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Vorrichtung zur Regelung des Zeilenabstandes. Für diese Anmeldung
ist gemäß dem Unionsvertrage vom z. Juni igii die Priorität auf Grund der Anmeldung
in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 13. April igi6 beansprucht: Bei Schreib-
und ähnlichen Maschinen ist es bekannt, die Papierwalze von dem die Zeilenschaltung
hervorbringenden Schaltrad trennbar zu machen, um die Schrift auf bestimmte, nicht
von dem Schaltwerk abhängige Stellen des Papierblattes aufbringen zu können. Zu
diesem Zweck ist eine lösbare Kupplung zwischen der Walze und dem Schaltwerk nötig,
und diese Kupplung soll, um eine vollständig sichere Verbindung zu erzielen, eine
zwangläufige sein. Selbstverständlich müssen die ineinandergreifenden Zähne dieser
Kupplung fein sein, damit eine höchst genaue Einstellung der Papierwalze vorgenommen
werden kann, und die Genauigkeit dieser Einstellung soll auch durch Abnutzung der
Zähne nicht leiden. Es sind daher Kupplungen nicht zweckmäßig, bei denen es möglich
ist, daß die Zähne des einen Kupplungsgliedes bzw. eines Kupplungshebels auf die
Spitzen der Zähne des anderen Kupplungsgliedes auftreffen können.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung erfolgt die Kupplung durch gegeneinander
verschiebbare, in der Längsrichtung der Papierwalze liegende Zähne, die gegeneinander
schräg gestellt sind, derart, däß die Eingriffstiefe bei der Verschiebung der Zähne
gegeneinander zunimmt. Infolgedessen treten die Zähne des einen Kupplungsgliedes
stets
in Lücken des anderen Kupplungsgliedes eiri und können sich in diesen etwas seitlich
einstellen. Erst während der Verschiebung der Kupplungsteile gegeneinander wird
die volle Eingriffstiefe erreicht, bei welcher die Teile unbeweglich miteinander
verbunden sind.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Abb. r ist eine Vorderansicht einer mit dem Gegenstand der Erfindung
versehenen Papierwalze, wobei einzelne Teile abgebrochen und im Schnitt dargestellt
sind.
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Abb. 2 ist eine Ansicht der an dem einen Ende der Papierwalze angebrachten
Stirnplatte. Abb. 3 zeigt das eine Glied der Verschlußvorrichtung bzw. Kupplung
in Verbindung mit den äußeren Zapfen der Endplatte und der Walzenwelle, welch beide
letzteren im Schnitt dargestellt sind.
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Abb. q. zeigt eine Seitenansicht eines Endes der Walzenwelle.
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Abb. 5 ist die zugehörige Endansicht.
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Abb. 6 ist eine Seitenansicht bzw. ein Längsschnitt der Papierwalze
mit den den Gegenstand der Erfindung bildenden Teilen.
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Abb. 7 ist eine Teildarstellung, welche den Eingriff der erwähnten
beiden Verzahnungen veranschaulicht (in vergrößertem Maßstabe dargestellt). .
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Abb. ß ist, ebenfalls in vergrößertem Maßstabe, .ein Schnitt durch
die in Anwendung kommende Verzahnung.
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Abb, g ist eine Seitenansicht einer den Zeilenabstand bewirkenden
Vorrichtung.
