DE347242C - Verstellbare Schablone fuer die Massschneiderei - Google Patents
Verstellbare Schablone fuer die MassschneidereiInfo
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A41H3/01—Patterns for cutting-out; Methods of drafting or marking-out such patterns, e.g. on the cloth using stencils
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Description
- Verstellbare Schablone für die Maßschneiderei. Die bisher bekannten verstellbaren. Schablonen zum Aufzeichnen von Schnittmustern entsprechen in ihrer Ausführungsform nicht den Anforderungen, die zur Anfertigung eines nach Körpermaßen zu entwickelnden Schnittmusters für die Maßanfertigung unerläßlich sind; denn sie bestehen- zum Teil aus solchen, die sich in der Weite und Länge nur proportional zum Grundmodell (für Normalfiguren) vergrößern oder verkleinern lassen, oder solchen, die nur aus zwei in einem Drehpunkt verstellbaren Teilen zusammengesetzt sind und sich nur in der Vorderpartie verlängern oder verkürzen lassen; de Verstellbarkeit in dem Weitenmaßen fehlt den letzteren vollständig. Es fehlen somit den bisher bekannten Schablonen diejenigen Einrichtungen, welche eine unmittelbare und voneinander unabhängige Verstellbarkeit der einzelnen am Körper genommenen Teilungsmaße zueinander, wie Rückenlänge zur Achsellänge und zur Unterweite und Oberweite, ermöglichen.
- Die Erfindung betrifft eine Schablone, an welcher alle am Körper genommenen Maße, «-elche die beständig wechselnde Körperform und Haltung bedingen, unmittelbar und unabhängig voneinander eingestellt werden können, -wie kurze Rückenpartie bei langer Vorderpartie und enger Taille für aufrechte Haltung oder umgekehrt, lange Rückenpartie bei kurzer Vorderpartie für stark geneigte Haltung sowie für Weitenverhältnisse, bei denen das Maß der Unterweite das der Oberweite stark übertrifft. Beispielsweise kann bei einer Oberweite von 92 cm - die Schablonen zeigen nur die halben Weitenmaße an - die Unterweite in den Grenzen von 84. cm und 102 cm unabhängig von ersterer beliebig schwanken.
- Abb. i und 2 zeigen im Profil zwei verschieden gebaute Körper; Abb. 3 und .1 zeigen die Schablone für diese beiden Körper eingestellt; Abb. 5 stellt die Hauptteile der Schablone von der Rückseite gesehen dar.
- Die Profildarstellungen zweier grundverschieden gebauterKörper (Abb. i und 2) lassen das wechselnde Verhältnis der Kontur des Rückens zur Brust sowie der Unterweite zur Oberweite erkennen. Bei Abb. i eines gut gebauten Körpers erscheint die Rückenlinie r als die kürzere, die Achsellinie a" als die längere, die Unterweitenlinie av gegenüber der Oberweitenlinie o als die kleinere und das Armloch hat die normale Lage.
- Bei einem Körper nach _4bb. 2 mit stark geneigter Haltung und starkem Bauchansatz tritt ein Wechsel der Verhältnisse ein, indem die Rückenlinie r bedeutend länger -egenüber der Achsellinie al und die Unterweitenlinie ii gegenüber der Oberweitenlinie o bedeutend größer erscheint, während das - Armloch sich gesenkt hat. Dem wechselnden Verhältnis zwischen Rücken- und Achsellänge wird bei der vorliegenden Schablone durch einfaches Heben oder Senken der Stellplatten an ihrer gemeinsamen Basis, der Oberweitenlinie oder unteren Armloch.grenze, demjenigen zwischen Ober- und Unterweite durch Ausziehen von
Stellplatten auf der Unterweitenlinie Rech- nung getragen, wie nachstehende Beschrei- bung ergibt. Im Abb. 3 ist die für einen Herrenrock- schnitt bestimmte verstellbare Schablone auf ein Normalverhältnis (Abb. i) eingestellt. Sie besteht aus einer Rückenplätte r sowie aus einer mit drei fensterartigen Ausschnitten c, d und e versehenen Grundplatte a, unter welcher verstellbare, mit Teilungen und Führungs- schlitzen versehene Platten cal, a2, ä3 sowie b, b1, b2 (s. auch Abb. 4 und 5) liegen, die durch mit Druckfedern versehene Niete mit der Grundplatte a verbunden, sind. Diese Normal- schablone ist auf diejenigen Maßverhältnisse eingestellt, die sich auf Grund der Berech- nungen nach dem Proportionalgesetz des Gol- denen Schnitts ergeben. Diese Proportional- maße sind auf den Teilungen der Stell- platte a1, a= und b mit einem Pfeil bezeichnet. Die Schablone ist somit auf »Normal« ein- gestellt, wenn die mit dem Pfeil bezeichneten Zahlen der auf den Stellplatten aufgedrucktem Teilungen mit den gleichartig bezeichneten Berührungspunkten an den Ausschnitten c, d und e der Grundplatte a zusammentreffen. Das Normalmodell dient nun. zugleich als Grundlage für die Entwicklung aller hiervon abweichenden Körperformen, wie beispiels- weise die Abb.4 zeigt. In dieser ist die Schablone für eine Person mit stark geneigter Körperhaltung (Abb.2) eingestellt, bei der der Rückenteil r