DE3539733A1 - Eine sende- bzw. empfangsantenne, insbesondere fuer den kurz- und/oder mittelwellenbereich - Google Patents
Eine sende- bzw. empfangsantenne, insbesondere fuer den kurz- und/oder mittelwellenbereichInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Sende- bzw. Empfangsantenne, insbe
sondere für den Kurz- und/oder Mittelwellenbereich, bestehend
aus einem vertikalen Leiterabschnitt mit einer kapazitiven
Belastung im oberen Bereich. Eine derartige Antenne ist auf
Seite 338 des Buches "Antennenbuch" von Karl Rothammel,
8. Auflage, Telekosmos-Verlag, Franckh′sche Verlagshandlung
Stuttgart beschrieben. Die kapazitive Belastung ist dort als
eine Dachkapazität bezeichnet und kann nach den dortigen Ausfüh
rungen aus einzelnen Drähten oder aus flächigen Metallstrukturen
bestehen. Auf der zitierten Seite wird erläutert, daß die kapazi
tive Belastung im Spannungsmaximum eine zusätzliche Kapazität
gegen Erde bildet.
Bei solchen Antennen ist sowohl eine Kapazität als auch eine In
duktivität vorhanden, die Antenne stellt daher einen Schwing
kreis dar, wobei dieser Schwingkreis eine Resonanzfrequenz
aufweist. Beim Betrieb der Antennen ist man bestrebt, die
Antenne so auszulegen, daß die Resonanzfrequenz derselben gleich
der Sendefrequenz oder ein harmonischer Wert ist. Wenn diese
Bedingung erfüllt ist, liegen nur Wirkwiderstände und keine
Blindwiderstände vor, so daß die größtmögliche Leistung von der
Antenne abgestrahlt werden kann. Bei Vorhandensein von Blindan
teilen wird ein Teil der Leistung in die Speiseleitung zurückre
flektiert, was zu unerwünschten Verlusten führt. Die Dachkapazi
tät bietet eine Möglichkeit eine mechanisch zu kurz bemessene
Antenne zur Resonanz zu bringen. Solange die Größe der Endkapazi
tät in bestimmten Grenzen bleibt, kann die kapazitiv belastete
Antenne keineswegs als Kompromißlösung betrachtet werden, da
durch die Dachkapazität der Strahlungswiderstand im Vergleich zu
einem unbelasteten Vertikalstrahler vergrößert und damit auch
ein besserer Wirkungsgrad erreicht wird. Die an der zitierten
Textstelle beschriebenen Antennen sind allein für die Vergröße
rung der räumlichen elektrischen Felder wirksam.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Antenne der eingangs genannten Art so weiterzuentwickeln, daß
bei einfachem mechanischem Aufbau ein hoher Strahlungswiderstand
erreicht wird, wobei die Antenne über ein breites Frequenzband
verwendet werden kann und wobei eine Vergrößerung des magneti
schen Feldes erreicht wird. Zudem soll bei einer Sendeantenne Ko
axialspeisung mit Abstimmung am Sender ohne kostspielige Fernab
stimmung am Antennenfuß möglich gemacht werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß die
Antenne aus mindestens einem weiteren Leiterabschnitt besteht,
wobei die Leiterabschnitte einen nicht geschlossenen Rahmen
bilden, der eine Fläche umgibt und der Anschluß von dem zweiten
Leiterabschnitt und ggf. weiteren Leiterabschnitten an dem
jeweils vorhergehenden Leiterabschnitt so ausgeführt ist, daß
ein freies Endstück dieses vorhergehenden Leiterabschnittes
gebildet ist, wobei das freie Endstück bzw. die freien Endstücke
die kapazitive Kopplung bzw. weitere kapazitive Kopplungen
bildet bzw. bilden, daß vom ersten bzw. von jedem weiteren Lei
terabschnitt jeweils nur ein Leiterabschnitt ausgeht, und daß
die mechanische Länge des längsten Leiterabschnittes einschließ
lich seines freien Endes kleiner als λ/4 bei der höchsten vor
gesehen Betriebsfrequenz ist. Allein diese Maßnahmen verursachen
eine deutliche Erhöhung des Strahlungswiderstandes und des Wir
kungsgrades der Antenne wie später anhand von Versuchsergebnis
sen bewiesen wird.
