DE35216C - Verfahren zur Abscheidung von Ichthyolsulfosäure - Google Patents
Verfahren zur Abscheidung von IchthyolsulfosäureInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07G—COMPOUNDS OF UNKNOWN CONSTITUTION
- C07G9/00—Ammonium bituminosulfonate, e.g. Ichthyol
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Zur Herstellung von Ichthyolsulfosäure mischt man ein ca. 10 Procent Schwefel in natürlicher
Verbindung -enthaltendes Mineralöl, vorzugsweise das OeI, welches aus dem bei Seefeld
in Tirol gefundenen sogenannten »Stinkstein« destillirt wird, mit ungefähr dem doppelten
Quantum concentrirter Schwefelsäure. Dabei entsteht eine starke Erhitzung, während grofse
Mengen schwefliger Säure entweichen und der gröfste Theil des Oeles mit der Schwefelsäure
sich chemisch verbindet. Wollte man gewöhnliche Mineralöle, die nicht das angegebene
Quantum' Schwefel in natürlicher Verbindung enthalten, mit concentrirter Schwefelsäure in
der angegebenen Menge behandeln, so würden die OeIe einfach verbrennen; man nimmt daher
das sogenannte Sulfuriren der übrigen Kohlenwasserstoffe auch stets nur mit 10 bis
20-procentiger Schwefelsäure vor, um die Bildung von Brandharz u. s. w. zu vermeiden.
Nach erfolgter Abkühlung des Gemisches von OeI und concentrirter Schwefelsäure setzt
man ein grofses Quantum Wasser hinzu, wobei unter mäfsiger Erwärmung abermals schweflige
Säure entweicht. Es bilden sich dann drei scharf gegen einander abgegrenzte Schichten,
oben das nicht angegriffene, überschüssige OeI, darunter die Ichthyolsulfosäure als schwarze,
zähe, fadenziehende Masse, und schliefslich unten eine röthliche Flüssigkeit, die aus überschüssiger
Schwefelsäure, schwefliger Säure und den im OeI enthaltenen stickstoffhaltigen
Substanzen mit Wasser besteht. Die oberste und die unterste Schicht entfernt man vollständig,
da jede Spur von Schwefelsäure im Wasser das Lösen der Ichthyolsulfosäure im letzteren verhindern würde, und vermischt die
übrig bleibende Ichthyolsulfosäure mit gröfseren Quantitäten Wasser, um sie gänzlich zu lösen.
Der wässerigen Lösung setzt man dann so lange Chlornatrium hinzu, bis die sich immer
noch neu bildende schweflige Säure gänzlich vom Wasser aufgesogen ist und die Ichthyolsulfosäure
sich in Flocken ausscheidet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Abscheidung der Ichthyolsulfosäure aus dem bei der Sulfurirung des Seefelder »Stinköles« und von Mineralölen ähnlicher Zusammensetzung (die also etwa 10 Procent Schwefel in natürlicher chemischer Verbindung enthalten) erhaltenen Gemisch durch Vermischen desselben mit Wasser, Auflösen der abgeschiedenen Ichthyolsulfosäure in Wasser und Niederschlagen mit Kochsalz aus dieser Lösung.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE35216C true DE35216C (de) |
Family
ID=311082
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT35216D Expired - Lifetime DE35216C (de) | Verfahren zur Abscheidung von Ichthyolsulfosäure |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE35216C (de) |
-
0
- DE DENDAT35216D patent/DE35216C/de not_active Expired - Lifetime
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