DE3524C - Controlschlofs für Eisenbahnwaggons als Ersatz für den Plombenverschlufs - Google Patents

Controlschlofs für Eisenbahnwaggons als Ersatz für den Plombenverschlufs

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Publication number
DE3524C
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DE
Germany
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lock
key
door
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control
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Expired
Application number
DENDAT3524D
Other languages
English (en)
Original Assignee
F. J. ZlTKO in Pardubitz
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE3524C publication Critical patent/DE3524C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B83/00Vehicle locks specially adapted for particular types of wing or vehicle
    • E05B83/02Locks for railway freight-cars, freight containers or the like; Locks for the cargo compartments of commercial lorries, trucks or vans

Landscapes

  • Lock And Its Accessories (AREA)
  • Time Recorders, Dirve Recorders, Access Control (AREA)

Description

1878.
Klasse 68.
F. J. ZITKO in PARDUBITZ. Controlschlols für Eisenbahn waggons als Ersatz für den Plombenverschlurs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Februar 1878 ab.
Das vorliegende Controlschlofs für Eisenbahnfrachtwaggons besteht aus einem länglich - viereckigen Gehäuse, dem äufseren Schlofskasten, Fig. ι und 2, welcher mit vier Schrauben a an die Thürsäule des Frachtwaggons angeschraubt ist. An der Schubthür befestigt, befindet sich der Verschlufs k, Fig. 1 und 2.
Das Schlofsgehäuse ist in der Mitte durch die horizontale Zwischenwand h in zwei Theile getheilt, wovon der obere den Sperrverschlufs und den Plombenmarkenrahmen, der untere dagegen das Controlgehäuse enthält.
Die obere Hälfte ist durch eine verticale Wand 33 abgetheilt, wovon der vordere Theil den Plombenrahmen, der rückwärtige den Sperrmechanismus einschliefst.
Der Sperrmechanismus besteht aus einem, im rechten Winkel gebogenen Haken, Einfallhaken b, welcher auf der Axe c befestigt und zwischen dem Gehäuse drehbar gelagert ist.
Der vordere runde und viereckige Theil der Axe bildet den Schlüsseldorn. Steckt man einen Schlüssel auf den vierkantigen Dorn und dreht denselben von rechts nach links, so wird der Einfallhaken nach abwärts gedreht und lagert sich, bei geschlossener Thür, in den Verschlufshaken k, welcher durch ein längliches Loch in der Gehäusewand eingetreten ist, Fig. 1.
Der im vorderen Theil gelagerte Plombenmechanismus, welcher im Principe ein Vexirschlofs ist, besteht aus einem Rahmen e, welcher auf dem Seitentheil d aufgenietet ist.
Dieser Rahmen mit dem Seitentheil bildet eine Klappe oder Thür, die um den Bolzen 30 drehbar, in der rechten Seite des Schlofsgehäuses gelagert ist und nach rechts uijd abwärts geöffnet werden kann.
Der Rahmen e hat eine länglich-viereckige Vertiefung, in der sich oben ein hakenförmiger Stift i befindet; dieser Rahmen dient zur Aufnahme der Plombenmarke X, Fig. 5, welche mit dem viereckigen Loche auf den Stift i gehängt wird.
Hinter dem Rahmen e liegt ein kleiner, auf einem Zapfen drehbarer Einfallhaken / mit einem viereckigen Ausschnitte, welcher durch die Stahlfeder g nach abwärts gedrückt wird. Bei geschlossener Thür umschliefst der viereckige Ausschnitt des Einfallhakens den Schlüsseldorn c, so dafs nur das runde Ende c hervorragt.
Die vordere obere Gehäusewand und die verticale Zwischenwand 33 haben eine runde Oeffnung zur Aufnahme des Schlüssels Z, Fig. 3; die in der vorderen Wand angebrachte Oeffnung 31 hat einen nach oben länglichen Ausschnitt, um mit dem Stifte 104 des Schlüssels Z die Plombenmarke herabreifsen zu können.
In der horizontalen Wand h ist eine längliche Oeffnung V angebracht, durch welche die vom Stifte heruntergerissene Marke in das Controlgehäuse gelangt.
Der untere Theil oder das Controlgehäuse besteht aus einer nach vorn sich öffnenden Thür /, welche auf der inneren Seite mit einem Einfallhaken m versehen ist, welcher durch die Feder η niedergedrückt wird.
In der rückwärtigen Gehäusewand ist der Schliefshaken q angebracht, in welchem in der Mitte eine um ihre Axe bewegliche Nufs ο lagert, welche auf der anderen Seite einen Hebel / zum Heben des Zahnes m bildet. In der linken Gehäusewand, gegenüber der Nufs 0, sowie in dem zur Aufnahme der Controlmarke X1 , Fig. 6, angebrachten Rahmen t befindet sich eine runde Oeffnung, um mit dem Schlüssel y, Fig. 4, zur Nufs ο gelangen zu können.
Eine jede Bahnstation ist nun im Besitze von zweierlei Marken, und zwar der kleinen X1, welche zwischen die Eisenplatte t und die Gehäusewand pafst und welche nur im Besitze eines Stationsbeamten 'ist, und der grofsen X, welche in den Rahmen e pafst.
Diese Controlmärken sind aus Papier, wie die üblichen Cartonbillets, die kleineren schwächer, die gröfseren aber stärker; die beiden sind streng yerrechenbar und tragen den Namen der Eigenthumsstation, die Firma und die fortlaufende Controlziffer. Neben diesen ist jede Marke mit den Zeichen »No.« und »Eigth.« und aufserdem die kleineren Marken X1, Fig. 6, noch am oberen und unteren Rande mit dem Stationsnamen und Controlziffer nochmals bedruckt.
Sobald ein Wagen beladen, verschlossen und markirt werden soll, so nimmt der Besitzer der kleinen Marken die mit der niedrigsten Controlziffer versehene Marke, schreibt auf dieselbe rückwärts links die Firma und Nummer des Wagens, Welcher verschlossen werden soll, und