Vorzugsweise sind die Leiterabschnitte geradlinig. Bei dieser
Auslegung können die Leiterabschnitte ohne weiteres als einfache
Stäbe oder Seile ausgeführt werden, wobei für Bootsantennen
Seile aus rostfreiem Stahl mit einem Durchmesser im Bereich 1,5
bis 3 mm vorzuziehen sind. Bei geradlinigen Leiterabschnitten
hat man die wesentlichen Vorteile, daß sie durch Zugkräfte
leicht in der vorgesehenen Lage gehalten werden können und in
dieser Lage im wesentlichen unbeweglich sind, was dem Sende
bzw. Empfangsverhalten der Antenne im abgestimmten Zustand zugu
tekommt.
Eine erste praktisch erprobte bevorzugte Ausführungsform
zeichnet sich dadurch aus, daß zwei Leiterabschnitte vorgesehen
sind, wobei der zweite Leiterabschnitt vom Anschluß an dem verti
kalen Leiterabschnitt schräg nach unten verläuft und dabei einen
Winkel im Bereich von 30° bis 60°, vorzugsweise 45° mit dem ver
tikalen Leiterabschnitt bildet, daß der schräg nach unten verlau
fende Leiterabschnitt oberhalb der als geerdet geltenden
Umgebung endet und daß das freie Endstück des vertikalen Lei
terabschnittes eine Länge im Bereich von 20 bis 60%, insbesonde
re etwa 25% der gesamten Länge des vertikalen Leiterabschnittes
hat.
Vorzugsweise soll der schräg nach unten verlaufende Leiterab
schnitt ca. 2 m oberhalb der als geerdet geltenden Umgebung
enden.
Diese mit dieser einfachen Ausführung erreichte Verbesserung des
Antennenwirkungsgrades ist durch die nachfolgend beschriebenen
Empfangsversuche nachgewiesen worden.
Bei den Versuchen wurde bei ca. 3 MHz Sendefrequenz von einem
Schiff im adriatischen Meer über eine Entfernung von 400 km über
die Alpen mit einer Sendeausgangsleistung von 80 Watt (SSB)
gefunkt. Mit einem vertikalen Leiterabschnitt alleine, mit einer
Länge L 1 von 11 m wurde mit einer Signalstärke (S-Stufen) im
Bereich S 1 und S 2 empfangen.
Bei Hinzufügung des sich schräg nach unten erstreckenden Leiter
abschnittes mit einer Länge L 2 von ca. 11 m, wobei der Winkel α
45° betrug und der die kapazitive Belastung bildende obere Teil
des vertikalen Leiterabschnittes bei 25% der Gesamtlänge L 1 des
vertikalen Leiterabschnittes lag, wurde eine Empfangs-Signalstär
ke im Bereich S 4 bis S 5 gemessen.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Antenne zeichnet sich durch
einen dritten Leiterabschnitt aus, der ausgehend vom unteren
Bereich des schräg nach unten verlaufenden Leiterabschnittes
sich in der allgemeinen Richtung des vertikalen Leiterabschnit
tes erstreckt, jedoch vor diesem endet, wobei dieser dritte Lei
terabschnitt, vorzugsweise in horizontaler Richtung bzw. gering
fügig nach oben geneigt ist. Bei dieser Ausführung soll das duch
den Anschluß des dritten Leiterabschnittes an dem schräg nach
unten verlaufenden zweiten Leiterabschnitt gebildete freie
Endstück des zweiten Leiterabschnittes eine Länge von 10 bis 30,
insbesondere etwa 20% der gesamten Länge des zweiten Leiterab
schnittes aufweisen.
Bei den Empfangsversuchen wurde mit diesem Aufbau und mit einer
Länge L 3 des weiteren Leiterabschnittes von 4 m und bei einer
Länge des genannten unteren Bereiches von 20% der gesamten Länge
des schräg nach unten verlaufenden Leiterabschnittes eine Em
pfangs-Signalstärke im Bereich S 6 bis S 7 gemessen.
Dies stellt eine gewaltige Verbesserung des Wirkungsgrades
gegenüber dem einfachen senkrechten Strahler dar. Diese Verbesse
rung des Wirkungsgrades wird nicht allein durch die erhöhte
Strahlerlänge verursacht, vielmehr wird die erreichte überra
schende Erhöhung des Wirkungsgrades der aufgrund der besonderen
Geometrie der Antenne erreichten kapazitiven Kopplung der
einzelnen Leiterabschnitte mit der Umgebung sowie eine enorme
Vergrößerung der räumlichen magnetischen Feldkomponente zuge
schrieben. Die erfindungsgemäßen Abmessungen der die Kapazität
erhöhenden Abschnitte der Antennen führen dazu, daß höhere Anten
nenströme in den einzelnen Leiterabschnitten fließen können, was
wesentlich zu dem erzielten Wirkungsgrad beiträgt. Die Anordnung
der die kapazitive Kopplung bewirkenden Elemente führt dazu, daß
die Antenne sich sehr breitbandig verhält.
