DE349686C - Vorrichtung zum Kondensieren, Kuehlen und Reinigen von Gas aus Laub, Kartoffelkraut,Waldboden, Moor, vegetabilischen Fabrikabfaellen u. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Kondensieren, Kuehlen und Reinigen von Gas aus Laub, Kartoffelkraut,Waldboden, Moor, vegetabilischen Fabrikabfaellen u. dgl.Info
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C10K—PURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
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Description
- Vorrichtung zum Kondensieren, von Gas aus Laub, Kartoffelkraut, Waldboden, Moor, vegetabilischen Fabrikabfällen u. dgl. Die bisher bekannten Kondensier-, Kühl-und Reinigungseinrichtungen für Holz- und Torfgas usw. bestanden meist aus einer größeren Anzahl Einzelapparate, erforderten daher viel Raum und stellten sich im Preise sehr hoch.
- Gegenstand der Erfindung ist eine wenig Raum einnehmende, einfach und billig herzustellende Einrichtung, durch die bei geringem Wasserverbrauch eine vollkommene Kondensierung, Kühlung und Reinigung von durch trockene Destillation hergestelltem Gas aus Laub, Kartoffelkraut, Waldboden, 1VIoor, vegetabilischen Fabrikabfällen u. dgl. erreicht wird, ohne daß das Gas, Kühl- und Auswaschwasser in feiest verteilter Form mitreißt, wie dies z. B. bei Koksreinigern mit Wasserberieselung oft der Fall ist.
- Die neue Einrichtung, bei der drei Behälter i, 2 und 3 von beliebigem Querschnitt zu einem U-förmig gestalteten Apparat zusammengefügt sind, kennzeichnet sich dadurch, daß der Behälter i, dem das Rohgas aus der Retorte zuströmt, als Kondensator, Teerabscheider, Kühler und Auswäscher dient, der während des Betriebes dauernd von einem schwachen Strome kalten Wassers durchflossen wird, welches zunächst als Kühlwasser, alsdann als Spülwasser und zuletzt als Auswaschwasser und Sperrflüssigkeit gegen den Rücktritt des Gases bei geöffneter Retorte, außerdem aber auch noch als Sperrflüssigkeit für den als Verschlußglocke i2, ausgebildeten Deckel 13 dient, während der Behälter 2, die Zisterne, den Sammelbehälter für das Abflußwasser aus dem Innenbehälter 2o bildet. Der dritte, mit Holzwolle 25 o. dgl. gefüllte Behälter 3 hat in bekannter Weise als Trockenreiniger zu wirken. Alle drei Behälter sind so miteinander verbunden, daß das Rohgas gezwungen wird, zunächst an einer wassergekühlten und von demselben fließenden Wasser bespülten Wandung 32 entlang zu streichen, wodurch der Wasserdampf kondensiert und der Teer an dieser kalten Wandung größtenteils abgeschieden und vom Spülwasser abgespült wird, worauf das Gas in Blasenform durch das Aus-Waschwasser 18 tritt, durch ein Verbindungsrohr 21 unter den Wasserspiegel des Abflußwassers 22 in der Zisterne 2 gelangt, wo es abermals ausgewaschen wird, und hierauf durch ein zweites Verbindungsrohr 24 in den Trockenreiniger 3 tritt, in dem es durch eine hohe Schicht Holzwolle 25 dringt und hiernach endlich den Apparat durch das Austrittsrohr 29 verläßt, um nach dem Gasbehälter oder Stationsgasmesser seinen Weg zu nehmen.
- Auf der beiliegenden Zeichnung stellt Abb. i einen senkrechten Längsschnitt durch die Mitte des Apparates dar, Abb. 2 zeigt einen wagerechten Schnitt A-L' quer durch den Behälter i, während Abb. 3 einen senkrechtcn Querschnitt in der Richtung C-D durch die im vorliegenden Ausführungsbeispiele in bekannter Weise halbkreisförmig ausgebildete Zisterne 2 darstellt.
- Wie aus Abb. i zu ersehen ist, sind i, 2 und 3 die zu einem U-förmig zusammengesetzten Ganzen dienenden Behälter, deren Querschnitt beliebig gewählt werden kann. Um leicht in das Innere der Zisterne gelangen zu können, ist zwischen den Behältern = und 2 ein Mannloch q. angeordnet, dessen glockenartiger Deckel 5 von der von zwei Zargen 6 und 7 aufgenommenen Sperrflüssigkeit 8 abgedichtet wird und durch Verschlüsse 9 gegen-Auftrieb gesichert werden kann.
