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Die Erfindung betrifit einen Postschrank, dessen Fächer einzeln unabhängig voneinander durch verschiedene Schlüssel und zusammen gleichzeitig durch eine einzige Vorrichtung zu öffnen sind. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass jedes einzelne Fach durch eine mehrteilige
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eine gemeinsame Sperrvorrichtung verriegelt. Besteht der Fachabschluss aus einer zweiteiligen Tür, dann bildet vorteilhaft der eine Teil einen Rahmen für den anderen Teil, wobei die Einrichtung so getroffen werden kann, dass nach Auslösen der entsprechenden Sperrvorrichtungen für die beiden Türteile der eine Teil nach innen und der den Rahmen für letzteren bildende andere Teil nach aussen schwenkbar ist.
Die gemeinschaftliche Sperrvorrichtung für den einen Türteil besteht zweckmässig aus einem lotrecht verschiebbaren und mit Vorsprüngen hinter die entsprechenden Türteile aller Fächer greifenden Rahmen, der mittels eines einzigen Schlüssels ausgelöst und durch Bedienung eines Hand- oder Fusshebels in die Sperrstellung gebracht und in dieser gesichert werden kann.
Der Vorteil der vorliegenden Einrichtung ist insbesondere der, dass der die Postsachen in die verschiedenen Fächer einlegende Beamte beim Hinzukommen eines Fachinhabers, der sein Fach entleeren will, sofort die während des Einlegens der Postsachen sämtlich
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Anordnung der mehrteiligen Abschlusstüren eine grosse Raumersparnis erzielt, da der Schrank nach dem ffnen sämtlicher Postfächer durch den die Postsachen einigenden Beamten keine weiteren nach aussen vorstehende Türteile aufweist, sondern denselben Raum einnimmt, wie ein geschlossener Schrank.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht. Fig. 1 ist eine Vorderansicht eines Postschrankes ohne bewegliche Namentafeln. bei dem die gemein-
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bei dem die Schlievorrichtung durch einen Fusshebel bedient wird und dessen unterer vorspringender Teil mit besonderen Fächern für Schreibblöcke versehen ist. Fig. 4 ist ein lotrechter und Fig. 5 ein wagrechter Schnitt durch den Schrank nach Fig. 3. Fig. 6 zeigt einen Teil des Schrankes nach Fig. 3 in grösserem Massstabe. Fig. 7 ist eine Einzelansicht zweier übereinander liegender Fächer eines Schrankes in zwei verschiedenen Ausführungsformen.
Fig. 8 zeigt einen lotrechten Schnitt durch die beiden Fächer nach Fig. 7. und Fig. 9 eine Rückansicht eines Fachabschlusses mit beweglicher Namenstafel.
Der Postschrank besteht aus lotrechten durch wagrechte Querstäbe 2 verbundenen Wänden 1 und ist durch Trennwände 3 in eine Anzahl Fächer geteilt. Die Trennwände verlaufen sackartig
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vorspringenden, kastenförmgpn Sockel-/. der zur Aufnahme einer Schliessvorrichtung oder auch zur Aufnahme von Fächern mit Schreibpapierblöcken dient. Der vordere Rahmen 5 des Schrankes sitzt abnehmbar auf den Trennungswänden und besteht vorteilhaft aus lotrechten Eisenstangen J und Querstangen 6 in den Fächern entsprechender Einteilung. Der äussere Abschlul3 jedes Faches
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mit einem Verschlussriegel 9 versehener Teil 7 einen Rahmeu für den anderen Teil 10 darstellt.
Der vorteilhaft nach aussen schwenkbare Türteil ?'bildet den Zugang zum Fach für den Inhaber und der um wagrechte Drehzapfen nach innen schwenkbare Teil 10 einen solchen für den Post-
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hebels 15, der in gesenkter Stellung den Rahmen 11, 12, 13 anhebt und in dieser Stellung durch einen mittels Schlüssels auslösbaren Riegel 16 gesperrt wird. Die Stangen 13 des in lotrechter Richtung verschiebbaren Rahmens H, 12, 13 sind mit Ansätzen 27 versehen, die bei der Aufwärtsbewegung des Rahmens hinter Vorsprünge 22 der Türteile 10 greifen und einen Verschluss der letzteren bewirken.
