DE317147C - - Google Patents
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- DE317147C DE317147C DENDAT317147D DE317147DA DE317147C DE 317147 C DE317147 C DE 317147C DE NDAT317147 D DENDAT317147 D DE NDAT317147D DE 317147D A DE317147D A DE 317147DA DE 317147 C DE317147 C DE 317147C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41G—WEAPON SIGHTS; AIMING
- F41G3/00—Aiming or laying means
- F41G3/22—Aiming or laying means for vehicle-borne armament, e.g. on aircraft
- F41G3/24—Bombsights
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Measurement Of Optical Distance (AREA)
Description
Für den Abwurf von Bomben aus Luftschiffen oder anderen Luftfahrzeugen hat man
bereits vorgeschlagen, mit einem Fernrohr eine Geschwindigkeitsmeßvorrichtung zu verbinden,
welche beim Drehen des Fernrohres selbsttätig den Zielwinkel feststellt, wobei durch ein
optisches oder akustisches Signal der Zeitpunkt angezeigt werden kann, in welchem das
vom Beobachter, bei Verfolgung des Zieles
ίο bewegte Fernrohr in den von der Geschwindigkeitsmeßvorrichtung
ermittelten Zielwinkel einschwingt.
Diese allgemeine Anordnung kann nach der Erfindung vorteilhaft verwirklicht werden durch
Verbindung des Fernrohres mit einem Kontakthebel, der je nach der Geschwindigkeit, mit
der das Fernrohr dem Ziel folgt, schneller oder weniger schnell über seine Kontaktbahn
hinweggleitet. Hierbei ist in den Stromkreis ein Elektromagnet eingeschaltet, welcher den
Gang eines eine unrunde Scheibe drehenden Uhrwerkes solange freigibt, als der Kontakthebel
die Kontaktbahn berührt, wobei die unrunde Scheibe einen Kontaktstift verschiebt,
der in dem vom Kontakthebel nach dem Verlassen, der Kontaktbahn bestrichenen Felde
liegt. Ist die Länge der Kontaktbahn entsprechend der Höhe des Luftfahrzeuges einstellbar,
dann erfährt der von der unrunden Scheibe gesteuerte Kontaktstift eine Verschiebung,
deren Größe sich aus der Form . der unrunden Scheibe, der Winkelgeschwindigkeit des Kontakthebels bzw. des Fernrohres
und der veränderlichen Länge der Kontaktbahn ergibt. Es ist ohne weiteres ersichtlich,
daß bei geeigneter Wahl der Scheibenform und der Kontaktbahnlänge das Fernrohr gegen
die Vertikale den Zielwinkel einschließt, wenn es den Kontaktstift erreicht. Dieser Zeitpunkt
kann besonders zweckmäßig durch Aufleuchten einer roten Lampe im Fernrohre selbst angezeigt,
werden.
Die Geschwindigkeitsmessung geht davon aus, daß ein auf einem bewegten Fahr-.
zeuge angebrachtes Fernrohr dann, wenn es ,45 einem festliegenden Ziele folgt, um einen
Winkel ausschlägt, aus welchem, wenn die Höhe über Erde und die Zeit bekannt sind,
die zur Durcheilung des Winkels erforderlich ist, die Geschwindigkeit des Fahrzeuges ermittelt
werden kann. Hält man für verschiedene Geschwindigkeiten die terrestrische
Strecke und den Winkel konstant, den das Fernrohr bei der Geschwindigkeitsmessung
durcheilt, dann kann man für jede Höhe eine die verschiedenen Geschwindigkeiten anzeigende
Scheibe gewinnen. Jeder Höhe gehört dann eine unrunde Scheibe zu und man hat vor
jeder Zielung in anderer Höhe die unrunde Scheibe auszuwechseln. -
In den Fig. 1 bis 5 der Zeichnung ist.ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1 bis 3 die vertikal
aufgehängte Zielvorrichtung von drei um 90 ° versetzten Seiten aus gesehen, Fig. 4 eine mit
der Vorrichtung verbundene Geschwindigkeitsmeßscheibe und Fig. 5 das herausgeklappte
Uhrwerk.
