DE346206C - Addiermaschine - Google Patents

Addiermaschine

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DE346206C
DE346206C DE1920346206D DE346206DD DE346206C DE 346206 C DE346206 C DE 346206C DE 1920346206 D DE1920346206 D DE 1920346206D DE 346206D D DE346206D D DE 346206DD DE 346206 C DE346206 C DE 346206C
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Description

  • Addiermaschine. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf solche Addiermaschinen, bei denen eine durch Federwirkung in Umdrehung versetzte Zahlenscheibe mit Arretierungen versehen- ist, die mit den Zahlentasten der Maschine derart in Verbindung stehen, daß beim Niederdrücken der betreffenden Zahlentasten die Arretierung der zugehörigen Zahl der drehbaren Scheibe in eine solche Stellung gebracht wird, daß die Scheibe, nachdem sie einen der Zahl der gedrückten Taste entsprechenden Winkel durchlaufen hat, durch die Arretierung zum Stillstand gebracht wird. Das kein-. zeichnende Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Arretierungen in am Umfang der Scheibe angeordneten radialen Führungen verschiebbar angeordnet sind, und daß um die Scheibe ein Kranz mit Hebeln zur Bewegung der Arretierungen fest angeordnet ist. Durch diese neue Anordnung der verschiebbaren Arretierungen und ihrer Bewegungshebel läßt sich bei verhältnismäßig kleinem Durchmesser der drehbaren Zahlenscheibe eine so große Anzahl Arretierungen an derselben Scheibe anbringen, daß eine Zahlenscheibe Abis zu ioo Zahlen verwendet werden kann, ohne d'aß dadurch die Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine merklich verringert wird. Die Möglichkeit, eine Zahlenscheibe mit den Zahlen von i bis ioo zu verwenden, vereinfacht aber die Konstruktion der Maschine erheblich.
  • Ein weiteres kennzeichnendes Merkmal der Erfindung ist in der Ausbildung der Vorrichtung zum Zurückbewegen der von den Arretierungshebeln vorgeschobenen Arretierungen zu sehen. Diese Vorrichtung besteht in einer auf der Innenseite des Ringkranzes :der Zahlenscheibe angeordneten Stiftenscheibe, die beim Niederdrücken einer jeden Zahlentaste um einen Stift vorwärts geschaltet wird und dadurch einen Hebel gegen die vorgeschobene Arretierung so bewegt, daß diese wieder zurückgedrückt wird. Um dies in einfacher Weise zu erreichen, ist für die Zahlentasten ein Rahmen vorgesehen, gegen den sich alle Tasten anlegen und der durch eine geeignete Hebelkonstruktion mit der Stiftenscheibe in Verbindung gebracht ist. Jede Taste, die gedrückt wird; bewegt zunächst den beweglichen Rahmen nieder, der dann seinerseits die Drehung der Stiftenscheibe und damit das Zurückschieben der vorgeschobenen Arretierung verursacht.
  • Die Zeichnung zeigt die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel, und zwar veranschaulicht Abb. i die neue Addiermaschine in einem Vertikalschnitt; Abb. 2 ist eine Draufsicht auf Abb. i ; Abb.3 veranschaulicht schematisch die Wirkung der Arretierungen der Zahlenscheibe und zeigt eine besondere Vorrichtung, durch welche jede volle Umdrehung der Zahlenscheibe auf eine besondere Anzeigevorrichtung übertragen wird. Die Abb. 4 und 5 zeigen in größerem Maßstabe eine der Arretierungen in ihren beiden verschiedenen Stellungen.
  • Auf einer Welle i ist eine Scheibe 2 fest angeordnet, welche .an ihrem Umfange mit Führungen 3 versehen ist, in denen Arretierbolzen 4 verschiebbar sind. Die Maschine ist für ioo Tastenhebel eingerichtet, und demnach weist die Scheibe 2 ioo Arretierungen 4. auf. Rings . um die Scheibe 2 ist ein Kranz mit den Hebeln 5 angeordnet, und zwar steht jeder Arretierung 4 ein solcher Hebel 5 gegenüber. Jeder Hebel 5 -ist um einen Bolzen 6 drehbar und steht unter dem Einfluß einer Feder 7, die bestrebt ist, ihn von der vor ihr liegenden Arretierung ¢ zurückzuziehen. Jeder Hebels steht durch einen Bowdenzug 8, 9 mit seiner Taste io in Verbindung. Die Tasten io sind um Bolzen ii schwingbar angeordnet, die an dem Rabmentei112 befestigt sind. Drückt man eine dun Tasten nieder, so wird durch den Draht der zugehörigen Bowdenspirale der zu der Taste gehörige Hebel s unter Überwindung seiner Feder 7 gegen die vor ihre liegende Arretierung angedrückt und verschiebt die Arretierung in ihrer Führung derart, daß sie innen vor ihrer Führung 3 vorsteht.
