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Nadelkissen mit Bandmaßhalter. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrags
vom 2. Juni igi i -die Priorität auf Grund 'der Anmeldung in den Vereinigten Staaten
von Amerika vom 22. September igi6 beansprucht Die Erfindung bezieht sich auf ein
Nadelkissen mit Bandmaßhalter, das mit einem Behälter versehen ist, um Nadeln, Haken,
Ösen, Knöpfe, Fingerhüte u. dgl. aufzubewahren. Gleichzeitig ist das Nadelkissen
als Bandmaßgehäuse ausgebildet. Das Nadelkissen stellt einen menschlichen Kopf dar,
der entsprechend ausgeschmückt und bemalt ist, - -um beispielsweise ein Chinesengesicht
zu veranschaulichen. An dem Kopf sind Ohren und ein Mund vorgesehen, während der
am Kopf befestigte Zopf als Tragvorrichtung dient. Der Zopf besteht aus Zwirnfäden,
die aus dem Kopf herausgezogen werden können, wenn sie beim Nähen Verwendung finden
sollen.
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Die- Vorrichtung ist so gebaut, daß - das Ende des Bandmaßes einen
Anschlag darstellt und so gefärbt ist, um eine Zunge zu veranschaulichen, welche
aus dem Mund der Vorrichtung herausragt, -während die Feder, durch welche das Bandmaß
innerhalb des Kopfes g_ ehalten wird, mittels einer entsprechenden 'Entriegelungsvorrichtung,
die in, der Nähe der Öhren liegt, freigegeben worden kann, um das Bandmaß aufzuwickeln:
Das Entriegeln erfolgt durch einen Druck auf ein Ohr, so daß das Bandmaß bis auf
:sein. aus dem Mund herausstehendes Ende in den Kopf hineingezogen wird. Durch die
Anordnung entsteht ein Gesicht mit herausgesteckter-Zunge. Ferner ist innerhalb
des Kopfes eine Laut erzeugende Vorrichtung vorhanden, so daß, wenn das Bandmaß
aus dem Kopf herausgezogen oder beim Einziehen aufgewickelt wird, ein Geräusch-
entsteht, so daß die Vorrichtung nicht nur -für den Gebrauch, sondern auch für Belustigungszwecke
Verwendung finden kann.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, und
zwar zeigt Abb. i die Vorderansicht des Nadelkissens. Abb. 2 ist ein Schnitt in
- Linie 2-2 der Abb. i.
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Abb. 3 ist ein Schnitt in Linie 3-3 der Abb. 2.
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Abb. 4 ist die Ansicht der Daumenscheibe. Mit 5 ist ein aus Gewebe
bestehender Körper bezeichnet, der mit Ohren 6 und 7 und einer Mundöffnung8 versehen
ist. Die Vorrichtung kann mittels des Zopfes g aufgehängt werden, der gleichzeitig
als Handgriff dient und aus Zwirnfäden io besteht, die beim Gebrauch zum Nähen aus
dem Kopf herausgezogen werden können. Innerhalb des Körpers oder Gehäuses 5 befindet
sich ein Rahmen i i aus Blech, der oben auf einem Hohlzylinder 12 befestigt ist.
In diesem Hohlzylinder liegt verschiebbar .ein Behälter 13, der durch eine Kappe
14 abgeschlossen werden kann.
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Der Rahmen ix ist .mit einer als Rohr ausgebildeten Nabe 15 versehen,
die von der
einen Seite des Rahmens ausgeht. Auf dieser Nabe ist
drehbar eine Haspel 16 angebracht. Die Haspel 16 wird in der einen Richtung durch
eine Schneckenfeder 17 beeinflußt, deren eines Ende an der Haspel 16 und deren anderes
Ende an der Nabe 15 befestigt ist. Ferner ist das eine Ende eines Bandmaßes
:[8 am Umfang der Haspel 16 angebracht, während das Bandmaß von der Haspel aus durch
ein Rohr ig und die Mundöffnung 8 nach außen geht. Das eine Ende des Rohres ig ist
an dem Rahmen il und das andere Ende am Gehäuse 5 befestigt. An dem äußeren freien
Ende des Bandmaßes sitzt ein gefärbtes Anschlagstück 2o, welches als Zungenspitze
ausgebildet ist, während das Bandmaß selbst rot gefärbt ist und die Zunge darstellt.
Die Haspel 16 wird in der einen Richtung durch das Bandmaß 18 und in der entgegengesetzten
Richtung durch die Feder t7 gedreht. Eine Verriegelung der Haspel erfolgt durch
die Arme 21, welche radial an einem Rohr z2 angebracht sind. Die Arme 2i werden
gegen die Stirnfläche der Haspel 16 mittels einer Feder 23 gedrückt und kommen in
dieser Lage mit der Verzahnung 24 in Eingriff, die sich auf der einen Stirnseite
der Haspel befindet. Das Rohr 22 ragt durch die Nabe 15 hindurch und endigt in der
Nähe des Ohres 6, während ein anderes Rohr 25, das auf dem Rahmen il befestigt ist,
in das Ohr 7 hineinragt. Die Arme 21 gehen durch entsprechende Schlitze 26 der Nabe
15 hindurch.
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Um ein helltöniges Geräusch zu erzeugen, ist ein Blasebalg 27 vorgesehen.
Der bewegliche Arm 28 des Blasebalges wird durch einen Arm 29 beeinflußt, der bei
3o an einem nach oben gerichteten Ansatz 31 des Zylinderkörpers 12 angelenkt ist.
Der Arm 29 ragt durch einen Schlitz 32 in dem Rahmen il hindurch und kommt mit der
inneren Daumenkante 33 einer Daumenplatte 34 in Berührung, welche auf der Haspel
=6 befestigt ist. Eine Feder 35 ist bestrebt, den Blasebalg 27 zu schließen und
den Arm 29 gegen die Daumenplatte 34 zu drücken. Der bewegliche Arm 28 des Blasebalges
ist mit einer Pfeife 36 versehen, so daß, wenn der Blasebalg durch die Wirkung der
Feder 35 geschlossen wird, die Pfeife in Tätigkeit tritt.
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Das aus Gewebe bestehende Gehäuse 5 kann auch aus irgendeinem anderen
Material hergestellt sein und ist mit einem nachgiebigen Stoff 37, beispielsweise
Wolle oder Watte, gefüllt, so daß der Kopf außerhalb der Haspel ein Nadelkissen
bildet und gleichzeitig als Schutz für die innerhalb des Kopfes liegende Vorrichtung
dient.
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Das Nadelkissen kann mittels des Zopfes g aufgehängt werden. Soll
der Inhalt des Behälters 13 herausgenommen werden, dann wird der Behälter aus dem
Zylinder i2 herausgezogen und entleert. Ebenfalls kann das Bandmaß durch Ziehen
des Anschlagstückes 2o aus dem Kopf herausgezogen werden, wobei es durch die Arme
2i in Eingriff mit der Verzahnung 24 verriegelt wird. Soll die Haspel freigegeben
werden, um das Bandmaß wieder aufzuwickeln, dann wird ein nach innen gerichteter
Druck auf das Rohr 22 ausgeübt, indem man mit den Fingern gegen die Ohren 7 und
8 drückt. Auf diese Weise wird die Feder 23 zusammengepreßt, und die Arme 2i werden
seitlich außer Eingriff mit der Verzahnung 24 gebracht, so daß die Feder i8 eine
Drehung der Haspel 16 veranlaßt, um das Bandmaß 18 aufzuwinden, bis der Anschlag
20 gegen das Gehäuse 5 stößt.