In den Figuren ist ι das Fernrohr, welches
an seinem Ende ein Prismenobjektiv 2 trägt. Das Prismen objektiv 2 ist drehbar und mit
dem Gestänge bzw. Hcbelwerke 25 und 26 gelenkig verbunden. Der Hebel 25 ist andererseits
mit einer Handkurbel 23 durch Vermittlung eines Schneckengetriebes, zu dem der Schnecke: radbogen
24 gehört, dergestalt verbunden, daß bei einer Drehung der Kurbel das Objektiv 2
verdreht wird. Am Objektiv 2 ist der Hebel 9 fest angeordnet, der einen Kontaktstift 12
trägt. Am Gehäuse der Vorrichtung ist auf einer kreisförmig gebogenen Schiene ein
Prisma 13 aus Isoliermaterial ortsfest anger ordnet. Konzentrisch zu dieser Schiene verläuft
die Kontaktbahn 7, welche um den horizontalen Teil des Fernrohres drehbar ist. ' Auf der
Kontakt bahn 7 sitzt ein Prisma 11 aus Isoliermaterial.
Die Entfernung der Prismen 11 und 13
wird mittels der Schraube 8 geregelt. An der Schiene 13 ist eine Einteilung angebracht,
welche die Verstellung der Schiene 7 bzw. des Prismas ΊΙ entsprechend der Höhe des Luftfahrzeuges
ermöglicht. Der Hebel 9 läuft in
das Gleitstück 10 aus, welches bei der Überschreitung
des Prismas 11 den Kontaktstift 12 auf die Kontaktbahn 7 auffallen läßt und ihn
beim Auflaufen auf die abgeschrägte Elfenbeinflache 13 wieder von der Kontaktbahn abhebt.
Auf einer vom Uhrwerk 3 angetriebenen Welle sitzt die Kurvenscheibe 4, welche mit
einer Rolle. 14 zusammenarbeitet, die mittels eines Steines 15 eine Gewindespindel 16 nach
links verschiebt, wenn das Uhrwerk in Tätigkeit ist. In die Gewindespindel 16 greift ein
um den horizontalen Teil der Fernrohrachse sich drehendes Zahnsegment 17 ein, das den
Kontakt 18 auf den erforderlichen Zielwinkel einstellt. Eine gegebenenfalls notwendige
Verbesserung des Zielwinkels, die sich durch • die Eigenart des abzuwerfenden Geschosses
und durch den Windabtiieb ergibt, wird nach Lösung der Anzugschraube 19 am Stein 15
durch Verstellung der Spindel 16 mittels des Handgriffes 20 und hierdurch erfolgende
Drehung des Zahnsegmentes 17 bewirkt. Die Verbesserung wird an dem Nonius 21 in 1Z10 0
abgelesen.
Zur Auslösung des Uhrwerkes 3 dient die elektromagnetische Vorrichtung 6 (Fig. 5),
welche das Uhrwerk dann auslöst, wenn der Kontaktstift 12 die zwischen den Prismen'11
und 13 abgegrenzte Kentaktbahn betritt. An der das Prisma 13 tragenden Schiene sitzt,
um die Kurvenscheibe 4 nach Gebrauch der Zielvorrichtung selbsttätig weiter zu drehen
bis sie wieder in der Nullage angelangt ist, ein zweiter Kontakt 27, der mit dem Kontaktstift
12 zusammenarbeitet, wenn nach der Beschießung mittels der Kurbel 23 das Prismenobjektiv 2 und mit ihm der Hebel 9 in die
Anfangslage zurückgebracht worden ist. Das ausgelöste Uhrwerk setzt eine hinter der
Kurvenscheibe angebrachte Scheibe 28 in Bewegung, aufweicher der Winkelhebel 30 schleift,
der bei 31 einen weiteren Kontakt herstellt, über welchen die Leitung von dem Kontakt 27
geführt ist. Die Scheibe 28 hat eine Aussparung 29, die mit der Nullstellung der
Kurvenscheibe zusammenfällt. Beim Einfallen des Winkelhebels 39 in diese Aussparung 29
wird der Kontakt 31 unterbrechen und das
Uhrwerk stillgesetzt. .