  • .Für die Arretierungen .4 ist unter der Scheibe 2 ein feststehender Anschlag 13 vorgesehen. der eine Weiterdrehung der Scheibe2 verhindert, sobald eine der Arretierungen nach innen vorgeschoben ist und an den Anschlag 13 antrifft.
  • Zum Wied'erauslösen jeder der vorgeschobenen Arretierungen ist innerhalb der Maschine ein Segment 28 vorgesehen, das mit einem Hebelarm 27 fest verbunden ist und mit Stiften 29 derart versehen ist, daß jede Taste io sich gegen einen solchen Stift 29 des Segmentes 28 anlegt. Eine Feder 3o hält den Hebel 27 und somit das Segment 28 mit den Stiften 29 in der in Abb. i gezeichneten Stellung. An dem Arm 27 greift bei 26 ein um einen Bolzen 25 schwingbarer Hebel 24 an, an dessen Ende 23 eine Zugstange 22 gelenkig angeordnet ist, die eine bei 21 beweglich angeordnete Klinke 2o aufweist.
  • Eine Scheibe 14 ist mit Stiftenj5 versehen, durch welche die Scheibe 14 von der Klinke ,2o aus in Umdrehung versetzt werden kann.
  • Im Bereich der Stifte 15 liegt unmittelbar neben dem Anschlag 13 für die Arretierungen 4 ein Hebel 16, der um einen Bolzen 17 schwingbar ist und unter dem Einfluß einer Feder 18 steht, die ihn nach der Mitte der Scheibe 14 zu ziehen bestrebt ist. Das freie Ende i9 des Hebels 16 weist eine schräge Anlauffläche auf, mittels welcher es sich gegen die Stifte 15 anlegt.
  • Sobald eine der Tasten io niedergedrückt wird, schwingen auch das Segment 28 und der Hebel 27 unter Überwindung der Feder 3o nieder. Dabei bewegt sich. der Hebe124 mit der Zugstange 22 nach oben, die Klinke 20 verläßt den Bolzen 15a der Scheibe 14 und klinkt hinter den Balzen 15b ein. Wird die betreffende Taste wieder losgelassen, so tritt die Feder 30 'in Wirkung, die den Hebel 27 wieder nach oben drückt. Dabei wird durch den Hebel 24 die Zugstange 22 mit der Klinke 2o nach unten gezogen, und durch die Klinke 2o nunmehr die Scheibe 14 um die Entfernung zweier Bolzen 15 weitergedreht. Hierbei stößt der Balzen i Sc gegen die schräge Anlauffläche des oberen Endes i9 des Hebels 16, drückt dadurch den Hebel 16 nach links, der hierbei die nach innen vorstehende Arretierung 4 zurückschiebt, so daß sich die Scheibe 2 weiterdrehen kann.
  • An der Scheibe :2 ist an .geeigneter Stelle eine Nase 52 (Abb. 3) angebracht, die bei jeder Umdrehung der Scheibe 2 einmal mit einem Hebel 53 in Berührung kommt. Dieser Hebel 53 steht mit einem Anker 54 in Verbindung, der mit einem Steigrad 55 zusammenarbeitet. Dieses Steigrad 55 ist in einem Gehäuse 58 angebracht, das mit einem Ausschnitt 57 versehen ist. Unmittelbar auf dem Steigrad 55, oder aber auf einer von dem Steigrad -durch Übersetzung angetriebenen besonderen Scheibe, sind Zahlen angebracht, die nacheinander in dem Ausschnitt 57 des Gehäuses 58 erscheinen und die Anzahl der Umdrehungen der Scheibe 2 angeben. Ist die Scheibe .2 für .die Zahlen von o bis 99 eingerichtet, so gibt die in dem Gehäuse 58 erscheinende Zahl die Hunderter und evtl. Tausender der Addition an.
  • Die Feststellung der Arretierungen 4. in der vorgeschobenen und zurückgezogenen Stellung erfolgt in einfachster Weise durch in dem Arretierbolzen ¢ angebrachte Rasten 61, 62 (Abb. 4 und 5) durch eine in :der Führung 4 angeordnete Feder 59, die mit einer Nase 6o versehen ist. In der Arretierstellung nach Abb. 4 legt sich die Nase 6o in die Rast 62 der Arretierung 4. Wird die Arretierung 4, wie oben beschrieben, zurückgezogen, so wird die Nase 6o unter Überwindung der Feder 59 zurückgedrückt und federt in der Stellung nach Abb. 5 in die Rast 61 ein.