Beim Auslösen des Riegels 16 senkt sich-der Rahmen 11, 12, 13 und gibt die Türteile 10 frei, so dass das Einlegen von Postaachen in die Fächer durch den Beamten erfolgen kann. Will letzterer die Fächer verschliessen, so drückt er einfach den nach aussen ragenden Handhebel 17 (Fig. 1) oder den Fusshebel 18 (Fig. 3 und 4) abwärts. Auf dem Rahmen ist ein Stromunterbrecher 20 angebracht, der beim öffnen der gemeinsamen Verschliessvorrichtung für die Türteile 10 den Stromkreis durch eine Glocke 19 schliesst und diese solange zum Ertönen bringt,
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mit dem Teil 10, wie später erläutel"1j, verbunden bleibt, besteht aus einem Riegel 9 und dem Schlüssel, welcher die Hebelwirkung ausübt, um den Riegel nach rechts oder links zu schieben.
An den lotrechten Wänden 1 jedes Faches können Stromunterbrecher verschiedener Art angebracht sein. Die Stromunterbrecher für Schränke mit verschiebbarem Namensschild (Fig. 7 und 8 obere Hälfte) schliessen den Stromkreis jedes Faches für die ganze Zeit, während der der Schrank offen bleibt und bestehen aus einem Hebel 24, der sich bis zum Vorsprung 22 einer jeden Klappe 10 erstreckt und letzteren berührt. Bei offenem Stromkreis ist der untere Hebel 23 an dem oberen Hebel 24 mit einem Zahn angehängt. Wird von aussen auf den unverschlossenen Türteil oder die Klappe 10 ein Druck ausgeübt, dann dreht sich diese nach innen (Fig. 8) und bringt den vom Hebel 24 gelösten unteren Hebel 23 gegen den Kontakt 26.
Hierdurch wird der Stromkreis durch eine dem betreffenden Fach entsprechende, elektrische Signal glocke in der Wohnung des Inhabers geschlossen und diese zum Läuten gebracht. Beim Verschliessen der Klappen oder Türteile 10 bringt der Zapfen 27 den Hebel 23 wieder mit dem anderen Hebel 24 in Eingriff, so dass der Stromkreis unterbrochen wird.
Die Stromunterbrecher für Postschränke ohne verschiebbare Namell88Childer hinter den Türfenstern der Fächer (Fig. 7 und 8 untere Hälfte) schliessen den Stromkreis nur für die Zeit, während der die Klappe 10 sich hin-und herbewegt. Sie bestehen im wesentlichen aus einem um einen Zapfen drehbaren Hebel 25, der durch den jeweiligen Vorsprung22 jeder Klappe in solcher Stellung gehalten wird, dass er das Ende einer Feder 28 von einem zweckmässig neben ihr unter dem Hebel 25 vorgesehenen Kontakt 29 entfernt hält. Wird die Klappe 10 geöffnet, d. h. nach innen gedreht, so gibt der Hebel 25 unter der Wirkung der Feder 29 nach und ermöglicht, dal3 diese letztere mit dem Kontaktknopf 29 in Berührung kommt und den Stromkreis durch die entsprechende Signalglocke schliesst.
Die Fachtüren sind mit einer Anzeigevorrichtung versehen, die nach aussen hin zeigt, ob in das betreffende Fach Postsachen eingelegt worden sind. Ein am Türteil 7 drehbar angebrachter Hebel 8, der drehbar ein weisses Täfelchen 31 trägt, wird gewöhnlich durch eine an der Klappe 10 vorgesehene und hinter einem Vorsprung am Kopf des Hebels 8 greifende Klinke 32 in gehobener Stellung gehalten, in der das Täfelchen hinter dem undurchsichtigen Teil des Rahmens 7 verschwindet. Wird die Klappe 10 geöffnet, so gelangt der Hebel 8 ausser Eingriff mit der Klinke 32 und senkt sich, sodass das weisse Täfelchen 31 vor dem Fenster 33 erscheint.
Beim Öffnen der Türteile 7 zwecks Entnahme der eingelegten Postsachen wird der Hebel 8, der beim Senken sich mit seinem Kopf gegen den Riegel legt, durch die Verschiebung des letzteren angehoben und wieder in Eingriff mit der Klinke 32 gebracht. Somit verschwindet auch das weisse Täfelchen 31 vom Fenster 33. Um zu verhüten, dass uie Klappe 10 beim Offnen der Entnahmetür 7 in Schwingung kommt, ist ein weiterer Hebel 34 (Fig, 9) drehbar angeordnet und mit einem Einschnitt 35 versehen, in den ein auf den Schlossriegel 9 angebrachter Zapfen 36 eingreift. Beim Verschieben des Schlossriegels 9 zwecks Offnens der Entnahmetür 7 gelangt der Hebel 34 in die auf der Zeichnung punktiert dargestellte Stellung, in der er über die Klappe 10 greift und deren Bewegung verhindert.