Eine besonders bevorzugte Ausführungsform zeichnet sich dadurch
aus, daß der schräg nach unten verlaufende Leiterabschnitt
gleichzeitig als Verankerungsstrang für den vertikalen Leiterab
schnitt dient, wobei ein Isolator zwischen dem unteren Ende des
schräg nach unten verlaufenden Leiterabschnittes und einem in
dem Boden verankerten bzw. mit fester Struktur zusammenarbeiten
den Verankerungsglied vorgesehen ist.
Auf diese Weise erfüllt der schräg nach unten verlaufende Lei
terabschnitt eine Doppelfunktion, indem er zusätzlich zur
Lagestabilisierung des vertikalen Leiterabschnittes herangezogen
wird.
Der vorzugsweise als Stab ausgebildete Leiterabschnitt kann mit
zwei weiteren Seilen mechanisch stabilisiert werden. Diese
weiteren Seile sind über Isolatoren an dem vertikalen Leiterab
schnitt befestigt und gehören somit nicht zu den sendenden bzw.
empfangenden Teilen der Antenne. Da die kapazitive Belastung des
vertikalen Leiterabschnittes durch eine Verlängerung dieses vor
zugsweise stabförmigen Abschnittes gebildet ist, entstehen hier
keine mechanischen Probleme, da die Fortsetzung vom vertikalen
Leiterabschnitt getragen wird und keine zusätzliche mechanische
Stabilisierung erfordert. Wichtig ist lediglich, daß die drei An
tennenabschnitte relativ starr und daher unbeweglich gespannt
sind, um die Resonanzbedingungen im abgestimmten Zustand nicht
zu verändern.
Die mechanischen Längen des vertikalen Leiterabschnittes, des
schräg nach unten verlaufenden Leiterabschnittes und des dritten
Leiterabschnittes können mit Vorteil im Verhältnis 11 : 11 : 4
zueinander stehen.
Bei der erfindungsgemäßen Antenne erfolgt der Anschluß am Sender
bzw. am Empfänger erfindungsgemäß am Fußpunkt des vertikalen
Leiterabschnittes. Bei einer Anordnung, bei der die Ankopplung
an der Antenne über ein koaxiales Kabel erfolgt, wird für Fre
quenzen unterhalb von etwa 4 MHz die Ausgangsklemme des Senders
bzw. Eingangsklemme des Empfängers über eine variable Längsspule
und einen Längskondensator an den Innenleiter des koaxialen
Kabels angeschlossen, und es ist ein variabler die Anpassung er
möglichender Kondensator zwischen Ausgangsklemme und dem an
Masse liegenden Außenleiter des koaxialen Kabels angeordnet.
Diese Maßnahmen ermöglichen es erfindungsgemäß, eine am Fußpunkt
der Antenne angeordnete fernabstimmbare Matchbox zu vermeiden,
was von großem Vorteil ist, da solche Einrichtungen sehr teuer
sind. Die Abstimmung des Antennensystems erfolgt durch Einstel
lung des variablen Kondensators und der abstimmbaren Spule.
Beide Einstellungen werden unter Berücksichtigung der Anzeige
des Stehwellenverhältnismeßgerätes vorgenommen mit dem Ziel,
diese Anzeige durch die erfolgte Einstellung auf ein Minimum zu
bringen. Zwar ist diese Art der Anpassung nicht 100% perfekt,
die hierbei entstehenden Verluste aufgrund von Kabelverlusten
(Dämpfung) und von Stehwellen an der Verbindungsstelle zwischen
der koaxialen Speiseleitung und der Antenne sind jedoch in der
Praxis kleiner als 5 db.
Wichtig bei dieser Antenne ist, daß ein guter Anschluß an Masse
vorliegt (kleiner Erdungswiderstand). Bei Anwendung der Antenne
auf einem Wasserfahrzeug wird der Anschluß an Masse vorzugsweise
durch ein im Wasser liegendes Geflecht, das über einen Kondensa
tor an Masse verbunden ist, um Korrosionsschäden zu vermeiden,
gesichert. Hierdurch können teure Golderdungsplatten wirksam
ersetzt werden.