  • Die Wirkung der Vorrichtung ist folgende: In der schematischen Darstellung nach Abb. 3 befindet sich die Scheibe :2 in Nullstellung. Die Arretierung 4a der Nulltaste stößt also jetzt an den Anschlag 13 an und verhindert die Scheibe :2 an ihrer Weiterdrehung. Wird jetzt beispielsweise die Taste gedrückt, welche der Zahl 5 entspricht, so wird durch den Bowdenzug der Fünfertaste der Hebel 5b (Abb.3) gegen die Arretierung 4b gedrückt und verschiebt die Arretier rung 4b derart, -daß sie innen an der Führung 3 der Scheibe 2 vorsteht. Beim Niederdrücken der Fünfertaste stieß der Tastenhebel 1o an den unter ihr liegenden Stift 29 des Segmentes 28 und drückte dabei den Ilebe127 nieder. Dadurch wurde. durch den Hebel 24 die Zugstange 22 mit der Klinke 2o nach oben bewegt, so daß sich die Klinke 2o hinter den Bolzen i5b legte. Läßt man jetzt die Fünfertaste los, so kehrt zunächst der Hebel 5b in seine Anfangsstellung zurück, während die Arretierung 4b durch die in Abb. 4 und 5 dargestellte Sperrvorrichtung in der nach innen vorgeschobenen Lage gehalten wird. Gleichzeitig tritt die Feder 30 in Wirkung und bewegt die Hebel 27 und 24 in ihre Anfangsstellung zurück. Die Klinke 2o, die sich hinter den Bolzen 15b der Scheibe 14 gelegt hatte, dreht die Scheibe in Richtung des Uhrzeigers und dabei bewegt sich der Bolzen i5c der Scheibe 14 an der schrägen Anlauffläche i9 des Hebels 16 entlang und drückt den Hebel 16 nach links. Dabei drückt dieser Hebel 16, der unmittelbar neben dem Anschlag 13 gelagert ist, die Nullarretierung 4a in ihre Anfangsstellung zurück. Die -Nullarretierung gibt dadurch die Scheibe 2 frei. Durch die auf dieWelle i wirkende Feder wird nunmehr die Scheibe 2 in Richtung des Pfeiles 51 (Abb. 3) gedreht, bis die Arretierung 4b an den Anschlag 13 anschlägt. Jetzt erscheint unter der Aussparung 36 (Abb. i) des Gehäuses die Zahl 5, denn die einzelnen Arretierungen 4 sind auf der Scheibe 2 der Reihe nach numeriert und bewegen sich bei der Drehung der Scheibe unter der Aussparung 36 des Gehäuses entlang.
  • Soll zu der Zahl 5 die Zahl 2o zuaddiert werden, so drückt man die Zwanzigertaste der Maschine. Dadurch wird der zwanzigste Hebel 5 durch seinen Bowdenzug gegen die Scheibe :2 bewegt und drückt die vor ihm liegende Arretierung - es ist dies jetzt die fünfundzwanzigste von der Nullstellung aus - nach innen. Wird die Zwanzigertaste losgelassen, so wird durch den vorher beschriebenen Mechanismus die Arretierung 4b, die jetzt an dem Anschlag 13 anlag, zurückgeschoben, so daß sich die Scheibe 2 weiterdrehen kann, bis die neu vorgeschobene Arretierung an den Anschlag 13 anschlägt. Es erscheint jetzt die Zahl 25 unter der Aussparung 36 .des Gehäuses.
  • In gleicher Weise .geht die Addition weiter vor sich, :bis de Scheibe 2 eine Umdrehung beendet hat.
  • Ist die erste Umdrehung der Scheibe beendet, so stößt die Nase 52 (Abb. 3) an den Hebel 53 und schaltet durch den Anker 54 das Steigrad 55 um einen Zahn weiter. Es gibt dann' die Zahl, die in der Aussparung 57 des Gehäuses 58 erscheint, die Hunderter an, während in der Aussparung 36 (Abb. i) des Gehäuses die Zehner und Einer erscheinen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Addiermaschine, bei welcher eine durch Federwirkung in Umdrehung versetzte Zahlenscheibe mit Arretierungen versehen ist, die mit den "Zahlentasten derart in Verbindung stehen, daß beim Niederdrücken der ibetreffenden Zahlentaste die Arretierung der zugehörigen Zahl in eine solche Stellung gebracht wird, daß die Scheibe, nachdem sie einen der Zahl der gedrückten Taste entsprechenden Winkel durchlaufen hat, durch die Arretierung zum Stillstand gebracht wind, dadurch gekennzeichnet, diaß die Arretierungen (4) in am Umfang der Zahlenscheibe (3) angeordneten radialen Führungen verschiebbar sind, und daß um die Scheibe (3) ein Kranz mit Hebeln (5) zur Bewegung dieser Arretierungen fest angeordnet ist.
  2. 2. Addiermaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf der einen Seite des Ringkranzes (3) der Zahlenscheibe eine Stiftenscheibe (14) angebracht ist, die beim Niederdrücken einer jeden Zahlentaste (io) um einen Stift vorwärts geschaltet wird und dadurch einen Hebel (16) gegen die vorgeschobene Arretierung (4) so bewegt, daß diese wieder zurückgedrückt wird.
DE1920346206D 1920-09-29 1920-09-29 Addiermaschine Expired DE346206C (de)

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DE346206T 1920-09-29

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