DE348169C - Retorte zur Entgasung von Kohle - Google Patents

Retorte zur Entgasung von Kohle

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DE348169C
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Germany
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retort
degassing
plates
charge
door
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Expired
Application number
DENDAT348169D
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Low Temperature Carbonisation Ltd
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Low Temperature Carbonisation Ltd
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Publication of DE348169C publication Critical patent/DE348169C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B1/00Retorts
    • C10B1/02Stationary retorts
    • C10B1/04Vertical retorts

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description

  • Retorte zur Entgasung von Kohle. Die Erfindung betrifft die Entgasung -von Kohle und kohlehaltigen Stoffeh, bei niederer Temperatur, z. B. bis zu 750' C, und bezweckt u. a. einfache und wirksame Mittel zur Entleerung senkrechter Retorten von den Entgasungsrückständen zu schaffen, ferner zu verhindern, daß die Ladung infolge ihrer Ausdehnung im Verlauf der Entgasung in der Retorte festbackt und zu erreichen, daß die Ladung beim Öffnen der unteren Verschlußtür frei herausfällt.
  • Gemäß der Erfindung wird die Ladung in verhältnismäßig dünnen Schichten bei niederer Temperatur und unter solchen Bedingungen entgast, daß die in der ganzen Ladung entwickelten Gase und Dämpfe rasch von der erhitzten Retortenwandung hinweg in eine freie mittlere oder innere Kammer abgezogen werden, aus der sie unmittelbar entweichen und die nach Maßgabe der Ausdehnung der Ladung im Verlauf der Entgasung sich zusammenziehen oder verengen kann oder läßt.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigen Abb. r eine gemäß der Erfindung eingerichtete senkrechte Retorte im senkrechten Längsschnitt, Abb. z dieselbe im senkrechten Querschnitt und Abb.3 dieselbe im wagerechten Schnitt.
  • Die Erfindung ist bei senkrechten, wagerechten und geneigten Retorten von ovalem oder länglichem Querschnitt anwendbar. Die Stirnwände der Retorte können etwas schräg sein, so daß die Retorte sich im Längsschnitt nach unten zu etwas erweitert, wie es aus Abb. r ersichtlich ist, wogegen die Seitenwände vorteilhafterweise senkrecht stehen, wie es die Abb. 2 und 3 zeigen. In der Retorte befinden sich zwei parallel zu den Seitenwänden stehende gelochte Platten b, durch die der Retortenraum in eine mittlere, zwischen diesen beiden Platten befindliche Kammer a und zwei seitliche, zwischen je einer Platte und einer Seitenwand befindliche Kammern c geteilt ist. Die Platten b können durch geeignete Mittel in veränderlichem Abstand voneinander gehalten werden; diese Mittel können z. B. aus zwei oder mehreren senkrechten Stangen d von unrundem Querschnitt bestehen, die mittels Hebel e, welche auf den über die obere Deckplatte f der Retorte vorstehenden Enden der Stangen sitzen,gedreht und in solche Stellung gebracht werden können, daß sie die Platten in einem bestimmten größten Abstand voneinander halten, oder in eine dazu rechtwinklige Stellung, so- daß sich die Platten einwärts, d. h. von den Ladungen in den Kammern c hinweg bewegen können. Der Abstand der beiden Platten b wird hierbei in ersterer Stellung der Stangen d durch die größere und in letzterer durch die kleinere Dicke derselben bestimmt.
  • Die Platten b sind an einem dachförmigen Aufsatz g derart aufgehängt, daß sie sich in der beschriebenen Weise gegen- und auseinander bewegen lassen, und zwar zweckmäßig mittels einer Reihe von Querbolzen h, die von den abwärts ragenden Wänden g1 des Aufsatzes g getragen werden, so daß nach entsprechender Einstellung der Stangen d die Platten b unter dem Druck der sich ausdehnenden Ladungen in den seitlichen Kammern c um ein bestimmtes Maß auf den Bolzen h einwärts gleiten können. Der Aufsatz g ruht mittels Querrippen g2 auf dem oberen Retortenmundstück i.
  • Die unteren Enden der Stangen d können auf Zapfen gelagert sein, die an einem einwärts ragenden, sich nur zwischen den Platten b erstreckenden Teil des Retortentragrahmens p angegossen sind; oder sie können in vorstehenden Lappen oder Ansätzen an der Innenfläche der Platten b so geführt sein, daß sie gegen jede unbeabsichtigte seitliche Verschiebung festgehalten werden; oder es können andere einfache Mittel zu diesem Zwecke vorgesehen sein. Ferner können die Platten b mit dem unteren Ende auf beiden Seiten in einer breiten Aussparung eines einwärts gerichteten Vorsprunges p1 des Retortentragrahmens P ruhen, so daß die Bewegung der unteren Plattenenden nach außen begrenzt ist. Auch hierzu können andere einfache Mittel vorgesehen sein.