Die bisher beschriebene Antenne ist zwar in erster Linie für den
Einsatz im Kurzwellen- und Mittelwellenbereich konzipiert, es
ist jedoch erfindungsgemäß auch möglich, bei entsprechender Wahl
der mechanischen Längen, diese Antennenart für wesentlich
kürzere Wellenlängen (längster Leiterabschnitt kürzer als λ/4)
zu verwenden. Hierfür werden zwei die beschriebene Geometrie be
sitzende Antennen zu einer Art invertierten V-förmigen Dipolan
tennen (Fig. 4) zusammengebaut, wobei zwei parallele, jedoch im
Abstand zueinander angeordnete vertikale Leiterabschnitte
vorhanden sind, und die beiden Antennen zueinander 180° phasen
verschoben betrieben werden.
Bei einer solchen Antenne sind die unteren Enden der beiden ver
tikalen Leiterabschnitte an jeweiligen Enden einer sekundären
Wicklung eines das Signal übertragenden Transformators ange
schlossen.
Die erfindungsgemäßen Antennen können mit Vorteil auf Booten
oder Funkautos aufgebaut werden, können aber auch bei sehr
kurzen Wellenlängen in Luft-Raumfahrt-Körpern zum Einsatz
kommen. Bei letzteren und ähnlichen Anwendungen sollen die in
den Ansprüchen verwendeten geometrischen Angaben immer auf der
als Masse dienenden Umgebung bezogen werden.
Zusammengefaßt weist eine erfindungsgemäße Antenne folgende
Vorteile auf:
- 1. Die Auslegung der Antenne erhöht die magnetische Komponente des Feldes.
- 2. Die Antenne weist einen hohen Strahlungswiderstand und daher auch einen hohen Wirkungsgrad auf, trotz Betriebes unter λ/4.
- 3. Die flache horizontale Abstrahlcharakteristik (bzw. Rundstrahlcharakteristik) ist in der Ebene der Antenne geringfü gig ausgeprägt.
- 4. Die Antenne ist sehr breitbandig durchstimmbar und kann bei der angegebenen Abmessung für Frequenzen ab kHz-Bereich bis min destens 30 MHz verwendet werden.
- 5. Die Speiseleistung ist nicht begrenzt.
- 6. Eine Koaxialspeisung mit Abstimmung am Sender ist möglich und somit kostspielige Fernabstimmung unnötig.
- 7. Bestehende senkrechte Strahler können nachträglich in eine er findungsgemäße Antenne umgewandelt werden.
- 8. Die Antenne ist sehr kostengünstig herzustellen und leicht zu installieren.
- 9. Der erreichte Antennengewinn (z.B. gegenüber einem λ/4 Herz ischen Strahler) ist hoch.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher
erläutert, die zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen
Antenne, die auf einem Boot aufgebaut ist,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Antenne gemäß
Fig. 1,
Fig. 3 ein Prinzipschaltbild für die Ankopplung
eines Senders an eine erfindungsgemäße
Antenne beim Betrieb unterhalb von etwa
4 MHz, und
Fig. 4 eine Seitenansicht einer als invertierten
V-Dipole konzipierten erfindungsgemäßen
Antenne.
Nach Fig. 1 besteht die erfindungsgemäße Antenne aus einem verti
kalen Leiterabschnitt 10 mit Gesamtlänge L 1. Dieser vertikale
Leiterabschnitt ist stabförmig ausgebildet und an seinem unteren
Ende bei 11 auf dem Deck des Bootes befestigt. An dem vertikalen
Leiterabschnitt ist etwa 1/4 der Gesamtlänge L 1 des vertikalen
Leiterabschnittes unter seinem oberen Ende, ein schräg nach
unten verlaufender Leiterabschnitt 12 angeschlossen, der einen
Winkel α von 45° mit dem vertikalen Leiterabschnitt bildet.
Der obere Teil 13 des vertikalen Leiterabschnittes 10, d.h. der
Teil, der oberhalb der Anschlußstelle 14 mit dem schräg nach
unten verlaufenden Leiterabschnitt 12 liegt, bildet eine kapazi
tive Kopplung mit der geerdeten Umgebung, d.h. mit dem Boot
selbst und mit dem das Boot umgebende Meereswasser.
