DE92017C - - Google Patents

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DE92017C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D13/00Making of soap or soap solutions in general; Apparatus therefor
    • C11D13/02Boiling soap; Refining

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Dr. R. GARTENMEISTER in ELBERFELD.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Juli 1894 ab.
Die vorliegende Erfindung bezweckt die Herstellung von Seifen, welche in Benzin und anderen Kohlenwasserstoffen, sowie in ätherischen und alkoholischen Flüssigkeiten vollkommen und in allen Verhältnissen löslich sind. Als solche erwiesen sich saure Alkalioleate mit einem bestimmten Wassergehalt.
Wasserfreies saures Alkalioleat, im Verhältniß von 2 Mol. Oelsäure auf ι Mol. Alkali, löst sich in siedendem Benzin auf, scheidet sich aber beim Erkalten gallertartig ab. Setzt man zu dieser Gallerte allmälig unter kräftigem Schütteln in kleinen Mengen Wasser, so verschwindet die Gallerte allmälig, und man erhält bei einem bestimmten Wassergehalt eine klare Auflösung der Seife in Benzin. Weiter zugesetztes Wasser scheidet sich, ohne die Benzinseifenlösung zu emulgiren, in Tropfen oder als Flüssigkeitsschicht ab. Saures Natriumoleat verbrauchte zur Bildung des benzinlöslichen Hydrates 12 pCt. seines Gewichtes Wasser und entpricht nach den Angaben des Erfinders dem Hydrat
C18 H3S O2 Na, C18 H3i O2 + 4 H2 O,
welches 12,3 pCt. verlangt.
Die benzinlöslichen Hydrate der sauren Alkalioleate werden nach folgenden Verfahren erhalten.
I. Durch Zusammenschmelzen von molecularen Gewichtsmengen neutraler Alkaliseife, welche wesentlich Oelsäure enthält, mit Oleün, ζ. B. nach folgendem Verfahren. Ein Gemisch von 40 kg Marseiller Seife mit einem Wassergehalt von 25 pCt. und 28 kg Ole'in werden unter Umrühren erhitzt, bis die Masse keine Seifenstückchen mehr erkennen läßt und hell durchscheinend geworden ist. Sollte die so gebildete saure Seife nicht in Benzin klar löslich sein, so wird das zu viel verdampfte Wasser ergänzt.
II. Durch halbe Sättigung von Oelsäure mit kaustischer oder kohlensaurer Alkalilauge.
Beispiel: 56 kg Ole'in werden mit 21 kg Kalilauge von 30° B. unter Umrühren erhitzt und die Mischung ohne Rühren weiter 2 bis 3 Stunden erhitzt.
Das saure Oleat scheidet sich dabei an der Oberfläche aus. Statt Kalilauge kann auch die äquivalente Menge Potasche verwendet werden, jedoch ist die Arbeit wegen der sich entwickelnden Kohlensäure unbequem.
III. Durch halbe Sättigung von neutralen Seifen, welche wesentlich Oelsäure enthalten, mittelst stärkerer Säuren.
Beispiel: 80 kg Marseiller Seife mit 25 pCt. Wassergehalt werden in 160 1 Wasser gelöst und_ unter Durchrühren allmälig 10 kg Salzsäure von 23 ° B. und 10 kg Kochsalz zugesetzt. Nach mehrstündigem Erhitzen scheidet sich das wasserhaltige saure Oleat an der Oberfläche ab.
(3. Auflage, ausgegeben am 27. September igaj.)
Diese benzinlöslichen sauren Oleate, Saponole'ine genannt, finden bei der Benzinwäsche Verwendung.

Claims (1)

  1. Patent-An SPRU ch:
    Verfahren zur Herstellung eines in Kohlenwasserstoffen, im Speciellen Benzin, ohne andere Zusätze löslichen festen sauren Natronoder Kalisalzes der Oelsäure, dadurch gekennzeichnet, daß dasselbe als Hydrat entsprechend der Formel:
    C18 H88 O2 JVa, C18 H84 O2
    4H2O
    dargestellt wird entweder aus der neutralen Seife mit Oelsäure oder durch halbe Sättigung der Oelsäure oder durch halbe Zersetzung der neutralen Seife in Gegenwart von Wasser.
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