DE155120C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE155120C DE155120C DENDAT155120D DE155120DA DE155120C DE 155120 C DE155120 C DE 155120C DE NDAT155120 D DENDAT155120 D DE NDAT155120D DE 155120D A DE155120D A DE 155120DA DE 155120 C DE155120 C DE 155120C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- rows
- sinkers
- rods
- boards
- knives
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000004744 fabric Substances 0.000 claims description 3
- 210000003813 thumb Anatomy 0.000 claims description 3
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
- D03C3/00—Jacquards
- D03C3/02—Single-lift jacquards
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Looms (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Herstellung von Geweben mit Unterschuß ist die Benutzung von Jacquardmaschinen
bekannt, deren Platinen durch vorgelegte Stäbe abteilungsweise von den Messern abgezogen werden, wodurch mit ein
und derselben Karte zunächst die für die Figurenbildung bestimmten Platinen und dann
die das Grundfach bildenden Platinen gehoben werden können. Hierbei sind die Abteilungen,
ίο \velche aus den besagten Stäben und diese
aufnehmenden Rahmen bestehen, nebeneinander angeordnet, und da in den senkrecht
zum Kartenprisma stehenden Platinenreihen gemäß webtechnischer Notwendigkeit die einzelnen
Platinen abwechselnd mit einem Kettenfaden gerader und ungerader Nummer verbunden
sind, so werden beim Zurückschieben der Stäberahmen sowohl die Platinen von gerader als auch diejenigen von ungerader
Kettfadennummer von den Messern abgebracht. Je nach der Anzahl der Abteilungen, zu
deren Bewegung eine besondere schaftmaschinenartige Einrichtung nötig ist, lassen
sich nur in gewissem Grade verschiedenartige Musterungen hervorbringen.
Bei den bekannten Jacquardmaschinen mit zwei nebeneinander liegenden Platinensätzen
würde die Anordnung der Stäbe derart, daß der eine Satz die Kettenfäden gerader, der
andere diejenigen ungerader Nummer beherrscht, nicht nur eine für den Weber sehr
umständliche Verschnürung bedingen, sondern es müßte auch das Schlagen der Karten in
einer ungewöhnlichen, verwickelten, dem Kartenschläger wie dem Weber gänzlich ungeläufigen
Weise vorgenommen werden. Diese Übelstände werden durch die vorliegende Jacquardmaschine beseitigt, indem die vor
den Platinen angebrachten Stäbe in zwei übereinander liegenden Sätzen vereinigt sind,
in welchen die Stäbe des einen Satzes die erste, dritte, fünfte . . . Platinenreihe, die
Stäbe des zweiten Satzes die zweite, vierte, sechste . . . Platinenreihe bewegen, so daß
durch Verschiebung des einen Stabsatzes nur Platinen, die mit Kettenfäden gerader Nummer
in Verbindung stehen, bewegt werden, während der andere Stabsatz ausschließlich die mit den
ungeraden Kettenfäden verbundenen Platinen von den Messern abbewegt. Durch diese
Einrichtung, ist es ermöglicht, mit nur zwei Stabsätzen bezw. Abteilungen und ohne eine,
besondere Schaftmaschine für die Bewegung der Sätze nötig zu haben, eine für die Herstellung
damastartiger Gewebe (Halbdamast) erforderliche Mannigfaltigkeit in der Fachbildung,
bei Benutzung ein und derselben Karte zur Eintragung von zwei aufeinander folgenden Schüssen, hervorzubringen.
In der Zeichnung ist die neue Einrichtung der Jacquardmaschine schematisch . veranschaulicht.
Fig. I zeigt eine Seitenansicht und Fig. 2 einen Grundriß.
Mit ι bis 8 sind die senkrecht zur Bildebene
stehenden Reihen von Jacquardnadeln, mit 9 bis 16 die entsprechenden Reihen der
Platinen bezeichnet. Vor den Reihen der letzteren sind die Stäbe 17 bis 24 derart
angeordnet, daß die in einem Rahmen 25 befestigten Stäbe 17, 19, 21 usw. vor der
ersten, dritten, fünften . . . Platinenreihe und
die in einem Rahmen 26 befestigten Stäbe 18, 20, 22 usw. vor der zweiten, vierten,
sechsten . . . Platinenreihe liegen. Der Stabsatz des Rahmens 25 beeinflußt demnach nur
die mit Kettenfäden ungerader Nummer, der Rahmen 26 nur die mit den Kettenfäden gerader
Nummer verbundenen Platinen.