Der schräg nach unten verlaufende Leiterabschnitt 12 hat eine
Länge L 2 und ist an seinem unteren Ende über einen Isolator 15
mit einem Verankerungsteil 16 verbunden. Das Verankerungsteil 16
ist an seinem unteren Ende in diesem Fall fest mit dem Boots
rumpf verbunden. Der Punkt 15 liegt dabei etwa 1 m oberhalb der
als Masse geltenden Umgebung. Das Verankerungsteil 16 übt über
den schräg nach unten verlaufenden Leiterabschnitt 12 eine Halte
funktion für den vertikalen Leiterabschnitt 10 aus, wobei diese
Haltefunktion durch zwei weitere am vertikalen Leiterabschnitt
angreifende Seile 17 und 18 unterstützt wird. Die Seile 17 und
18 sind über Isolatoren 19, 20 mit dem vertikalen Leiterab
schnitt verbunden und bilden daher keine strahlenden Teile der
Antenne.
Ausgehend von einer Anschlußstelle 21 geht ein weiterer Leitungs
abschnitt 22 mit der Länge L 3 von dem schräg nach unten verlau
fenden zweiten Abschnitt in der allgemeinen Richtung auf den ver
tikalen Leiterabschnitt 10 zu. Der weitere Leitungsabschnitt 22
reicht jedoch nicht bis zum vertikalen Leiterabschnitt 10. Die
Anschlußstelle 21 zwischen dem weiteren Leiterabschnitt 22 und
dem schräg nach unten verlaufenden Leiter 12 teilt den schräg
nach unten verlaufenden Leiterabschnitt in untere und obere
Bereiche 23, 24, wobei der untere Bereich 23 eine Länge von L/5
besitzt und der obere Bereich 22 demgemäß eine Länge von 4 L/5.
Der untere Bereich 23 des schräg nach unten verlaufenden Leiter
abschnittes 12 bildet wiederum eine kapazitive Kopplung zwischen
der Antenne und der Umgebung. Auch der weitere Leiterabschnitt
22 führt zu einer Vergrößerung der kapazitiven Kopplung der
Antenne zur Erde.
Bei der dargestellten Versuchsantenne betrug die Länge L 1 des
vertikalen Leiterabschnittes 11 m, die Länge des schräg nach
unten verlaufenden Leiterabschnittes L 2 11 m und die Länge des
weiteren Leiterabschnittes L 3 4 m. Bei diesem Beispiel wurde im
übrigen der Isolator 15 1 m oberhalb der geerdeten Metallteile
des Bootes gelegt. Im übrigen wurde festgestellt, daß der
Winkel α im Bereich von 30 bis 60° liegen sollte, um optimale
Ergebnisse zu erreichen. Eine Vergrößerung des Winkels α über
45° hinaus, führte zu keiner weiteren Verbesserung des Antennen
wirkungsgrades. Auch eine Erhöhung der Länge L 2 des schräg nach
unten verlaufenden Leiterabschnittes 12 über das 1,414-fache der
Länge des vertikalen Leiterabschnittes vom Fußpunkt 11 bis zu
dem Anschlußpunkt 14 hinaus führte zu keiner wesentlichen Verbes
serung des Wirkungsgrades. Wie ersichtlich, bilden die Leiterab
schnitte 10, 12, 22 einen nicht geschlossenen Rahmen, der die
Fläche 9 umgibt. Die kapazitive Kopplung der Abschnitte von 13,
23 und 22 bestimmen im wesentlichen den Antennenstrom in 10 bzw.
12.
Die besten Ergebnisse erhält man, wenn das untere Ende des
schräg nach unten verlaufenden Leiterabschnittes 12, d.h. der
Isolator 14, im Bereich von 0,5 bis 1,5 m oberhalb der als
geerdet geltenden Umgebung, in diesem Fall oberhalb der Reeling
des Bootes, liegt.
Auch der Abstand zwischen dem weiteren Leiterabschnitt 22 und
Masse ist etwas kritisch, die genaue Lage dieses Leiters hängt
auch von den Umgebungsverhältnissen ab und kann zwischen den
gezeigten Grenzwerten 22′ und 22′′ variiert werden. In der Lage
22′ bildet der weitere Leitungsabschnitt einen Winkel von 120°
mit der Senkrechten. In der Lage 22′′ verkleinert sich dieser
Winkel auf etwa 90°.
Zum Anschluß an die Antenne gemäß Fig. 1 und 2 wird bei einer Be
triebsfrequenz unter etwa 4 MHz die Schaltung gemäß Fig. 3
verwendet.
