DE353466C - Vorrichtung zum selbsttaetigen Regeln des Fluessigkeitszulaufs bei mit Fluessigkeitsverdraenger im Fluessigkeitsvorratsbehaelter zwecks periodischen UEberflutens der Messgefaesse ausgeruesteten Mess- und Fuellvorrichtungen - Google Patents
Vorrichtung zum selbsttaetigen Regeln des Fluessigkeitszulaufs bei mit Fluessigkeitsverdraenger im Fluessigkeitsvorratsbehaelter zwecks periodischen UEberflutens der Messgefaesse ausgeruesteten Mess- und FuellvorrichtungenInfo
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Description
- Vorrichtung zum selbsttätigen Regeln des Flüssigkeitszulaufs bei mit Flüssigkeitsverdränger im Flüssigkeitsvorratsbehälterzwecks periodischen Überflutens der Neßgefäße ausgerüsteten 117eß- und Füllvorrichtungen. Die Erfindung betrifft diejenigen Meß-und Füllvorichtungen, bei welchen das Füllen der in einem Flüssigkeitsvorratsbehälter angeordneten 1Ießgefäße mittels eines sich nach Entleerung der Meßgefäße senkenden Flüssigkeitsverdrängers in der Weise bewirkt wird, daß die verdrängte und hochsteigende Flüssigkeit die leeren 'feßgefäße überflutet, während die Entleerung der Meßgefäße erfolgt, nachdem der Verdränger wieder in seine Hochstellung zurückgegangen und der Flüssigkeitsspiegel wieder bis unter den Rand der Meßgefäße gesunken ist.
- Bei solchen Meß- und Füllvorrichtungen wurde der Zulauf der Flüssigkeit bisher gewöhnlich mittels eines Absperrventils geregelt, das bei jeder Füllperiode von dein die Füllvorrichtung bedienenden Arbeiter besonders geöffnet und geschlossen werden mußte. Es war auch bekannt, den Zulauf der Flüssigkeit mittels eines im Flüssigkeitsvorratsbehälter angeordneten Schwimmers zu regeln, der von dem nach Überflutung der Meßgefäße hochgehenden Flüssigkeitsv erdränger in diejenige Stellung gehoben wurde, in welcher der hierbei stattfindende Ventilschluß den Zulauf weiterer Flüssigkeit bis zur vollständigen Entleerung der Meßgefäße verhinderte. Der Ausgleich der verschiedenen Höhenstellungen des Flüssigkeitsverdrängers und des Schwimmers regelte sich dabei unter Zwischenschaltung einer Zug- oder Druckfeder.
- Die zuerst genannte einfachere Vorrichtung machte eine besondere Aufmerksamkeit des die Vorrichtung bedienenden Arbeiters erforderlich, auch nahm die Betätigung des Absperrventils verhältnismäßig viel Zeit in Anspruch. Dadurch wurde wiederum die Leistung der Vorrichtung stark beeinträchtigt.
- Bei der zweiten selbsttätig wirkenden Regelungsvorrichtung mußte der Vorratsbehälter wegen des Einbauens der Schwimmervorrichtung um so viel größer bemessen werden, daß genügend Raum für diesen Einbau vorhanden war. Dies führte aber zu einer nicht unbeträchtlichen Verteuerung der Vorrichtung, während andererseits die beim Hochgehen des Flüssigkeitsverdrängers bewirkte Senkung der Flüssigkeit vermindert wurde, so daß ein sicheres Funktionieren in Frage gestellt war: Ein weiterer Übelstand ergab sich auch aus der Notwendigkeit der Anordnung der Zug- und Druckfeder, und zwar insofern, als dieselbe bei starkem Gebrauch schon nach wenigen Tagen versagte und Ungenauigkeiten in der Regelung des Flüssigkeitszulaufes verursachte.
- Gemäß der Erfindung soll nun bei Meß-und Füllvorrichtungen der erwähnten Art die selbsttätige Regelung des Flüssigkeitszulaufs derart bewirkt werden, daß der Arbeiter lediglich die zum Heben und Senken des Flüssigkeitsverdrängers und der zu füllenden Flaschen oder sonstigen Gefäße angeordnete Handhabe zu bedienen braucht, ohne auch nur im geringsten seine Aufmerksamkeit auf den Flüssigkeitszulauf zu richten, da Unregelmäßigkeiten vollkommen ausgeschlossen sind. Infolge dieser genauen Regelung des Flüssigkeitszulaufes entsprechend dem Grade der Abfüllung wird auch die Leistung der Vorrichtung beträchtlich erhöht.