- Die Einrichtung und Wirkungsweise des neuen Apparatessindfolgende. DasKühlwasser,dessen Bewegungsrichtung durch Pfeile x kenntlich gemacht ist, tritt durch eine zweckmäßig tangential an der Behälterwand i angeordnete Röhre i6 in den zylindrischen Raum zwischen dem Außenmantel i und dem Innenmantel 32, nimmt darin eine in Abb. 2 durch Pfeile xl dargestellte Drehbewegung, sogenannten Drall, an und steigt in dieser Drehbewegung so hoch, bis es über die Oberkante des Innenmantels 32 übertritt und an dessen Wandung herabfließt; es sammelt sich auf dem Boden 34 bis zur Höhe des durch diesen geführten Überlaufrohres 23 an und dient als Auswaschwasser. zleichzeitie aber auch als Sperrflüssigkeit 18 des Zylindermantels ii, welcher unten mit einer Anzahl Löcher ig versehen ist. Durch das Überlaufrohr 23 fließt das Sperr- und Auswaschwasser.i8 unter Mitnahme der darauf schwimmenden leichteren teerigen Bestandteile nach der Zisterne 2 tief unter deren Wasseroberfläche 22. Etwa von diesem Abflußwasser mitgerissene Gasblasen haben in der verhältnismäßig langen Zisterne hinreichend Zeit, durch ihren Auftrieb in den über der Oberfläche 22 befindlichen Gasraum emporzusteigen, während die spezifisch leichteren teerigen Bestandteile ebenfalls an die Oberfläche 22 treten, um mit dem durch den Überlauf 30, der so breit wie die Wasseroberfläche ausgebildet sein kann, abfließenden Wasser den Apparat durch das Rohr 31 zu veranlassen. Das aus der Retorte kommende Rohgas, welches in der Zeichnung durch Pfeile y kenntlich gemacht ist, tritt durch das Rohr io in die Verteilungskammer 14, die in einer mit der Verschlußglocke 12, 13 verbundenen Scheidewand ii durch einen Zwischenboden 33 gebildet wird. Die Verteilungskammer 14 hat den Zweck, das Rohgas auf alle Stellen des Innenmantels 32 gleichmäßig zu verteilen und dadurch eine vollkommene, sich immer gleichbleibende Ausnutzung der wasserbespülten Kühlfläche und eine vollständige Kondensierung des im Rohgas vorhandenen Wasserdampfes zu erreichen. Die Zarge 12 des Deckels 13 taucht so tief in das Kühlwasser ein, daß dieses gleichzeitig als Sperrflüssigkeit dient. Hierdurch wird auf einfachste und billigste Weise ein gegen den hier in Frage kommenden Gasdruck unbedingt dicht haltender Abschluß gegen die Außenluft hergestellt. Aus der Kammer 14 tritt das heiße Rohgas durch eine gleichmäßig verteilte Anzahl Löcher 15 in den schmalen Zwischenraum 17 zwischen den Zylindern ii und 32, wo es auf seinem Wege nach unten eine starke Abkühlung erfährt, die eine Kondensation aller dampfhaltigen Bestandteile zur Folge hat, und wo es an der vom Wasser gekühlten Wandung 32 einen erheblichen Teil seiner teerigen Bestandteile absetzt, die vom herabfließenden Wasser fortgespült werden. Infolge des in der Retorte herrschenden Gasdruckes drückt das Rohgas das Sperrwasser 18 im Zwischenraume 17 so tief, daß es durch die in der Wandung ii befindlichen Löcher ig in das Sperr- und Auswaschwasser dringt, in Blasenform darin hochsteigt, sich auswäscht und in den Raum 2o gelangt, wo es infolge des immerwährenden Nachschubes an Gas gezwungen wird, durch das Rohr 2i, welches etwas unter den Wasserspiegel 22 reicht, nahezu gereinigt durch das Zisternenwasser zu dringen, wodurch es eine nochmalige Auswaschung erfährt, und nunmehr als fast gänzlich reines Gas in der Pfeilrichtung z durch das am Boden 35 befestigte Rohr 24 in den mit Holzwolle 25 o. dgl. gefüllten Behälter 3 einzutreten, der durch eine in die Sperrflüssigkeit 27 tauchende Verschlußglocke 26 verschlossen wird, hierin die Holzwolle von oben nach unten zu durchdringen, um in derselben seine letzten teerhaltigen und feuchten Bestandteile zurückzulassen und durch das Sieb 28, welches verhindert, daß Holzwolleteile in die Rohrleitung gelangen, in das Austrittsrohr 29 einzutreten, durch welches es dem Gasbehälter oder Stationsgasmesser zugeführt wird.
- Durch die oben beschriebene, auf eine kleine Bodenfläche beschränkte Einrichtung wird ein einfacher billiger Gasreinigungs- und Kühlapparat geschaffen, der bei sehr geringem Wasserverbrauch die bisherigen teuren, viel Raum und Wasser beanspruchenden Gasreinigungsanlagen an Wirksamkeit übertrifft und auch zur Kühlung und Reinigung anderer Gase sich eignet.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Aus einem Waschen einer Zisterne und einem Trockner bestehende, U-förmige Vorrichtung zum Kondensieren, Kühlen und Reinigen von aus Laub, Kartoffelkraut, Waldboden und sonstigen vegetabilischen Stoffen hergestelltem Gas, dadurch gekennzeichnet, daß in den Wascher (i) zwei konzentrische Zylinder (3a, ii) eingesetzt sind, zwischen denen das Gas und das im äußeren Ringraum aufgestiegene Wasser abwärts strömen, um von unten in den innersten Zylinder (ii) einzutreten, aus dem Gas und Wasser durch getrennte Rohre (2i, 23) . in ,die Zisterne (2) geleitet werden.
- 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die in das Kühlwasser eintauchende Verschlußglocke (i2, 13) den mit einem Zwischenboden (33) versehenen innersten Zylinder (ii) trägt und mit diesem eine Verteilungskammer (i4) bildet, durch deren Durchtrittsöffnungen (i5) das .Rohgas allen Stellen der Kühl- und Reinigungsfläche des mittleren Zylinders (32) gleichmäßig zugeführt wird.
- 3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlwasser durch eine nahe über den Boden des Behälters (i) tangential angeordnete Wasserleitung (i6) in den äußeren Ringraum zwischen den Zylindern (i und 32) eingeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE349686T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE349686C true DE349686C (de) | 1922-03-07 |
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| DENDAT349686D Expired DE349686C (de) | Vorrichtung zum Kondensieren, Kuehlen und Reinigen von Gas aus Laub, Kartoffelkraut,Waldboden, Moor, vegetabilischen Fabrikabfaellen u. dgl. |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1074199B (de) * | 1960-01-28 | Heinrich Koppers Gesellschaft mif beschränkter Haftung, Essen | Turmartiger Gaswäscher |
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