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Sterilisiergerät für Verbandstoffe und für Instrumente Sterilisiergeräte
für Verbandstoffe sind meist so bemessen, daß sie zwei oder drei Verbandstoffbehälter
zugleich aufnehmen können. Derartige Geräte haben infolge ihres großen Nutzraumes
eine lange Anheizzeit, so daß sie für die Sterilisation von Instrumenten, die nur
wenig Raum einnehmen, zu unwirtschaftlich sind. Neben diesen Geräten gibt es sogenannte
Schnellsterilisatoren, die nur einen Verbandstoffbehälter aufnehmen können; aber
für die Sterilisation von Instrumenten ist auch der Nutzraum dieser Geräte noch
zu groß, weil die Instrumentenschalen nur 1/4 bis 1/6 des Raumes eines Verbandstoffbehälters
einnehmen, so daß unnötig viel Heizleistung verbraucht wird, bis -die erforderlichen
Druck- und Temperaturwerte erreicht sind. Ähnliche Schwierigkeiten treten auf, wenn
abwechselnd verschieden große Mengen von Verbandstoffen anfallen, die z. B. nur
einen kleinen bzw. mehrere große Behälter füllen. Aus diesen Gründen wird es vielfach
für wirtschaftlicher gehalten, neben einem großen Verbandstoffsterilisator einen
solchen für nur einen Behälter und außerdem ein eigenes, kleines Sterilisiergerät
für Instrumente aufzustellen, was aber natürlich den Platzbedarf und vor allem die
Anlagekosten wesentlich erhöht. Zweck der Erfindung ist, diese Nachteile zu beseitigen
und ein Sterilisiergerät zu schaffen, das gleichwirtschaftlich für verschieden große
Mengen von Verbandstoffen und für Instrumente verwendbar ist.
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Erfindungsgemäß wird dieser Zweck dadurch erreicht, daß bei einem
Sterilisiergerät mit einem verhältnismäßig großen Nutzraum Mittel vorgesehen sind,
welche diesen Nutzraum auf einen erheblich kleineren Teil desselben vermindern.
Das der Erfindung zugrunde liegende Bedürfnis wird also befriedigt durch die Lösung
der Aufgabe, einen vorhandenen großen Hohlraum zeitweise erheblich zu verkleinern.
Lösungen
dieser Aufgabe bestehen z. B. darin, daß in den Hohlraum ein oder mehrere Füllkörper
eingebracht werden, die einen mehr oder weniger großen Teil desselben einnehmen,
oder darin, daß ein entsprechender Teil des Hohlraumes durch Verschließen abgetrennt
wird: Je nach der Bauart des Sterilisiergerätes kann die eine oder andere Lösung
günstiger sein.
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In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
schematisch dargestellt, und zwar zeigt Abb. i ein Sterilisiergerät mit stehendem
Kessel und offenem Dampfraum und einem Füllkörper, Abb. 2 ein Gerät gleicher Bauart
mit einem größeren Füllkörper und mit absperrbarem Dampfraum, Abb. 3 ein Gerät mit
teilbarem Nutzraum, ebenfalls mit absperrbarem Dampfraum, Abb. q. ein Sterilisiergerät
mit liegendem Sterilisierraum und mit einem vollwandigen Füllkörper, Abb. 5 ein
Gerät der letztgenannten Bauart, aber mit einem rohrförmig durchbrochenen Füllkörper.
Das in Abb. i gezeigte Sterilisiergerät besteht in an sich bekannter Weise aus einem
Kessel io mit Heizelementen ii und einem darin angeordneten Innenkessel i2 für das
Sterilisiergut, der so groß bemessen ist, daß er z. B. drei aufeinanderstehende
Trommeln für Verbandstoffe aufnehmen kann. Der Kessel io trägt einen Deckel 14 und
einen Wasserstandanzeiger 16, während an dem Innenkessel 12 in seinem tiefsten Punkt
eine Ableitung 18 mit Thermometer 2o, Drosselöffnung 22 und Ventil 24 angeschlossen
ist. Bei einem Gerät dieser Bauart strömt der Dampf frei über den oberen Rand des
Innenkessels, durchdringt das in Siebtrommeln befindliche Sterilisiergut und tritt
durch die Ableitung 18 und die Drosselöffnung 22 aus. Erfindungsgemäß wird nun für
den Fall, daß an Stelle von drei Verbandstofftrommeln nur eine einzige Trommel 26
sterilisiert werden soll, ein Füllkörper 28 in den Innenkessel i2 eingesetzt, der
etwa 2/3 des Nutzraumes ausfüllt. Er ist in der Mitte von einer Rohrleitung 3o durchsetzt,
damit der aus der Trommel 26 austretende Dampf in die Ableitung 18 gelangen kann.