länger, der vordere Achsel- teil a1 dagegen kürzer als bei gerader Haltung erscheint; außerdem ist die Schablone noch auf ein abweichendes Verhältnis auf der Unterweitenlinie zc-zt eingestellt, indem dieses Maß das normale Verhältnis der Unterzweite um 14 cm: überschreitet, wodurch ein starker Bauchvortritt entsteht. In Abb. 4 haben sich für die stark geneigte Körperhaltung folgende Maße verändert: i. Das Maß der Rückenlänge, das in Abb. 3 die Zahl 221', im Ausschnitt d zeigt, hat sich bis bei Abb.4 auf die Zahl 2q.12 verändert oder das Maß der Rückenlänge hat sich um 2 cm, verlängert. Diese Veränderung wird an der Senkung der Stellplatte b um 2 cm unter die Brustweitenlinie o-o wahrgenoinmern. Die Verstellbarkeit der Rückenlänge vollzieht sich in den beiden Führungen it und p (Abb. 5). 2. Das Maß der Achsellänge, das auf Abb. 3 die Zahl 31 irn Ausschnitt c zeigt, hat sich bei Abb. 4 auf die Zahl z7 verändert oder das Maß der Achsellänge hat sich gegenüber dem Normalverhältnis der Abb. 3 um 4 ein ver- kürzt; diese Veränderung wird an der Zahl 31, die- als Normal'achsellänge durch einen Pfeil bezeichnet ist, wahrgenommen, indem sich diese um 4 cm unter die Brustweitenlinie o-o gesenkt hat. Die Verstellbarkeit der Achsel- länge vollzieht sich in den zwei gleichlaufen- den Führuaz@gen -ist (Abb. 5). 3. Für den., starken Bauchansatz hat sich das Maß der Unterweite, das auf Abb. 3 die Zahl 42 in dem Ausschnitt e zeigt, bei Abb. 4 auf die Zahl 49 verändert oder das Maß der halben Unterweite hat sich auf der Linie ii-u um 7 cm erweitert. Abb. 5, in der die Grunidplatten a und r ab- genommen sind, zeigt, wie sich die Einstel- lung dieses Mehrbetrages von 7 cm ergibt, indem die beiden sichtbar gewordenen Stell- platten a2 und b1, die durch die Führungen, g und g1 verbunden sind, seitlich in der Pfeil- richtung auseinandergezogen werden, bis in dem Ausschnitt e der Abb. 4 die Zahl 49 er- scheint. Das Ausziehen dieser beiden Steh- platten nach: links und rechts. geschieht gleich- zeitig und verteilt selbsttätig den Mehrbetrag von 7 cm. zu 2/s nach links und unten für den Bauchansatz und zu 1/3 nach rechts für die Hüftenerweiterung. Diese Veränderung des Bauch- und Hüftentelles hat sich ergeben, in- dem die Stellplätte a2 sich in der Führung f, die in einem Winkel von 45° zur Unter- weitenlinie Wat angelegt ist, bewegen muß. Die Teilstellplatte ag ist mit dem Vorder- schenkel der Stellplatte a2 durch die Kurven- führung L verbunden und vermittelt durch ihre kurvenförmige Kante selbsttätig den Über- gang von der normalen Unterweite, die durch die Kantenlinie h der Abb. 4 gekennzeichnet ist, in den starken Bauchansatz. Mit denn Ausziehen der Platte ä- wurde auch gleich- zeitig die Stellplatte b1 ausgezogen, und zwar um 1/" des Mehrbetrages von 7 cm. Da die Stellplatten a2, b1 und b= durch die Füh- rungen g, g1 und i, i'- verbunden sind und den Drehpunkt z, der die Platten b2 und b ver- bindet, gemeinsam heben, so muß sich durch diese Anlage der Mehrbetrag von selbst zu 2@3 nach der einen Seite und unten sowie zu l@s nach der anderen Seite verteilen. Diese Ver- teilung des Mehrbetrages der Unterweite er- gibt sich beim Einstellen jedes Unterweiten- m'aßes, das größer ist als normal, stets in dem- selben Verhältnis und entspricht der zweck- mäßigen Verteilung am, lebenden Körper. Die Stel!lplatte b2 liegt unter der Platte b und die Platte b1 unter der Platte b2, weshalb letztere beiden zum Teil durch punktierte Umrisse gekennzeichnet sind, ebenso die Füh- rungen i, il und ein Teil der Stellplatte cag.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUcH: Verstellbare Schablone für die Maßschneiderei, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer mit einem Rückenteil (r) versehenen Grundplatte (a) besteht, auf der Stellplatte@n (a', a=, a3; b, bl, b=) derart mittels Schlitzführungen gelagert und miteinander verbunden sind, daß die Längen-und Weitenmaße (Achsellänge, Rücken-
länge, Oberweite, Unterweite) unab- hängig voneinander eingestellt werden können und außerdem die Zunahme der Unterweite sich zu 2/3 auf den Bauch, zu l/;, auf die Hüften verteilt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE347242T | 1919-05-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE347242C true DE347242C (de) | 1922-01-17 |
Family
ID=6256010
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919347242D Expired DE347242C (de) | 1919-05-11 | 1919-05-11 | Verstellbare Schablone fuer die Massschneiderei |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE347242C (de) |
-
1919
- 1919-05-11 DE DE1919347242D patent/DE347242C/de not_active Expired
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