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Die Papierwalze A kann in üblicher Weise aus einem Holzkern a und
einem Mantel a1 aus Hartgummi bestehen und auf der Welle C mittels Stellschrauben
I" befestigt sein, so daß Welle und Walzenkörper sich zusammen drehen. Das Ende
der Walze ist mittels einer Stirn- oder Kopfplatte B geschlossen, die innen den
hohlen Nabenteil b und außen den hohlen Nabenteii b1 .aufweist, durch welche die
Welle C der Walze hindurchgeht. Die Kopfplatte B ist in ihrer Lage am Ende der Walze
mittels Schrauben b"2 befestigt, die durch Schraubenlöcher b3 hindurchgehen, und
es sind ferner in der Kopfplatte Löcher .d (Abb. 2) vorgesehen, in denen verschiebbare
Stifte D gelagert sind, :die sieh in entsprechenden Bohrungen dl verschieben. Diese
Stifte haben eine kolbenförmige Verdickung und dahinter eine Verlängerung, und stehen
unter dem Einfluß von Federn d2, die bestrebt sind, die Stifte D nach :außen
zu drücken. Die Walzenwelle C hat in der Längsrichtung eine Bohrung c und damit
in Verbindung einen Längsschlitz cl (Abb. q. und 5), welche sich von dem äußeren
Ende der Welle bis zu der Kopfplatte B erstrecken. Die unter Federdr tick stehenden
Stifte D sind an ihren äußeren Enden in einer Scheibe E befestigt, die das eine
Glied der Kupplungs- bzw. Verschlußvorrichtung bildet und sich auf demNabenteil
b1 der Stirnplatte B frei verschieben kann. Die zweckmäßig kreisförmige Scheibe
E ist in der Mitte mit einer Zunge e (Abb. 3) versehen, welche in den Schlitz cl
eingreift. Die Scheibe E kann mit einem flanschartig abgebogenen Rande bzw. Kranze
oder nur mit einzelnen Segmenten eines derartigen Kranzes versehen sein, wie dies
auf der Zeichnung veranschaulicht ist, wo, wie im besonderen Abb. 3 erkennen läßt,
drei derartige Segmente ex vorgesehen sind, die zweckmäßig von der rechtwinkligen
Stellung aus etwas nach innen abgebogen sind. Die gekrümmte Außenfläche jedes dieser
Flanschsegmente ist rnit feinen, dachartig verlängerten Zähnen e2 versehen. Das
andere Glied F der Verschlußvorrichtung bzw. Kupplung hat zweckmäßig die Gestalt
einer Kapsel, die die Nabe b1 und die Scheibe E umgibt. Dieser kapselförmige Teil
F sitzt lose auf der Walzenwelle C, so daß er sich nicht mit der Welle dreht, es
sei denn, daß der Teil F von dem Teil E festgehalten wird, der sich stets mit der
Walze dreht.
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Auf der inneren Ringfläche der Kapsel F ist ein mit feinen Zähnen
f versehener, nach innen vorspringender Zahnkranz vorgesehen, dessen Zähne den Zähnen
e2 des Teiles E entsprechen. Die Lage und Anordnung der beiden Verzahnungen ist
derart, daß die beiden Glieder der Verschlußvorrichtung bzw. Kupplung allmählich
miteinander in Eingriff und schließlich in festen Zusammenschluß kommen. Das Schaltrad
der - Einstellvorrichtung für den Zeilenabstand, welches mit G bezeichnet ist, bildet
einen festen Teil des Gliedes F und die Einstellvorrichtung kann in bekannter Weise
an einem Rahmenteil H des Schlittens oder Wagens angebracht sein.
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Das Handrad I ist mit einer Nabe i versehen, welche mittels einer
Stellschraube il auf der Walzenwelle befestigt ist @Abb.6). Diese Nabe ist ausgebohrt
und .nimmt in ihrer Bohrung den Zapfen k des Druckknopfes K auf. Dieser Zapfen ist
mit einer ringförmigen Nut k1 versehen, in welche eine Stellschraube l der Nabe
i eingreift, und an dem Zapfen k ist eine Stange L befestigt, die mit der
Zunge e der Scheibe E in Berührung kommt. Die Stange L kann in der Welle C bis zu
einer aus Abb. 6 ersichtlichen Entfernung vorgeschoben werden, wobei die Bewegung
nach innen durch das Zusammentreffen des Zapfens k mit dem Ende der Welle C, und
die Bewegung nach auswärts durch den Anschlag der Schraube i zeit dem inneren Rande
der Nut k1 des Zapfens k begrenzt ist. Die Zähne bzw. Zahnrücken e2 i und f sind
in ihren fluersc'hnttabmessungen so ',klein und genau als möglich, um eine sehr
feine
Einstellung zu bewirken, und die Form derZähneist im Querschnitt wie in vergrößertem
Maßstabe in Abb. 7 und 8 veranschaulicht.
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Abb. 7 läßt erkennen, daß die Zähne der beiden VerschluBglieder allmählich
in Eingriff kommen, da die verzahnten Flanschen e1 ein wenig geneigt sind. Wenn
der Teil E sich dem Teil F nähert, kommen die Verzahnungen zunächst lose in Eingriff
und bilden schließlich einen festen Verschluß. Es ist dies ein wichtiges Merkmal
der vorliegenden Erfindung. Es wird dadurch der Gebrauch sehr feiner Zähne und damit
eine sehr feine Einstellung ermöglicht, und trotzdem ist der Eingriff der Zähne
ein derartig fester, daß eine falsche Bewegung oder ein Gleiten der zusammengeschlossenen
Teile mit Sicherheit vermieden wird.