Der Ausgang des Senders 25 wird an den beiden Enden 26, 27 der
primären Wicklung eines Transformators 28 mit einem Umsetzungs
verhältnis von 1 : 4 angeschlossen. Das übliche Meßgerät für das
Stehwellenverhältnis ist bei 29 zu ersehen, liegt jedoch statt
an der üblichen Stelle am Antennenfuß 11 zwischen dem Sender 25
und der primären Wicklung des Transformators 28. Die sekundäre
Wicklung des Transformators ist an seinem einen Ende 29 geerdet
und an seinem anderen Ende 30 an dem einen Ende einer variablen
Längsspule 32 angeschlossen. Der variable Abgriff 33 dieser
Spule wird über einen Kondensator 34 an den Innenleiter 35 der
koaxialen Speiseleitung 36 angeschlossen. Am anderen Ende der
koaxialen Speiseleitung 36 ist der Innenleiter 35 am Fußpunkt 11
der erfindungsgemäßen Antenne angeschlossen. Der Außenleiter 40
der koaxialen Speiseleitung der bis zum Antennenfuß reicht, ist
an der geerdeten Ausgangsklemme des Senders 31 angeschlossen.
Vom Antennenfußpunkt, der über den Außenleiter 40 der Koaxialen
mit der Anschlußklemme des Senders 31 verbunden ist, führt über
einen Kondensator zur galvanischen Abtrennung ein leitendes
Geflecht 38 ins Wasser, um sicherzustellen, daß eine qualitativ
hochwertige Masseverbindung vorliegt. Ein weiterer Kondensator
39, der variabel ausgeführt ist, liegt zwischen dem Abgriff 33
und Masse. Schließlich befindet sich zwischen dem Innenleiter 35
und Masse ein Funkenschutz 41 mit einer Funkenstrecke von etwa
1 mm Länge. Die Länge des koaxialen Speisekabels beträgt etwa
10 m.
Die Antenne stellt im Resonanzfall beim abgestimmtem Zustand bei
einer Betriebslänge kleiner als λ/4 einen Serienresonanzkreis
dar. Um die Antenne, die mechanisch verkürzt ist, in den Reso
nanzzustand zu bringen, müssen die Blindwiderstände durch ein An
paßglied (Kombination von 32 und 39) kompensiert werden. Um
hierbei die Verluste in diesem Anpassungsnetzwerk zu verklei
nern, wird ein Überträger senderseitig (z.B. der Transformator
28 mit Umsetzungsverhältnis 1 : 4) zwischengeschaltet. Auf dem
Stehwellengerät 29 wird die exakte Anpassung der Senderausgang
simpedanz an den Eingang des koaxialen Kabels bestimmt durch
gleichzeitige Variation von den Gliedern 32 und 39. Wie bereits
früher erläutert, kann der Leistungsverlust aufgrund der Wellig
keit am Antennenfußpunkt (Fehlanpassung zwischen Antenne und
koaxialem Kabel) vernachlässigt werden. Die Funkenstrecke 41
stellt sicher, daß bei irrtümlicher Fehlanpassung oder bei
Gewitter das koaxiale Kabel nicht beschädigt wird.
Die Fig. 4 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform des bisheri
gen Antennengebildes dar, bei der zwei Grundantennen zu einer
Art invertierter V-Dipolantenne zusammengeschlossen sind. Die
Antenne ist auf den beiden Seiten der Ebene 43 symmetrisch ausge
bildet. Jede Hälfte besteht aus einem ersten vertikalen Leiterab
schnitt 44, einem zweiten Leiterabschnitt 45, einem dritten
Leiterabschnitt 46 und einem vierten Leiterabschnitt 47. Der
zweite Leiterabschnitt 45 ist derart an dem ersten Leiterab
schnitt angeschlossen, daß das freie Endstück 48 gebildet wird.
Auf entsprechende Weise werden die weiteren freien Endstücke 49
und 50 gebildet. Wie ersichtlich bilden die vier Leiterabschnit
te 44 bis 47 einen ungeschlossenen Rahmen, der eine Fläche 51
umgibt. Der vierte Leiterabschnitt 47 reicht nicht bis zum verti
kalen Leiterabschnitt 44 zurück. Insbesondere bilden die freien
Endstücke 48 bis 50 und der vierte Leiterabschnitt 44 kapazitive
Kopplungen zu der als geerdet geltenden Umgebung 52 bzw. der
anderen Dipolhälfte. Die beiden unteren Enden der vertikalen
Leiterabschnitte 44 sind an den jeweiligen Enden der sekundären
Wicklung 53 eines Transformators angeschlossen. Das Sende- bzw.
Empfangssignal wird über den Transformator in der Antenne
gespeist bzw. von der Antenne empfangen. Die beiden vertikalen
Leiterabschnitte führen Signale, die gegeneinander phasenverscho
ben sind und zwar um 180°. Fig. 4 zeigt im übrigen, daß die
freien Endstücke gegenüber der jeweiligen Leiterabschnitte abge
winkelt werden können.
