DE348010C - Vorrichtung zum Zielwurf von Bomben aus Luftfahrzeugen - Google Patents
Vorrichtung zum Zielwurf von Bomben aus LuftfahrzeugenInfo
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- DE348010C DE348010C DENDAT348010D DE348010DD DE348010C DE 348010 C DE348010 C DE 348010C DE NDAT348010 D DENDAT348010 D DE NDAT348010D DE 348010D D DE348010D D DE 348010DD DE 348010 C DE348010 C DE 348010C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41G—WEAPON SIGHTS; AIMING
- F41G3/00—Aiming or laying means
- F41G3/22—Aiming or laying means for vehicle-borne armament, e.g. on aircraft
- F41G3/24—Bombsights
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- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Tires In General (AREA)
Description
Die Eigenibewegung, welche dlie aus einem
Luftfahrzeug abgeworfene Bomlbe infolge d'er ihr durch die Flugbewegung des Luftfahrzeuges
mitgeteilten Bewegiungskraft toat, nötigt dazu, die Bombe bereits in einer gewissen
Entfernung (Vorhaltestrecke) vordem Zenith des Zieles abzuwerfen.
Diese Entfernung ist, wenn man das Abtreiben der Bombe durch Wind zunächst verjo
nachlässigt, abhängig von der Höhenlage des Luftfahrzeuges und' von seiner Fluggeschwindigkeit
zur Erdoberfläche.
Es sind' deshalb Vorrichtungen ersonnen worden, mit deren Hilfe man beim Anschneiden
des Zieles den erforderlichen Vorhaltewinkel aus Höhe und Geschwindigkeit des Luftfahrzeuges bestimmt, ium in idem Augenblick,
wo die Neigung der Visiervorrichtung, z. B. eines Fernrohres, die Größe des Vorhaltwinkeis
erreicht, die Bombe abzuwerfen.
Die Erfindung betrifft eine im Grundgedanken ihrer Bauart ähnliche Vorrichtung,
die aber derart ausgestaltet ist, daß sie nach erfolgter Einstellung selbsttätig im richtigen
as Augenblick das mechanische Lösen der Bombe veranlaßt.
Erreicht wird dies durch! eine zum Herbeiführen
eines Kontaktschlusses in genau dem jeweilig richtigen Zeitpunkt geeignete Scheibe
die die praktisch möglichen Fallwege der verwendeten Bombengattung wiedergibt.
Die Zeichnung zeigt die Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform, undl zwar:
Abb. ι die Fallwegkurven (Bombenbahnen) für verschiedene Höhenlagen des Luftfahrzeuges
bei ein und derselben Geschwindigkeit des Luftfahrzeuges,
Abb. 2 die Fallwegkurven für verschiedene Geschwindigkeiten des Luftfahrzeuges bei ein
und! derselben Höhenfege,
Abb. 3 die Fallwegkurven gemäß Abb. 1 und
ihre verkleinerte Nachbildung am Gerät, v, f,
Abb. 4 das theoretische Verhältnis der
»Bombenbahnfläche« B zu Fernrohrachse d
un3 zur Geralden v,
Abb. 5 die schematische Ansicht einer Vorrichtung gemäß der Erfindung,
Abb. 6 den Grundriß dieser Vorrichtung,
Abb. 7 die Stellungen des· Fernrohres beim Anschneiden des Zieles - und besonders beim
Lösen der Bombe.
Der Vorhältewinkel wind d'er Erfindung
gemäß folgendermaßen bestimmt:
In dem Luftfahrzeug befindet sich eine Scheibe, deren gebogene Oberfläche das Integral
aller praktisch möglichen Fallwege der mitgefüibrten Bomibengattungen in verkleinertem
Maßstab darstellt.
Welcher Art diese Fallwegkurven sind, ist durch Abb. 1 und! 2 der Zeichnung erläutert.
