DE411304C - Verfahren zur Gewinnung von Sulfitzellstoff - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Sulfitzellstoff

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DE411304C
DE411304C DEK87923D DEK0087923D DE411304C DE 411304 C DE411304 C DE 411304C DE K87923 D DEK87923 D DE K87923D DE K0087923 D DEK0087923 D DE K0087923D DE 411304 C DE411304 C DE 411304C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C3/00Pulping cellulose-containing materials
    • D21C3/22Other features of pulping processes
    • D21C3/26Multistage processes
    • D21C3/266Multistage processes the same pulping agent being used in all stages

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  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Sulfitzellstoff. , Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines reinen Sulfitzellstoffes, der in physikalischer und chemischer Beziehung den höchsten Anforderungen entspricht. Dieser Sulfitzellstoft ist unter Wahrung seines Charakters weitgehendst von Inkrusten befreit und stellt ein gleichmäßig aufgeschlossenes Produkt dar mit einer unter a liegenden Kupferzahl.
  • Das Verfahren besteht darin, daß man den erstmalig hell abgekochten Sulfitzellstoff einer zweiten und gegebenenfalls einer dritten Kochung mit Kalziummagnesiumbisulfitlauge unterwirft. Überraschenderweise wird durch diese Behandlung die Ausbeute gegenüber der für gut bleichfähigen Ritter - Kellner - Stoff kaum vermindert, da durch die N achbehan-llung zwar die letzten Mengen von Inkrusten herausgelöst werden, der Zellstoff selbst aber nicht angegriffen wird.
  • Das neue Verfahren kann sowohl in einem und demselben Kocher wie auch in einem weiteren, z. B. in einem ausgemauerten Drehkocher ausgeführt werden, im letzteren Falle mit dem bereits aufgeschlagenen und durch die Separation geführten Material. Das auf diese Weise erhaltene Produkt hat sich als chemisch sehr reaktionsfähig erwiesen.
  • Beispiele. i. Nachdem die Holzhackschnitzel in bekannter Weise in den Kocher gefüllt und Kalzium- (Magnesium-) Bisulfitlauge mit mindestens d. Prozent Gesamt schwefliger Säure und oß bis i Prozent Ca O zugegeben ist, wird je nach dem Kochverfahren (Mitscherlich oder Ritter-Kellner) die Sulfitkochung nach allgemein üblichen Grundsätzen entweder mit indirektem oder direktem Dampf, in ersterem Falle bei 4 Attn. und etwa 13J5'3 C, im letzteren Falle bei 6 Atm. und etwa 155' C so durchgeführt, daß nach beendigter Kochung nach dem Mitscherlich-Verfahren die Ablauge noch etwa o,5 bis o,i und nach dem Ritter-Kellner-Verfahren noch mindestens o,i Prozent freie schweflige Säure enthält. Die Lauge wird abgelassen und der Stoff ausgewaschen.
  • Darauf wird der Kocher nochmals mit frischer Kochlauge gleicher Zusammensetzung wie oben gefüllt und einer zweiten Kochung unterworfen. Diese Kochung kann dadurch, daß die Lauge schon durch das dem Stoff anhaftende Wasser eine Verdünnung erfährt, durch intensivere Dampfzugabe in schnellerem Tempo als die erste Kochung durchgeführt werden. Notwendig ist nur, daß jeweils die zulässigen Höchsttemperaturen erreicht werden und die Ablauge beim Ablassen noch mindestens 0,3 bzw. o,i Prozent freie schweflige Säure enthält.
  • a. Der auf gleiche Weise wie oben erhaltene Zellstoff wird nach der ersten Kochung aus dem Kocher entfernt, wie üblich aufgeschlagen, überSandfang,Asttrommeln undKnotenfänger geführt und mittels einer Entwässerungsmaschine in Stoffbahnen mit etwa 55 Prozent Wasser übergeführt. Diese Bahnen werden z. B. entweder in sogen. nassen Rollen aufgewickelt und der Stoff dann von Hand in den Drehkocher eingetragen, oder aber die Stoffbahn läuft in einen Zerfaserer, von dem aus der Stoff direkt in den Drehkocher fällt.
  • Selbstverständlich gibt es auch noch andere technische Möglichkeiten, wie z. B. Zentrifugen, um den durch die Separation gegangenen Zellstoff möglichst weitgehend zu entwässern und dann den Drehkocher damit zu füllen.
  • Sobald die Füllung des Kochers mit Stoff beendigt ist, läßt man Sulfitlauge zulaufen, schließt den Kocher und führt die Kochung unter langsamer Rotation des Kochers genau wie oben beschrieben entweder mit indirektem oder direktem Dampf durch.
  • 3. Beide Verfahren können auch in der Weise durchgeführt werden, daß man, wie auch fast iiblich, von vornherein in (ausgemauerten) Drehkochern arbeitet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung von Sulfitzellstoff, dadurch gekennzeichnet, daß man den hell abgekochten Zellstoff noch einer zweiten, gegebenenfalls weiteren Kochungen mit frischer Kalzium- oder Magnesiumbisulfitlauge oder Gemischen derselben unterwirft.
  2. 2. Verfahren nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die NTachkochung nicht in demselben Kocher, in dem die erste Kochung stattgefunden hat, sondern in einem zweiten, z. B. in einem ausgemauerten Sulfitdrehkocher, mit dem bereits aufgeschlagenen und durch die Separation geführten Material vorgenommen wird.
DEK87923D 1923-12-21 1923-12-21 Verfahren zur Gewinnung von Sulfitzellstoff Expired DE411304C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969601C (de) * 1942-11-18 1958-06-19 Phrix Werke Ag Verfahren zur Herstellung eines aschearmen, fuer die chemische Weiterverarbeitung geeigneten Zellstoffes aus Einjahrespflanzen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE969601C (de) * 1942-11-18 1958-06-19 Phrix Werke Ag Verfahren zur Herstellung eines aschearmen, fuer die chemische Weiterverarbeitung geeigneten Zellstoffes aus Einjahrespflanzen

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