DE348736C - Verfahren zum Kraeuseln von Haar - Google Patents
Verfahren zum Kraeuseln von HaarInfo
- Publication number
- DE348736C DE348736C DE1921348736D DE348736DD DE348736C DE 348736 C DE348736 C DE 348736C DE 1921348736 D DE1921348736 D DE 1921348736D DE 348736D D DE348736D D DE 348736DD DE 348736 C DE348736 C DE 348736C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- container
- cross
- section
- transducer
- length
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 8
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 14
- 239000000835 fiber Substances 0.000 claims description 4
- 239000012611 container material Substances 0.000 claims 1
- 238000002788 crimping Methods 0.000 claims 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims 1
- 230000004048 modification Effects 0.000 claims 1
- 238000012986 modification Methods 0.000 claims 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 claims 1
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 2
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B68—SADDLERY; UPHOLSTERY
- B68G—METHODS, EQUIPMENT, OR MACHINES FOR USE IN UPHOLSTERING; UPHOLSTERY NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B68G3/00—Treating materials to adapt them specially as upholstery filling
- B68G3/06—Curling; Twisting filling materials into ropes or cords
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
Die Erfindung bezieht sich auf das Kräuseln von Haar und anderem Material, so daß
dies als Füll- oder Stopfmaterial dienen kann, z. B. für die Herstellung von Kissen, Matratzen
und ähnlichen Waren.
Bei der Herstellung von solchem gekräpselten Haar wurde bisher so verfahren, daß
das Haar zu einer Litze von beträchtlicher Länge gesponnen wurde, die dann durch ein
ίο Horn gezogen und fest in Seilform zusammengedreht
wurde. Es wurde dies dann im Wasser gekocht und nach dem Herausnehmen aus dem Wasserbade in einen Trockenofen
aufgehängt, wo es längere Zeit einer Hitze von etwa 95° C ausgesetzt wurde. Nach dem
Herausnehmen des Materials aus dem Trokkenapparat und nach erfolgter Kühlung wurden
die Seilstränge auseinandergedreht und durch eine hierfür vorgesehene Maschine getrennt
und dann durch eine andere Maschine geschickt, die sie aufzupfte und in einem
Klumpen zusammenballte.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist, eine einfachere Methode zur Erzielung des
gleichen Ergebnisses zu schaffen, und die verschiedenen mechanischen Arbeitsstufen, wie
sie bei der bisherigen Arbeitsweise erforderlich waren, zu vermeiden. Hierfür wird gemäß
dem neuen Verfahren das Haar ο. dgl. in einen sehr festen Klumpen zusammengepreßt,
und zwar unter Benutzung kleiner Räume, wodurch die einzelnen Fasern o. dgl. oder ein sehr erheblicher Prozentsatz davon
sich krümmen oder zusammenballen. Die so erzielte Kräuselung wird dann fortgesetzt,
indem die zusammengepreßte Masse der Einwirkung von Hitze ausgesetzt wird, worauf
die Masse nach dem Abkühlen auseinandergezupft wird. Die erforderliche räumliche
Beschränkung für das Zusammenpressen wird am besten mittels eines Behälters erzielt
von verhältnismäßig kleinem inneren Durchmesser, der gekrümmte innere Flächen hat, der aber von beliebiger jeweils geeigneter
Länge sein kann.
Auf der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Ausübung des neuen Verfahrens beispielsweise
veranschaulicht. Es zeigt:
Abb. ι perspektivische Ansicht der Vorrichtung,
Claims (3)
- Abb.
