AT210730B - Verfahren zum Kräuseln von Haaren, Pflanzenfasern od. dgl. Tapeziermaterial - Google Patents

Verfahren zum Kräuseln von Haaren, Pflanzenfasern od. dgl. Tapeziermaterial

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AT210730B AT366359A AT366359A AT210730B AT 210730 B AT210730 B AT 210730B AT 366359 A AT366359 A AT 366359A AT 366359 A AT366359 A AT 366359A AT 210730 B AT210730 B AT 210730B
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Fehrer Ernst
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  Verfahren zum Kräuseln von Haaren, Pflanzenfasern od. dgl. 



   Tapeziermaterial 
Die von Natur aus geraden Haare, Pflanzenfasern   u. dgl.   sind für Matratzen und   Polsterfüllung   oder   ähnl.   Zwecke bekanntlich erst geeignet, wenn sie eine schraubenfederartige Form erhalten, also eine
Kräuselung erfahren. Um dies zu erreichen, wird bisher aus losen Haaren bzw. Fasern ein möglichst gleichmässiges, schmales Vlies gebildet und dieses in   Längsrichtung   kontinuierlich weiterbewegte Vliesband von einer Klemmstelle an zusammengedreht,   d. h.   zu einem Strang versponnen, wobei die Einzelhaare bzw. -fasern solcher Stränge verhältnismässig steile Schraubenwindungen aufweisen.

   Da die weit auseinandergezogenen Windungen noch nicht die erforderliche Federwirkung ergeben, werden die Stränge dann im gleichen Drehsinn derart weiter verdrillt, dass die Stränge selbst eine Schraubenform mit aneinanderliegenden Windungen erhalten, welcher Vorgang Krausen genannt wird. Schliesslich erfolgt noch ein Dämpfen und Trocknen der Stränge, um der den Haaren bzw. Fasern aufgezwungenen Form Bestand zu verleihen, wonach die fertigen Stränge aufgedreht, gezupft und gehechelt werden, um das gewünschte Endprodukt zu erhalten. 



   Demnach sind bei dem bisher bekannten Kräuselverfahren zwei Hauptvorgänge, nämlich das Spinnen und das Krausen, erforderlich. Während das lose Vliesband zunächst geradlinig bewegt wird, wird es zwecks Verspinnung von einem bestimmten Punkt an einer Drehbewegung unterworfen, und der nunmehr gesponnene Strang erhält von einem weiteren bestimmten Punkt, dem   Krauseisen, an   zur Kräuselung eine zusätzliche Drehung, die etwa gleich der Drehgeschwindigkeit beim Spinnen ist.

   Aus diesen Vorgängen ergibt sich ein im grundsätzlichen festgelegter Aufbau der zugehörigen Spinn- und Krausmaschine, die eine erste Klemmstelle für das Vliesband, den sogenannten Spinnfinger, eine Vorrichtung zum Verdrehen, den sogenannten Spinnkopf, einen weiteren Festpunkt, das sogenannte Krauseisen, und schliesslich eine weitere Einrichtung zur zusätzlichen Verdrillung beim Krausen aufweisen   muss, wobei   überdies Mittel vorgesehen sein müssen, um den Weitertransport des gesponnenen bzw. gekrausten Stranges im jeweils richtigen Verhältnis zur Zuführgeschwindigkeit des Vliesbandes bzw. gesponnenen Stranges zu gewährleisten. 



  Dies führt zu einer verhältnismässig komplizierten Konstruktion und zu einer grossen Gesamtbaulänge der Maschine. 



   Es ist zwar auch schon bekannt, das Haar- oder Faservlies unter einem Steigungswinkel von höchstens 30  zusammenzudrehen und den dadurch gebildeten Strang unmittelbar und ohne Kräuselung der üblichen Dämpfung und Trocknung zu unterziehen. Es soll dadurch dem Haar- bzw. Fasermaterial gleich beim Spinnen die eng gewundene Schraubenform verliehen und der Krausvorgang mit den hiefür erforderlichen maschinellen Einrichtungen vermieden werden. Es hat sich jedoch gezeigt, dass diese Art der Verdrillung nur für Materialien mit besonderen Eigenschaften brauchbar ist. Vor allem aber lassen sich nur sehr geringe Leistungswerte erreichen, die zu einer unwirtschaftlichen Produktion führen.

