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Steineinbau an Tafelherden. Zum Ausmauern der Feuerung von Tafelherden
verwendet man Schamottesteine, die derart zusammengestellt werden, daß sie eine
im Grundriß rechteckige Grube für das Brennmittel bilden. Da diese Grube der Größe
des Herdes und seiner Ausbildung entsprechend gewählt werden muß und da sehr viele
Herdgrößen in Frage kommen, ist es erforderlich, die Steine in sehr vielen Größen
und von sehr verschiedenartiger Gestaltung auf Vorrat zu halten.
Dies
stellt sich teuer und zwingt zur Anhäufung großer Lagerbestände.
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Im. allgemeinen gehören immer vier Steine zu einem solchen Einbau.
Davon besitzen mindestens drei Steine, die auf Gehrung im rechten Winkel zueinander
zusammengestellt werden, winklig verlaufende Enden. An diesen Enden dürfen die Steine
nicht durch Abschlagen eines Stückes gekürzt werden oder durch entsprechend starkes
Ausschmieren der Fuge verlängert werden, weil sie sonst nicht auf Gehrung zusammengebaut
werden könnten.
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Abgesehen hiervon kann das Kürzen der Steine durch Abschlagen eines
Stückes derselben oder das Verlängern der Steine durch entsprechend starkes Ausschmieren
der Fuge überhaupt nicht als ein gangbarer Weg angesehen werden, um zu einer geringeren
Zahl der einzelnen Steinformen zu kommen, weil dann das Zusammenstellen der Steine
in Gehrung ausgeschlossen und ein hinreichend guter Verband der Steine überhaupt
nicht möglich ist.
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Die Erfindung bezweckt, die Steine derart auszubilden, daß mit einer
kleinen Zabl von Steinformen allen praktisch in Frage kommenden Anforderungen genügt
werden kann. Zu dem Zweck wird den Längssteinen eine neuartige Form gegeben und
in Verbindung mit ihnen ein Hinterstein, der T-Form. besitzt, verwendet. Steine
der letzteren Art sind für die Herstellung von Wänden u. dgl. bereits vorgeschlagen
worden. Diese drei Steine ermöglichen bei Anwendung eines Vordersteines geeigneter
Ausbildung, der für alle Herdgrößen verwendbar ist, unter allen Umständen einen
j Steineinbau zu schaffen, welcher in seiner räumlichen Ausdehnung der Größe des
Herdes entspricht.
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In. Abb. i ist ein Steineinbau gemäß der Erfindung in Oberansicht
dargestellt. , Abb. 2 zeigt einen Längsstein, Abb. 3 den zugehörigen Hinterstein
und Abb. q. einen Vorderstein in schaubildlicher Darstellung.
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Die Abb.5 bis 8 zeigen die verschiedenen Möglichkeiten für die Zusammenstellung
der Steine.
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Der Vorderstein i besitzt eine Abrundung 2 und wird beim Zusammenstellen
der Steine derart angeordnet, daß diese Abrundung von der Grube 3, die das Brennmittel
aufnimmt, abgewendet liegt. Seitlich ist der Vorderstein i mit zwei Nasen q. versehen.
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Die beiden Seitensteine 5 sind ganz gleich und besitzen an dem Ende,
welches nach der Herstellung des Einbaues am Vorderstein liegt, einen in der Mitte
liegenden Ansatz 6, der von zwei gleichen Aussparungen 7 begrenzt ist. An seinem
anderen Ende ist der Stein mit einer senkrechten Aussparung 8 versehen, die im Querschnitt
rechtwinklig gestaltet ist. Man kann diese Steine 5 durch Drehen um 18o° um ihre
Längsachse für die Anordnung links oder rechts vom Vorderstein verwenden.
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Der Hinterstein 9 ist mit zwei senkrechten parallelen Aussparungen
io von rechteckigem Querschnitt versehen.
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Soll mit Hilfe dieser vier Steine in einem Tafelherde eine Grube hergestellt
werden, die sowohl hinsichtlich ihrer Länge wie Breite sehr groß ist, dann wählt
man die in Abb. i dargestellte Zusammenstellung der Steine. Soll dagegen die Grube
bei gleicher Breite eine geringere Länge besitzen, dann erfolgt der Zusammenbau,
der Steine gemäß der Abb. 5. Eine geringere Breite der Grube wird erzielt, wenn
die Zusammenstellung der Steine gemäß der Abb. 6 geschieht. Dagegen kann die Grube
verlängert werden, indem man die Seitensteine (Abb. 5) um 18o' um ihre Längsachse
dreht und den Hinterstein 9 um die Tiefe der Aussparungen io herausrückt gemäß Abb.
7.
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Abb. 8 zeigt eine Ausbildung dieses Steines, die durch Abschlagen
des einen Ansatzes ii gewonnen wird. Hierdurch entsteht ein weiteres (mittleres)
Breitenmaß. Daß trotzdem ein brauchbarer Verband hergestellt werden kann, ergibt
Abb. B.
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Alle Steine besitzen die gleiche Höhe und sind aus Schamotte oder
einem anderen feuerfesten Stoff hergestellt. Die Vordersteine können auch ohne Nasen
q. angefertigt werden. In dem Fasle empfiehlt es sich, den Seitensteinen, die ass
dann nicht den Ansatz 6 zu besitzen brauchen, an dem vorderen Ende mit einer der
Aussparung 8 entsprechenden Ausspaxung zu versehen, so daß ein Verband zwischen
diesen Steinen hergestellt werden kann.