Das Anheben der Platinen an den oberen Haken erfolgt in bekannter Weise mittels der
Messer 27. Werden nun durch das (nicht gezeichnete) Musterprisma einzelne, beispielsweise
in den Nadelreihen 3, 4, 5, 6 liegende Nadeln verschoben, und durch diese die in den
zugehörigen Platinenreihen 11,12,13, iz|.liegenden
Platinen außer Bereich der Messer 27 gebracht, so daß letztere zum Zwecke des Schußeintrages gehoben, so machen die nicht
verschobenen Platinen der sämtliehen Platinenreihen Fach. Wird nach dem Eintragen des
Schusses und dem vollendeten Senken der Messer dann das Musterprisma in seiner vorgeschobenen Stellung belassen und durch
eine beliebige (nicht gezeichnete) Einrichtung beispielsweise der Rahmen 26 nach rechts
verschoben, so werden die Stäbe 18, 20, 22 usw. ebenfalls nach rechts verschoben und
dadurch die sämtliehen in den Reihen 10, 12, 14 usw. liegenden, noch nicht verschobenen
Platinen außer Bereich der zugehörigen Messer gebracht. Bei einem nächstfolgenden
zweiten Heben der Messer zum Zwecke des zweiten Schusses können demnach lediglich
die in den Platinenreihen 9, II, 13 usw. befindlichen
und im Bereiche der zugehörigen Messer liegenden Platinen, welche zusammen nur einen Teil der zum Zwecke des ersten
Schusses gehobenen Anzahl Platinen ausmachen, die Fachbildung, hervorbringen.
Während des zweiten Hebens der Messer wird das Musterprisma wieder zurückgeschoben
und um eine Karte gedreht, worauf ein neues Spiel bereit ist, bei welchem sodann
nach dem ersten Schuß der Rahmen 25 verschoben werden kann, wobei dann die in den
Reihen 9, 11, 13 usw. liegenden Platinen
außer Bereich der zugehörigen Messer gebracht werden.
An Stelle der durch Rahmen verschiebbaren Stäbe können auch drehbare, mit Daumen
oder Klappen besetzte Achsen Verwendung finden, wobei je die erste, dritte, fünfte usw.,
sowie die zweite, vierte, sechste usw. Achse zwecks gemeinsamer Teildrehung unter sich
verbunden sind und wobei dann durch Drehen der einen Hälfte der Daumen die vor denselben
liegenden Platinen abgelenkt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Jacquardmaschine mit reihenweise von den Messern abdrückbaren Platinen, dadurch gekennzeichnet, daß die das Abdrücken bewirkenden Mittel (Stäbe, Daumen) in zwei Sätzen übereinander angeordnet sind, in welchen die besagten Mittel des einen Satzes die erste, dritte, fünfte . . ., diejenigen des zweiten Satzes die' zweite, vierte, sechste . . . Platinenreihe bewegen, wodurch bei Benutzung ein und derselben Karte zur Eintragung zweier aufeinander folgender Schüsse eine für die Herstellung damastartiger Gewebe erforderliche Mannigfaltigkeit in der Fachbildung erreicht wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE155120C true DE155120C (de) |
Family
ID=421609
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT155120D Active DE155120C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE155120C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1278961B (de) * | 1962-01-25 | 1968-09-26 | Librex Anstalt Soc | Jacquardmaschine zur Herstellung von Florgeweben |
-
0
- DE DENDAT155120D patent/DE155120C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1278961B (de) * | 1962-01-25 | 1968-09-26 | Librex Anstalt Soc | Jacquardmaschine zur Herstellung von Florgeweben |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3813504A1 (de) | Verfahren zum herstellen von intarsien-gestrickstuecken und flachstrickmaschine zur durchfuehrung des verfahrens | |
| DE155120C (de) | ||
| DE4312443C1 (de) | Gemusterte Kettenwirkware und Kettenwirkmaschine zu ihrer Herstellung | |
| DE166161C (de) | ||
| DE4446957C1 (de) | Verfahren zur Bestimmung der Anordnung und Trittfolge von Schäften einer Schaftmaschine | |
| DE250905C (de) | ||
| DE2457122A1 (de) | Webverfahren zur herstellung von florgeweben | |
| DE181275C (de) | ||
| DE3817416C1 (de) | ||
| DE454534C (de) | Jacquardstrickmaschine | |
| DE135118C (de) | ||
| DE150037C (de) | ||
| DE464880C (de) | Mustervorrichtung fuer Jacquard-Strickmaschinen | |
| DE193143C (de) | ||
| DE685338C (de) | Einrichtung zur Herstellung von Webleisten fuer verschieden breite Ware auf Gardinen-Maschinen | |
| DE617833C (de) | Doppelseitiges Gewebe | |
| DE141694C (de) | ||
| DE631035C (de) | Flachwirkmaschine mit aus einzeln bewegbaren Hilfsnadeln bestehender Mustervorrichtung | |
| DE533679C (de) | Levier- und Kartenschlagvorrichtung | |
| AT57282B (de) | Farbig gemusterter Häkelgalon und Häkelmaschine zu seiner Herstellung. | |
| DE664661C (de) | Verfahren und Strickmaschine, insbesondere Rundstrickmaschine, zur Herstellung plattierter hinterlegter Strickware | |
| DE199396C (de) | ||
| DE588716C (de) | Verfahren zur Herstellung von 1/1-Einlegemustern auf Jacquard-Flachstrickmaschinen mit mehreren Schlosspaaren | |
| DE450271C (de) | Stickvorrichtung fuer Webstuehle | |
| DE506945C (de) | Jacquardmaschine mit geteilten Platinenboeden und Messerkaesten zur Herstellung von Doppelplueschgeweben |