Es bezeichnet H die Flughöhe, c die Fluggeschwindigkeit, e den Auftreffpunkt für
H = 2500 m, elt e2, es denselben Punkt für
andere Flughöhen, A das Luftfahrzeug im Augenblick des Bombenabwurfs, fx, f2 und /3
verschiedene Fallwegkurven. Die Fallwege stellen für kleinere Fallhöhen sich bei gleicher
Geschwindigkeit gemäß Abb. 1 als Teile der Fallwege für größere Höhen dar. Dies ermöglicht
die Verwendung einer einzigen Kurve A-e für das Anzeigen sämtlicher bei
derselben Fluggeschwindigkeit praktisch möglichen Fallwege, so daß bei festliegendem
Kurvenanfangspunkt A bloß der Endpunkt e, et usw. der dem jeweiligen Faliweg entsprechenden
Kurve zu ermitteln ist.
Die Form der; Fallwegkurven ändert sich, wie Abb. 2 zeigt, mit der Fluggeschwindigkeit
c des Luftfahrzeuges zur Erdoberfläche.
Kurven von der Gattung der in Abb. 2 an einigen Beispielen veranschaulichten setzen
die Oberfläche B (Abb. 4 undi 6) der erwähnten Scheibe zusammen. Diese Kurven f,
^1 ... sind, wie Abb. 3 erkennen läßt, eine
verkleinerte Darstellung der wirklichen Fallwege F, F1 . . . In dieser Abibildung ist A
das Luftfahrzeuig, Z das. Ziel', H die wirkliche
Höhenlage des Luftfahrzeuges über der Erdoberfläche, V die Vorhaltestrecke für die gerade
vorliegenden Verhältnisse, h die im Flugzeug in dem gewählten Maßstab verkleinert
angezeigte Höhenlage und ν die Verkleinerung der Vorhaltestrecke.
Welcher Punkt e, ^1 usw. auf diesen, tten
wirklichen Fallwegen nachgebildeten Kurven dem Ziel Z entspricht, läßt sich; ζ. B. durch j
eine Vorrichtung bestimmen, die in Abb. 4 ; schematischi und in Abb. 5 und 6 in einem '
Aiusführungsbeisplel 'dargestellt ist, und! zwar
in folgender Weise: . :
Der Drehpunkt der Zielvorrichtung, ζ. Β. eines Fernrohres d, befindet sich bei A
(Abb. 4). Darunter in einem Abstand h von ihm, der in dem angenommenen Maßstab die
Höhe H des Luftfahrzeuges wiedergibt, wird die Spindel ν eingestellt: Nun wird die
Bombenbahnnäche B so um die Achse A-D ged'reht, daß die der augenblicklichen Fktggeschwindigkeit
des Luftfahrzeuges entsprechende Kurve a-eB in die durch das Fernrohr
d gefegte senkrechte Ebene gelangt. Damit sind die Strecken h und1 ν der Abb. 3
ermittelt, also der dem Ziel Z entsprechende Punkt e5 (Abb. 4) als Schnittpunkt der Geraden
ν mit der Fläche B gefunden. ; Erreicht also das gemäß Abb. 7 zunächst ■
in .der Lage1 I befindliche Fernrohr d beim
weiteren ständigen Anschneiden des Ziels Z den sich aus; Abb: 3 und 4 ergebenden Neigungswinkel
a5 (Abb. 3 und.7), so ist der
Zeitpunkt zum Abwerfen der Bombe gekommen. Damit das Auslösen der Bombe von selbst geschieht, ist auf der Spindel ν ein
Schieber K theoretisch' so geführt, daß er stets auch auf der Fernrohrachse liegt \
(Abb. 4). Gelangt das Fernrohr in die Lage A-es (Abb. 4), so kommt der Schieber K '
in Berührung mit der Fläche E. Dadurch j wirf vermöge einer geeigneten Einrichtung
ein elektrischer Stromkreis geschlossen, der die Auslösevorrichtung veranlaßt, die Bombe
abzuwerfen.