- Auf der Zeichnung ist eine mit der neuen Erfindung ausgerüstete Meß- und Füllvorrichtung durch eine Abbildung im senkrechten Schnitt dargestellt. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist für die Anbringung der Erfindung eine Meß- und Füllvorrichtung bekannter Art gewählt worden. Zum Verständnis desselben soll hier nur erwähnt werden, daß in dem Vorratsbehälter a die einlaufende Flüssigkeit nach jeder Füllung der Flaschen oder sonstigen Gefäße bis zu einer bestimmten Höhe über den oberen Rand der Meßgefäße o steigen muß, um diese zu überfluten, bis sie vollständig gefüllt sind. Um nun die Flüssigkeit für die Abfüllung in den Gefäßen o genau abzumessen, muß der Flüssigkeitsspiegel im Vorratsbehälter weit unter den oberen Rand der Meßgefäße o sinken, damit die Meßgefäße o bis zum oberen Rande gefüllt bleiben und beim Abfüllen keine weitere Flüssigkeit nachstürzen kann. Dieses Sinken des Flüssigkeitsspiegels im Vorratsbehälter a wird bewirkt durch Anheben des Flüssigkeitsverdrängers 1, der nach jedesmaliger Abfüllung gesenkt und vor der darauf folgenden Abfüllung gehoben werden muß, was durch Bewegen des Handhebels i bewirkt wird.
- Gemäß der Erfindung ist nun außerhalb des Vorratsbehälters a in der Zuflußleitung b ein Schwimmergefäß c angeordnet, dessen Schwimmer d durch sein Hebelgestänge e, f ein Ventil g immer dann auf seinen vor der Zuleitung b angeordneten Sitz drückt und den Flüssigkeitszufluß absperrt, wenn im Schwimmerbehälter c die Flüssigkeit bis zu einem Punkte gestiegen ist, der auch von der Flüssigkeit im Vorratsbehältera erreicht werden soll, -wenn sich der Verdränger l in seiner Tiefstellung befindet. In den Verbindungsstutzen 1z ist nun ferner ein Rückschlagventil k eingebaut, das einerseits unter dem Einfluß einer Feder, andererseits unter dem Druck eines Winkelhebels in steht, der durch den Verdränger L bei dessen Tiefstellung derart belastet wird, daß das Ventil k den Durchgang zwischen dem Schwimmergefäß c und dem Vorratsbehälter a herstellt. Es bilden in diesem Falle der Schwirnmerbehälter c und der Vorratsbehälter a zwei miteinander kommunizierende Gefäße, so daß also die Vorratsflüssigkeit im Behälter a und die zufließende Flüssigkeit im Schwimmergefäß c den gleichen Höhenstand einnehmen, solange sich die beiden Ventile g und k in der Off enstellung befinden.
- Die beiden Ventile stehen nun in einer gewissen Wechselbeziehung zueinander, wodurch die Regelung des Flüssigkeitszuflusses in vollkommener Weise gesichert wird. Für diese sichere Wirkung ist es erforderlich, daß der Schwimmer d auf die Flüssigkeit im Vorratsbehälter a ganz ohne Einfluß bleibt, solange das Abfüllen der Flüssigkeit aus den Meßgefäßen o in die Flaschen oder sonstigen Gefäße vor sich geht. Würde das Schwimmergefäß c während des Abfüllens mit dem Vorratsbehälter a Verbindung behalten, dann -würde es vorkommen können, daß der Zufluß nach dem Vorratsbehälter im Verhältnis zum Abfluß aus den Meßgefäßen zu stark wird und neue Flüssigkeit in die Meßgefäße gelangt, bevor die alte vollständig abgeflossen ist.