Der Füllkörper ist so geformt und ausgeführt, daß er alle im Betrieb auftretenden
inneren und äußeren Drücke aufnehmen kann. Er ist zweckmäßig mit Handgriffen 32
zum Herausheben versehen und vorteilhaft aus spezifisch leichtem Werkstoff, z. B.
Aluminium, hergestellt, um sein Gewicht gering zu halten. Selbstverständlich kann
ein solcher Füllkörper auch so bemessen sein, daß er nur den Raum von einer Trommel
26 einnimmt. Falls mehrere, verschieden große Füllkörper bereitgehalten werden,
läßt sich durch Anwenden nur eines Füllkörpers oder durch gleichzeitiges Einsetzen
mehrerer Füllkörper praktisch jede gewünschte Größe des Nutzraumes erzielen.
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In dem auf diese Weise verkleinerten Nutzraum können die erforderlichen
Druck- und Temperaturverhältnisse natürlich wesentlich schneller und mit geringerer
Heizleistung erreicht werden.
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Das Gerät nach Abb. 2 ist in der Hauptsache ebenso ausgebildet wie
das vorher beschriebene, nur ist hier der Innenkessel 34 für das Sterilisiergut
durch einen oberen Flansch 36 mit dem Kessel io verbunden, so daß der Dampfraum
geschlossen ist. Eine Leitung 38 mit einem Ventil q.o ermöglicht die Verbindung
des Dampfraumes mit dem durch den Deckel 14 verschlossenen Sterilisierraum. Dieser
ist hier durch einen Füllkörper q.2 so weit verkleinert, daß nur der für eine Instrumentenschale
qq. benötigte Nutzraum verbleibt, der natürlich noch leichter mit Dampf zu füllen
ist, als der in Abb. i gezeigte Nutzraum. Auch dieser Füllkörper ist mit Handgriffen
32 und einem zentralen Rohr 3o versehen.
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Abb. 3 zeigt einen anderen Weg zur Verkleinerung des Nutzraumes. Hier
ist ein Gerät der zuletzt beschriebenen Bauart, bei dem ebenfalls der Innenkessel
34. mit dem Kessel io durch einen Flansch 36 verbunden ist, mit einem inneren Ring
46 versehen, der durch einen gleichartigen Flansch ebenfalls mit dem Kessel io und
dem Innenkessel 34 druckdicht verbunden ist. Auf diesem Ring kann erfindungsgemäß
ein Deckel 48, z. B. mittels Klammern 49, befestigt werden, der den Sterilisierraum
in einen darunter und einen darüber befindlichen Raum teilt. Der untere Raum ist
dadurch im Betrieb stillgelegt und nur der obere wird vom Dampf durchströmt. Um
dies zu ermöglichen, ist nicht nur eine Verbindungsleitung 38 mit Ventil 40, sondern
auch eine besondere, im unteren Teil des verkleinerten Nutzraumes angeschlossene
Ableitung 5o mit Thermometer 52, Drosselöffnung 5.4 und Ventil 56 vorgesehen, die
vorteilhaft in die normale Ableitung 18 mündet. Das Gerät kann, wie die Abbildung
zeigt, so gestaltet sein, daß der verkleinerte Nutzraum gerade für eine Instrumentenschale
44 ausreicht. Zweckmäßig sind auch an dem Deckel 48 Handgriffe 58 zum Herausheben
angebracht.
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In Abb. q. ist ein Gerät 6o mit einem liegenden Sterilisierraum 62
gezeigt, dessen Inneres zu einem großen Teil durch einen Füllkörper 64 ausgefüllt
wird, so daß gerade noch Platz zum Einsetzen einer Instrumentenschale 66 bleibt.
Der Füllkörper ist als vollwandiger, druckfester Kessel ausgeführt und mit Handgriffen
68 zum Herausziehen versehen.
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Bei der Ausführung nach Abb.5, die ein Gerät gleicher Bauart zeigt,
ist der Füllkörper 7o außen zylindrisch gestaltet; er trägt ein gleichachsiges Rohr
.72 von länglichem Querschnitt, das einer Instrumentenschale 66 Platz bietet. Auf
diese Weise kann der Nutzraum noch stärker verkleinert werden als bei der Bauart
nach Abb. q..