Wegen des körperlichen Widerstandes, den die Fläche B bei der Umsetzung dieses vorstehend
erläuterten Vorganges in die Praxis der Spindel ν entgegenstellen würde, ist diese
Vorrichtung zufolge Abb. 5 und1 6 folgendermaßen gestaltet:
In dem durch, eine geeignete Vorrichtung stets genau wagerecht gehaltenen Lager α läßt
sich die Welle b (Abb. 6) drehen, an deren einem Ende das Fernrohr d und an deren
anderem Ende1 parallel mit dem Fernrohr die Mitnehinerstange e befestigt ist. Diese verschiebt
beim Neigen des Fernrohres die Mitnehmerhülse g samt der Kontaktstange i, so
daß deren Hülse m sich! auf der Spindel ν verschiebt.
Diese ist in der Hülse η gelagert, die auf der senkrechten Spindel 0 (Abb. 5)
auf- und abgeschoben werden kann. Um eine zur Spindel · 0 gleichlaufende Achse ist die
Bombenbahnfläche B drehbar.
Die Handhabung dieser Vorrichtung vollzieht sich mit Bezug auf Abb. 4 folgendermaßen:
Entsprechend der Höhe H des Luftfahrzeuges, die der Führer am Höhenmesser abliest,
stellt er die Spindel ν an der senkrechten Spindel 0 ein. Dann dreht er die Bombenbahnnäche
B so weit- um A-D (Abb. 4), bis die Kurve A-ee, welche der Fluggeschwindigkeit
entspricht, in der Ebene der Geraden ν liegt.
Nun schneidet er dauernd mit dem Fernrohr d das Ziel Z an. Hierbei mag das Fernrohr
sich anfangs in der Lage I der Abb. 7 befinden. Während der Annäherung an das Ziel in gleichbleibender Höhe muß er zum
weiteren Anschneiden des Zieles das Fernrohr neigen, bis dadurch in der Lage II der
Abb. 7 der Kontakt K an die Bombenbahnfläche B stößt und dadurch das Auslösen der
Bombe herbeiführt.
Die Einstellung der Spindiel ν auf der senkrechten
Spindel 0 kann statt periodisch von Hand noch besser durch den Höhenmesser mittels geeigneter Übertragungsorgane ständig
erfolgen.
Ebenso geschieht die Drehung der Bombenbahnfläche B um ihre senkrechte Achse 0
zweckmäßig ständig selbsttätig, und zwar durch einen Geschwindigkeitsmesser, der aber
von solcher Art sein muß, daß er nicht, wie der sonst in den Flugzeugen eingebaute Gescbwindigkeitsmesser,
lediglich' die Geschwindigkeit zum Wind angibt, und der auch nicht zur Benutzung von Tabellen zur Feststellung
der Geschwindigkeit aus Zeit und1 zurückgelegtem Weg nötigt, sondern der die Fluggeschwindigkeit
in bezug zur Erdoberfläche unmittelbar als Umlaufgeschwindigkeit der
Spindel ν mißt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zum selbsttätigen Auslösen von Bomben aus Luftfahrzeugen mittels eines von der Zielvorrichtung bewegten Kontaktstückes, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontakt einerseits aus einer die praktisch möglichen Bombenbahnkurven (f) darstellenden Fläche (B) und anderseits aus einem Kontakt- no stück (K) besteht, das von der Zielvorrichtung (d) bei ihrem Verstellen auf einer wagerechten Spindel (v) bis zum Auftreffen auf die Bombenbahnfläche (B) in dem dem Ziel (Z) entsprechenden Punkt (e) verschoben wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE348010T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE348010C true DE348010C (de) | 1922-01-28 |
Family
ID=6256864
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT348010D Expired DE348010C (de) | Vorrichtung zum Zielwurf von Bomben aus Luftfahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE348010C (de) |
-
0
- DE DENDAT348010D patent/DE348010C/de not_active Expired
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