- 2 Ansicht in vergrößertem Maßstabe, teilweise im Schnitt,
Abb. - 3 Querschnitt.Die Vorrichtung besteht aus einem hohlen Metallmantel i, der der Einfachheit halber Aufnehmer genannt werden soll. Dieser Aufnehmer hat einen verhältnismäßig kleinen inneren Durchmesser und kann jeden geeigneten Querschnitt besitzen. Beim Ausführungsbeispiel ist ein kreisförmiger Querschnitt gewählt worden. In der Praxis kann der innere Durchmesser etwas verschieden sein, je nach der Art und Länge der Fasern, die gekrümmt werden sollen. Der Aufnehmer kann jede" gewünschte Länge haben, aber mit Rücksicht auf die bequeme Handhabung hat sich eine Länge von etwas über ι m als geeignet erwiesen. Der ! Zylinder ist der Länge nach gespalten, s. 2, 2 ] in Abb. i, wobei die gegenüberliegenden Teile 3 und 4 in Zwischenräumen durch Scharnierbänder 5 zusammengehalten werden, deren Teile 6 und 7 an inen entsprechenden Stellen des Aufnehmers mittels Niete 8 befestigt sind. An der einen Seite sind die Teile 6 und 7 durch einen Scharnierbolzen 9 verbunden, an der anderen Seite durch abnehmbare Bolzen 10. Diese Einrichtung gestattet es, den Aufnehmer bequem zu öffnen, I um das Material, nachdem das Kräuselver- ' fahren beendet ist, herausnehmen zu können. In gewissen Zwischenräumen ist der Aufnehmer zweckmäßig mit Löchern 11 versehen, wie in Abb. 1 gezeigt, versetzt angeordnet, und die dazu dienen, etwaige im Material vorhandene Feuchtigkeit austreten zu lassen.Bei der Ausübung des neuen Verfahrens j wird der geschlossene und verriegelte Auf- ; nehmer 1, s. Abb. i, mit dem Material gefüllt, indem dieses an den Enden eingeführt und ; unter hohem Druck, zweckmäßig hydraulischem Druck, zusammengepreßt wird, so daß , es eine feste, dichte Masse bildet. Der Aufnehmer wird dann auf etwa 95 ° C vier bis : sechs Stunden lang erhitzt, wobei die öffnungen 11 während dieser Behandlung die ein- ' gezogene Feuchtigkeit austreten lassen. Hieraus wird der Behälter aus der Heizvorrichtung herausgenommen, und man läßt den zu- 5 sammengepreßten Inhalt mehrere Stunden ; lang abkühlen. Der Aufnehmer wird dann j geöffnet und der Inhalt, der jetzt die Kräusel- j form dauernd behält, herausgenommen und j zu einer mehr oder minder lockeren Masse j zerzupft, wie gekräuseltes Haar gewöhnlich in den Handel kommt. Als Erklärung des Wesens des neuen Verfahren, ohne jedoch diese Erklärung als wesentlichen Bestandteil der Erfindung hinstellen zu wollen, kann man sagen, daß die Wirkung des hohen Druckes, der auf das in einem Behälter von verhältnismäßig kleinem Innenraum eingeschlossene Haar ausgeübt wird, besonders wenn die :nneren Flächen des Behälters gekrümmt sind, ;ich wesentlich von der Wirkung unterscheidet, die ein ähnlicher Druck auf eine Haarrnasse ausübt, die sich in einem Raum von verhältnismäßig großem Querschnitt befindet.Unter den zuerst genannten Bedingungen scheint die Wirkung so zu sein, daß die Fasern das Bestreben haben, da sie sich der allgemeinen inneren Querschnittsgestalt des umschließenden Raumes anpassen wollen, sich "U kräuseln, so daß die so ausgeübte Verdrehung nicht nur auf einen kleinen Raum beschränkt ist.Da es schwer ist, genau den Faktor des Querschnitts des Behälters anzugeben, insbesondere wegen der wechselnden Länge des ::u behandelnden Materials, soll, um einen Sachverständigen in die Lage zu versetzen, die Erfindung auszuüben, angegeben werden, daß die oben für typische Beispiele genannten Abmessungen als Anleitung für das meistens in der Praxis zur Verwendung kommende Material genügen werden. Bei jeder auftretenden Abänderung der Fasern und der Länge des Stapels kann der Faktor des Querr.chnittraumes leicht bestimmt werden durch 3». Probieren hinsichtlich des Verhaltens des besonderen Materials, wenn man nur beachtet, daß der gewünschte Krümmungsgrad auf einen genügenden Prozentsatz des gesamten Materials einwirken muß.P.