Endlich sitzt noch auf der Welle des Uhrwerkes eine Meßscheibe 5 (Fig. 4). Die Meßscheibe
5 gestattet die Messung der absoluten Geschwindigkeit auch dann, wenn die Bombenabwurfvorrichtung
nicht benutzt werden sollte. Sie ist mit einer Kurvenschar versehen, deren Schnittpunkt mit der in Frage kommenden
Höhe an einem Ableselinial 32 die Geschwindigkeit in Meter pro Sekunde angibt.
Die Justierung der Zielvorrichtung erfolgt mit Hilfe eines am Prismenobjektiv . angebrachten
Teilkreises 33 mit Nonius 34, welcher die Einstellung aller Winkel auf eine Minute
genau zuläßt. Diese Meßvorrichtung erweist sich recht wertvoll zum Eichen der Höheneinteilung
an der Schiene 13. Fehlte sie, so könnte nur mit Hilfe besonderer Winkelmeßinstrumente
oder durch Abstecken terrestrischer Winkel justiert werden, was sehr zeitraubend
wäre.
Die Vorrichtung ist an einem Kugelgelenk 22 aufgehängt. Durch Einspiegelung
einer beleuchteten Libelle im Fernrohr und einer zweiten Libelle oben seitlich vom Fernrohr
kann jederzeit nachgeprüft werden, ob die Vorrichtung vertikal hängt.
'Soll nun der Abwurf einer Bombe erfolgen,
dann wird zunächst die Höhe des Luftfahrzeuges am Höhenmaßbarometer abgelesen.
Hierauf wird durch die Schraube 8 der zwischen den Prismen 11 und 13 liegende Teil der
Kontaktbahn 7 auf diejenige Strecke eingestellt, für welche bei der festgestellten Höhe das
Uhrwerk zu arbeiten hat. Nun wird durch Vor- oder Rückwärtsdrehen der Kurbel 23 das
Ziel mit dem Fernrohr aufgesucht und dann, indem der Beobachter die Kurbel 23 entsprechend
schnell dreht, weiter verfolgt. Hierbei wird der Hebel 9 urid mit ihm der Kontaktstift 12 über das Prisma 11 hinweggeführt.
Sobald die Berührung des Kontaktes 12 mit der Kontaktschiene 7 erfolgt, wird der
Elektromagnet 6 erregt und durch ihn das Uhrwerk 3 eingeschaltet. Hierdurch wird die
Kurvenscheibe 4 in Umdrehung versetzt (eine Umdrehung in der Minute) und der Kontakt 18
durch Vermittlung der Rolle 14 und des. Zahnsegmentes 17 auf den erforderlichen Zielwinkel
eingestellt, denn die Kurvenscheibe
wird zwar unabhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit mit der konstanten Geschwindigkeit
des Uhrwerks gedreht, die Zeitdauer aber, innerhalb der der Gleitstift 12 über den
abgegrenzten Teil der Eontaktbahn 7 gleitet und innerhalb der also das Uhrwerk in Tätigkeit
ist, wird bestimmt durch die Geschwindigkeit, mit welcher das Fernrohr dem Ziel folgt,
die wieder ihrerseits abhängig ist von der Geschwindigkeit des Luftfahrzeuges. Bei der
weiteren Verfolgung des Zieles und der hiermit verbundenen weiteren. Verdrehung des
Objektivs 2 und des Hebels 9 wird der Kontaktstift 12 durch Auflaufen des Gleit-Stückes
10 auf das ortsfeste Elfenbeinprisma 13 von der Kontaktbahn 7 abgehoben, der elektrische
Strom infolgedessen unterbrochen und das Uhrwerk abgestellt, bis endlich der Hebel 9
an den Kontakt 18 trifft, wobei im Fernrohr ein rotes Licht aufleuchtet. Das gleiche
Zeichen kann einem oder mehreren Bombenabwerfern, die räumlich vom Beobachter getrennt
sind, durch Aufleuchten einer parallel geschalteten Signallampe gegeben werden.
