DE343256C - - Google Patents
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01C—CHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
- D01C1/00—Treatment of vegetable material
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Description
- Verfahren' zur Gdwinnung verspinnbarer Fasern aus Pflanzenstengeln, insbesondere der Nesselpflanze. Gemäß dem Hauptpatente 305049 werden die Stengel, bevor die Rinde von ihnen abgetrennt wird, einer chemischen Behandlung mit Sodalösung unterworfen, um die Rinde vom Stengel zu lockern. Dann findet die Abtrennung der Rinde und ihre Weiterbehandlung statt. Diese vollzieht sich bei tat-. sächlicher Ausführung dadurch, daß ein Vorkalandern und Nachkalandern angewendet wird, wobei zwischen dem ersten und dem zweiten Kalandern der Rindenbrei einer Natronlaugelösung ausgesetzt wird. Nach dem zweiten Kalandern wird dann abgespritzt. Die Behandlung in der Nätronlaugelösung zwischen den beiden Kalandern erfordert einen Einbau eines langen Troges in die Maschine, um den vorkalanderten Bast genügend lange der Einwirkung der Natronlauge auszusetzen. Obgleich nun der vorkalanderte Bast in mehrfachen Windungen zwischen Siebtüchern durch den langen Trog mit der Natronlaugelösung hindurchgeführt wurde, konnte doch eine so kräftige Einwirkung, daß eine wunschgemäß recht reine Faser erhalten und das Abspritzen gut ermöglicht würde, nicht erzielt werden. Der Bast muß wesentlich länger der Natronlauge ausgesetzt werden. Dazu müßte man einen so langen Trog benutzen, daß er dann nicht mehr in die Gesamtmaschine einzubauen wäre.
- Man kann nun den Bast noch am Stengel nach der Kochung in der lockernden Sodalösung in Natronlauge tauchen. Die so behandelten Stengel würden dann aber auf der Schälmaschine die aus Baumwolle bestehenden Schältücher zerfressen. Gewebetücher aus unangreifbaren Stoffen, etwa Kupfer, scheiden aber gegenwärtig und in absehbarer Zukunft aus.
- Dieser Schwierigkeit wird dadurch begegnet, daß gemäß dem obenbehandelten Vorschlage die Stengel nach der Kochung in Sodalösung in eine Natronlösung gebracht werden. Dann aber werden sie wieder herausgenommen. Man läßt sie über dem Natronlaugenbade abtropfen, und dann werden sie in ein Bad mit reinem klaren Wasser gelegt. Die etwa noch anhaftende Natronlauge wird von den Stengeln so weit entfernt, daß man sie mit bloßen Händen auf die Schältücher legen kann, ohne die ätzende Wirkung der Natronlauge an den Händen zu spüren. Auch die Tücher der Schälmaschine werden nicht mehr nachteilig beeinflußt. Die Schälmaschine schält die so behandelten Stengel genau so gut, als wenn sie zur Lockerung nur in Sodalösung gekocht worden wären.
- Diese neue Behandlung der Stengel beseitigt nun nicht nur die obenerwähnten Schwierigkeiten der auf das Kalandern folgenden Natronlaugebehandlung, sondern ermöglicht es mit einmaliger Kalanderung auszukommen und doch ein ganz vorzüglich reines und weiches Erzeugnis zu erhalten. Der durch die Natronlaügebehandlung der Stengel erweichte Bast braucht nach der einmaligen Kalanderung nur noch ganz wenig abgespritzt zu werden. Dadurch wird die Fasergewinnungsmaschine ganz erheblich vereinfacht. Es wird an Raum und Arbeit gespart. Das Erzeugnis ist von hoher Güte und wesentlich billiger als bisher. Die Behandlung in Natronlaugelösung geht längere oder kürzere Zeit je nach Erfordernis in warmer oder heißer Lösung vor sich.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUcH: Abänderungdes Verfahrens zur Gewinnung verspinnbarer Fasern aus Pflanzenstengeln, insbesondere der Nesselpflanze, gemäß Patent 305o49, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Lockerungsbehandlung der Stengel in Sodalösung sie längere oder kürzere Zeit in warme oder heiße Natronlaugelösung getaucht und dann nach Abspülung in reinem Wasser der Weiterbehandlung unterworfen werden.
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Also Published As
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