DE858761C - Sterilisiergeraet fuer Verbandstoffe und fuer Instrumente - Google Patents

Sterilisiergeraet fuer Verbandstoffe und fuer Instrumente

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DE858761C
DE858761C DEL9114A DEL0009114A DE858761C DE 858761 C DE858761 C DE 858761C DE L9114 A DEL9114 A DE L9114A DE L0009114 A DEL0009114 A DE L0009114A DE 858761 C DE858761 C DE 858761C
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DE
Germany
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sterilizer
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Expired
Application number
DEL9114A
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English (en)
Inventor
Franz Liebl
Original Assignee
Franz Liebl
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION, OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS, OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS, OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor
    • A61L2/02Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor using physical phenomena
    • A61L2/04Heat
    • A61L2/06Hot gas

Description

  • Sterilisiergerät für Verbandstoffe und für Instrumente Sterilisiergeräte für Verbandstoffe sind meist so bemessen, daß sie zwei oder drei Verbandstoffbehälter zugleich aufnehmen können. Derartige Geräte haben infolge ihres großen Nutzraumes eine lange Anheizzeit, so daß sie für die Sterilisation von Instrumenten, die nur wenig Raum einnehmen, zu unwirtschaftlich sind. Neben diesen Geräten gibt es sogenannte Schnellsterilisatoren, die nur einen Verbandstoffbehälter aufnehmen können; aber für die Sterilisation von Instrumenten ist auch der Nutzraum dieser Geräte noch zu groß, weil die Instrumentenschalen nur 1/4 bis 1/6 des Raumes eines Verbandstoffbehälters einnehmen, so daß unnötig viel Heizleistung verbraucht wird, bis -die erforderlichen Druck- und Temperaturwerte erreicht sind. Ähnliche Schwierigkeiten treten auf, wenn abwechselnd verschieden große Mengen von Verbandstoffen anfallen, die z. B. nur einen kleinen bzw. mehrere große Behälter füllen. Aus diesen Gründen wird es vielfach für wirtschaftlicher gehalten, neben einem großen Verbandstoffsterilisator einen solchen für nur einen Behälter und außerdem ein eigenes, kleines Sterilisiergerät für Instrumente aufzustellen, was aber natürlich den Platzbedarf und vor allem die Anlagekosten wesentlich erhöht. Zweck der Erfindung ist, diese Nachteile zu beseitigen und ein Sterilisiergerät zu schaffen, das gleichwirtschaftlich für verschieden große Mengen von Verbandstoffen und für Instrumente verwendbar ist.
  • Erfindungsgemäß wird dieser Zweck dadurch erreicht, daß bei einem Sterilisiergerät mit einem verhältnismäßig großen Nutzraum Mittel vorgesehen sind, welche diesen Nutzraum auf einen erheblich kleineren Teil desselben vermindern. Das der Erfindung zugrunde liegende Bedürfnis wird also befriedigt durch die Lösung der Aufgabe, einen vorhandenen großen Hohlraum zeitweise erheblich zu verkleinern. Lösungen dieser Aufgabe bestehen z. B. darin, daß in den Hohlraum ein oder mehrere Füllkörper eingebracht werden, die einen mehr oder weniger großen Teil desselben einnehmen, oder darin, daß ein entsprechender Teil des Hohlraumes durch Verschließen abgetrennt wird: Je nach der Bauart des Sterilisiergerätes kann die eine oder andere Lösung günstiger sein.
  • In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt, und zwar zeigt Abb. i ein Sterilisiergerät mit stehendem Kessel und offenem Dampfraum und einem Füllkörper, Abb. 2 ein Gerät gleicher Bauart mit einem größeren Füllkörper und mit absperrbarem Dampfraum, Abb. 3 ein Gerät mit teilbarem Nutzraum, ebenfalls mit absperrbarem Dampfraum, Abb. q. ein Sterilisiergerät mit liegendem Sterilisierraum und mit einem vollwandigen Füllkörper, Abb. 5 ein Gerät der letztgenannten Bauart, aber mit einem rohrförmig durchbrochenen Füllkörper. Das in Abb. i gezeigte Sterilisiergerät besteht in an sich bekannter Weise aus einem Kessel io mit Heizelementen ii und einem darin angeordneten Innenkessel i2 für das Sterilisiergut, der so groß bemessen ist, daß er z. B. drei aufeinanderstehende Trommeln für Verbandstoffe aufnehmen kann. Der Kessel io trägt einen Deckel 14 und einen Wasserstandanzeiger 16, während an dem Innenkessel 12 in seinem tiefsten Punkt eine Ableitung 18 mit Thermometer 2o, Drosselöffnung 22 und Ventil 24 angeschlossen ist. Bei einem Gerät dieser Bauart strömt der Dampf frei über den oberen Rand des Innenkessels, durchdringt das in Siebtrommeln befindliche Sterilisiergut und tritt durch die Ableitung 18 und die Drosselöffnung 22 aus. Erfindungsgemäß wird nun für den Fall, daß an Stelle von drei Verbandstofftrommeln nur eine einzige Trommel 26 sterilisiert werden soll, ein Füllkörper 28 in den Innenkessel i2 eingesetzt, der etwa 2/3 des Nutzraumes ausfüllt. Er ist in der Mitte von einer Rohrleitung 3o durchsetzt, damit der aus der Trommel 26 austretende Dampf in die Ableitung 18 gelangen kann. Der Füllkörper ist so geformt und ausgeführt, daß er alle im Betrieb auftretenden inneren und äußeren Drücke aufnehmen kann. Er ist zweckmäßig mit Handgriffen 32 zum Herausheben versehen und vorteilhaft aus spezifisch leichtem Werkstoff, z. B. Aluminium, hergestellt, um sein Gewicht gering zu halten. Selbstverständlich kann ein solcher Füllkörper auch so bemessen sein, daß er nur den Raum von einer Trommel 26 einnimmt. Falls mehrere, verschieden große Füllkörper bereitgehalten werden, läßt sich durch Anwenden nur eines Füllkörpers oder durch gleichzeitiges Einsetzen mehrerer Füllkörper praktisch jede gewünschte Größe des Nutzraumes erzielen.
  • In dem auf diese Weise verkleinerten Nutzraum können die erforderlichen Druck- und Temperaturverhältnisse natürlich wesentlich schneller und mit geringerer Heizleistung erreicht werden.
  • Das Gerät nach Abb. 2 ist in der Hauptsache ebenso ausgebildet wie das vorher beschriebene, nur ist hier der Innenkessel 34 für das Sterilisiergut durch einen oberen Flansch 36 mit dem Kessel io verbunden, so daß der Dampfraum geschlossen ist. Eine Leitung 38 mit einem Ventil q.o ermöglicht die Verbindung des Dampfraumes mit dem durch den Deckel 14 verschlossenen Sterilisierraum. Dieser ist hier durch einen Füllkörper q.2 so weit verkleinert, daß nur der für eine Instrumentenschale qq. benötigte Nutzraum verbleibt, der natürlich noch leichter mit Dampf zu füllen ist, als der in Abb. i gezeigte Nutzraum. Auch dieser Füllkörper ist mit Handgriffen 32 und einem zentralen Rohr 3o versehen.
  • Abb. 3 zeigt einen anderen Weg zur Verkleinerung des Nutzraumes. Hier ist ein Gerät der zuletzt beschriebenen Bauart, bei dem ebenfalls der Innenkessel 34. mit dem Kessel io durch einen Flansch 36 verbunden ist, mit einem inneren Ring 46 versehen, der durch einen gleichartigen Flansch ebenfalls mit dem Kessel io und dem Innenkessel 34 druckdicht verbunden ist. Auf diesem Ring kann erfindungsgemäß ein Deckel 48, z. B. mittels Klammern 49, befestigt werden, der den Sterilisierraum in einen darunter und einen darüber befindlichen Raum teilt. Der untere Raum ist dadurch im Betrieb stillgelegt und nur der obere wird vom Dampf durchströmt. Um dies zu ermöglichen, ist nicht nur eine Verbindungsleitung 38 mit Ventil 40, sondern auch eine besondere, im unteren Teil des verkleinerten Nutzraumes angeschlossene Ableitung 5o mit Thermometer 52, Drosselöffnung 5.4 und Ventil 56 vorgesehen, die vorteilhaft in die normale Ableitung 18 mündet. Das Gerät kann, wie die Abbildung zeigt, so gestaltet sein, daß der verkleinerte Nutzraum gerade für eine Instrumentenschale 44 ausreicht. Zweckmäßig sind auch an dem Deckel 48 Handgriffe 58 zum Herausheben angebracht.
  • In Abb. q. ist ein Gerät 6o mit einem liegenden Sterilisierraum 62 gezeigt, dessen Inneres zu einem großen Teil durch einen Füllkörper 64 ausgefüllt wird, so daß gerade noch Platz zum Einsetzen einer Instrumentenschale 66 bleibt. Der Füllkörper ist als vollwandiger, druckfester Kessel ausgeführt und mit Handgriffen 68 zum Herausziehen versehen.
  • Bei der Ausführung nach Abb.5, die ein Gerät gleicher Bauart zeigt, ist der Füllkörper 7o außen zylindrisch gestaltet; er trägt ein gleichachsiges Rohr .72 von länglichem Querschnitt, das einer Instrumentenschale 66 Platz bietet. Auf diese Weise kann der Nutzraum noch stärker verkleinert werden als bei der Bauart nach Abb. q..