Claims (1)

  1. unten das Datum; sodann wird diese Marke in den Raum zwischen die Eisenplatte t und die Schlofswand geschoben, Fig. io und π, so dafs der runde Stationsname, die Firma und Controlziffer durch die runde Oeffmmg von aufsen ganz deutlich zu sehen ist, und wird dann die Schlofsthür / " einfach zugedrückt. Nachdem auch das zweite Schlofs an demselben Wagen auf diese Art " markirt wurde, kann der Wagen beladen werden, und nachdem die Verladung beendet wurde, nimmt der Beamte eine grofse, mit der niedrigsten Controlziffer versehene Marke X, schreibt die Nummer des Wagens sowie auch die Firma auf die betreffende Stelle und endlich auf die rückwärtige leere Seite das Datum und seine Unterschrift. Nachdem er dann den Plombenmarkenrahmen defg mit dem Schlüssel ZU, Fig. 3, herausgeworfen hat, Fig. ι ο, hängt er diese oben durchlöcherte Marke X auf den Stift i in den Rahmen e, schiebt die Wagenthür zu, so dafs der Haken K in das Schlofs hineindringt, senkt mit Umdrehen des Schlüssels Z W den Einfallhaken b in K, zieht den Schlüssel heraus und drückt das Vexir nach oben zu. Der Stationsname, das Eigenthumsmerkmal und die Controlziffer sind deutlich durch die runde Oeffnung 31 im Schlosse zu sehen, dagegen ist die kleine Marke im Controlgehäuse durch die Wagenthür verdeckt, Fig. 12.
    Bei schlechter Witterung wird die Verschlufsöffnung3i durch das Vorschieben des Schirmes 32 verdeckt, Fig. 2.
    • So lange die Marke im Verschlufs sichtbar und leserlich ist, kann mit voller Gewissheit gesagt werden, dafs der Verschlufs unverletzt und von Niemand ein Versuch zum Oeffnen gemacht worden ist.
    Auf der Bestimmungsstation angelangt, wird die im Verschlufs sichtbare Marke mit dem scharfen Theile 104 des Schlüssels Z W herabgerissen, fällt durch den Schlitz ν in die untere Hälfte des Schlosses herab und der Wagen kann, nachdem vorher das Vexir mit dem zweiten Ende des Schlüssels Z U herausgeworfen und der Einfallhaken mit dem anderen Ende Z W aus K herausgehoben wurde, durch das Abschieben der Wagenthür aufgemacht werden.
    Das scharfe Zeichen 104 des Schlüssels ζ W wurde durch die oben besagte Manipulation an der herabgerissenen Controlmarke abgedrückt und, da eine jede Station ein anderes Zeichen am Schlüssel hat, so kann mit Leichtigkeit errathen werden, welche Station den Verschlufs geöffnet hat.
    Auf der Bestimmungsstation, wo der Wagen gänzlich entladen wird, hat der Besitzer der kleinen Marken X1 und des Schlüssels y, Fig. 4, die Pflicht, die kleine Marke X1 im unteren Verschlüsse mit dem Schlüssel y einfach durchzudrücken, welche somit durchlöchert wird und die eigentliche Controle vernichtet; durch das Weiterschieben des Schlüssels an die Nufs 0 und Umdrehen desselben springt die untere Verschlufsthüre / von selbst auf. Die sämmtlichen dort befindlichen Marken, sammt der kleinen durchlöcherten, werden herausgenommen und dem Ladescheine beigelegt.