   Diese geringe mengenmässige Leistung   folgert   aus der Tatsache, dass nur Stränge von sehr kleinem Durchmesser den   gewünsch-   ten Kräuseleffekt ergeben. 



   Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren, das diese Nachteile beseitigt und bei wesentlich verringertem technischen Aufwand und hoher Leistung eine gute Kräuselung gewährleistet. 



   Die Erfindung geht von dem bekannten Verfahren aus, bei dem ein aus losen Haaren oder Fasern bestehendes, in Längsrichtung kontinuierlich weiterbewegtes Vliesband von einer Klemmstelle an zusammengedreht und der gekrauste Strang nachher zur bleibenden Verformung der Einzelhaare bzw. -fasern gedämpft wird, und besteht darin, dass das Zusammendrehen des Vliesbandes mit einer Drehzahl erfolgt, die wesentlich höher, vorzugsweise doppelt so hoch als jene Grenzdrehzahl ist, mit der das Vliesband 

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 sonst bei gleicher Zufuhrgeschwindigkeit und gleicher Stärke fest versponnen wird, wodurch sich ein wesentlich über   300   liegender Steigungswinkel des Dralles und ohne weitere Verdrillung eine ausreichende   Krausung   des sich aus   dem Vliesband bildenden Stranges ergibt.

   Die   bisher hintereinander vorgenommenen Verfahrensschritte des Spinnens einerseits und des Krausen anderseits werden also bei gleichbleibendem Erfolg zu einem einzigen Vorgang zusammengefasst, so dass sich eine bauliche Vereinfachung und Verkürzung der Maschine ergibt. Dabei ist das erfindungsgemässe Verfahren für alle in Frage kommenden Materialien, die auf den bisherigen   Spinn- und Krausmaschinen   verarbeitet werden können, anwendbar und nicht an eine bestimmte Strangstärke gebunden, da sich ja keine zusätzlichen Beanspruchungen ergeben und nur zwei bisher nacheinander erfolgende Vorgänge gemeinsam und gleichzeitig durchgeführt werden.

   Massgeblich für den Effekt des gleichzeitigen Zusammendrehens zu einem Strang und des Krausen dieses Stranges ist lediglich die Wahl der besonderen Drehzahl für das Zusammendrehen, welche Drehzahl selbstverständlich auf die jeweilige Zufuhrgeschwindigkeit des Vliesbandes und die Strangstärke abgestimmt sein muss. Ebenso ist es notwendig, die Abzugsgeschwindigkeit der sich durch das Zusammendrehen des Vliesbandes und die Krausung des Stranges ergebenden Verkürzung anzupassen. Der gekrauste Strang wird dann in üblicher Weise gedämpft und getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Kräuseln von Haaren, Pflanzenfasern od. dgl. Tapeziermaterial, bei dem ein aus losen Haaren oder Fasern bestehendes, in Längsrichtung kontinuierlich weiterbewegtes Vliesband von einer Klemmstelle an zusammengedreht und der gekrauste Strang nacher zur bleibenden Verformung der Einzelhaare bzw. -fasern gedämpft wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusammendrehen des Vliesbandes mit einer Drehzahl erfolgt, die wesentlich höher, vorzugsweise doppelt so hoch als jene Grenzdrehzahl ist, mit der das Vliesband sonst bei gleicher Zufuhrgeschwindigkeit und gleicher Stärke fest versponnen wird, wodurch sich ein wesentlich über 300 liegender Steigungswinkel des Dralles und ohne weitere Verdrillung eine ausreichende Krausung des sich aus dem Vliesband bildenden Stranges ergibt.
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