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Sterilisiergerät für Verbandstoffe und für Instrumente, gekennzeichnet durch ein Gerät mit verhältnismäßig großem Nutzraum und durch Mittel, welche diesen Nutzraum auf einen erheblich kleineren Teil vermindern.
  2. 2. Sterilisiergerät nach Anspruch i, gekennzeichnet durch mindestens einen Füllkörper (28, 42, 6q., 70), der einen Teil des Nutzraumes einnimmt.
  3. 3. Sterilisiergerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllkörper ein ihn durchsetzendes Rohr (30, 72) besitzt. q..
  4. Sterilisiergerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllkörper aus Werkstoff von geringem spezifischem Gewicht besteht. .
  5. Sterilisiergerät nach Anspruch 2, 3 oder .4, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllkörper mit Handgriffen (32, 58, 68) versehen ist.
  6. 6. Sterilisiergerät nach Anspruch 2 mit liegendem Ster ilisierraum, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllkörper (6q.) den oberen Teil des Sterilisierraumes (62) frei läßt.
  7. 7. Sterilisiergerät nach Anspruch 3 mit liegendem Sterilisierraum, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (72) des Füllkörpers (7o) länglichen Querschnitt besitzt und eine Instrumentenschale (66) aufnehmen kann. B. Sterilisiergerät nach Anspruch r mit absperrbarem Dampfraum, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Sterilisierraumes durch einen Deckel (q.8) verschließbar und der dadurch gebildete, verkleinerte Nutzraum mit einer besonderen Ableitung (5o bis 56) versehen ist.
DEL9114A 1951-05-26 1951-05-26 Sterilisiergeraet fuer Verbandstoffe und fuer Instrumente Expired DE858761C (de)

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