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Vorrichtung für Jacquardmaschinen zum Sparen regelmäßig wiederkehrender
Zusterkarten in Jacquardmustern. Jacquardgewebe, in denen regelmäßig nach zwei,
drei oder mehr Figurschüssen eine Grund-, Flor- oder Bindekette ausgehoben wird,
erfordern eine Musterkarte, in der die Grundkarte für die Flor- oder Bindekette
so oft enthalten ist. als die Bindekette innerhalb eines Rapportes gehoben «-erden
muß. Hat ein Rapport beispielsweise a ooo Kartenblätter, und es folgt hinter jedem
zweiten Figurschuß ein Bindesehuß, so würde die Karte für den Bindeschuß 666mal
in dem Musterrapport enthalten sein.
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Diese Musterkarten für die Bindekette zu sparen und die betreffenden
Platinen anstatt durch die Musterkarte durch eine Vorrichtung von den Hubmessern
abzudrücken, ist der Zweck vorliegender Erfindung.
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Derselbe Zweck, nämlich Grundkarten zu sparen, kann in bekannter Weise
auch dadurch erreicht werden, daß die Hubmesser abgewendet oder die Platinen reihenweise
abgedrückt werden, wenn es sich um Grundbindungen handelt, die reihenweise mit der
Maschine aufgehen.
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Die vorliegende Erfindung gestattet aber das regelmäßig wiederkehrende
Abdrücken beliebig ausgewählter Platinen, indem ein Hilfsnadelrahmen mit je einer
Längsreihe von Nadeln auf die Platinen einwirkt, die mit so viel Nasen versehen
sind, als Platinen abgedrückt werden sollen.
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Auf beiliegender Zeichnung ist in Abb.6 eine Musterkarte A dargestellt,
mit der die Platinen p1 und pl, p4 und p", p7 und p8, usw. abgedrückt werden, so
daß nur die Platinen ps, po, p" usw., die die Bindekette haben von den Hubmessern
17 gehoben werden. Dieser Vorgang ist in Abb. i in einem Querschnitt durch das Nadelsystem
dargestellt; Abb. zeigt denselben Querschnitt, aber mit abgerücktem Zylinder i8,
wobei dieselben Platinen durch den Gegenstand der Erfindung, den Nadelrahmen i9,
in dem die Nadeln 2o liegen, abgedrückt worden sind.
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_Xbb. 3 zeigt denselben Querschnitt, aber im x-er-rößerten Maßstab,
zur besseren Veranschaulichunl- des Nadelrahmens, Abb. 4. eine D:-atifsicht und
Abb. j eine Vorderansicht in schematischer Darstellung.
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1:s sei vorausgeschickt, daß durch bekannte 1l:eclianismen der die
Figurkarten tragende Zylinder 18 be-spielsweis--- zwei Schuß hintereinander anschlägt,
um die Figurplatinen abzudrücken, der dritte Schul, aber zurückbleibt, und dafür
der Nadelrahmen ig durch die Zugstangen 2i abgezogen wird.
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Die Musterkarte A (Abb. 6) zeigt der Reihe nach diejenigen
Platinen an, die an Stelle dieser Karten von dem Nadelrahmen abgedrückt werden sollen.
Es sind dies, wie oben angedeutet, die Platinen p@, p=, p°, pG, p7, pa,plo, p11,
p13, fi14 usw. Demgemäß besitzen die im Rahmen i9 gelagerten Hilfsnadeln 2o1 die
entsrechenden Nasen, also Nadel 2o1 Nase a., h, d,' e, g, h, Nadel 2o= Nase
k, d, ia, o, q usw., während bei Nadel 2o1 für Platinen po und PI, bei Nadel
2o' für Platinen plo, p13, p16 USW.
die Nasen fehlen, so- daß diese Platinen
nicht mit abgedrückt, sondern gehoben werden, und somit der Nadelrahmen dieselben;
Platinen abdrückt, die abgedrückt werden würden, wenn die Musterkarte zur Vorlage
käme.