Claims (14)
1. Eine Sende- bzw. Empfangsantenne, insbesondere für den Kurz
bzw. Mittelwellenbereich, bestehend aus einem vertikalen Lei
terabschnitt mit einer kapazitiven Kopplung gegenüber Erde im
oberen Bereich, dadurch gekennzeichnet, daß die
Antenne aus mindestens einem weiteren Leiterabschnitt (12, 22;
45, 47) besteht, wobei die Leiterabschnitte (10, 12, 22; 44-47)
einen nicht geschlossenen Rahmen bilden, der eine Fläche (9; 51)
umgibt, und der Anschluß von dem zweiten Leiterabschnitt (12;
45) und ggf. weiteren Leiterabschnitten (22; 46, 47) an dem
jeweils vorhergehenden Leiterabschnitt (10, 12; 44-46) so ausge
führt ist, daß ein freies Endstück (13, 23; 48-50) dieses vorher
gehenden Leiterabschnittes gebildet ist, wobei das freie
Endstück (13, 23; 48-50) bzw. die freien Endstücke die kapazitive
Kopplung bzw. weitere kapazitive Kopplungen bildet bzw.
bilden, daß vom ersten (10; 44) bzw. von jedem weiteren Leiterab
schnitt (12, 22; 45-47) jeweils nur ein Leiterabschnitt (12, 22;
45-47) ausgeht; und daß die mechanische Länge des längsten Lei
terabschnittes (10; 44) einschließlich seines freien Endes (13;
48) kleiner als λ/4 bei der höchsten vorgesehenen Betriebsfre
quenz ist.
2. Eine Sende- bzw. Empfangsantenne nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Leiterabschnitte geradli
nig sind.
3. Eine Sende- bzw. Empfangsantenne nach Anspruch 1 oder
Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Lei
terabschnitte (10, 12) vorgesehen sind, wobei der zweite Lei
terabschnitt (12) vom Anschluß an dem vertikalen Leiterabschnitt
(10), schräg nach unten verläuft und dabei einen Winkel (α) im
Bereich von 30° bis 60° vorzugsweise 45° mit dem vertikalen Lei
terabschnitt (10) bildet, daß der schräg nach unten verlaufende
Leiterabschnitt (12) oberhalb der als geerdet geltenden Umgebung
endet, und daß das freie Endstück (13) des vertikalen Leiterab
schnittes (10) eine Länge im Bereich von 20 bis 60% insbesondere
etwa 25% der gesamten Länge des vertikalen Leiterabschnittes
(10) hat.
4. Eine Sende- bzw. Empfangsantenne nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der schräg nach unten verlau
fende Leiterabschnitt (12) ca. 2 m oberhalb der als geerdet
geltenden Umgebung endet.
5. Eine Sende- bzw. Empfangsantenne nach Anspruch 3 oder 4,
gekennzeichnet durch einen dritten Leiterab
schnitt (22, 22′, 22′′), der ausgehend vom unteren Bereich des
schräg nach unten verlaufenden Leiterabschnittes (12) sich in
der allgemeinen Richtung des vertikalen Leiterabschnittes (10)
erstreckt, jedoch vor diesem endet, wobei dieser dritte Leiterab
schnitt (22, 22′, 22′′) vorzugsweise in horizontaler Richtung
bzw. geringfügig nach oben geneigt ist.
6. Eine Sende- bzw. Empfangsantenne nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das durch den Anschluß des
dritten Leiterabschnittes (22; 22′; 22′′) an dem schräg nach
unten verlaufenden zweiten Leiterabschnitt (12) gebildete freie
Endstück des zweiten Leiterabschnittes eine Länge von 10 bis 30
und insbesondere etwa 20% der gesamten Länge des schräg nach
unten verlaufenden Leiterabschnittes (12) aufweist.
7. Eine Sende- bzw. Empfangsantenne nach einem der vorhergehen
den Ansprüche 3 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der schräg nach unten verlau
fende Leiterabschnitt (12) gleichzeitig als Verankerungsstrang
für den vertikalen Leiterabschnitt dient, wobei ein Isolator
(15) zwischen dem unteren Ende des schräg nach unten verlaufen
den Leiterabschnittes (12) und einem im Boden verankerten bzw.
mit fester Struktur zusammenarbeitenden Verankerungsglied (16)
vorgesehen ist.