  • Durch den Kanal k in der unteren Verscblußtür l kann Wasser geleitet werden, um diese Tür zu kühlen und zugleich kleine, in die Retorte einzuführende Dampfmengen zu erzeugen. Der Dampf kann durch Löcher k1 an der Unterseite der Tür Z austreten und darauf an den Seiten der Tür entlang in die Retorte strömen. Die Tür l soll also nicht gasdicht sein und braucht es auch nicht, da unter der Retorte _ eine gasdichte Kammer zur Aufnahme der entleerten Rückstände angeordnet wird. Das Wasser kann dem Kanal k durch den hohlen Drehzapfen h, mit dem die zum Drehen der Tür dienende hohle Spindel 92 verbunden ist, beständig zugeführt werden. Die Dampferzeugung kann mittels eines Wassertropfhahnes am inneren Ende der Spindelbohrung geregelt werden.
  • Beim Betrieb wird die zu entgasende Kohle aus dem Fülltrichter m durch die Tür n, die mittels des Handhebels n@- gedreht werden kann, in die Retorte eingeworfen. Vorher wird die von den gelochten Platten b gebildete Kammer a im Innern der Retorte durch entsprechende Einstellung der Daumenstangen d so*eit als möglich ausgedehnt. Nachdem die seitlichen Kammern c gefüllt sind, wird die Drehtür sz geschlossen.
  • Nach Verlauf einer bestimmten Zeit können die Hebel e ein wenig gedreht werden, so daß die Platten b sich ein wenig einwärts bewegen können. Nach Verlauf einer weiteren Zeit können die Hebel rechtwinklig zu ihrer ursprünglichen Stellung eingestellt werden, um den Platten zu gestatten, sich weiter gegeneinander und von der Ladung hinweg zu bewegen. Nach Beendigung der Entgasung wird die Bodentür l gedreht, so daß die Ladung in eine unter der Retorte befindliche Kühlkammer fallen kann. Die Platten b können dann mittels Stahlbürsten, die durch Löcher o in der oberen Deckplatte f und durch entsprechende Löcher o1 im Aufsatz g eingeführt werden, gereinigt und darauf wieder in ihre äußerste Stellung gebracht werden, um die Retorte von neuem zu laden.
  • In der beschriebenen Weise wird den Plattenb bei der Entgasung der Ladung gestattet, sich einwärts zu bewegen, damit die Ladung sich frei ausdehnen kann und nicht in der Retorte zusammengedrückt wird, sondern nach ihrer Vergasung lose darin liegt und beim Offnen der Bodentür l unter ihrem Eigengewicht frei herausfallen kann.
  • Die Platten b können aus Gußeisen, Stahlguß, Temperguß oder irgend einem anderen geeigneten Metall oder Material gefertigt werden, das der Entgasungstemperatur zu widerstehen vermag. Ferner können sie mit einwärts gebogenen Rändern oder Flanschen b1 und mit ebensolchen Rippen b2 versehen sein, die so angeordnet sind, daß sie übereinander greifen, wenn die Platten gegeneinander bewegt werden; ferner mit wagerechten Versteifungsrippen von gleicher Form, die beim Gegeneinanderbewegen der Platten aneinanderstoßen können. An den Innenflächen der Platten können Auflagen dl für die Druckkanten der Daumenstangen rd befestigt sein.
  • Die Gase und Dämpfe können aus der mittleren Kammer a durch Löcher g3 in den Wänden g1 des Aufsatzes g abgeleitet werden; diese Löcher sind so angeordnet, daß beim Laden der Retorte die Kohle nicht durch die Löcher in die mittlere Kammer a fallen kann. Die Platten b sind mit Löchern b3 versehen, durch welche die Gase und Dämpfe während der Entgasung rasch aus der Ladung abziehen können. Das die mittlere Kammer einschließende Gehäuse kann natürlich auch eine andere als die beschriebene Bauart haben, soll aber immer so eingerichtet sein, daß es im Verlauf der Entgasung der Ladung zusammendrückbar ist. Die Daumenstangen d können so angeordnet werden, daß die Platten b sich unter dem bei der Ausdehnung der Ladung durch diese auf sie ausgeübten Druck einwärts bewegen können, zu welchem Zweck die Stangen nur ein wenig schräg gestellt zu werden brauchen, so daß sie durch die auf sie drückenden Platten gedreht werden können; oder es können die Hebel e so angeordnet werden, daß sie selbsttätig ein allmähliches Lockern der Ladung während der Entgasung bewirken.

Claims (3)

  1. PATENT-ANsPRÜcFiE: i. Retorte zur Entgasung von Kohle und kohlehaltigen Stoffen bei niederer Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß die in der ganzen Ladung entwickelten Gase und Dämpfe von der erhitzten Retortenwandung hinweg in eine freie mittlere oder innere Kammer abgezogen werden, aus der sie unmittelbar entweichen können, und die nach Maßgabe der Ausdehnung der Ladung im Verlauf der Entgasung sich zusammenziehen oder verengen kann oder läßt.
  2. 2. Retorte nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die freie mittlere oder innere Kammer sich in einem zusammendrückbaren Gehäuse befindet.
  3. 3. Retorte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß. das zusammendrückbare Gehäuse von einwärts beweglichen Platten gebildet wird. q.. Retorte nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Verschlußtür mit einer Vorrichtung zur Einführung von Dampf in die Retorte versehen ist.
DENDAT348169D Retorte zur Entgasung von Kohle Expired DE348169C (de)

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