\ tent-An spRu ch:Verfahren zum Kräuseln von Haar oder ähnlichem Material, dadurch gekenn-' zeichnet, daß auf das Material, das in einem Behälter von verhältnismäßig kleinem Querschnitt im Vergleich zur Länge des Stapels, wobei der Behälter gekrümmte Begrenzungsflächen hat und dadurch einem großen Prozentsatz des Materials eine gekrümmte Form mitteilt, untergebracht ist, ein Druck ausgeübt wird und dann das im Behälter zusammengepreßte Material erhitzt wird, wodurch die erzielte Kräuselung ständig wird, und daß man dann das Material, noch während es unter Druck zusammengepreßt bleibt, sich abkühlen läßt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US534379XA | 1919-08-28 | 1919-08-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE348736C true DE348736C (de) | 1922-02-18 |
Family
ID=21984229
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1921348736D Expired DE348736C (de) | 1919-08-28 | 1921-05-05 | Verfahren zum Kraeuseln von Haar |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE348736C (de) |
| FR (1) | FR534379A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN112609277A (zh) * | 2020-12-09 | 2021-04-06 | 晋江市亿泰隆化纤制造有限公司 | 一种自捻石墨烯舒芯绒及其制备方法 |
-
1921
- 1921-04-22 FR FR534379D patent/FR534379A/fr not_active Expired
- 1921-05-05 DE DE1921348736D patent/DE348736C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN112609277A (zh) * | 2020-12-09 | 2021-04-06 | 晋江市亿泰隆化纤制造有限公司 | 一种自捻石墨烯舒芯绒及其制备方法 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR534379A (fr) | 1922-03-24 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE348736C (de) | Verfahren zum Kraeuseln von Haar | |
| DE112013001380B4 (de) | Verfahren zum Herstellen einer Laschenkette | |
| DE2335468B2 (de) | Vorrichtung zum Herstellen von Borstenkörpern | |
| DE2925950C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Unschmelzbarmachung von Pechfasern | |
| DE1729268A1 (de) | Verfahren und Anlage zum Trocknen von Gruenfutter | |
| DE542810C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Nachbehandlung kuenstlicher Faeden o. dgl. | |
| DE829203C (de) | Haarwickler zur Herstellung von Dauerwellen | |
| DE871808C (de) | Verfahren zum Versandfertigmachen frisch gesponnener Zellwolle | |
| DE582358C (de) | Verfahren zur Beseitigung der inneren Spannungen eines Drahtseiles | |
| DE477784C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohrgeflechten | |
| DE1182277B (de) | Verfahren zur Erhoehung der Streckgrenze und der Festigkeit von Walzstahlerzeugnissen, insbesondere von Betonbewehrungsstaehlen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens | |
| DE562966C (de) | Schneckenpresse mit vom Einfuell- gegen das Auslaufende hin konisch zunehmendem Schneckenkern | |
| DE19856883A1 (de) | Hochtemperaturverbundstruktur und Verfahren zum Herstellen derselben | |
| DE226912C (de) | ||
| DE336536C (de) | Hollaender-Mahlgeschirr fuer die Papierfabrikation | |
| DE617219C (de) | Verfahren zur Aufbereitung von Filtermasse fuer die Bierfiltration | |
| AT207282B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fleischwaren | |
| DE904152C (de) | Verfahren zum Herstellen von aus gekraeuselten Fasern bestehendem Material | |
| DE674271C (de) | Verfahren zur Herstellung von Wursthuellen aus krausen Schweinsdaermen | |
| EP3537873B1 (de) | Herstellungsverfahren von fischködern und fischköder gemäss diesem herstellungsverfahren | |
| DE532694C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Nassbehandeln von Straehngarn oder flach zusammengelegten Garnwickelkoerpern | |
| AT122176B (de) | Metallgerippe für Betonrohre. | |
| DE810455C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von schalen- bzw. rohrartigen Formgebilden aus silikathaltigen Fasern | |
| DE366157C (de) | Verfahren zur Herstellung der Spitze von Stricknadeln u. dgl. aus Metallrohr | |
| AT210730B (de) | Verfahren zum Kräuseln von Haaren, Pflanzenfasern od. dgl. Tapeziermaterial |