8. Eine Sende- bzw. Empfangsantenne nach einem der Ansprüche 5
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die mechani
schen Längen des vertikalen Leiterabschnittes (10), des schräg
nach unten verlaufenden Leiterabschnittes (12) und des dritten
Leiterabschnittes (22; 22′; 22′′) im Verhältnis etwa 11 : 11 : 4 zuei
nander stehen.
9. Eine Sende- bzw. Empfangsantenne nach einem der vorhergehen
den Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Anschluß am Sender bzw. am Empfänger am Fußpunkt (11) des verti
kalen Leiterabschnittes (10) liegt.
10. Eine Sende- bzw. Empfangsantenne insbesondere nach Anspruch
9, wobei die Ankopplung an die Antenne über ein koaxiales Kabel
erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß für Frequen
zen unterhalb von etwa 4 MHz der Ausgang des Senders (25) bzw.
der Eingang des Empfängers über eine variable Längsspule (32)
und einen Längskondensator (34) an den Innenleiter (35) des
koaxialen Kabels (36) angeschlossen ist, daß ein die Anpassung
ermöglichender weiterer variabler Kondensator (39) zwischen Aus
gangsklemmen (30) und dem an Masse liegenden Außenleiter (40)
des koaxialen Kabels (36) angeordnet ist, und daß vorzugsweise
der Ausgang des Senders (25) bzw. der Eingang des Empfängers an
die variable Längsspule über einen Transformator (28) angeschlos
sen ist, wobei das Stehwellenverhältnis durch das Gerät (29)
bestimmt wird.
11. Eine Sende- bzw. Empfangsantenne nach Anspruch 10,
gekennzeichnet durch einen zwischen dem Innenlei
ter (35) des koaxialen Kabels (36) und Masse angeordneten Funken
schutz (41).
12. Eine Sende- bzw. Empfangsantenne nach einem der Ansprüche 9
bis 11, zur Anwendung auf einem Wasserfahrzeug, dadurch
gekennzeichnet, daß die H.F.Erdung durch ein über
einen Kondensator an Masse angeschlossenes im Wasser gelegtes
Geflecht (38) erfolgt.
13. Eine Sende- bzw. Empfangsantenne nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zwei, die jeweils beanspruch
ten Merkmale aufweisenden Antennen zu einer Art invertierten
V-förmigen Dipolantenne (Fig. 4) zusammengebaut sind, wobei zwei
parallele, jedoch im Abstand zueinander angeordnete vertikale
Leiterabschnitte (44) vorhanden sind, und daß die beiden
Antennen zueinander 180° phasenverschoben betrieben werden.
14. Eine Sende- bzw. Empfangsantenne nach Anspruch 13, dadurch
gekennzeichnet, daß die unteren Enden der beiden
vertikalen Leiterabschnitte (44) an jeweiligen Enden einer sekun
dären Wicklung (53) eines das Signal übertragenden Transforma
tors angeschlossen sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853539733 DE3539733A1 (de) | 1985-11-08 | 1985-11-08 | Eine sende- bzw. empfangsantenne, insbesondere fuer den kurz- und/oder mittelwellenbereich |
| EP86114804A EP0225460A3 (de) | 1985-11-08 | 1986-10-24 | Eine Sende- bzw. Empfangsantenne, insbesondere für den Kurz- und/oder Mittelwellenbereich |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853539733 DE3539733A1 (de) | 1985-11-08 | 1985-11-08 | Eine sende- bzw. empfangsantenne, insbesondere fuer den kurz- und/oder mittelwellenbereich |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3539733A1 true DE3539733A1 (de) | 1987-05-14 |
Family
ID=6285520
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853539733 Withdrawn DE3539733A1 (de) | 1985-11-08 | 1985-11-08 | Eine sende- bzw. empfangsantenne, insbesondere fuer den kurz- und/oder mittelwellenbereich |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0225460A3 (de) |
| DE (1) | DE3539733A1 (de) |
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| CN108233876A (zh) * | 2016-12-15 | 2018-06-29 | 恩智浦美国有限公司 | 具有并联电感电路的多尔蒂放大器及放大器模块 |
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- 1985-11-08 DE DE19853539733 patent/DE3539733A1/de not_active Withdrawn
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| CN108233876A (zh) * | 2016-12-15 | 2018-06-29 | 恩智浦美国有限公司 | 具有并联电感电路的多尔蒂放大器及放大器模块 |
| CN108233876B (zh) * | 2016-12-15 | 2023-06-16 | 恩智浦美国有限公司 | 具有并联电感电路的多尔蒂放大器及放大器模块 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0225460A3 (de) | 1987-09-30 |
| EP0225460A2 (de) | 1987-06-16 |
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