Beim Schliessen des Riegels 9 wird der Hebel 34 wieder gesenkt und dadurch die Klappe 10 freigegeben. Wünscht ein Fachinhaber, dass keine Postsachen in sein Fach eingelegt, sondern an eine andere Adresse weitergesandt werden, so legt er einen am Rahmen 7 angebrachten und
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Riegel 37 durch den Zapfen 39 gehalten. Bei den Fachtüren mit verschiebbaren Namensschildern wird dem die Postsachen einlegenden Beamten die gewünschte Adresse auf einem durch eine Feder 41 hinter die Türscheibe geklemmten Papierblock 40 mitgeteilt.
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Bei den gewöhnlichen Fachtüren ohne verschiebbare Namensschilder haben die Fenster die durch die kreuzpunktierte Linie A, B, 0) D, E (Fig, 9) angedeutete Form. Die Papierblöcke sind hier dann nicht hinter den Fenstern, sondern in besonderen kleinen Fächern im Unterteil des Schrankes untergebracht. Jedes dieser besonderen Fächer kann einzeln von dem betreffenden Inhaber durch einen Schlüssel geöffnet werden, während das Schliessen der Fächer gleichzeitig durch eine Stange 42 (Fig. 4) geschieht, die an. einem mit der Achse 43 fest verbundenen Hebel 44 angeschraubt ist.
Werden die Schrankklappen C durch Verschieben des beweglichen Rahmens 11, 12, 13 nach unten geöffnet, so dreht der an den betreffenden lotrechten Stangen 13 fest angebrachte Zapfen 45 den durch den Ausschnitt 46 mit ihm verbundenen Hebel 44 zusammen mit der Stange 42 um den Drehzapfen 43. Somit öffnen sich sämtliche die Schreibblöcke enthaltenden Abteilungen im Sockel des Schrankes, so dass der Beamte ein mit der neuen Adresse versehenes gummiertes Blatt von dem entsprechenden Block abtrennen und auf die anderweitig zu befördernde Postsache aufkleben kann.
Beim Aufschliessen der Fachtüren 10 erscheint bei der Ausführungsform nach Fig. 7 und 8 oben sowie Fig. 9 ein Namensschild am zugehörigen Türfensterchen, das wieder verschwindet, wenn die Türen 10 geschlossen werden. Das betreffende Namensschild 48 ist durch eine Stange 49 mit einem lotrechten Riegel 50 verbunden, in den eine Klinke 51 eingreift und ihn gewöhnlich
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Klinke 51 durch den Arm 54 ausrücken, so dass der Riegel 50 freigegeben wird und sich mit dem Namensschild 4S bis vor das Türfenster senkt. Beim Verschieben des Rahmens 11, 12, 13 bringt ein am Rahmenteile 13 befestigter Hebel 55 den Riegel 50 in seine gewöhnliche Stellung zurück, in der ihn die unter der Wirkung der Schwerkraft ebenfalls in ihre gewöhnliche Lage zurückkehrende Klinke 51 sichert.
Die einzelnen Fächer des Schrankes sind zweckmässig mit Tuchstreifen 56 versehen, die durch Haken 7 an den Querstangen des beweglichen Rahmens 11, 12, 13 gewöhnlich aufgehängt sind und von den Schrankinhabern durch die Zungen 58 nach aussen gezogen werden können, um den Fachinhalt bequem herausnehmen zu können, ohne mit der Hand tief in das Fach hineinlangen zu müssen. Der Tuchst. l'eifen 56 ist zweckmässig mit einem Gegengewicht 59 versehen, damit das Tuch bei Freigabe von selbst in das Fach zurücksinkt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Postfachschrank, dadurch gekennzeichnet, dass jedes einzelne Fach durch je eine zwei-
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unter dem Einflusse einer durch eine einzige Sperrvorrichtung zu öffnenden bezw. schliessenden gemeinsamen Verriegelungsvorrichtung steht.