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Die vorliegende Erfindung kann in Verbindung mit jeder beliebigen
Vorrichtung für den Zeilenabstand verwendet werden. In Abb. 9 ist eine Ausführungsform
einer derartigen Vorrichtung beispielsweise veranschaulicht, welche aus einem Hebel
M besteht, der eine Klinke N und damit ein Schaltrad G betätigt. Ein Teil 0, welcher
das Schaltrad teilweise umgibt, bestimmt die Anzahl der Zähne, welche der Einwirkung
der Klinke ausgesetzt sind. Die dargestellte Vorrichtung besteht ferner aus dem
Hebel P, der von einer Feder p beieinflußt ist und eine andere Feder R trägt, die
mit einer Sperrolle q versehen ist und dazu dient, das Rad G, wenn gewünscht, rückwärts
zu drehen. Die an dem Hebel P befestigte Feder R hält die Rolle q in Eingriff mit
dem Schaltrad; dieses Sperrglied kann jedoch von dem Schaltrad mittels eines Daumens
S abgehoben werden, der durch einen Hebel T betätigt wird. Der Hebel
P mit Feder p kann jedoch auch in Wegfall kommen, wenn der die Feder R haltende
Teil Z an der Endplatte des Wagens oder Schlittens befestigt werden kann. Es ist
ersichtlich, daß diese Erfindung in Verbindung mit Vorrichtungen zur Herstellung
des Linienabstandes benutzt werden kann, ohne irgendwie die Arbeit dieser Vorrichtungen
zu beeinträchtigen.
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Die Verschlußteile (Kupplungsglieder) E und F stehen in der normalen
Arbeitsstellung in der Weise in Eingriff miteinander, wie dies in Abb. x veranschaulicht
ist, wobei das Schaltrad fest mit der Papierwalze verbunden ist, und letztere kann
durch die den Zeilenabstand herstellende Vorrichtung auf gebräuchliche Weise betätigt
werden. Wenn es jedoch gewünscht wird, die Schreibstelle auf irgendeinen Punkt zwischen
den Linien einzustellen, ist es nur nötig, auf den Knopf K zu drücken, so daß, wie
dies in Abb, 6 angedeutet ist, der Teil E von dem Teil F entfernt wird. Hierbei
ist die Walze nicht mehr mit dem Schaltrad verbunden, und die Papierwalze kann mittels
des Handrads I in beliebiger Richtung bis zu einem beliebigen Punkt gedreht werden,
wie dies die feinen Verzahnungen e2 der Flansche ei, die mit der Verzahnung f auf
der Innenseite des Teiles F zusammenwirken, gestatten. Sobald der Druck auf den
Knopf nachläßt, bewegt sich der Teil E wieder in Eingriff mit dem Teil F, und die
Papierwalze ist in ihrer Lage festgestellt und der Aufdruck der Typen kann auf der
eingestellten Linie bewirkt werden, ohne daß die Einstellung in irgendeinem erheblichen
Maße gestört wird, da die Verzahnung der beiden ineinander eingreifenden Glieder
sehr fein ist und die feinen Zähne sehr genau ineinanderpassen. Hierbei ist die
in, Abb. 7 veranschaulichte schräge Stellung und das allmähliche Eingreifen der
Zähne ineinander von großer Wichtigkeit.
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Die Zähne der beiden miteinander in Eingriff kommenden Glieder sind,
verglichen mit ihrem Durchmesser, von bedeutender Länge, und die sich in der Längsrichtung
erstreckenden Zahnrücken des einen Gliedes nehmen zu denen des andern Gliedes eine
geneigte Stellung ein, so daß, wenn das eine Glied gegen das ändere bewegt wird,
die Zahnkörper des einen Gliedes allmählich in die Zahnlücken des anderen Gliedes
eintreten, um schließlich fest ineinander einzugreifen.
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Diese Bauart gestattet die Verwendung einer großen Zahl sehr feiner
Zähne und damit eine äußerst genaue Einstellung.