    Die beiliegende Zeichnung zeigt noch mit Fig. 7A und .7 B nur die untere Hälfte des besprochenen Schlosses, welche in manchen Fällen auch einen genügenden, einfachen und billigeren Verschlufs der Eisenbahnfrachtwaggons bilden würde.
    Hier bildet den factischen Verschlufs des Wagens der Thüreinlegehaken 1, welcher sich bereits an der Mehrzahl der Kastenwagen befindet. Derselbe wird durch die an der oberen Seite des Schlosses befindliche runde Oeffnung 2 in das Innere des Schlosses eingelassen und im Innern desselben mit einem Bolzen 3, welcher durch die Oeffnung 13 im Haken geschoben wird, befestigt. Dieses Schlofs ist mit Schrauben 4 an die Thürsäule des Wagens fest angeschraubt. Der Bolzen 3 ist im Innern des Schlosses an einer Kette 5 befestigt.
    Die Manipulation ist dann viel einfacher, indem der Thüreinlegehaken, nachdem die Wagenthür zugeschoben wurde, in den Verschlufs durch die obere Oeffnung geschoben und im Innern durch das Durchstecken des Bolzens 3 befestigt wird. Nachdem dann die Marke 6, Fig. 8, beschrieben worden, schiebt man dieselbe zwischen die ■ Eisenplatte 7 und' die vordere Schlofswand und drückt dann die Schlofsthür von seitwärts nach oben zu.
    Soll dann ein so markirter Wagen geöffnet werden, so drückt man mit dem Schlüssel 8, Fig. 9, die Marke in der Verschlufsöffnung durch, vernichtet somit die eigentliche Controle, welche entweder im Schlüsselloche bleibt oder in das Innere des Schlosses fällt, und nachdem man dann den Schlüssel weiter an die vierkantige Nufs 10 geschoben und umgedreht hat, springt die Verschlufsthür 11 seitwärts auf, der Schlüssel wird herausgezogen, der Bolzen 3 und der Thüreinlegehaken herausgeschoben und der Wagen ist offen.
    Als neu hervorzuheben ist an vorliegendem Controlschlofs:
    Der Sperrmechanismus zum sicheren Verschlufs der Thür selbst; das Verfahren des Plombirens mit Cartonmarken, welche in den Rahmen eingelegt werden, der zugleich als Vexirschlofs fungirt; das Controlgehäuse zur Aufnahme der Plombenmarken; die Art und Weise der äufseren Verschlüsse der Schlüssellöcher durch diese besprochenen Cartonmarken; und endlich das vorher erklärte Verfahren der Rechnungslegung j und Controle infolge der Markenverschlüsse.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT3524D Controlschlofs für Eisenbahnwaggons als Ersatz für den Plombenverschlufs Expired DE3524C (de)

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