- Ist nun, wie die Zeichnung zeigt, die Flüssigkeit genügend hoch über die Meßgefäße gestiegen und sind die Meßgefäße alle gefüllt, dann wird zunächst unter dem Auftrieb des Schwimmers d das Ventil g auf seinen Sitz gedrückt, so daß der weitere Flüssigkeitszufluß zum Schwimmergefäß c gesperrt ist. Es erfolgt nun, durch Schwenkung des Hebels i, bewirkt, gleichzeitig ein Anheben der Flaschen gegen die Füllmundstücke und auch ein Anheben des Verdrängers 1. Dadurch fällt plötzlich die Flüssigkeit im Vorratsbehälter a bedeutend unter den Rand der Meßgefäße o, während gleichzeitig der Hebel in von dem V erdränger 1 entlastet wird und das Rückschlagventil k unter der Wirkung seiner Druckfeder die Einflußöffnung des Vorratsbehälters abschließt. Dieser Abschluß bleibt solange bestehen, bis die Meßgefäße o vollständig entleert sind. Hierauf wird dann gleichzeitig mit der Abwärtsbewegung der Flaschen auch der Verdränger l niederbewegt, wobei derselbe durch Druck auf (len Hebel m das Rückschlagventil k in die Offenstellung bewegt. Hierauf fließt zuerst ein Teil der Flüssigkeit des Schwimmergefäßes in den Vorratsbehälter über, bis die im Schwimmergefäß dabei sinkende Flüssigkeit mit der Flüssigkeit im Vorratsbehälter gleichsteht. Durch den sinkenden Schwimmer d wird dabei aber auch das Zuflußventil g von seinem Sitz gehoben, so daß also auch wieder von der Zuleitung b her erneuter Zufluß nach dem Vorratsbehälter a stattfinden kann. Erst wenn hier und im Schwimrnergefäß c wieder der Höchststand erreicht ist, @wi@rd durch den Schwimmer der weitere Zufluß frischer Flüssigkeit unterbrochen, und die Vorgänge -wiederholen sich in der angegebenen Reihenfolge. Von wesentlichster Bedeutung ist dabei der Umstand, daß während der Dauer des Abfüllens jeder Zufluß nach dem Vorratsbehälter a hin abgesperrt ist, so daß also Unregelmäßigkeiten keinesfalls eintreten können.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUcH: Vorrichtung zum selbsttätigen Regeln des Flüssigkeitszulaufs bei mit Flüssigkeitsverdränger im Flüssigkeitsvorratsbehälter zwecks periodischen Überflutens der Meßgefäße ausgerüsteten Meß- und Füllvorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Vorratsbehälter (a) ein Höhenstandsregler verbunden ist, dessen Schwimmerventil (g) mit einem vor der Einlaufsöffnung des Vorratsbehälters angeordneten Rückschlagventil (k) derart in Wechselbeziehung steht, daß während des Tiefstandes des Flüssigkeitsverdrängers beide Ventile die Offenstellung einnehmen, während nach Erreichen des Höchststandes zunächst das Schwimmerventil den Flüssigkeitszufluß absperrt, -vorauf erst beim Abfüllen das durch den gehobenen Flüssigkeitsverdränger entlastete Rückschlagventil in die Schlußstellung übergeht, um beim Niedertauchen des Flüssigkeitsverdrängers zuerst wieder vom Sitz gehoben zu werden und den Flüssigkeitsausgleich zwischen Vorratsbehälter und Schwimmergefäß zu ermöglichen, bis das vom sinkenden Schwimmer von seinem Sitz gehobene Schwimmerventil wieder erneuten Zufluß veranlaßt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE353466T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE353466C true DE353466C (de) | 1922-05-19 |
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ID=6282213
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DENDAT353466D Expired DE353466C (de) | Vorrichtung zum selbsttaetigen Regeln des Fluessigkeitszulaufs bei mit Fluessigkeitsverdraenger im Fluessigkeitsvorratsbehaelter zwecks periodischen UEberflutens der Messgefaesse ausgeruesteten Mess- und Fuellvorrichtungen |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE353466C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE746230C (de) * | 1939-06-04 | 1944-06-05 | Elisabeth Buesing Geb Brems | Einrichtung zum serienweisen Abmessen und Abfuellen bestimmter Fluessigkeitsmengen |
| FR2852944A1 (fr) * | 2003-03-27 | 2004-10-01 | Mapco | Procede et dispositif de remplissage volumetrique d'un recipient tel qu'une bouteille au moyen d'un liquide. |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE746230C (de) * | 1939-06-04 | 1944-06-05 | Elisabeth Buesing Geb Brems | Einrichtung zum serienweisen Abmessen und Abfuellen bestimmter Fluessigkeitsmengen |
| FR2852944A1 (fr) * | 2003-03-27 | 2004-10-01 | Mapco | Procede et dispositif de remplissage volumetrique d'un recipient tel qu'une bouteille au moyen d'un liquide. |
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