Handelt es sich um Beschießung von Serienzielen, so dreht der Beobachter nach erfolgtem
ersten Abwurf die Kurbel 23 etwas zurück, bis die rote Lampe im Fernrohr erlischt,
sucht das nächste Ziel mit dem Schnittpunkt des Fadenkreuzes in Verbindung zu bringen
und behält dieses Ziel so lange im Fadenkreuz, bis ihm der Kontakt von neuem durch
Aufleuchten der roten Lampe das Zeichen zum zweiten Abwurf gibt. Auf diese Weise kann
eine Anzahl von Serienzielen ohne erneute Geschwindigkeitsmessung beworfen werden.
Ist die Beschießung vorbei, dann wird mittels der Kurbel 23 das Prismenobjektiv 2 zusammen
mit dem Hebel 9 in die Anfangslage zurückgebracht. Beim Eintritt in die Anfangslage
löst der Kontaktstift 12 durch den Kontakt 27 das Uhrwerk von neuem aus, bis beim Einfallen
des Winkelhebels 30 in die Aussparung 29 der Kontakt 31 unterbrochen wird und das
Uhrwerk dadurch zum Stillstand kommt. Alsdann ist auch für die Kurvenscheibe 4 die
Ursprungslage wieder hergestellt.
Claims (7)
- Patent-Ansprüche:i. Zielvorrichtung, bei welcher das dem Ziel folgende Fernrohr das.Triebwerk eines den Zeitpunkt des Bombenabwurfes anzeigenden Kurvenkörpers einschaltet, dadurch gekennzeichnet, daß an der Einschaltvorrichtung der Zeitpunkt, in welchem jenes Triebwerk eingeschaltet wird und somit die Bewegung des Kurvenkörpers beginnt, der Höhenlage des Luftfahrzeuges entsprechend einstellbar ist.
- 2. Zielvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein mit dem Fernrohr fest verbundener Kontakthebel (9) über eine Kontaktbahn (7) gleitet, bei deren Betreten er mittels eines Elektromagneten (.6) das Triebwerk (3) in Tätigkeit setzt und entsprechend der Höhenlage des Luftfahrzeuges durch gegeneinander verschiebbare, aus Isoliermaterial bestehende Prismen (11 und 13) stellbar begrenzt ist.
- 3. Zielvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine unrunde Scheibe (4) durch Vermittlung einer Rolle (14), eines Steines (19) und eines Zahnsegmentes (17) einen Kontakt (18) verschiebt, welcher, wenn er vom Kontakthebel (9) erreicht wird, einen ein optisches Zeichen einschaltenden Stromkreis schließt.
- 4. Zielvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die die Gleitbewegung der Rolle auf das Segment übertragende Zahnstange als Schnecke ausgebildet ist, so daß eine an einem Nonius ablesbare Verstellung des Eingriffes der Schnecke in den Sektor möglich ist.
- 5. Zielvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen zweiten Kontakt (27), der bei Rückdrehung des Prismenobjektives in die Anfangslage vom Kontakthebel (9) geschlossen wird, dadurch das Uhrwerk zur Zurückdrehung der Kurvenscheibe in die Nullage auslöst und dessen Stromkreis bei Erreichung dieser Lage vom Uhrwerk selbsttätig unterbrochen wird.
- 6. Zielvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Uhrwerk außer der Kurvenscheibe (4) eine weitere Scheibe (5) verdreht, welche mit einer Kurvenschar versehen ist, auf der mittels eines eine Höhenteilung besitzenden Ableselineals die jeweilige Geschwindigkeit abgelesen werden kann.
- 7. Zielvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Fernrohr· und Gehäuse eine Meßyorrichtung (33, 34) eingeschaltet ist, welche die yerschiedenen Stellungen der optischen Achse gegenüber der eigentlichen Zielvorrichtung abzulesen gestattet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE317147C true DE317147C (de) |
Family
ID=569814
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT317147D Active DE317147C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE317147C (de) |
-
0
- DE DENDAT317147D patent/DE317147C/de active Active
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