuern, ist eine besondere Wiederholungstaste
15 (Abb. i) vorgesehen, die auf eine der Schubstangen 16 wirkt. Die Stange 16 ist
ebenso gestaltet und geführt wie die anderen Tastenstangen, nur daß ihr die abwärts
ragenden Nasen fehlen, durch deren Vermittlung die anderen Stangen die Bügel 175
mitnehmen. Das innere oder vordere Ende der Stange 16 stößt an einen Rahmen 17 (Abb.
a und 3). Ein Arm 172 greift hinter eine Nase i82 an einer Stange 18, die ebenso
wie die übrigen Stangen im Rahmen der Maschine längsverschiebbar geführt ist.
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Das Wiederholungstreibwerk besteht aus einem Zylinderpaar i9 mit Kolben
2o, welche gleichzeitig mit den Zylindern 137 und 138 Druckluft erhalten. Wenn -daher
die- Kolben 2o freigegeben werden, bewegen sie sich im Takt mit den Stanzen und
dem. Papierschale werk. Zwischen die einander gegenüberstehenden Enden der beiden
Kolben 2o ragt das Ende eines Armes 21, der mit einem Rahmen 22 starr verbunden
ist. Der Rahmen ist am Gestell der Maschine drehbar gelagert und trägt eine Schiene
23, die sich vor den abwärts ragenden Nasen 173b sämtlicher Ventilstangen 1732 erstreckt.
An dem kahmen z2 ist außerdem ein Arm 28 vorgesehen, der eine Anschlagschraube 27
trägt. Diese
Schraube stützt sich gegen einen Arm 26 eines ebenfalls
am Maschinengestell gelagerten Doppelhebels, dessen anderer Arm 24 einen Kopf z5
trägt, der der Schiene 18 gegenübersteht. Durch eine Feder 29 wird der Hebel
26 in der gezeichneten Stellung festgehalten, so daß das Wiederholungswerk
gesperrt ist.
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Die Abmessungen sind so gewählt, daß im Ruhezustand zwischen der Schiene
23 und den Nasen 1731' der Stangen 173" etwas Luft bleibt, so daß die freie Beweglichkeit
der Stangen nicht beeinträchtigt wird, solange die Wiederholungstaste 15 nicht niedergedrückt
wird. Wird aber die Wiederholung eines Schriftzeichens verlangt, so wird die Taste
15 niedergedrückt, rückt durch Vermittlung der Schiene 18 den Sperrhebel 24, 26
aus und gibt dadurch die Kolben 2o der Zylinder ig frei, welche nunmehr durch Vermittlung
des Rahinens 22 und der Schiene 23 diejenige Stange 173a, deren zugehörige Taste
gleichzeitig niedergedrückt gehalten wird, gegen den Zug der Feder i o periodisch
in ihre Ruhestellung zurückschiebt.
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Die Kolben 2o sind glockenförmig ausgebildet, und in ihre Höhlungen
ragen Verlängerungen der Zylindlerdeckel 36, die durch Gegenmuttern 37 gesichert
sind. Die Verlängerungen dienen als Anschläge, um den Rückwärts.hub der Kolben zu
begrenzen.
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Um die Bewegungen des Wiederholungstreibw#erks mit denen des Papierschalt-,verks
in die richtige Beziehung zu bringen, wird das Steuerventil 146 durch die Welle
eines Schwenkrahmens 40 (Abb. i und 5) eingestellt, dessen eine Schiene auf Nasen
an den Stanzenstäben 172a ruht. Beim Aufwärts-und Abwärtshub der Stanzenstäbe wird
abwechselnd den Zylindern 137 und 138 Druckluft zugeführt, die das Papierschaltwerk
treiben, und von diesen Zylindern gehen Leitungen 52 aus, welche gleichzeitig die
beiden Zylinder ig speisen. -Abb.5 zeigt auch eine abgeänderte Ausführungsform der
beschriebenen Vorrichtung, bei welcher statt des Papierschaltwerkventils ein besonderes
Ventil 51 benutzt ist, um das Wiederholungswerk zu steuern. Eine Welle 42 trägt
einen Schwenkrahmen 43. Durch einen Arm 46 ist der Rahmen 43 mit der Kolbenstange
45 eines Zylinders 44 verbunden. Der Zylinder 44 steht dauernd unter Druckluft und
drückt daher die Schiene 43 beständig auf die Nasen der Stanzenstäbe nieder. Ein
zweiter ebenfalls mit dem Rahmen 43 starr verbundener Arm 47 trägt eine Kulisse
48, durch deren Bewegung ein Winkelhebel 5o geschwenkt wird und dadurch das Ventil
51 im Takt mit den Bewegungen des Rahmens 43 und daher auch der Stanzenstäbe 172"
umstellt.